Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Andrea Zanzotto – geboren 1921 im venetischen Pieve di Soligo, wo er heute noch wohnt – gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Lyriker Italiens. Hölderlin, Rilke, Celan, Rimbaud, Eluard und Michaux sind ihm ebenso vertraut wie Vergil, Dante, Petrarca, Leopardi, Pascoli und Montale .… Continue Reading „Andrea Zanzotto“
Außerdem in der NZZ vom 9.3.02: Paul Burkhards Songs zu Brechts «Mutter Courage» („Wer hätte gedacht, dass der Komponist von «O mein Papa» sich auch einmal an Brecht gewagt hat?“) Wenn die Musik das Wort erhellt. Auf den Spuren Ingeborg Bachmanns und Hans Werner… Continue Reading „Wenn die Musik das Wort erhellt“
Wer einmal das entsagungsvolle Lächeln eines Mathematikers gesehen hat, der aufgefordert wurde, seine Arbeit zu erläutern, der muss erkennen, dass die intellegible Welt an diesem Punkt schmerzlich und hoffnungslos entzweigerissen ist und die Hohenpriester dieses Fachs ihr Geheimnis wahren müssen auch dann, wenn sie… Continue Reading „Elixiere der Wissenschaft“
Während sich also die „Cosa Nostra des Geisteslebens“ wechselseitig umschmeichelt, tingelt der Autor Rühmkorf durch die Dörfer, bringt seine Produkte als fahrender Sänger an die Leser und stellt dabei fest, dass in den Heuschobern, Gemeindebibliotheken und Provinztheatern „allemal mehr Menschenleben“ anzutreffen sei „als zwischen… Continue Reading „Schachtelhalme“
Thomas Rosenlöcher erhält den Dresdner Kunstpreis, berichten die Dresdner Nachrichten, 9.3.02
Dank des Pokalfinales Leverkusen – Schalke „reicht wohl noch Platz sechs für den Uefa-Cup. Dahin geht mein ganzes Sehnen.“ Die erfreuliche Vermutung, dass es der Lyriker Friedrich Hölderlin kaum schöner hätte ausdrücken können, ist aber auch schon alles. Ansonsten bleibt nur die Erkenntnis, dass… Continue Reading „Lyrik und Fußball“
Das Gedicht „Der Scherenschleifer“ wirft eine burleske Szene hin und vereint das ganz handfest Handwerkliche mit einer mythischen Dimension, in der zugleich uralte und märchengesättigte Tradition aufscheint: Scherenschleifer, Freund / meinem Schuster, zeigte grinsend / auf den runden Schleifstein, / Der lag unterm Goldregen,… Continue Reading „Der Scherenschleifer“
Das spielerische Element in Koneffkes Lyrik, ihr poetischer Übermut, zeigen sich nicht nur thematisch, sondern auch in der Lust an der Form, an Reimen und gewagten Halbreimen, am furiosen Galopp durch Rhythmus und Klang, am freudigen Einbringen von Wörtern wie Schwuppdiwupp und Papperlapapp, oder,… Continue Reading „Was rauchte ich Schwaden zum Mond“
Martin Mosebach widerspricht heftig einer Rezension von Heinz Schlaffers Buch „Die kurze Geschichte der dt. Literatur“ (s. hier ): Die Bedeutung dieser Werke ist Schlaffer nicht bekannt: herablassend schreibt er von „den Stifters und Mörikes und Eichendorffs “ – allein dieser Plural sollte ein… Continue Reading „Die kurze Geschichte der dt. Literatur“
Außerdem erfahren wir in der Süddeutschen, daß Hans Magnus Enzensberger den Zorn der norwegischen Journalisten auf sich gezogen hat, indem er sie als provinziell beschimpfte: „Leider scheint keiner verstanden zu haben“, schreibt „Aftenposten“ („Die Abendpost“) über seinen Auftritt, „dass dieser Mann nur in einem… Continue Reading „Enzensbergers Polemik“
Gerhard Stadelmaier bespricht die Wiener Inszenierung von Schrotts Gilgamesh: Nun hat der sehr prätentiöse Schriftsteller Raoul Schrott , Jahrgang 1964, ein gelehrter Poesienerforscher und poeta doctus, aber doch wohl mehr doctus als poeta, die ältere babylonische Fassung mit der Unterweltsreise des Gilgamesh verschnitten und… Continue Reading „Inszenierung von Schrotts Gilgamesh“
Neben einer Rede von Iso Camartin (über Gott als das Urautomobil) gibt es in der NZZ vom 4.3.02 ein Gedicht mit Auto von Lioba Happe.
In der FAZ vom 4.3.02 bespricht Ernst Osterkamp u.a.: Celan , Paul / Einhorn, Erich : „Einhorn: du weißt um die Steine …“ Briefwechsel Friedenauer Presse, Berlin, 2001, Taschenbuch, 32 Seiten, 9.20 EUR Celan, Paul : Werke, Band 6, Die Niemandsrose, 2 Teile. Historisch-kritische… Continue Reading „Celan“
vom Friederikenhof leitete sich aus der Einsicht ab, dass es mehr schlechte als gute Verse gab und auch andere Poeten das Dichten deswegen nicht aufgaben. Die Leute genossen Kempnersche Verse, oder sie verdammten sie – gleichviel: «Pilz des Glücks ist dieser eine, / Jener… Continue Reading „Das Recht des Schwans“
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