Der neu gegründete freiraum-Verlag aus Greifswald legt mit tEXt bILd den ersten Band einer auf drei Bände angelegten Ausgabe mit Texten von Angelika Janz vor. Und dieser erste Band enthält Visuelle Arbeiten, Essays zur Arbeitsweise und ein sehr instruktives Vorwort von Michael Gratz, in dem er anhand der Gebilde von Janz einen Begriff des Experiments und des Fragments jenseits akademischer und eben auch antiakademischer Hochnäsigkeit entwickelt. Einen Begriff also, der sich der Janzschen Arbeiten annimmt, ohne auf eine gewisse Verbeugung zu verzichten. Die Literaturtheorie findet hier zu einer dienenden Rolle zurück ohne unterwürfig zu sein. Sie bleibt selbstbewusst.
Aber sie, Janz, und mit ihr die Theorie, arbeitet eben auch auf einer Grenze, denn die ausgewählten visuellen Arbeiten bewegen sich in einem Zwischenreich aus Zeichen und Sinn. „Immer,“ so Janz, „bewahrte der fremdgedruckte Text, der Textkern, etwas für die eigene Sprache Schützendes auf.“
(…)
Man könnte Janz Verfahren als eine ästhetische Prothetik beschreiben. Sie nimmt vorgefundenen Text zur Grundlage und setzt ihm mit der Schere zu, zerlegt und verstümmelt ihn. Nun aber wird er repariert oder besser ergänzt. Aber eben nicht im Sinne einer herkömmlichen Prothetik, die versucht auf mehr oder weniger einfallsreiche Art einen ursprünglichen Zustand, oder eine dem Unfall vorausgegangene Funktionalität wieder herzustellen, sondern in dem ein neuer Sinnraum geschaffen wird. Dieser rührt zwar von der Vorlage her, weil diese aber eben nicht rekonstruiert wird, entspinnt er sich in Freiheit.
Das Ergebnis sind Textgebilde die auf beiden Ebenen wirken, der visuellen und der semantischen. Ein verblüffendes Ergebnis, das das Bildhafte des Textes, und zwar über das konkrete Gebide hinaus, in den Blick und ins Bewusstsein treten lässt. / Jan Kuhlbrodt, lyrikkritik.de (unter Rezensionen)
Gleich zwei Literaturzeitschriften, das sehr experimentierfreudige Literaturheft „randnummer“ und die dereinst von Höllerer selbst begründete Zeitschrift „Sprache im technischen Zeitalter“, haben nun bislang unveröffentlichte Gedichte aus dem Nachlass des 2003 verstorbenen Höllerer ausgegraben, die im Umfeld des Bandes „Systeme“ anzusiedeln sind. Der Berliner Dichter und Veranstaltungsmacher Tom Bresemann hat vor einiger Zeit im Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg ein Typoskript mit Höllerer-Gedichten gefunden, die vielleicht auch wegen ihrer formalen Kühnheit nie zur Veröffentlichung gelangt waren. In der aktuellen Ausgabe, dem Heft 5 der „randnummer“ hat Bresemann nun einige Funde zusammengetragen und in einem kleinen Vorwort kommentiert.
Im aktuellen Heft 203 von „Sprache im technischen Zeitalter“ werden weitere Höllerer-Gedichte im Faksimile präsentiert und in einem kundigen Aufsatz von Dieter M. Gräf in ihrem literaturhistorischen Kontext erschlossen. Gräf verweist zum Beispiel auf die berühmten „Thesen zum langen Gedicht“, in denen Höllerer bereits 1965 den Weg zu einer offenen Poetik bahnte, die dann in seinem Band „Systeme“ Gestalt annahm. In diesen Thesen spricht Höllerer dem langen Gedicht eine besondere Beweglichkeit zu: „die Entscheidung für ganze Sätze und längere Zeilen bedeutet Antriebskraft für Bewegliches.“ Die offene poetische Form manifestiert sich in den Nachlass-Gedichten in dem Umstand, dass die einzelnen Verse systematisch aus der Reihe tanzen und sich auf der Buchseite in vielfach aufgefächerten, sehr unregelmäßigen, oft auch fragmentierten Gedichtzeilen gruppieren. Diese sehr freie Versform ist zum Teil auch ein Import aus der modernen amerikanischen Poesie, den Höllerer in den frühen 1960er Jahren selbst organisiert hat. (…)
Es geht bei dieser Ausgrabung der nachgelassenen Gedichte Walter Höllerers jedoch nicht um bloße Literatur-Archäologie. Denn die „randnummer“ nutzt diese offene Poetik Höllerers ganz offenkundig als literarisches Leitbild. Neben die Höllerer-Gedichte platziert die Redaktion sehr reizvolle visuelle Poeme der Autorin Angelika Janz, in denen durch verschiedene Montagetechniken Zeitungsausrisse oder kleine Malereien in die poetische Textur integriert werden. Das ist ebenso als eine widerständige Poesie in Bewegung zu begreifen wie die hier abgedruckten Gedichte von Norbert Lange, Léonce Lupette oder Jan Skudlarek, in denen Verfahren der Überschreibung, der semantischen De-Regulierung oder gar des Rückbaus von Texten angewandt werden. Jan Skudlarek beispielsweise reduziert expressionistische Großstadtgedichte von Georg Heym oder Ernst Blass auf wenige Wörter, um sie damit gleichzeitig semantisch ungeheuer aufzuladen. Überhaupt ist dieses neue Heft der „randnummer“ als ein vielversprechendes Manifest der offenen Poetik und ihrer avanciertesten Autoren aus der jungen Generation zu lesen. / Michael Braun, Poetenladen
Randvoll die neue Randnummer: „banane ist hase, ich weiß von nutz“ schreibt Konstantin Ames in einer der spannendsten Literaturzeitschriften, die nach nichts weniger als neuen gesellschaftlichen Formen forscht. / Guido Graf im literaturport
In einem thread versteckt läuft diese Diskussion (um Matthias Polityckis Proklamation der „Realpoesie“), die ich mal anonymisiert hier zitiere. Der „chat“ hier gegeben as is d.h. eine Antwort steht nicht immer direkt unter dem letzten Kommentar. Vielleicht mag jemand weiterdiskutieren?
erst vor kurzem las ich wieder einen auszug aus wiktor schklowskis „kunst als verfahren“, aus dem ich eine passage hier zitieren will, die ich überaus anregend finde. hier auf englisch.
„If we examine the general laws of perception, we see that as it becomes habitual, it also becomes automatic. So eventually all of our skills and experiences function unconsciously—automatically. If someone were to compare the sensation of holding a pen in his hand or speaking a foreign tongue for the very first time with the sensation of performing this same operation for the ten thousandth time, then he would no doubt agree with us. It is this process of automatization that explains the laws of our prose speech with its fragmentary phrases and half-articulated words.
The ideal expression of this process may be said to take place in algebra, where objects are replaced by symbols. In the rapid-fire flow of conversational speech, words are not fully articulated. The first sounds of names hardly enter our consciousness. In Language as Art, Pogodin tells of a boy who represented the sentence „Les montagnes de la Suisse sont belles“ in the following sequence of initial letters: L, m, d, 1, S, s, b.
This abstractive character of thought suggests not only the method of algebra but also the choice of symbols (letters and, more precisely, initial letters). By means of this algebraic method of thinking, objects are grasped spatially, in the blink of an eye. We do not see them, we merely recognize them by their primary characteristics. The object passes before us, as if it were prepackaged. We know that it exists because of its position in space, but we see only its surface. Gradually, under the influence of this generalizing perception, the object fades away. This is as true of our perception of the object in action as of mere perception itself. It is precisely this perceptual character of the prose word that explains why it often reaches our ears in fragmentary form (see the article by L. P. Yakubinsky). This fact also accounts for much discord in mankind (and for all manner of slips of the tongue). In the process of algebrizing, of automatizing the object, the greatest economy of perceptual effort takes place. Objects are represented either by one single characteristic (for example, by number), or else by a formula that never even rises to the level of consciousness.“
und
„And so, in order to return sensation to our limbs, in order to make us feel objects, to make a stone feel stony, man has been given the tool of art. The purpose of art, then, is to lead us to a knowledge of a thing through the organ of sight instead of recognition. By „enstranging“ objects and complicating form, the device of art makes perception long and „laborious.“ The perceptual process in art has a purpose all its own and ought to be extended to the fullest. Art is a means of experiencing the process of creativity. The artifact itself is quite unimportant.“
ein wenig mehr davon hier
wollte man schklowski zustimmen, müsste man vermutlich feststellen, dass das, worauf realpoeten abzielen, keine poesie ist.
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also ehrlich: alles was bisher in markt- und/oder mehrheits – weil gewinnkonforme kriterien zur qualitätsbestimmung überführt wurde, ist doch mittlerweile in die hose gegangen und so wird auch das gedicht irgendwann nicht mehr mit triple A nach hause gehen, wenn es dem düsteren lesermop nur immer hinwirft, was geschmeckt. ohne das was hier endlich ein ende zu finden hat, wüsste leser doch gar nicht wofür er mal wieder mit so verständlichen gedichten belohnt wird.
Der Lebensfreude-Kalender 2013
Der Lebensfreude-Kalender 2009
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Zeit zum Leben 2013: Elli Michler – Wunschgedichte-Kalender
The Science of Sleep (trailer)
From the director of the Eternal Sunshine of the Spotless Mind.
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Der Ofen trinkt Bier.
Dazwischen leben wir.
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Gedanken
sind
Möbel.
Kühe
sind
Buchstaben.
Zwar
ist das Quatsch,
aber
irgendwie
gut.
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–> Anton G. Luther !
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Der Gedichtband «Schmetterlingspoesie» des Motorrad-Rennfahrers Michael «Bundy» Roth schafft es auf Platz 1 der Amazon-Bestsellerliste «Lyrik und Poesie». / speedweek.de
DAS GEDICHT wird 20 und feiert mit 60 Lyrikern aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz die Geschichte der deutschsprachigen Realpoesie!
19:00 Uhr Vorprogramm (Foyer)
DAS GEDICHT präsentiert Poesie-Clips aus dem lyrik-tv-Kanal http://www.dasgedichtclip.de
19:15 Uhr Zuallererst (Saal)
Intro: »wortgeburt« Performance von Semier Insayif (A-Wien) Begrüßung: Dr. Reinhard G. Wittmann (Literaturhaus München) Einführende Worte: Anton G. Leitner (Verleger und Herausgeber DAS GEDICHT):
»20 Jahre am Ruder(n)« Matthias Politycki (Mitherausgeber der Jubiläumsausgabe 20):
»Realpoesie«
19:30 Uhr Hauptprogramm, Teil I (Saal)
1. Duo: Michael Augustin (Bremen) / Ulla Hahn (Hamburg) 2. Duo: Arne Rautenberg (Kiel) / Hardy Scharf (München) 3. Duo: Ulrike Draesner (Berlin) / Mathias Jeschke (Stuttgart) 4. Duo: Paul Maar (Bamberg) / Babette Werth (Berlin) 5. Duo: Andreas H. Drescher (Saarlouis) / Xóchil A. Schütz (Berlin) 6. Duo: Helmut Krausser (Potsdam u. Rom) / SAID (München) 7. Duo: Martin Brinkmann (München) / Michael Sailer (München) 8. Duo: Josef Brustmann (Icking) / Franz Xaver Kroetz (München u. Teneriffa) 9. Duo: Friedrich Ani (München) / Siegfried Völlger (Augsburg) 10. Duo: Ralph Grüneberger (Leipzig) / Josef Wittmann (Tittmoning) 11. Duo: Melanie Arzenheimer (Eichstätt) / Manfred Chobot (A-Wien) 12. Duo: Rudolf Kraus (A-Wien) / Gerhard Ruiss (A-Wien) 13. Duo: Jürgen Bulla (München) / Joachim Sartorius (Berlin) 14. Duo: Knut Schaflinger (Augsburg u. Hamburg) / Robert Schindel (A-Wien) 15. Duo: Leander Beil (Holzkirchen) / Anton G. Leitner (Weßling)
16. Duo: 17. Duo: 18. Duo: 19. Trio: 20. Duo: 21. Duo: 22. Duo: 23. Duo: 24. Duo: 25. Duo: 26. Duo: 27. Duo: 28. Duo: 29. Duo: Matthias Politycki (Hamburg) / Alfons Schweiggert (München) Augusta Laar (Krailling) / Hellmuth Opitz (Bielefeld) Alex Dreppec (Darmstadt) / Franziska Röchter (Verl) Steffen Jacobs (Berlin) / Horst Samson (Neuberg) / Gabriele Trinckler (München) Semier Insayif (A-Wien) / Alma Larsen (München) Ludwig Wolfgang Müller (München) / Salli Sallmann (Berlin) Theres Lehn (München) / Frank Schmitter (Ismaning) 12 Erich Jooß (Miesbach) / Fitzgerald Kusz (Nürnberg) Ulrich Johannes Beil (Holzkirchen u. CH-Zürich) / Jean Krier (L-Bridel) Beat Brechbühl (CH-Frauenfeld) / Hans Eichhorn (A-Attersee) Fritz Deppert (Darmstadt) / Birgit Müller-Wieland (München) Markus Bundi (CH-Baden) / Uwe-Michael Gutzschhahn (München) Richard Dove (München) / Ludwig Steinherr (München) Norbert Göttler (Hebertshausen) / Wolfgang Oppler (Unterschleißheim)
22:35 Uhr Zu guter Letzt (Saal)
Extra: »Nur noch ein Gedicht« Performance von Jürg Halter (CH-Bern)
Schlusswort: Anton G. Leitner
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
Here’s a delightful poem by Douglas S. Jones about a bicycle rider sharing his bike with a spider. Jones lives in Michigan and spiders live just about everywhere.
Centrifugal
The spider living in the bike seat has finally spun
its own spokes through the wheels.
I have seen it crawl upside down, armored
black and jigging back to the hollow frame,
have felt the stickiness break
as the tire pulls free the stitches of last night’s sewing.
We’ve ridden this bike together for a week now,
two legs in gyre by daylight, and at night,
the eight converting gears into looms, handle bars
into sails. This is how it is to be part of a cycle—
to be always in motion, and to be always
woven to something else.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2011 by Douglas S. Jones, whose most recent book of poems is the chapbook No Turning East, Pudding House Press, 2011. Poem reprinted from The Pinch, Vol. 31, no. 2, 2011, by permission of Douglas S. Jones and the publisher. Introduction copyright © 2012 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Poetische Begegnung der Kulturen
Der von dem deutschsprachigen, aus Syrien stammenden Dichter Fouad EL-Auwad ins Leben gerufene „deutsch-arabische lyriksalon“ kann seit 2005 auf eine stattliche Anzahl poetischer Soirées und auf eine eindrucksvolle Reihe erstrangiger Gäste zurückblicken. Interkulturelle Begegnung im Medium der Poesie – das ist das erklärte Ziel der Initiatoren. Waren Dichter wie Reiner Kunze, Raoul Schrott und Fuad Rifka bei früheren Ausgaben des „lyriksalon“ zu Gast, so steht das diesjährige Programm dem in keiner Hinsicht nach, zumal das Festival in diesem Jahr erstmalig – an zwei aufeinander folgenden Tagen – an zwei Orten stattfinden wird, nämlich in Aachen und in Bonn. Auf deutschsprachiger Seite sind diesmal – neben Gastgeber Fouad EL-Auwad – Ulrike Draesner, Ludwig Steinherr, Suleman Taufiq, Reinhard Kiefer, Gabriele Frings, Christoph Leisten und Nedjo Osman dabei, aus der arabischen Welt kommen Hussein Habbasch (Syrien), Hayet Raes (Tunesien), Emad Fouad (Ägypten), Fatima Mahmoud (Libyen) und Ali Al-Jallawi (Bahrain). Wie immer besticht das Programm dadurch, dass die Gedichte der Autoren jeweils in deutscher und in arabischer Sprache zu hören sein werden. Zum deutsch-arabischen lyriksalon erscheint bei der Edition Orient die zweisprachige Anthologie „einfach SO“, die an diesen beiden Abenden erstmalig vorgestellt wird.
Das Festival in Aachen findet statt am Donnerstag, dem 25. Oktober, 19.30 Uhr, im Couven-Museum (Hühnermarkt), der Bonner Abend ist am Freitag, dem 26. Oktober, 19.30 Uhr im Festsaal der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität (Am Hof). Beide Abende werden musikalisch kongenial begleitet durch den aus dem Irak stammenden Oud-Virtuosen Raed Khoshaba. Der Eintrittspreis zu beiden Abenden beträgt jeweils 10 Euro.
Weitere Informationen: www.lyrik-salon.de
Stimmt es Sie traurig, dass Lyrik ein wenig aus der Mode gekommen ist?
Stéphane Hessel Auf jeden Fall, vor allem aber, dass Lyrik nicht mehr auswendig gelernt und kaum noch vorgetragen wird.
Sie selbst nennen sich einen leidenschaftlichen Rezitator. Beginnt Lyrik erst zu leben, wenn sie vorgetragen wird?
Hessel Wenn man ein Gedicht aufsagen kann – und mag es noch so dumm erscheinen –, dann sind die, die es hören, davon auf jeden Fall berührt. Manche schämen sich ja, ein Gedicht aufzusagen, weil es wie eine Zumutung klingt. / Rheinische Post
Für die Düsseldorfer Tage der Poesie im Heine Haus am 26. und 27. Oktober wählte Hessel das Motto aus (von Apollinaire).
Weil er sich „als Lyriker und Autor für Kinder und Erwachsene verdient gemacht“ hat, ist der Schriftsteller Peter Härtling heute in Kassel mit dem Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache 2012 ausgezeichnet worden.
„Peter Härtling gehört zu den vielfältigsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Er hat sich als Journalist, Kritiker und Verleger, aber besonders als Lyriker und Autor für Kinder und Erwachsene verdient gemacht“, begründete der Bamberger Sprachwissenschaftler Helmut Glück die Entscheidung der Jury für die Vergabe des Hauptpreises.
Der in Mörfelden-Walldorf lebende Schriftsteller reiht sich damit ein in die Liste prominenter Preisträger. Ausgezeichnet wurden unter anderem der Dramatiker Rolf Hochhuth, Loriot (Vicco von Bülow), „FAZ“-Herausgeber Frank Schirrmacher, die Kinderbuchautorin Cornelia Funke oder „Panik-Rocker“ Udo Lindenberg. [und im vergangenen Jahr Nora Gomringer]. / hr online
Aus Wikipedia:
Der Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache wird seit 2001 jährlich an Personen verliehen, die sich wie sein Namensgeber Jacob Grimm „in besonderem Maße um die Anerkennung, Weiterentwicklung und Pflege des Deutschen als Kultursprache“ verdient gemacht haben. Er ist mit 30.000 Euro dotiert.
Preisträger sind u.a.:
*) wie heißt das eigentlich auf Englisch?
Preisstifter Eberhard Schöck über die Stiftung, „Warum ich den Kultupreis Deutsche Sprache gestiftet habe“:
Meine Stiftung, die Eberhard-Schöck-Stiftung, hat sich zwei Hauptaufgaben vorgenommen: Seit 1993 die Förderung der Handwerkerausbildung in ehemals kommunistischen Ländern und seit 2000 die Vergabe des Kulturpreises Deutsche Sprache.“ (…)
Warum haben unsere Politiker und Intellektuellen nicht den Mut in aller Offenheit und Konsequenz über dieses Thema zu sprechen?
Ich habe für mich die Initiative ergriffen: Anfang des Jahres 2000 habe ich ein weiteres Aktien-Paket in die Eberhard-Schöck-Stiftung eingebracht. Der Ertrag dieser Aktien steht für einen „Kulturpreis Deutsche Sprache“ zur Verfügung.
Die uns fehlende Nationalidentität hat auch zu einer Gleichgültigkeit gegenüber unserer Sprache geführt. Der Schluss sollte erlaubt sein, dass umgekehrt über den Schutz der Sprache auch die Entwicklung eines gesunden Nationalbewusstseins möglich sein sollte.
Wenn wir aber selbst unsere Sprache nicht lieben und schätzen, wie soll sie dann von anderen geschätzt werden? Wie soll man als Volk ernst genommen werden, wenn man sich selbst nicht ernst nimmt!
Der „Kulturpreis Deutsche Sprache“ soll deshalb an Personen und Institutionen vergeben werden, die sich verdienstvoll und erfolgreich für den Erhalt und die kreative Weiterentwicklung unserer Sprache einsetzen. Mit einem Preisgeld von insgesamt 35.000 € ist er einer der höchstdotierten Sprach- und Literaturpreise im deutschen Sprachbereich. Die Vergabe des Preises erfolgt zusammen mit dem „Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS)“, Dortmund. Der VDS setzt sich besonders für die Bewahrung der deutschen Sprache in einem Europa mit der ihm eigenen Kultur- und Sprachenvielfalt ein.
Wer hätte das gedacht?
Nach Angaben des Börsenverein des Deutschen Buchhandels macht die Lyrik nur einen verschwindet geringen Anteil an den Umsätzen des Buchhandels aus. Rund ein Drittel des geschätzten Gesamtumsatzes der Branche von rund 9,6 Milliarden Euro im Jahr 2011 machte Belletristik aus. Der Lyrik-Anteil an der Belletristik betrug nur 1,2 Prozent – Tendenz in den vergangenen Jahren fallend. „Viele nehmen sich ja heute kaum noch Zeit für die reine Lektüre“, sagt der Vorsitzende der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, Ralph Grüneberger. / Literatur: 20 Jahre Literaturzeitschrift „Das Gedicht“ – weiter lesen auf FOCUS Online
Das zu einer Meldung zum 20. Jubiläum der Zeitschrift „Das Gedicht“, die durch einen „Skandal“, wie die Medien immer wieder berichten (einen von der Sorte, bei der nord- oder ostdeutsch Sozialisierte fragend die Stirn runzeln, „im wahrsten Sinne des Wortes handfest“ halt) die Auflage steigerte:
Im Jahr 2000 sorgte der Dichter Anton G. Leitner mit seiner Literaturzeitschrift „Das Gedicht“ für einen im wahrsten Sinne des Wortes handfesten Skandal.
Unter der Überschrift „Geile Gedichte – Vom Minnesang zum Cybersex“ und mit unsittlich geballter Faust auf dem Titelbild hatte er erotische Gedichte renommierter Autoren wie Ulla Hahn und Friederike Mayröcker auf den Markt gebracht. „Die kamen päckchenweise zurück“, erinnert er sich heute – teils waren erboste Nachrichten dabei. Eine Mainzer Buchhandlung verweigerte damals zum Beispiel die Annahme, weil der „Dom nicht weit“ war.
Doch was ein wirtschaftlicher Totalschaden zu werden drohte, entpuppte sich als außerordentlicher Glücksfall. Weil die Medien auf ihn aufmerksam wurden, die „Bild“-Zeitung auf einer Doppelseite über seine „geilen Gedichte“ berichtete und in der damals höchst populären RTL-Show „Sieben Tage, sieben Köpfe“ ein Witz über die Abkürzung seines mittleren Namens – G. – fiel, schoss die Auflage für „Das Gedicht“ in die Höhe – und auf 10 000 Stück. „Wir kamen gar nicht hinterher mit dem Nachdrucken“, erinnert sich Leitner im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.
Fragen wir Google – die kennen verschiedene Varianten. Offenbar gibt es den 20.10. als „Tag des Poeten“, den 14.3. als Nationalen Tag der Poesie und den 21.3. als Welttag der Poesie. Vielleicht teilt jemand Näheres mit?
http://www.smartkids.com.br/…/20-outubro-dia-do-po… – Diese Seite übersetzen
DIA DO POETA. Dia do Poeta Poeta é aquele que faz versos, que escreve poesias. A poesia, ou gênero lírico, ou lírica é uma das sete artes tradicionais, uma …
Leitor faz homenagem ao Dia do Poeta – Folha de S.Paulo
www1.folha.uol.com.br/…/994385-leitor-faz-ho… – Diese Seite übersetzen
21 out. 2011 – Era 20 de outubro. Primaveril feriado. Agora por lei, decreto assinado, odia do poeta passaria a ser –dos dias do ano– o mais festejado.
Mensagens – Dia do poeta (04/10)
ilhado.com.br/index.php?id_editoria=13&id… – Diese Seite übersetzen
Hoje é o dia do Poeta!O Poeta é aquela pessoa que com sua arte nos traz alegrias, reflexões, fantasias, sonhos e até mesmo realidade, mesmo sendo de uma …
http://www.velhosamigos.com.br/…/diapoeta.html – Diese Seite übersetzen
DIA DO POETA … E em certos dias quando penso em minha gente, trago o Vinicius na mente, … Ser poeta é transformar em palavras uma grande essência.
Día Mundial de la Poesía – Wikipedia, la enciclopedia libre
es.wikipedia.org/wiki/Día_Mundial_de_la_Poesía – Diese Seite übersetzen
El Día Mundial de la Poesía es tributo a la palabra poética propuesto en el año 2001 por la Unesco, se celebra cada 21 de marzo (equinoccio de primavera) …
http://www.hiroshibogea.com.br/?p=14363 – Diese Seite übersetzen
14 mar. 2012 – 6 Respostas para “Hoje é Dia do Poeta”. Olhar Feminino março 14th, 2012 at 9: 02. Parabéns Hiroshi! Hiroshi Bogéa março 14th, 2012 at 9:15 …
http://www.sosuaonline.net › … › Locales & Nacionales – Diese Seite übersetzen
21 Oct 2011 – Con motivo conmemorarse El Día del Poeta, inspirado en el natalicio de la poetiza Salomé Ureña de Henríquez, felicitamos a todos los poetas …
14 de Março – Dia Nacional da Poesia – Brasil Escola
http://www.brasilescola.com › … › Março – Diese Seite übersetzen
Dia Nacional da Poesia . Dia da Poesia – Homenagem a Castro Alves, o poeta dos escravos.
Breiten Raum geben die Organisatoren dieses Jahr der Lyrik. Im Zürcher Helmhaus geben Klaus Merz und der Südtiroler Lyriker Sepp Mall eine Session, im Cabaret Voltaire der Lyriker Werner Lutz und der Musiker Rudolf Lutz eine Matinee. Der Kabarettist Rolf Schlatter performt zudem im Tram Gedichte aus dem Buch «König der Welt». Und schliesslich wird am Festival «Zürich liest» erstmals der Zürcher Lyrik-Preis vergeben. / Basler Zeitung
Zürich liest: Do 25.-So 28.10.
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