120. Lyrik im Netz

Fast eine Debatte löste jüngst ein magerer „Zeit“-Artikel über Lyrik im Netz aus. Unvermerkt blieb dagegen ein ganz ähnlich angelegter knapper Artikel bei Textem zwei Wochen früher. Carsten Klook schrieb unter der Überschrift „Lyrik im Netz“ über drei Seiten, auf denen Gedichte in großer Zahl archiviert sind: lyrikline, Poetenladen und fixpoetry.com. Klook liefert solide Information statt mehr oder weniger verbrämter Meinung, und er hat Kontakt mit Verantwortlichen aller drei Seiten aufgenommen. Über fixpoetry heißt es:

„Wir möchten auf unserer Website den Hang zum Hermetischen überwinden, den Lyrik haben kann. Und eine Offenheit an den Tag legen“, sagt Frank Milautzcki, der im Feuilleton mit seinem großen Essay „Grundlegendes zur Lyrik der Gegenwart“ einen interessanten Überblick wagt.

„Interessanter Überblick“ ist natürlich tiefgestapelt. Klook zielt auf sachliche Information, und die ist gut recherchiert und zuverlässig. Und immerhin liefert er den Hinweis auf einen wichtigen und spannenden Text von Milautzcki, der seit über zwei Monaten (er ist datiert 23.05. – 18.06.2009) im Netz steht. Daß das sogenannte große Feuilleton seit langem den Anspruch aufgegeben hat, die Lyrikszene zu verfolgen, verwundert nicht. Aber die vielzüngige, agile Lyrikszene im Netz hätte ruhig hinhören können. Nur bei Matthias Kehle habe ich vor einigen Wochen einen Hinweis gefunden.

Ich spreche hier auch in eigener Sache. Seit gut zwei Monaten schiebe ich den Plan vor mir hier, den Text zu kommentieren. Ganze Essaykavalkaden im Kopf entwerfend. Das Tagesgeschäft, das digitale wie das realweltliche, haben den Plan immer wieder wegrutschen lassen. Dies sei eine Ankündigung: Kommentar folgt. Wer es noch nicht getan hat: Lesen!

www.Lyrikline.org

www.poetenladen.de

www.fixpoetry.com

3 Comments on “120. Lyrik im Netz

  1. Pingback: 16. Herr H « Lyrikzeitung & Poetry News

  2. Als kleines addendum sei noch hinzugefügt , dass das feed des „forum der 13“ aus technischen gründen noch nicht vollständig iins litblogs.net integriert ist . dafür gibt es neben dem „goldenen fisch“ das berliner gruppenprojekt „tage-bau“ sowie Autorenblogs von Hartmut Abendschein , Alban Nikolai Herbst , Matthias Kehle , Stan Lafleur , Sudabeh Mohafez , Jörg Meyer , Andreas Louis Seyerlein , Helmut Schulze , Ken Yamamoto u. a. : das sind 14 autorinnen- u. autorenblogs , die beiden genannten gruppenprojekte + 1 podcast versammelt auf einer seite.

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  3. Dürfen wir höflich an das Aggregat litblogs.net ( „Literarische Weblogs in deutscher Sprache“ ) erinnern , in welches die feeds des „goldenen fisches“ wie diejenigen des „forums der 13″ einfliessen , nebst einem guten Dutzend weiterer literarischer Blogs ?!

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