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Veröffentlicht am 26. Mai 2012 von lyrikzeitung
Es heißt „Ein Wunder“ und geht so: „Soeben noch schlaff und abgenutzt / Nach soviel Jahren Gebrauch, / Steht Er / – Was Wunder! / Er steht -, / Will von dir, mir und dir bestaunt sein, / Verlästert und nützlich zugleich.“
Das Publikum ist gespalten. Marcel Reich-Ranicki feiert den Lyriker – und besonders den erotischen – auf einer ganzen FAZ-Seite:
Es sind Verse voll Glück, voll Leid und Mitleid, doch ohne Selbstmitleid, voll Zucht und auch Nachdenklichkeit. Sie machen spürbar und erkennbar: den Rausch und die Abgeklärtheit, die Seligkeit und, zwischen den Zeilen, die Abschiedsstimmung.
Ina Hartwig spricht in der FR von „Mut zur Blamage“:
Derlei zwiespältige Gelegenheitsverse wären vielleicht im Nachlass vornehmer verwahrt, doch ein G. G. scheint nicht der richtige Mann fürs Aufbewahren, fürs Liegenlassen zu sein.
Elke Heidenreich findet das eklig und Wiglaf Droste (taz) lästert:
salatenes Gestammel, das Grass in doppeltem Irrtum für lyrisch und für erotisch hält.
Über die Reaktion der deutschen und griechischen Regierung ist noch nichts bekannt.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Elke Heidenreich, Günter Grass, Ina Hartwig, Marcel Reich-Ranicki, Wiglaf Droste
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Oder so, mal wieder? http://www.sueddeutsche.de/kultur/gedicht-von-guenter-grass-zur-griechenland-krise-europas-schande-1.1366941
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