Der Dichter Gerrit Kouwenaar ist im Alter von 91 Jahren in seiner Heimatstadt Amsterdam gestorben. Kouwenaar erhielt zahlreiche Literaturpreise und galt seit Jahren als Kandidat für den Nobelpreis.
Er debütierte während des Zweiten Weltkriegs mit Ausgaben, die nicht der Zensur vorgelegt wurden, und illegalen Beiträgen in Zeitschriften. Dafür mußte er ein halbes Jahr ins Gefängnis. Nach der Entlassung ging er in den Untergrund.
Nach dem Krieg war er fünf Jahre Kunstredakteur der kommunistischen Zeitung De Waarheid. Er schloß sich den Vijftigers an, einer Gruppe experimenteller Dichter, die mit der Cobra-Bewegung verbunden war. Auch Lucebert und Remco Campert gehörten zu dieser Gruppe.
Für sein Werk erhielt er den PC-Hooft-Preis (1970) und den Preis der niederländischen Literatur (1989). / NOS.nl
Börsenstadt Frankfurt, beklagte Friedrich Hölderlin 1798 in einem Brief: „Wir leben in dem Dichterklima nicht. Darum gedeiht auch unter zehn solcher Pflanzen kaum eine.“ (…)
Warum also gedeiht die Lyrik, ohne dass sie die ihr gebührende Anerkennung bei einer breiteren Leserschaft findet? Warum fallen verdiente Autoren wie Klaus Demus vollkommen aus der Wahrnehmung selbst bei versierten Lesern? Ist dafür vielleicht die verschiedentlich beklagte „Infantilisierung der Gesellschaft“ verantwortlich, welche beispielsweise auch die Essayistin Hannelore Schlaffer in ihrem jüngsten Buch konstatierte? (…)
Die mediale Aufmerksamkeit müsste dezentralisiert werden, denn es ist nicht alles ‚Provinz‘, was sich außerhalb Berlins oder Leipzigs befindet, künstlerisches Potenzial kann man überall entdecken, es entfaltet sich an den Peripherien oftmals eigener als in den Schutzzonen der Metropolen. Darüber hinaus sollten Preise und Stipendien der vorhandenen Vielfalt stärker als bisher Rechnung tragen; deren mangelnde Unterstützung setzt nämlich einen Teufelskreis in Gang, der am Ende die Argumentation stützt, es existiere diese Vielfalt gar nicht.“ (…)
Dennoch hat wahrscheinlich jeder Lyriker den Satz, dass man Lyrik nicht brauche, dass man gut ohne sie auskomme, so oder ähnlich formuliert schon einmal gehört. (…)
Der italienische Dichter Giovanni Raboni behauptete in einem seiner Essays, dass es neben den bekannten Strömungen und Ismen eine „Duplizität der Linien“, „mit einem Wort: ein doppeltes 20. Jahrhundert“ gegeben habe. Diese doppelte Linie der selten gehörten Stimmen setzt sich in unserem Jahrhundert fort; sie freizulegen und zu befördern wäre eine lohnende Aufgabe. Eine Gesellschaft indes, deren kulturelle Landschaft verarmt, verliert eines Tages womöglich auch das Klima, in dem sich humanitäre Gedanken und Ideen verbreiten können. / Der komplette Artikel von Jürgen Brôcan hier
Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften (ALG)
Greifswald 5.-7.9.
U.a. mit
Ort: St. Spiritus (Lange Str. 49/51)
Die aktuelle Hausacher Stadtschreiberin Silke Scheuermann wird am Sonntag, 14. September, um 11 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses ihre Antrittslesung halten und einen literarischen Überraschungsgast vorstellen. (…)
„Ich arbeite immer an zwei Tischen“, berichtet Silke Scheuermann über ihre Arbeitsweise. Die 41-jährige Leselenz-Stipendiatin, die sonst mit Mann und Hund in Frankfurt wohnt, wird ihre Notizen noch bis Ende September in ihr „Hausacher Heft“ oder auf sonstige Zettel machen. Diese dienen ihr dann zum Ausformulieren am Schreibtisch. Direkt nach dem Aufstehen setzt sie sich dafür um 5.30 Uhr an ihren Laptop: „Da liegt der Tag noch ganz lange vor einem.“ / Mehr hier
Die Jury des 22. open mike ist benannt: mit Andreas Maier, Marion Poschmann und dem Lyriker Björn Kuhligk konnten drei herausragende Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur gewonnen werden. Beim open mike-Finale am 8. und 9.11. im Heimathafen Neukölln entscheiden sie über die Preisträger. / Open Mike. Der Blog
Der Lyriker und Übersetzer André Mathieu starb am 31.8. Er veröffentlichte ein Dutzend Gedichtbände, darunter „Le Nombre d’Orphée“. Louis Aragon entdeckte ihn zu Anfang der 50er Jahre – er veröffentlichte sein erstes Gedicht in der Zeitschrift „Les Lettres françaises“. Es war dem türkischen Schriftsteller Nâzım Hikmet gewidmet, den er später traf. Aragon nannte ihn „mein Kind“, Aragons Frau Elsa Triolet nahm ihn mit anderen unbekannten jungen Dichtern in ihre Anthologie „La Belle Jeunesse“ auf und ermunterte sie, eine Gruppe junger Dichter zu gründen, das C.n.e (Comité national des écrivains, Nationales Schriftstellerkomitee), dessen Vorsitzender Mathieu wurde. Es wurde am 14.1.1950 gegründet, die meisten jungen Dichter der 50er Jahre traten da auf: René Depestre, Alain Guérin, Charles Dobzynski, Rolland Doukan, Josette Mélèze, Denise Jallais, Jacques Roubaud, Jean-Pierre Attal, Hubert Juin, Jean-Jacques Robert, Jean-Pierre Voidies, Juliette Darle und Henri Pichette, man traf sich jeden Sonnabend.
Gespräch mit Jeanine Rivais.
Meine Anthologie meldet sich voraussichtlich zum letzten Mal in der Lyrikzeitung – wie andere Gedichtinhalte wandert sie in die Textkette, wo sie hingehört.
Heute schlug ich den neuen Gedichtband von Roland Erb auf und das erste Gedicht „traf“ mich. Als spräche es unmittelbar aus meinem Inderweltsein in diesen Wochen. Trotz aller feindlichen Nachricht –
Das Ohr
Wir halten das offene Ohr
an die Erde, sehr schwach
dringt ein Beben herauf
wie von hastig stampfenden Hämmern
weit über Land oder
Panzerketten, die blindwütig
Dörfer einebnen, wir halten
das offene Ohr an die Erde,
sehr schwach
Roland Erb: Trotz aller feindlichen Nachricht. Gedichte. (Reihe Neue Lyrik, Bd. 7). Leipzig: Poetenladen, 2014, S. 5.
Ja, das wollen wir tun.
2014 Ruth Lilly and Dorothy Sargent Rosenberg Poetry Fellowship Winners Announced
$129,000 in prizes awarded to five young poets
CHICAGO — The Poetry Foundation and Poetry magazine are pleased to announce the five recipients of the 2014 Ruth Lilly and Dorothy Sargent Rosenberg Poetry Fellowships: Hannah Gamble, Solmaz Sharif, Danez Smith, Ocean Vuong and Wendy Xu. Among the largest awards offered to aspiring poets in the United States, the $25,800 scholarship prize is intended to encourage the further study and writing of poetry and is open to all U.S. poets between 21 and 31 years of age.
“Each of this year’s winners is a poet whose work engages with the events that unfold before us every day,” said Don Share, editor of Poetry magazine, announcing the 2014 winners. “Their work resounds both on and off the page, and refreshes, as well as fulfills, the dictum that literature is news that stays news.”
Established in 1989 by Ruth Lilly to encourage the further writing and study of poetry, the Ruth Lilly Poetry Fellowship program has dramatically expanded since its inception. Until 1995, university writing programs nationwide each nominated one student poet for a single fellowship; from 1996 until 2007, two fellowships were awarded. In 2008 the competition was opened to all U.S. poets between 21 and 31 years of age, and the number of fellowships increased to five, totaling $75,000. In 2013, the Poetry Foundation received a generous gift from the Dorothy Sargent Rosenberg Memorial Fund to create the Ruth Lilly and Dorothy Sargent Rosenberg Poetry Fellowships, which increased the fellowship amount from $15,000 to $25,800.
“This is a phenomenal group of young poets,” said Poetry Foundation President Robert Polito. “Their aesthetics and concerns are various, but each is singularly gifted. I’m reminded of Emerson’s sparkling words to Whitman—‘I greet you at the beginning of a great career, which yet must have had a long foreground somewhere, for such a start.’”
Hannah Gamble is sending out her second book of poems. Her work has appeared or is forthcoming in American Poetry Review, The Believer, Poetry, Court Green and Rattle. She lives in Chicago, where she is an artist-in-residence at the Museum of Science and Industry, and has recently completed a screenplay about a Midwestern community college that offers an associate’s degree in not getting raped.
Born in Istanbul, Turkey, to Iranian parents, Solmaz Sharif holds degrees from the University of California–Berkeley, where she studied and taught with June Jordan’s Poetry for the People, and New York University. Her first published poem, included in A World Between: Poems, Short Stories, and Essays by Iranian-Americans (George Braziller, 1999), was written at the age of 13. Her work has appeared or is forthcoming in Poetry, the Kenyon Review, jubilat, Gulf Coast, Boston Review, Witness and other publications. The former managing director of the Asian American Writers’ Workshop, Sharif has had her work recognized with a “Discovery”/Boston Review Poetry Prize, scholarships from NYU and the Bread Loaf Writers’ Conference, and a fellowship at the Fine Arts Work Center in Provincetown, Mass. Most recently, she was awarded an NEA fellowship and a Stegner Fellowship. She is currently a Jones Lecturer at Stanford University.
Danez Smith is the author of [insert] Boy (YesYes Books, forthcoming) and the chapbook hands on ya knees (Penmanship Books, 2013). Smith is the recipient of fellowships from the McKnight Foundation, Cave Canem, VONA (Voices of Our Nation Arts Foundation) and elsewhere. He is a founding member of the multigenre, multicultural Dark Noise Collective. His writing has appeared in Poetry, Ploughshares, Beloit Poetry Journal, Kinfolks and elsewhere. In poetry slam, he is a 2011 Individual World Poetry Slam finalist and the reigning two-time Rustbelt Individual Champion, and was on the 2014 championship team Sad Boy Supper Club. He was the festival director for the Brave New Voices International Youth Poetry Slam in 2014. He holds a BA from the University of Wisconsin–Madison, where he was a First Wave Urban Arts Scholar, and was born in St. Paul, Minn.
Ocean Vuong has received honors from Kundiman, Poets House, the Civitella Ranieri Foundation (Italy), the Elizabeth George Foundation and the Academy of American Poets as well as a 2014 Pushcart Prize. His poems have appeared in Poetry, The Nation, Boston Review, Beloit Poetry Journal, Guernica, TriQuarterly and American Poetry Review, which awarded him the 2012 Stanley Kunitz Prize for Younger Poets. Born in Saigon, Vietnam, he lives in Queens, N.Y.
Wendy Xu was born in Shandong, China, in 1987. She earned a BA from the University of Iowa and an MFA from the University of Massachusetts–Amherst. Her debut collection, You Are Not Dead, was published in 2013 by the Cleveland State University Poetry Center, and her writing has appeared in The Best American Poetry, Hyperallergic, Gulf Coast, Denver Quarterly and elsewhere. Xu lives in Brooklyn, N.Y.
About the Poetry Foundation
The Poetry Foundation, publisher of Poetry magazine, is an independent literary organization committed to a vigorous presence for poetry in our culture. It exists to discover and celebrate the best poetry and to place it before the largest possible audience. The Poetry Foundation seeks to be a leader in shaping a receptive climate for poetry by developing new audiences, creating new avenues for delivery and encouraging new kinds of poetry through innovative literary prizes and programs. For more information, please visit poetryfoundation.org.
About Poetry Magazine
Founded in Chicago by Harriet Monroe in 1912, Poetry is the oldest monthly devoted to verse in the English-speaking world. Monroe’s “Open Door” policy, set forth in Volume 1 of the magazine, remains the most succinct statement of Poetry’s mission: to print the best poetry written today, in whatever style, genre or approach. The magazine established its reputation early by publishing the first important poems of T.S. Eliot, Ezra Pound, Marianne Moore, Wallace Stevens, H.D., William Carlos Williams, Carl Sandburg and other now-classic authors. In succeeding decades it has presented—often for the first time—works by virtually every major contemporary poet.
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POETRY FOUNDATION | 61 West Superior Street | Chicago, IL 60654 | 312.787.7070
Media contact:
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Elizabeth Burke-Dain, eburkedain@poetryfoundation.org, 312.799.8016
Gegenüber der Schwitters-Ausgabe von Friedrich Lach, 1973-1981 erschienen, haben sich Ursula Kocher und Isabel Schulz unter Mitarbeit von Julia Nantke und Antje Wulff dem materialbasierten Edieren verschrieben. Das bedeutet eine Orientierung am Originalzustand der überlieferten Textzeugen und den gänzlichen Verzicht auf traditionelle Ordnungskriterien wie Textgattungen. Mit ihnen wäre einem so unorthodoxen und experimentellen Dichter wie Schwitters ohnehin nicht beizukommen. Das zeigt die zwar wegen der Zusammenstellung damals noch unzugänglicher Texte verdienstvolle, aber für wissenschaftliche Zwecke unzulängliche Lach-Ausgabe. Der editionsphilologische Ansatz des interdisziplinär aufgestellten Teams, die Literaturwissenschaft vertreten durch die Bergische Universität Wuppertal und die Kunstgeschichte durch das Sprengel Museum Hannover mit der Kurt und Ernst Schwitters Stiftung, bewährt sich in besonderem Maße an dem hier darzustellenden Material. Die Kladden sind als Gesamtkunstwerk interessant, nicht nur die Text-Bild-Destillate der unmittelbaren Autorschaft Schwitters. / Gabriele Wix, literaturkritik.de
Kurt Schwitters: Alle Texte. Die Sammelkladden 1919-1923. [3. Band einer auf 9 Bände angelegten Gesamtausgabe]
Herausgegeben von Ursula Kocher und Isabel Schulz. In Zusammenarbeit mit dem Sprengel Museum Hannover.
Walter de Gruyter Verlag, Berlin 2014.
1075 Seiten, 149,95 EUR.
24,5 x 17,5 cm groß, rund 2 kg schwer.
ISBN-13: 9783050064437
Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Kabinett in der Galerie“ zeigt das Kupferstichkabinett in der Neuen Nationalgalerie anlässlich der hier präsentierten Ständigen Ausstellung „Ausweitung der Kampfzone. 1968–2000. Die Sammlung, Teil 3“ ca. 35 Grafiken, Zeichnungen sowie ein dreidimensionales Objekt des aus Sachsen stammenden Künstlers und Denkers Carlfriedrich Claus.
Ausgehend von seinem experimentellen Umgang mit Sprache im Kontext der visuellen Poesie hat Claus um 1960 den neuen Bildtypus des Sprachblattes entwickelt, in dem sich zeichnend schreibend sein Denken kristallisierte. Geschult an den Schriften von Karl Marx, Rudolf Steiner, Ernst Bloch und weiteren Quellen der jüdisch-christlichen sowie fernöstlichen Ideengeschichte bekannte sich Claus – seinen Erfahrungen im dogmatischen Staatssozialismus der DDR zum Trotz – zum Ideal einer kommunistischen Gesellschaft, in der der „naturalisierte Mensch“ im Einklang mit einer „humanisierten Natur“ lebt. Seine oft beidseitig auf transparenten Bildunterlagen ausgeführten Schreibzeichnungen, grafisch höchst reizvolle Bildgespinste, veranschaulichen Prozessuales sowie Dialektisches (2 Seiten: These + Antithese = Synthese). Sie sind über ausführliche Einzeltitel, entschlüsselbare Textstellen und signalhaft wiederkehrende Zeichen, etwa von Auge und Hand, Winkel und Balkenformen, inhaltlich dennoch nicht ganz einfach zu erschließen. / Museumsportal Berlin
Zitate aus: Ein Ende der (Sprach-)Musik steht nicht zu befürchten
In Jürg Halters neuem Gedichtband präsentiert sich der MC als MV. Von Maren Jäger, literaturkritik.de
„‚Eminent politisch’ ist dieser Autor nicht, bestenfalls in einem guten, aber unspezifischen Sinn ‚kulturkritisch’ oder ‚medienkritisch’; „
soso
„Anders als viele Gegenwartslyriker hat Halter sein Publikum im Blick“
aha
„Halters Gedichte sind alles andere als hermetisch; aus ihnen spricht ein selbstbewusstes Ich,“
huch?
Das letzte Wort sei dem Gedicht „Mein Beitrag zum Weltkulturerbe“ überlassen, in dem Halter in ironischer Gigantomanie das Dilemma der Gegenwartslyrik ausspricht, die ihr Dasein im Spannungsfeld zwischen dem Bewusstsein der eigenen Nischenexistenz und emphatischer Selbstbehauptung führt. Fast schon anrührend mutet daher die Schlusswendung an, die plötzlich in gänzlich unironischem Trotz dasteht und nicht anders kann:
„Ich wünsche diesem Gedicht Millionen von Lesern
in allen möglichen Sprachen.
Ich wünsche, dass dieses Gedicht fortgeschrieben wird
bis in die fernste Zukunft;
mindestens so lange, wie es die Menschen gibt,
soll dieses Gedicht hier rezitiert werden.
Ich denke, dies nicht zu erhoffen
ist kaum weniger vermessen als ein Gedicht
überhaupt zu veröffentlichen.“
oh, wirklich ganz unironisch?
Die regierende Sozialistische Partei Venezuelas (PSUV) hat ein Gebet an den gestorbenen Präsidenten Hugo Chávez offiziell gebilligt. Die Formel nach Vorbild des christlichen „Vaterunser“ wurde am Montag auf dem Parteitag in Caracas vorgestellt. „Unser Chávez, der du bist im Himmel (…) Spende uns Licht, damit wir nicht der Versuchung des Kapitalismus‘ erliegen“, sagte eine Sprecherin auf dem Podium. / Der Standard
„Chávez nuestro que estás en el cielo, en la tierra, en el mar y en nosotros, los y las delegadas, santificado sea tu nombre, venga a nosotros tu legado para llevarlo a los pueblos de aquí y de allá.
Danos hoy tu luz para que nos guíe cada día, no nos dejes caer en la tentación del capitalismo, mas líbranos de la maldad de la oligarquía, del delito del contrabando porque de nosotros y nosotras es la patria, la paz y la vida. Por los siglos de los siglos amén. Viva Chávez“
Die 64. Wangener Gespräche weisen in diesem Jahr eine Besonderheit auf. War es bislang üblich, den Eichendorff-Literaturpreis an einem Sonntag zu verleihen, so bekommt ihn Adam Zagajewski diesmal bereits am Samstagabend zuerkannt. Ulrich Schmilewski vom Kulturwerk Schlesien in Würzburg wird dem polnischen Schriftsteller, Lyriker und Essayisten den Preis übergeben, die Laudatio hält Michael Krüger aus München. Krüger ist seit 2013 Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. / Schwäbische Zeitung
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
Faith Shearin’s poetry is conversational while moving gracefully and almost effortlessly toward conclusions that really have some punch to them. This one is a good example of that. Shearin lives in Maryland.
Music at My Mother’s Funeral
During the weeks when we all believed my mother
was likely to die she began to plan
her funeral and she wanted us, her children,
to consider the music we would play there. We remembered
the soundtrack of my mother’s life: the years when she swept
the floors to the tunes of an eight track cassette called Feelings,
the Christmas when she bought a Bing Crosby album
about a Bright Hawaiian Christmas Day. She got Stravinsky’s
Rite of Spring stuck in the tape deck of her car and for months
each errand was accompanied by some kind
of dramatic movement. After my brother was born,
there was a period during which she wore a muumuu
and devoted herself to King Sunny Ade and his
African beats. She ironed and wept to Evita, painted
to Italian opera. Then, older and heavier, she refused
to fasten her seatbelt and there was the music
of an automated bell going off every few minutes,
which annoyed the rest of us but did not seem to matter
to my mother who ignored its relentless disapproval,
its insistence that someone was unsafe.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2013 by the Alaska Quarterly Review. Faith Shearin’s most recent book of poems is Moving the Piano, Stephen F. Austin Univ. Press, 2011. Poem reprinted from the Alaska Quarterly Review, Vol. 30, No. 3 & 4, by permission of Faith Shearin and the publisher. Introduction copyright © 2014 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Zweite Lesung Lyrikpreis München 2014
Zur zweiten Lesung am 19.09. um 19:30 Uhr im Münchner Literaturbüro,
Milchstraße 4, wurden von der Vorjury eingeladen:
Kathrin Bach, Berlin
Adrian Kasnitz, Köln
Hellmuth Opitz, Bielefeld
Walter Fabian Schmid, Biel, CH
Frank Schmitter, München
Sebastian Unger, Berlin
Eva Christina Zeller, Tübingen
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