Veröffentlicht am 7. Dezember 2004 von lyrikzeitung
Das Resultat ist „reines Gekritzel“, schrieb André Masson (1896-1987). Er war es, dem wir die Einführung der „écriture automatique“ in die Malerei verdanken, jener legendären Methode, das Bewusstsein – und damit Vernunft, Moral und Ästhetik – durch automatisches Schreiben und Zeichnen zu unterlaufen. „Die Vernunft durch die Verrücktheit zu ersetzen“, war das Ziel, wie Masson es bündig formulierte. Roland Barthes bemerkt dazu: „Damit die Schrift sich in ihrer eigenen Wahrheit (und nicht in ihrem instrumentalen Charakter) offenbart, ist es nötig, dass sie unlesbar ist.“ Es ging darum, sich von der Herrschaft der Ratio zu befreien und das Nichtbewusste zuzulassen, es ging um Freiheit. / FR 7.12.2004
Die Galerie, Grüneburgweg 123 in Frankfurt: bis 12. Februar, Mo.-Fr. 9-18, Sa. 10-14,
Veröffentlicht am 5. Dezember 2004 von lyrikzeitung
SEX scenes in fiction are a problem. Whether they’re rendered crudely and directly, through graphic close-ups and blunt four-letter words, or delivered elegantly and obliquely, through misty impressions and lofty euphemisms, most displays of literary lovemaking tend to make the reader’s flesh crawl. They feel like overcooked pornography, undercooked lyric poetry or — worst of all — some odd, jarring combination of the two. Only the juvenile and the information-starved actively seek out such passages; the mature and the experienced regard them as unavoidable ordeals. / aus einer Besprechung von WALTER KIRN, NYT October 31, 2004 zu
VILLAGES
By John Updike.
321 pp. Alfred A. Knopf. $25.
Veröffentlicht am 5. Dezember 2004 von lyrikzeitung
Seit 30 Jahren gibt es die Literaturzeitschrift „orte“ – die älteste in der deutschsprachigen Schweiz. Das St. Galler Tagblatt sprach mit dem „Wirt und Verleger“ Werner Bucher:
Auch so genannt hermetische Gedichte finden Platz in «orte». «Das sind jene Gedichte, die man nicht versteht», erklärt Bucher schmunzelnd, «von einem richtig guten Gedicht versteht man nicht alles. Es steckt immer noch ein Geheimnis dahinter. Es ist eine ständige Gratwanderung», gibt der Herausgeber zu bedenken.
Veröffentlicht am 2. Dezember 2004 von lyrikzeitung
Zu DDR-Zeiten hatte die Zeitschrift 12.000 Abonnenten. Nach der Wende gab es 3.000 Abos, zuletzt war die Zahl auf knapp 1.000 geschrumpft. Erst Anfang des Jahres hatten die Schwartzkopff Buchwerke Hamburg & Berlin die „neue deutsche literatur“ vom Aufbau- Verlag übernommen. Im Mai kam die zuletzt monatlich erschienene Zeitschrift erstmals in neuer Gestaltung heraus.
„Die ndl verschwindet jedoch nicht sang- und klanglos“, sagte [Langzeit-Herausgeber] Engler. Im Herbst 2005 erscheine eine rund 400-seitige Anthologie, die jährlich fortgesetzt werden soll. / Der Standard 2.12.
In der letzten Nummer (562 der Gesamtfolge): Gedichte von Gundula Sell, Jochen Kelter, Rainer Stolz, Susanne Stephan, Holdger Platta und Hans-Jürgen Heise und ein Aufsatz von Ulrich Schacht „Über die Poesie der Natur und ihr Erscheinen in der Natur-Poesie“
Nachtrag 2013: Sind diese Anthologien erschienen? M.G.
Veröffentlicht am 1. Dezember 2004 von lyrikzeitung
Der Dezember [2004!] beginnt mit einer Sensation. Aus über zweieinhalb Jahrtausenden taucht ein Gedicht von Sappho auf:
Ein vor kurzem veröffentlichter Papyrustext vervollständigt endlich ein Gedicht aus dem vierten Buch der Lieder Sapphos. Ein Teil dieses Liedes war bereits auf einem anderen Papyrusfragment aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. zutage gekommen, das in Oxyrhynchos in Mittelägypten gefunden und 1922 veröffentlicht worden war; es enthält allerdings nur die rechte Hälfte einer Schriftkolumne mit den Versenden, denen sich bisher kein zusammenhängender Sinn abgewinnen liess. Durch einen glücklichen Zufall hat sich nun ergeben, dass sich der neue Papyrustext, der aus einem Stück eines Mumiensarges aus Kartonage herausgelöst wurde und sich in der Sammlung des Instituts für Altertumskunde der Universität Köln befindet, teilweise mit zwölf der Versenden in dem schon seit langem bekannten Fragment aus Oxyrhynchos überschneidet. Der Kölner Papyrus ist etwa fünfhundert Jahre vor jenem geschrieben worden, zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr., wie die altertümlichen Buchstabenformen erkennen lassen. Damit ist er der älteste Textzeuge einer Buchrolle mit Gedichten der grossen Dichterin aus Lesbos.
Der neue Papyrus ergänzt jetzt den Text des Fragments aus Oxyrhynchos, dem er in den Zeilen, in denen sich die beiden Papyrustexte überschneiden, jeweils zwischen sechs und zehn Silben hinzufügt. / NZZ 1.12.
Dies die Prosa-Rekonstruktion:
Wieder, ihr Mädchen, bringe ich diese schönen Gaben der veilchengegürteten Musen, indem ich die gesangliebende, helltönende Leier zur Hand nehme Vertrocknen liess mir die Haut, die zart einst war, nun das Alter, Furchen sind darin, weiss wurden die Haare aus schwarzen. Schwer ist mir das Herz gemacht, die Knie tragen nicht, die doch einst leicht waren zu tanzen, jungen Rehen gleich. Aufseufzen muss ich oft – doch was könnte ich tun? Alterslos kann man als Mensch nicht werden. Denn wie man glaubte, dass einst den Tithonos die rosenarmige Eos, die wir unvernünftig nennen, bis ans Ende der Welt trug, dass sie ihn zum ewig jungen Bräutigam hätte, doch ihn ergriff dennoch das zitternde Alter, ihn, der vergeblich eine unsterbliche Gattin hielt, . . . er glaubt . . . möge verleihen. Ich aber liebe das Erlesene: oftmals hat diesen Glanz auch mir Liebe zur Sonne geschenkt, und das Schöne.
Und hier eine englische Übersetzung des bisher bekannten Fragments (jedenfalls vermute ich das!**) – das passendste Fragment, das ich bislang finden konnte – falls jemand Genaueres weiß: Mail!) durch Anne Carson, 2002 – ein Beispiel für ihre Poesie der aufregenden Klammern:
[In both the Greek originals and in her translations, Carson uses brackets to indicate missing or illegible material. For Carson, „brackets are exciting“ (p.xi), and in fact they do invite the reader to fill in the blanks more strongly than does the use of ellipses:]
]
]
] pity
] trembling
]
] flesh by now old age
] covers
] flies in pursuit
]
] noble
] taking
] sing to us
the one with violets in her lap
] mostly
] goes astray [#21; p.39]
**) meine Vermutung war falsch! genauere Angaben in Nachricht 39
Veröffentlicht am 6. November 2004 von lyrikzeitung
Gerhard Falkner, Jahrgang 1951, stammt aus Schwabach und lebt jetzt in Weigendorf (Bayern) und Berlin. Bekannt ist er als Lyriker, hat aber auch Dramatik und Essays geschrieben und übersetzt. Außerdem gehörte er zu den Haupt-Juroren des diesjährigen Dresdner Lyrikpreises. Professor Dietger Pforte, Laudator der Schillerstiftung, würdigte die kunstvolle Sprache Falkners. Seine Gedichte, die scheinbar mit Leichtigkeit daherkämen, verlangten gleichwohl genaue Beschäftigung, nicht zuletzt die Kenntnis der Weltliteratur. „Er ist ein Autor, der sich in das literarische Traditionsgefüge einzureihen versteht und es gleichzeitig sprengt.“
…
Gregor Laschen, 1941 im vorpommerschen Ückermünde geboren, lebt heute in Utrecht (Niederlande) und im Bahnhof Rolandseck. Er ist nicht nur Lyriker und Prosa-Autor, auch einer der wichtigsten Literatur-Vermittler in Europa, wie Peter Hamm in seiner Laudatio darlegte. Laschen leitet seit 1988 das Projekt „Poesie der Nachbarn – Dichter übersetzen Dichter“. Das lasse in die entferntesten Winkel des literarischen Kontinents leuchten, so Hamm. Wie Laschen selbst eine Randexistenz führe, so kämen auch seine Gedichte vom „Rande des Verstummens“ her, ihr Kennzeichen sei ein „gebrochenes Pathos, an dem der Zweifel nagt“. Seine Gedichte – er las einige aus den Bänden „Jammerbugt-Notate“ (1995) und „Die Leuchttürme tun was sie können“ (2004) – stellen Landschaften vors innere Auge, in denen menschliche Seelenzustände zu Teilen dieser Landschaft werden. Ein Baum, Steine bekommen etwas Gleichnishaftes. „Bilder wie Notausgänge meines Lebens“ heißt es an einer Stelle. / Tomas Gärtner, Dresdner Neueste Nachrichten 6.11.
Veröffentlicht am 11. Oktober 2004 von lyrikzeitung
Die von Alex Pehlemann begründete ehemalige Fanzine hat sich zu einer Zeitschrift für „Kulturelle Randstandsblicke und Involvierungsmomente“ gemausert, bei der Musik und Literatur inzwischen nahezu gleichstark vorkommen. Mitredakteur ist nunmehr Bert Papenfuß, der auch eines der literarischen Highlights beisteuerte: seine Berlin-Fassung des althochdeutschen Weltuntergangsgedichts „Muspilli“ ist zwar schon mehrfach gedruckt (ursprünglich im „Gegner“ 1/ 1999, dann im Beck-Lyrikjahrbuch). Hier aber ist dem Text eine CD beigefügt mit Weltuntergangsversionen von Tarwater & Tone Avenstroup, Rex Joswig, Column One, Underwater Agents und Joachim Klauer. Anhören! Und lesen (wer kann & mag: auch althochdeutsch)!
Das andere literarische Highlight: Marcel Beyers Poem „Don Cosmic“, featuring Friedrich Wilhelm Oelze, Gottfried Benn, Don et alii – nicht zuletzt mit langen Anmerkungen.
Sonst im Heft: Czeslaw Niemen, Johannes Ullmaier, Column One, Ernst Fuhrmann, Alexander Krohn, Rex Joswig i.t.p.
Heft (92 S.) und CD zusammen für ganze 5 EU bei
ZONIC c/o A. Pehlemann
Gützkower Str. 59
17489 Greifswald
Mail: zonic@wortwelt.org
Muspilli im Original und übersetzt von Bert Papenfuß
Hier der Anfang des Gedichts von Marcel Beyer:
Don Cosmic
I
Kingston, Jamaica. Was kannst du
erkennen: hier kam deine Mutter
zur Welt, hier brachte dein Ahn das
Familiengeschäft, den Bremer
Rumimport in Gang. Davon lebst
du. Vom Urwald, von der Masse aus
Saft. Alle Höllenyards, alle
Plantagen werden für dich bestellt.
Zucker. Im Hintergrund Musik,
der Pianist bleibt auf den schwarzen
Tasten, Dinah, ein Dauerton
fast, scharlach und violett, und Glut.
Veröffentlicht am 5. Oktober 2004 von lyrikzeitung
Naugarder Straße 14, 10409 Berlin (S-Bhf Greifswalder Str.)
DIE SIBIRISCHE ZELLE
Mittwoch, 6.10.2004
Das Auge ist frei in seinem Spalt (Kino in der Sibirischen Zelle):
COLOURS OF POMEGRANATES
von Sergej Paradschanow
UdSSR 1968 (armenische OF, engl. UT)
„Die Biographie des armenischen Dichters Aruthin Sajadin. Aber Paradschanow sucht mit Metaphern, Bildkompositionen das Universum des Dichters nachzuvollziehen, nicht sein Leben darzustellen. Eine symbolträchtige Reise durch dessen Poesie. Ein in Bewegung geratenes Gemälde, ein literarischer Film, der die gewohnte und filmtypische Struktur aufbricht.“
[Zitat negativeland]
Beginn: 21.00 Uhr (doors open at 8 p.m.)
Veröffentlicht am 2. Oktober 2004 von lyrikzeitung
Nicholas Lezards Neubesichtigung von TS Eliots poetischem Werk anläßlich der ersten (!) Paperbackausgabe im Guardian, 2.10.
The usual gap between hardback and paperback publication of a book is roughly one year. In this instance, though, the pause has been extended to 35 years. One knows that, under the guardianship of Valerie Eliot, the poet’s Nachlass has been as ferociously protected from the vulgar public as, say, the Garden of Eden. Even the recipe for Coca-Cola is more accessible.
The Complete Poems and Plays of TS Eliot (Faber, £12.99)
(„Not that „Complete“ is accurate any more, anyway, as the publication of his earlier verse, The Inventions of the March Hare, extends the canon. This book is a straight reprinting from the 1969 edition…“!)
**) Pardon – der Rezensent sagt „in the bath“
Veröffentlicht am 22. September 2004 von lyrikzeitung
Zwei Auszüge aus einem Beitrag von Michael Braun zum Basler Lyrikfestival, NZZ 22.9.:
Wie es um die „Wirkmacht der Dichtung“ auf Lyrikfestivals bestellt ist, lässt sich am bündigsten mit einer Gedichtzeile des Berliner Sprachakrobaten Ulf Stolterfoht zusammenfassen: „Man schleppt sich von Wendung zu Wendung“. Denn das ist der desaströse Normalfall eines Lyrikfestivals: Zu sehr hat sich eine atemlose Event-Kultur solcher Veranstaltungen bemächtigt, als dass es noch möglich wäre, jenseits der Statuskämpfe und Platzhirschsyndrome der einzelnen Dichter auch den Suchbewegungen ihrer Gedichte zu folgen. Der Basler Literatur-Impresario Matthyas Jenny hat jetzt bewiesen, dass es auch anders geht. Jenny hält an der altmodischen Vorstellung fest, die divergierenden Stimmen, Tonlagen und Schreibansätze der Gegenwartspoesie auf ganz unspektakuläre Weise miteinander ins Gespräch zu bringen. Sein jüngster Versuch mit fünfzehn Autoren ermöglichte eine aufschlussreiche Konfrontation der lyrischen Extreme. …
Auch die für tot erklärte Tradition der Sprachmagie ist noch da – wie Ingrid Fichtners Versuch zeigte, an Adalbert Stifter anzuknüpfen und das „grosse Alphabet der Natur“ (Carl von Linné) emphatisch durchzubuchstabieren. Ein Schreibansatz, der kaum vereinbar schien mit den Dekonstruktionsabsichten von Dichtern wie Ulf Stolterfoht und Urs Allemann. Beides Autoren, die ironisch oder wortwütig ihr Unbehagen an jenem Aggregatzustand der Sprache ausagieren, den Roland Barthes einmal „die Knechtschaft der Zeichen“ genannt hat.
Außerdem geht der Text auf Werner Lutz und Peter Gisi, Ursula Krechel, Lutz Seiler und Markus Stegmann ein.
Veröffentlicht am 9. September 2004 von lyrikzeitung
Der Ausgangspunkt war die Lektüre der Oden von Hölderlin, die mich immer begleitet hat. Es war mein Wunsch, so etwas selber zu machen, und ich habe dann begonnen, die Odenliteratur zu studieren. So bin ich von Hölderlin auf Klopstock und von Klopstock auf Horaz und die Sappho gekommen. In den alten Formen steckt ein riesiges Potenzial. Die Moderne war mit diesen Formen zu früh fertig. Wie kann man, habe ich mich gefragt, eine Ode, eine Elegie oder ein Sonett schreiben, ohne klassizistisch zu werden. Das heißt nicht jetzt auf einmal wieder so schreiben wie Hölderlin, sondern nach einer modernen, eigenen, zerrissenen Sprache suchen, die sich auf der Höhe der Jetztzeit befindet und sich mit den alten Gefäßen verbindet. Meine größenwahnsinnige Fantasie war es, dass sich die Moderne und die alten Formen aneinander regenerieren könnten, ohne jetzt alle Skrupel und jegliche Sprachskepsis über Bord zu werfen. Heute meint man ja, man könne ohne Skrupel und Sprachskepsis daherschreiben. Es kann auch in der Dichtung nicht so sein, dass man einfach die Moderne wegräumt und unbeschwert Sonette, Oden und Elegien schreibt, aber die antiken Formen und die Sprache der Jetztzeit könnten sich aneinander neu entzünden. // ff. Südtiroler Wochenmagazin
Veröffentlicht am 24. August 2004 von lyrikzeitung
Das Dafürhalten im Ende
Wars das?
Ich sprach die Worte
wie Butterbrot.
Unterlegte dem Fett
das Ende,
umspähtes Reimen, meine Manie.
Ists das?
Mich verlegte
aufs Brett die Wende,
geblähtes Aller Anfang
ist Zeremonie!
a
Wirds das?
Ich verdorrte, bin wach
und war tot.
Mich bewegte das Zett,
als Nest und sein Restgelände,
ich verschmäh es bin es
und orte
vernähte Alphabethie.
Angelika Janz
(*1952)
aus: orten vernähte Alphabethie, Lyrik und Prosa,
Verlag Wiecker Bote, Greifswald 2002
die Autorin: geb. 1952 in Düsseldorf, Autorin/Bildende Künstlerin.
In den 80er Jahren ein paar Preise/Stipendien für Bild-und Wortsprache, Gründung der Jazzband TRILEMMA, Museumspädagogin. Publikationen, Hörspiele, zahlreiche Ausstellungen (Visuelle Poesie/BildtextArbeiten, Collagen) Aktionen und Performances seit 1979. Anfang 90er Übersiedlung in das Dorf Aschersleben/ Vorpommern. Gründung von Malzirkeln, Schreib-und Hörspielwerkstätten für Kinder, Aufbau und Koordination von 14 Jugendclubs im ländlichen Raum, Auszeichnung „Engagierte Frau 1998 des Landkreises Uecker-Randow“. Seit Übersiedlung in M-V mit wenigen Ausnahmen hartnäckig als Autorin/Bild. Künstlerin ignoriert. Kulturorganisatorin für Internationale und Innovative Festivals in Ostdeutschland. Nach einer schweren seltenen Krankheit allmählich genesend. In den 70er Jahren mehrere Bücher/Leporellos im Selbstverlag. 1979 Der Inbegriff, Erzählungen Sassafras-Verlag Krefeld 1989 Selbander (mit U.M.-Weitmar und zwei nachgestellten Alexandrinern von Ludwig Harig), Edition Howeg, Zürich 1991 Corridor, Fragmentgedichte, Verlag Scherrer & Schmidt, Köln 1995 Ein interessantes Frühstück das im Trend zu liegen gehen lernt, Fragmentgedichte von Deut zu Deutung, experimentelle Texte, Herausg. von Karl Riha u.a., Siegen 1996 „Schräge Intention“, edition ch, Herausg. Franzobel, Wien 2002 „orten vernähte alphabetien“, Lyrik und Prosa, Verlag Wiecker Bote, Greifswald 2002 Anthologie Poetische Sprachspiele vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Herausg.Klaus Peter Dencker, Reclam Stuttgart 2003 Illustration des Lyrikbandes „Glosy, obrazy i sny“ von Wojciech Gawlowski, Stowarzyszenie Pisarzy Polskich, Poznan In Vorbereitung: Essaysammlung: „In Scheindemokratien“ Arbeit an einer Poetologie zum Fragmentgedicht
Für Interessenten: http://www.pom-lit.de/lyrikzeitung/dokujanz.html
__________________________________________________
Lyrikmail – die tägliche Dosis Poesie –
wird verabreicht durch Gregor Koall info@lyrikmail.de
__________________________________________________
Veröffentlicht am 18. August 2004 von lyrikzeitung
Der Dichterkosmopolit will die Landschaften seines Ursprungs keineswegs verleugnen. »Aber ich lege Wert darauf, nicht als Lyriker angesehen zu werden, der die Heimattümelei der Vertriebenenverbände mitbetreibt.« / Hannes Würtz, ND 18.8.2004 über
Hans-Jürgen Heise: Am Mischpult der Sinne. Ausgewählte Schriften. Wallstein, 365 S., Leinen, 29 EUR.
Veröffentlicht am 17. August 2004 von lyrikzeitung
Vor 200 Jahren schrieb William Wordsworth sein bedeutendstes Gedicht: The Prelude. Aber es wurde erst nach seinem Tod veröffentlicht und erst im 20. Jahrhundert verstanden. Wordsworth hatte Erkenntnisse Freuds vorweggenommen, schreibt ein online Ungenannter im Independent vom 17.8. 2004:
The Prelude was a revolution in literature. No poet had previously documented the results of such sustained and intense self-analysis. Of course, he was not the first to write about his feelings – that had been going on since time immemorial – but he was the first to take the human psyche as his principal theme. It is what makes him our contemporary.
Duncan Wu’s ‚Wordsworth: an inner life‘ is published by Blackwell (£19.99)
Veröffentlicht am 12. August 2004 von lyrikzeitung
Endlich ist bewegung in die sache gekommen. Die taz vom 12.8. 2004 schreitet zur radikaleren tat:
Liebe leserInnen,
die taz erscheint heute in kleinschreibung. Selbstverständlich haben hier nach wie vor die inhalte des geschriebenen priorität vor sprachregelungen. Aber wir möchten die debatte um die rücknahme der rechtschreibreform auch mal um einen konstruktiven beitrag bereichern. Es ist zwar schön, dass sich Springer und Spiegel um die „nachfolgenden generationen“ in Deutschland sorgen: zurückgehen ist aber konservativer kulturkampf, wir gehen lieber nach vorn. / Mehr.
Hier äußerungen von h.c. artmann und elfriede jelinek. Verboten geht gleich noch weiter: von recht- zu gnubierhcsskniL
Kann zu diesem Blog derzeit keine Informationen laden.
Neueste Kommentare