Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
SZ: Wie viele Gedichte können Sie auswendig, Herr Leitner? Leitner: Um die hundert, würde ich sagen. Sehr schön finde ich Giuseppe Ungarettis „Der Morgen“: „Ich erleuchte mich/durch Unermessliches. “ Ein sehr kurzes Gedicht. Doch darüber lohnt es sich nachzudenken. / SZ interviewte den Herausgeber… Continue Reading „10 Jahre Das Gedicht“
In einer Betrachtung zu «Merkmalgedichten des 20. Jahrhunderts», die in der aktuellen Ausgabe der Literaturzeitschrift «Die horen» (Nr. 205) nachzulesen ist, liefert Waterhouse ein schroffes Dementi in Sachen «Wahrheit». Gedichte, so Waterhouse, haben es mit einem «weit verzweigten System von Unwahrheiten» zu tun, ja… Continue Reading „Lyrik, Wahrheit, Materialität – Zeitschriftenkritik“
Zu der Handvoll wirklich imposanter Verse muss man sich erst durchkämpfen. Einer davon heißt „Abschied vom Fünften Zeitalter“ und schildert die Jugend des Autors in der DDR. Die Stimmung, die Grünbein da mit dunklem Timbre einfängt, führt einen in die beklemmende Welt des Sozialismus… Continue Reading „Leuchttürme und Ebbe“
Die Stadt Darmstadt hat den 13. Leonce-und-Lena-Preis für Nachwuchslyriker ausgeschrieben. Bewerben können sich deutschsprachige Autoren, die nicht älter als 35 Jahre sind. Die Preisverleihung ist für den 14. und 15. März 2003 geplant. «Wir erwarten zwischen 400 und 500 Einsendungen», sagte Fritz Deppert vom… Continue Reading „Leonce-und-Lena-Preis“
Auch sonst heute (23.4.02) viel Lyrik in der Süddeutschen: Albert von Schirnding bespricht Günter Herburger , Arthur Schnabl berichtet aus Mähren, dem Land, das so viele stille Dichter hervorgebracht hat (wie Jan Skácel ), und Hartmut Kühne bereiste Alexandria, einstmals die Heimat des Dichters… Continue Reading „Lyrik in der Süddeutschen“
Die taz steht da auch nicht nach und (23.4.02) zeigt das Weltende an: Jakob van Hoddis: „Weltende – Die zu Lebzeiten veröffentlichten Gedichte“. Herausgegeben von Paul Raabe. Arche Verlag, Zürich, Hamburg 2001, 112 Seiten, 14,50 €
Lyrik (sagt die Sächsische Zeitung) ist, wenn man sich geschwollen ausdrückt: Der Oberbürgermeister bemühte die Lyrik. „Sport ist eine Tätigkeitsform des Glücks“, sagte Ingolf Roßberg bei seiner Eröffnungsrede am Sonnabend auf der 10. Dresdner Sportlergala im Westin Hotel Bellevue. / 23.4.02
Ausprunk liebt Bücher, aber die Menschheit liebt die Bücher nicht, zumindest nicht die, die Ausprunk geliebt sehen möchte. Französischer Surrealismus, Beckett, Lyrik. An der Innenseite der Ladentür klebt eine kleine schwarze Postkarte: „Die Welt ist schlecht“./ Berliner Zeitung 23.4.02
Wettbewerb: KARGO EUROPA Beteiligungsbedingung für das 4. Rheinsberger Autorinnen-Forum , das für 80 Schriftstellerinnen Platz bietet, ist ein bis zu fünfseitiger Text (Essay, Prosa, Lyrik, Szenisches), der sich mit der Idee und dem Motto des Forums KARGO EUROPA auseinandersetzt. Diese bis zum 31. Juli… Continue Reading „KARGO EUROPA“
So inaugurierte der Klagenfurter Wieser Verlag soeben eine neue Reihe mitteleuropäischer Literatur. In der „Edition Zwei „, deren drei Starttitel seit wenigen Tagen vorliegen, soll dezidiert jungen, noch unbekannten Autoren eine erste Publikationsmöglichkeit in deutscher Sprache eröffnet werden. Zustande kam das ambitionierte Unternehmen durch… Continue Reading „Zwei aus Osteuropa“
Mitte der sechziger Jahre war Saarlands gegenwärtiger Ministerpräsident Peter Müller gerade zehn und Schüler am Lebacher Realgymnasium. Ab und an brachte der Deutschlehrer Diehl einen merkwürdigen Menschen mit in den Unterricht, der als Hilfsarbeiter am Bau malochte, nebenbei aber schrieb und schrieb. „Uns besuchte… Continue Reading „Johannes Kühn Ehrenbürger“
Bald war Hardekopf mit bekannten Größen wie René Schickele, Herwarth Walden, Erich Mühsam, Ludwig Rubiner und Franz Pfemfert befreundet. In deren Sog verfasste er u. a. auch unter dem Pseudonym „Stefan Wronski“ eigene Gedichte und Prosafragmente, deren Stil und Ausdrucksstärke sich teilweise an Charles… Continue Reading „Hardekopf“
In der Frankfurter Anthologie stellt Walter Helmut Fritz ein Gedicht von Wolfgang Bächler vor – „Die Erde bebt noch von den Stiefeltritten“. /FAZ 20.4.02
findet Steffen Jacobs in seiner Welt-Kolumne ein Gedicht des Schauspielers und Brecht-Schwiegersohns Ekkehard Schall / Die Welt 20.4.02
Aus eben dieser lebhaften Textbewegung zwischen dem Blick in den Hotelzimmerspiegel ins eigene, junge, noch kaum gezeichnete Gesicht und jenem auf eine politisch vielfach stigmatisierte Landschaft entstanden auch Beyers «Erdkunde»-Gedichte. Sie ereignen sich genau auf der intermittierenden Grenze zwischen dem Ich und dem, was… Continue Reading „Beyers Erdkunde“
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