Kategorie: Deutsch

96. Jandl-Bodenplatte

In der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg feiert die Berliner Literaturwerkstatt ihren zwanzigsten Geburtstag. Hunderte Besucher sind gekommen. Es herrscht Volksfeststimmung zwischen den Ständen der Kleinverlage, dem Bio-Crêpe-Wagen und einigen ‚lyrischen Installationen‘: Etwa einer Bodenplatte, auf der Kinder durch wildes Herumhüpfen einzelne Tonbandzeilen aus Ernst… Continue Reading „96. Jandl-Bodenplatte“

95. Wilhelm-Lehmann-Literaturpreis für Nico Bleutge

Der 1972 in München geborene Lyriker Nico Bleutge wird mit dem Wilhelm-Lehmann-Literaturpreis 2011 ausgezeichnet. Die gleichnamige Gesellschaft und die Stadt Eckernförde verleihen den mit 10000 Euro dotierten Preis während der Wilhelm-Lehmann-Tage am 19. November zum zweiten Mal. / Süddeutsche 17.9.

94. Pop- & Literaturkritiker oder Lady Gaga darf

Die Kritiker der Popmusik sind leichthändig in der Lage, ganze Traditionsketten einzelner Riffs und überaus subtile Unterscheidungen von Milieu-, Zeit- und Epochenstilen aus dem Ärmel zu schütteln. Sie kennen sich aus in den Genealogien der Sounds, der Kompositionen und der Besetzungslisten. Und so sind… Continue Reading „94. Pop- & Literaturkritiker oder Lady Gaga darf“

93. Nicht furchtbar

Fast 200 Jahre sind seit der Veröffentlichung von Goethes Doppelband des West-Östlichen Divan (Gedichte / Kommentar) vergangen. Seit 2010 liegt nun erstmals eine vollständige Übersetzung ins Englische vor, meldet Gustav Seibt, Süddeutsche 13.9.: Es gibt Goethes ‚Divan‘ zum ersten Mal vollständig auf Englisch. Denn… Continue Reading „93. Nicht furchtbar“

92. otto mopst

Im anschließenden Vorlesewettbewerb trugen drei junge Damen „otto mopst“ ein Gedicht von Ernst Jandl vor. / wir im vorgebirge

91. Selbstanschauungstheater

Zugleich kündet Wagners Metapher vom augenzwinkernden Trotz des Dichters: Er koppelt gern die Schwerkraft, von denen die Ambosse erzählen, mit jenen Sehnsüchten nach Leichtigkeit, die den »kopf beinahe in den wolken« schweben lassen. Quedlinburger Glocken klingen ihm wie Samt, »um nicht das porzellan der… Continue Reading „91. Selbstanschauungstheater“

89. … ausdrücken was ich sehe wie Zigarettenkippen

Aktuell: Am 25.9. liest Johanna Schwedes Lyrik aus dem Band „Den Mond unterm Arm“ mit Thomas Jez (Prosa) zur Finissage einer Ausstellung in der Galerie „Craftraum“. Thüringer Straße 23 (Nähe Spinnerei und Plagwitzer Bahnhof) 04179 Leipzig Weitere Infos

87. Zeitung

Wie ist doch die Zeitung interessant, dichtete Hoffmann von Fallersleben. Gilt immer noch. Lyriknachrichten von Google:   Wunsch bringt Partygäste zum Stöhnen Nordkurier Erklärt habe ich allen in einem Brief, dass das ein scherzhaftes Gedicht mit nur fünf Zeilen ist. In der ersten Zeile… Continue Reading „87. Zeitung“

86. Selbstkorrektur

Keine Dichterin deutscher Sprache hat das Publikum so polarisiert wie Ulla Hahn. Die nüchternen „Alltagslyriker“ ärgerte sie Anfang der Achtzigerjahre mit melodiösen Volksliedstrophen. Die Rondos und Sonette der promovierten Literaturwissenschaftlerin knüpften geradewegs an die klassisch-romantische Tradition mit ihrem Regelmaß von Metrum und Rhythmus an.… Continue Reading „86. Selbstkorrektur“

85. Popularkultur

Mit dabei sind auch Berliner. Von peinlich bis erotisch. Wie Aische (25), die Sex und Lyrik verbindet und Goethes „Erlkönig“ und „Der Panther“ von Rainer Maria Rilke rezitiert. Der Clou dabei: Unterbrochen und unterstützt werden die Ballade und das Gedicht von Aisches lautem Stöhnen… Continue Reading „85. Popularkultur“

84. Unpopulistische Wahl

Lyrik in der Provinz: Ihr defizitärer Verlag bringt vor allem Lyrik heraus, deren tieferer Sinn sich beim ersten Lesen kaum erschließt. Insofern haben die Juroren des Lotto Brandenburg Kunstpreises 2011 eine geradezu unpopulistische Entscheidung getroffen. Aus den 134 Einsendungen, meist Prosa, die um die… Continue Reading „84. Unpopulistische Wahl“

82. Scheiß Kunst

  scheiß angst vor der eigenen wut, scheiß wut auf die eigene angst. scheiß liebe zu beidem. scheiß wissen, worauf es bezogen sein könnte. / scheiße was wir geworden sind. scheiß kifferei und scheiß bier und scheiß schwangerschaften, scheiß stammtische-strammtische, selbst noch scheiß waldspaziergang.… Continue Reading „82. Scheiß Kunst“

81. Preis für Seel*

Mehr konnte ich leider nicht finden – aber die Information ist ja da: kunstpreis literatur von lotto brandenburg an daniela seel für „ich kann diese stelle nicht wiederfinden“, 15.9., preisverleihung in potsdam. mit laudatio und lesung. 19.00 h, haus der brandenburgisch-preußischen geschichte, kutschstall, am… Continue Reading „81. Preis für Seel*“

79. Sehnarben

Den musikalisch dahinströmenden Versen im Zyklus «Sehnarben» stellt sich etwa der herbere, sprödere Modus von «Wintersaat» entgegen. In den «Briefgedichten» entwirft die Autorin sensible, aufmerksame Porträts von Wegbegleiterinnen und Freundinnen, wobei sie die eigene Existenz in jener der dargestellten Frauen spiegeln lässt, um selbstkritisch… Continue Reading „79. Sehnarben“

78. Banatsko

Erst anderthalb Jahre zuvor war sie aus London nicht etwa nach Polen oder Russland gezogen, in Länder, deren Sprachen sie beherrscht, wie ihre mehrfach ausgezeichneten Übersetzungen, unter anderem von Olga Tokarczuk, Hanna Krall und Svetlana Vasilenko, zeigen. Nein, Kinsky zog nach Budapest, ohne Ungarisch… Continue Reading „78. Banatsko“