Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Die Glocken läuten.
Ich lernte von Opa,
wo ich sitzen darf.
Beim Herrn Pfarrer,
wo das Dorf im Himmel stand.
In der abendlichen Sonne
sitzen wir gebeugten Rückens
auf den Bänken in dem Grünen.
Unsere Arme hängen nieder,
unsere Augen blinzeln traurig.
Verworrene Träume schnellten
Durch meinen Schlaf, vergällten
Mir also diesen Schlaf.
Großvater Frosch muß auch einmal sterben:
Erwartungsvoll harren die fünfzig Erben.
der leser muss ein schreiber sein
sonst kann der leser kein leser sein
Weiße Schwäne senken ihre schmalen,
Schlanken Hälse in den schilfdurchragten,
Stillen, grünen Weiher, plätschern leise
Wohin sind sie geflogen alle meine Jahr?
War mein Leben gelogen oder ist es wahr?
Was ich einst wähnte, es wäre – gab es das überhaupt?
Oder hab ich geschlafen und einem Traum geglaubt?
das Aussterben der Saurier mit Kind und Kegel,
der Untergang der Atlantis mit Mann und Maus,
der Untergang der Titanic mit Mann und Maus,
der Untergang von 2367 Sprachen
benebst deren Sprechern
zum 50. Todestag von Marlen Haushofer am 21. März 2020,
einer der vielen Schriftstellerinnen am Küchentisch &
zum 59. Todestag von Sylvia Plath am 1. Februar 2022,
einer der vielen Schriftstellerinnen mit schreibhinderförderlicher Beziehungskiste
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