Editorial

L&Poe Journal #02-2022

L&Poe Journal ist ein (relativ, naja) neues Format der Lyrikzeitung. Nach etwa 16 Jahren mit vorwiegend Zeitungsnachrichten und Links und einigen Jahren als digitaler Anthologie deutscher und internationaler Gedichte (inzwischen weit über tausend) startete ich 2021 mit einer thematischen Ausgabe des Journals zum 150. Geburtstag von Christian Morgenstern (mit Konstantin Ames als Herausgeber). Damals veröffentlichten wir die 15 Beiträgen im Block, Echo und Klickzahlen blieben eher bescheiden. Es ist immer noch nachlesbar und hat lesenswerte Beiträge, aber das digitale Lesen ist noch in der Entwicklungsphase. Oft hört man, und auch nach Erscheinen hörten wir, dass lange Textbeiträge digital nicht funktionieren. Ich weiß nicht, ob es stimmt, ich selber lese Periodika (teilweise verfügbar) und Bücher (massenhaft verfügbar) extensiv digital. Aber mit Nummer 02 probierte ich ein neues Editionsformat. Über einen bestimmten Zeitraum veröffentliche ich Einzelbeiträge, die von einer Benutzeroberfläche zusammengefügt werden, Zeitschrift als work in progress. Geplant waren ein paar Monate, es wurde fast ein Jahr.

Irgendwann ist ein Ende. Journal #02 wird hiermit abgeschlossen. Als Textschwerpunkt gab es Gedichte von starken Frauen (Jayne-Ann Igel, Silke Peters, Mara Genschel, Kerstin Becker, Brigitte Struzyk, Odile Endres, Martina Hefter, Anna Hoffmann und Sophie Reyer). Das ist schon in sich eine kleine aber feine Anthologie. Im ersten Teil eines Dossiers stellte ich die Autorin und Künstlerin Angelika Janz vor. Der Überfall auf die Ukraine gab den traurigen Anlass für einen kleinen Schwerpunkt Ukraine (Wikyrtschak, Ames, Witte). Der Abschnitt Betrachtung und Kritik versammelt Beiträge von Dirk Skiba, Konstantin Ames, Bertram Reinecke, Michael Spyra und Karl-Heinz Borchardt zu so verschiedenen Themen wie Autorenporträts, Versgrammatik, Literaturbetrieb und einen Greifswalder Denkmalstreit. Kurz vor Redaktionsschluss gab noch der Tod des Lyrikkritikers Michael Braun einen traurigen Anlass.

Das Journal geht weiter. Unabgeschlossene Projekte (Literatrue in Zeiten des Wettbewerbs, die 2021er Debatte um Konstantin Ames und das Lesetagebuch zum Ulyssesroman) werden hier in Kürze fortgesetzt. Regionale Themen sollen einen festen Platz im Journal behalten. Schwerpunktthema der neuen Ausgabe wird sein: experimentelles Übersetzen. Danke für vergangenes und künftiges Lesen!

2 Comments on “Editorial

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