Der Mondseer Lyrikpreis 2012 geht an die Deutsche Kerstin Preiwuß. Das wurde am Samstag von der Jury beschlossen. Der heuer zum achten Mal ausgeschriebene Preis ist mit 7.500 Euro dotiert und wird im Dezember im Schloss Mondsee überreicht. „Die Gedichte der Autorin Kerstin Preiwuß zeichnen sich durch Vielstimmigkeit aus, in der sich Anklänge an das Märchen und an Zaubersprüche finden.
Die Lyrikerin nimmt Formen des klassischen Gedichts auf und verwandelt diese in eine einfache und zugleich rätselhafte Bildsprache voller Musikalität“, heißt es in der Begründung der Jury, der auch die Vorjahrespreisträgerin Nadja Küchenmeister angehörte. / Kleine Zeitung
Hier mit Foto und einem zweiten Juror (von 5)
Hier noch mehr:
Jury: Ilma Rakusa, Zürich, Hans Höller, Salzburg, Klaus Siblewski, München, Anton Thuswaldner, Salzburg und die letzte Preisträgerin Nadja Küchenmeister, Berlin
In unserer liebsten international befreiten Zone, dem Kvartira Nr. 62 in Kreuzberg, gibt es bei KOOKread auch diesmal wieder tolle junge und jüngste Literatur mit Musik, auf Deutsch, Polnisch, Englisch und – äh – Österreichisch.
Gerhild Steinbuch ist eine der spannendsten Theaterautorinnen ihrer Generation in Österrreich. Zur Zeit arbeitet sie unter anderem an einem ersten Roman. Sie liest Prosa und andere Textflächen.
Carl-Christian Elze hat einen Gedicht-Zyklus geschrieben über Olsztyn in Polen, wo er an einem Übersetzungsworkshop teilnahm. Karolina Golimowska war ebenfalls da und hat den Zyklus ins Polnische übersetzt. Sie lesen ihn, zum Erscheinen in Druck, zusammen, in beiden Sprachen.
Und mit Max Wallenhorst präsentieren wir einmal mehr ganz junge, gute Literatur – Wallenhorst ist 19 Jahre alt, war aber schon 2010 Preisträger des Treffens Junger Autoren der Berliner Festspiele und 2011 Gast des Internationalen Literaturfestivals Berlin.
Dazu kuratiert uns Rike Scheffler wieder schöne Musik:
Donna Stolz spielt „a bunch of little songs straight from the heart“ –http://donnastolz.bandcamp.com/
Dienstag 20 Uhr
Kvartira 62
Ecke Skalitzerstr Wrangelstr/ Lübbener Str.18, 10997 Berlin
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Carl-Christian Elze wurde 1974 in Berlin geboren und wuchs in Leipzig auf. Nach dem Studium arbeitete er im Zoologischen Garten Berlin, um recht bald einen eigenen Zoo zu gründen, was leider ausfallen musste, bis jetzt. Auch Gedichte kamen dazwischen. Seit 2002 ist er Redakteur und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift plumbum. Von 2004-2008 tummelte er sich erneut studentisch am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sein zweiter Gedichtband „gänge“ erschien in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung Leipzig 2009. Elze schreibt neben Gedichten auch Kurzprosa und Drehbücher. Zuletzt erhielt er 2010 ein New York-Stipendium des Deutschen Hauses NY und der Max Kade Foundation.
Karolina Golimowska, geboren 1985, aufgewachsen in Warschau, ist Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin/Konferenzdolmetscherin für Polnisch. Zusammen mit Carl Elze nahm sie im September 2011 an dem Projekt „LyrischerTRANSFERPoetycki“ in Olsztyn (Allenstein) teil, bei dem Elzes Gedichtzyklus und die Idee, ihn zu übersetzen, entstanden sind.
Gerhild Steinbuch, 1983 in Mödling (Österreich) geboren, studierte Szenisches Schreiben in Graz und studiert seit Herbst 2012 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Neben vielen anderen Auszeichnungen und Preisen war sie bereits 2004 Gewinnerin des Stückewettbewerbs der Schaubühne am Lehniner Platz, bekam 2005 den Reinhard-Priessnitz-Preis, 2006 den Manuskripte – Förderpreis in Klagenfurt und 2008 den Deutsch-Französischen Autorenpreis. In der Saison 2008/2009 war Steinbuch Hausautorin des Schauspielhaus Wien. Sie arbeitet zur Zeit u.a. an ihrem ersten Roman „Berge und Täler mit Männern und Frauen“.
Max Wallenhorst, geboren 1993, lebt in Hannover. Preisträger des Treffens Junger Autoren 2010, 2011 Gast des Internationalen Literaturfestivals Berlin. Jemand kommentierte am seinem Blog: „in ein paar jahren ist dir dieser hochprätentiöse, pubertäre gymnasiast-macht-auf-kerouac-um-bräute-aufzureißen-mist peinlich, hoffe ich“. Zum Tod seines Patenonkels Michael Quasthoff schrieb er in der taz stattdessen Sätze wie: „Zu meinem 13. Geburtstag hast du mir ein Album von Tocotronic geschenkt, und jetzt schreibe ich Songzeilen auf meine Hände. Oder so ein Scheiß. […] Und eigentlich will ich zu dir gehen, tausend Fäuste in die Luft werfen und so was schreien wie, dass wir weitermachen, und so, aber ich lasse es lieber, das wäre dir bestimmt zu kitschig.“
Als NN kürzlich ihren Briefkasten öffnete, traute sie ihren Augen nicht. Bereits der Absender auf dem inliegenden Kuvert ließ ihr das Herz bis zum Hals schlagen. Als sie den Inhalt des Umschlags gelesen hatte, da war die Freude groß.
Die Leitung der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte in Gräfeling bei München teilte ihr mit, dass sie als Autorin in der diesjährigen Anthologie mit dem Titel „Ausgewählte Werke XV“ vertreten sein wird.
„Ich habe nicht damit gerechnet“, sagt die 59-Jährige. Mit ihrer Bewerbung zur Aufnahme in die Gedichtesammlung hatte N sehr persönliche Zeilen gewählt. Unter dem Titel „Für unseren lieben Vati“, brachte sie die Worte nach dessen Tod zu Papier.
„Das Buch bekommst Du dann zu Weihnachten geschenkt“, versprach Ehemann Y. *
*) „Das alles verdank ich der Presse“ (Adolf Endler, 1973)
Die 16. Landshuter Literaturtage widmen sich dem erst posthum berühmt gewordenen Werk von Emerenz Meier – und der Zeit der bayerischen Amerika-Auswanderer (…)
Für ihn ist die Dichterin, mit der er sich seit 1974 beschäftigt, ein Phänomen. ‚Sie wird die Menschen gerade wegen ihrer Rätselhaftigkeit noch lange beschäftigen.‘ Göttler hat am Dienstag auch den Eröffnungsvortrag der Landshuter Literaturtage gehalten. ‚Ich bin mir sicher‘, sagte er, ‚dass die Emerenz den Obama gewählt hätte.‘ Mitgebracht hatte er das am Passauer Orbankai stehende Modell der von der Künstlerin Christine Wagner geschaffenen Statue der Emerenz Meier, das deren Unangepasstheit deutlich zum Ausdruck bringt. Zu den Literaturtagen erscheint nicht nur eine Neuauflage der Gesammelten Werke (Morsak Verlag Grafenau), sondern auch ein reich bebildertes Buch mit zahlreichen Briefen der Schriftstellerin und einer Einführung von Paul Praxl (Dietmar Klinger Verlag Passau).
/ Hans Kratzer, Süddeutsche 9.11.
Das Programm der Literaturtage (bis 28.November) unter www.landshut.de/literaturtage . Telefon 0871/88-1616. Zwei Ausstellungen zum Thema Auswanderung (Röcklturm) und Leben und Werk der Emerenz Meier (Rathausfoyer). Nächste Veranstaltungen: 11. November, 19 Uhr: Auswandererlieder und neue Heimatmusik, Salzstadel; 12. November, 19 Uhr: Dieter Fischer und Ina Meling lesen Erzählungen von Emerenz Meier, Ort: Salzstadel; 16. November, 19 Uhr: Mein Wald – Mein Leben oder die Sehnsucht der Emerenz Meier, Gedichte, Texte und Musik mit Michaela Stögbauer und Kurt Schürzinger, Gasthaus Zum Freischütz.
Der National Book Award (NBA) der USA für Lyrik geht an den Dichter David Ferry für seinen Band ‘‘Bewilderment: New Poems and Translations’’.
Der Preis für Prosa geht an Louise Erdrich. Die Autorin mit indianischen und deutschen Vorfahren wird für ihr Buch „The Round House“ ausgezeichnet. Louise Erdrich hat Romane, Gedichte und Kinderbücher veröffentlicht.
Der Preis für Jugendliteratur geht an William Alexander und der für Sachbücher an Katherine Boo für „Behind the Beautiful Forevers: Life, Death, and Hope in a Mumbai Undercity“ über das Leben der Armen in Indien und die Korruption der Regierung.
Works of shuffle literature are not simply anti-books, nor are they exemplars of or homages to codex books. As they unbind the pages of the stereotypical book, allowing for their rearrangement, they also copy and evoke many of the aspects of the traditional book in a complicated relationship with it. Furthermore, although it is a cliché to imagine shuffling the cards, stacking the deck, or being dealt a certain hand as effecting a fundamental alteration in fate – and the authors of shuffle literature sometimes explicitly reinforce this idea of re-ordering changing the nature of the world or the future – what shuffling actually does in the cases we consider is mainly to rearrange the discourse and model processes of memory, random association, and cognition.
We discuss several shuffle literature works, focusing on five of them. These, formally, consist of text segments that may be read in any order. Materially, they consist of separate sheets, cards, or in one case pamphlets that are presented in some container but are not bound together. Shuffle literature of this sort does not challenge the idea of text that can be read completely; a reader is still supposed to read every word of text, as with a typical book. (This may not happen in either case, but it is the supposition.) These works do, however, either explicitly ask or implicitly invite the reader to shuffle the segments of text into an arbitrary order.
(…)
The works we focus on are:
shuffle:
III. v/t.
© 2001 Langenscheidt KG, Berlin und München; Internet-Wortschatz: © 2001 Langenscheidt KG, Berlin und München und sueddeutsche.de GmbH, München
Von Bert Brecht, R.M. Rilke über Schiller bis hin zu Malerfürst * Markus Lüpertz: In den Kompositionen von Wolfgang Lackerschmid und Stefanie Schlesinger wird deutsche Lyrik sensibel, aber auch konterkarierend, doch immer respektvoll in (Jazz-)Musik verwandelt. / Regiomusik
*) Süperlativzensur (Gegenkontrolle: Doppelklick auf „Maler)
Das Freibier stand bereit, doch es gab noch etwas zu besprechen. Am Ende der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München betrat ein Fan die Bühne und forderte das Präsidium auf, den Mitgliedsbeitrag von 60 Euro auf 61 Euro zu erhöhen. Der aktuelle Betrag erinnere ihn zu sehr an den ungeliebten Lokalrivalen 1860 München. Applaus, Vorschlag notiert. Ein anderes Mitglied in bayrischer Tracht las ein Gedicht vor, und ein Redner rundete die Folklore mit einem Satz zur Vereinsführung ab: „Macht’s weiter so, ihr macht’s uns froh.“ / Die Welt
Andreas Altmann ist ein absoluter, ein reiner Dichter, kurzum, er konzentriert sich auf die Lyrik und wildert nicht auf fremdem Territorium. Mit asketischer Anstrengung nähert er sich von verschiedenen Positionen aus dem zentralen Begriff seiner Poesie, dem Wort. Kaum ein Terminus taucht in seinen Gedichten so häufig auf wie „Wort“. „ihre zeit sieht man den worten nicht an“, formuliert er bei einer Gelegenheit. Anderswo stößt man auf die Wendung: „jetzt / kehrst du zu deinen orten zurück, / die keine worte mehr für dich haben.“ Erfüllt von meditativer Energie umrundet er diese Vokabel und verkettet sie mit immer raffinierteren Assoziationen. Zu den schönsten Bemerkungen Andreas Altmanns in Sachen Wort gehört für mich die folgende: „voller tannennadeln lag / der weg zu den letzten worten“. Aus dem Kontext der Strophe herausgelöst, liefert sie ungeahnte Möglichkeiten der Interpretation. Man kann sie zum Beispiel auffassen als Symbol für Schwierigkeiten, die damit verflochten sind, sich der endgültigen Worte zu bemächtigen, sie sich einzuverleiben.
Altmanns Poesie zehrt wie alle substanzielle Lyrik zu einem hohen Prozentsatz vom Geheimnis, von der Unerforschlichkeit, vor allem aber von der Unschärfe. Diese Unschärfe bewirkt, dass man nicht jeden Text des Autors bis in den tiefsten Kern und den letzten Winkel hinein zu kapieren und auszuloten vermag. Gerade in solcher Schemenhaftigkeit enthüllt sich aber das Glück für die Leser Andreas Altmanns, weil sie Platz für kreative Fantasien und Kombinationen schafft.
Dass Altmanns expressive, harmonische, oft auch seraphische Sprachgebilde Komponisten inspirieren, verwundert wenig. Deshalb existieren brillante Vertonungen seiner Verse durch den ehemaligen Thomasschüler Jörg Kokott, der sich schon mit Hannes Wader sowie Konstantin Wecker die Bühne teilte und ein Dutzend CDs produzierte. / Freie Presse
/ Auszug aus der Lobrede, die der Leipziger Literaturkritiker Ulf Heise im Rathaus von Hainichen hielt. Der Literaturpreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst ist mit 5500 Euro dotiert. Übergeben wurde er von Kunstministerin Sabine von Schorlemer
Nora Bossong, Deutschland
Kei Miller, Jamaica/UK
Moderation Martin Jankowski
Mi, 21. November 2012, 20.00 Uhr
LiteraturWerkstatt Berlin
(Kulturbrauerei, Knaackstraße 97)
Eintritt 5/3 €.
Was ist los in der gegenwärtigen englischsprachigen Dichtung? Was gibt es Ungewöhnliches zu entdecken? Der jamaikanische Lyrikstar Kei Miller kommt erstmals nach Deutschland – und trifft auf die diesjährige Huchel-Preisträgerin Nora Bossong. Wir haben ausgewählte Texte übersetzt und machen uns und die beiden Ausnahmepoeten miteinander bekannt.
Kei Miller (*1978 Kingston) lebt in Jamaica und Großbritannien. Von ihm erschienen sowohl Prosa als auch Gedichtbände, die international beachtet wurden. In Großbritannien wie in Jamaica wird er als lyrisches Ausnahmetalent gehandelt und vertrat Jamaica auch beim diesjährigen »Parnassus«, dem olympischen Welt-Dichtertreffen in London.
Nora Bossong (*1982 Bremen) schreibt Prosa und Lyrik. Ihre jüngsten Veröffentlichungen sind der Gedichtband »Sommer vor den Mauern«, für den sie den Peter-Huchel-Preis 2012 erhielt, und der aktuelle Roman »Gesellschaft mit beschränkter Haftung«. 2011 schrieb sie regelmäßig Gedichte für »Die Zeit«, derzeit bloggt sie für das Goethe-Institut über Europa.
(Eine Veranstaltung der Berliner Literarischen Aktion e.V., gefördert vom Britisch Council London und Berlin und mit freundlicher Unterstützung der LiteraturWerkstatt Berlin.)
—
Berliner Literarische Aktion e.V.
Kastanienallee 2
D – 10435 Berlin
Tel.: ++49 (0) 30 / 53 15 59 63
email: info@berliner-literarische-aktion.de
www.berliner-literarische-aktion.de
Bewegend sind biografische Anekdoten über den ungeliebten Stiefvater, der Baudelaire verstoßen hatte. In Gegenwart des General Aupick durfte nicht mal der Name des Dichters geäußert werden.
Das aber taten die ahnungslosen Jungschriftsteller Maxime Du Camp und Gustave Flaubert bei einer Begegnung am Bosporus, als sie mit der Frage konfrontiert wurden, ob es in Paris wohl hoffnungsvollen literarischen Nachwuchs gebe. Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen. Das Resultat: eiskaltes Schweigen. Später, heimlich, tritt Baudelaires Mutter an Du Camp heran, der noch nicht ahnt, mit wem er es zu tun hat. „Nicht wahr, er hat Talent?“, lautet ihre Frage.
Während des Lesens fragt man sich gelegentlich, was hier eigentlich beeindruckender ist, Calassos scharfsinnige Interpretationen von Gedichten und im Buch farbig abgebildeten Gemälden oder das enzyklopädische Wissen, das er nicht einfach anhäuft, sondern zu einer fesselnden Kulturgeschichte verknüpft. Im Zentrum steht der titelstiftende Traum Baudelaires von einem Museumsbordell, den Calasso ausführlich kommentiert. Traum und Traumdeutung sind aus dem Moderne-Kontext nicht wegzudenken.
Das Buch, Teil eines groß angelegten Oeuvres über Literatur, Kunst und Mythologie, ist Stimulans und Augenöffner. Wer sich für den Überdichter Baudelaire begeistert, kommt an Calasso nicht vorbei. / Tobias Schwartz, Die Welt
Roberto Calasso: Der Traum Baudelaires. Aus dem Italienischen von Reimar Klein. Hanser, München. 496 S., 34,90 €
In regelmäßigen Abständen führen der Physiker und Lyriker Ingolf Brökel und der Schriftsteller Günter Kunert Gespräche über Dichtung – vor allem über die von Günter Kunert
/ ND
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
David Hernandez is a Californian who knows how to have a good time with his writing. Here’s a delightful flight of fancy based on a negotiation with a postal clerk.
At the Post Office
The line is long, processional, glacial,
and the attendant a giant stone, cobalt blue
with flecks of white, I’m not so much
looking at a rock but a slab of night.
The stone asks if anything inside the package
is perishable. When I say no the stone
laughs, muted thunderclap, meaning
everything decays, not just fruit
or cut flowers, but paper, ink, the CD
I burned with music, and my friend
waiting to hear the songs, some little joy
after chemo eroded the tumor. I know flesh
is temporary, and memory a tilting barn
the elements dismantle nail by nail.
I know the stone knows a millennia of rain
and wind will even grind away
his ragged face, and all of this slow erasing
is just a prelude to when the swelling
universe burns out, goes dark, holds
nothing but black holes, the bones of stars
and planets, a vast silence. The stone
is stone-faced. The stone asks how soon
I want the package delivered. As fast
as possible, I say, then start counting the days.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2011 by David Hernandez from his most recent book of poems,Hoodwinked, Sarabande Books, 2011. Reprinted by permission of David Hernandez and the publisher. Introduction copyright © 2012 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
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