Zwei Fassungen

Heinz Czechowski

(* 7. Februar 1935 in Dresden; † 21. Oktober 2009 in Frankfurt am Main)

1961

An der Elbe

Sanft gehen wie Tiere die Berge neben dem Fluß.
Nur zu ahnen die Brücke, doch eben noch da.
Und von den Wiesen mischt sich ein Duft
mit dem Geruch dumpfen Wassers. Wir sind ganz nah.

Und Geräusche sind wenig: das Gurgeln des Wassers,
ganz leis nur in Blättern und Gräsern ein Wind.
Kein Mensch sonst. Nur wir. Und die große Stille
geht in uns ein – nur wir Liebende sind.

Hier sind wir zu Haus. Und der Himmel ist hoch.
Und die Nacht läßt die Sterne des Sommers drin reifen.
Ganz nah dein Gesicht. Und dann spüre ich noch,

wie die kleinen Wolken die Pappeln fast streifen.
Und wie ein Glücklichsein in uns sich vermählt
mit der großen Schönheit der Welt.

(Bekanntschaft mit uns selbst. Gedichte junger Menschen, Halle 1961, S.57)

1982

Sanft wie Tiere gehen die Berge neben dem Fluß
.
.
.

(Heinz Czechowski: »Ich, beispielsweise« hg. v. Christel u. Walfried Hartinger, Leipzig: Reclam, 1982, S. 5)

O Nacht!

Ernst Wilhelm Lotz

(* 6. Februar 1890 Culm an der Weichsel, Westpreußen; † 26. September 1914 bei Bouconville, Frankreich)

O Nacht!

Nacht! Du sollst mit deinen dunkelbraunen Haaren
Mich zudecken, mich bewahren
Vor der herzlosen Sonnengöttin mit den Lichthaaren.
Sie hat mich verzaubert mit Zaubersprüchen,
Mit Sonnenstrahlen=Flüchen,
Daß ich außen wie Gold glänze und scheine
Und anderes sage, als ich meine,
Daß ich wie schönes Wetter auf die Fluren strahle
Und grün=goldene Bilder male,
Da ich der Sorgen gelacht
Und hohngelacht den Finsternissen, –
Und doch ist mir meine Seele zerrissen
Bei jedem Sonnenliede! –
O Sterne der Nacht!
O dunkler Friede!

Aus: Ernst Wilhelm Lotz: Gedichte, Prosa, Briefe. Hrsg. Jürgen von Esenwein. München: edition text + kritik, 1993

„Lotz hat auch Gedichte von Verlaine sowie Rimbauds „Bateau ivre“ (Das trunk‘ne Schiff) übertragen. Eine Ausgabe seines Gesamtwerks liegt noch immer nicht vor.“ (mehr)

Sterben

Henriette Hardenberg

(* 5. Februar 1894 in Berlin; † 26. Oktober 1993 in London)

Sterben

Noch in bleichem Hoffen,
Wie ein Licht, das flackert,
Um den Docht des Lebens,
Fällt empfindlich sichtbar,
Sachte bröckelnd,
Das Gerüst des Menschen,
Rasch zersplittert.

Draußen dröhnt die Stadt
Ihren Arbeitstag.

aus: Henriette Hardenberg: Südliches Herz. Nachgelassene Dichtungen. Zürich: Arche, 1994, S. 58

Kurdisches Liebeslied

Volkslieder der Kurden

II. Liebeslied

Es ist dein Wuchs dem Alef* gleich,
Die Brust an schwarzen Flecken** reich,
Wohl an dreihundert zähl’ ich!
Es soll die Brust mein Heil’genschrein,
Soll Kirche mir und Kloster sein,
Kein andres Bethaus*** wähl’ ich!
Mag Erzerum zu Grunde geh’n,
Darf ich zu deinem Munde geh’n,
So bin ich überselig!

Deutsch von Friedrich Bodenstedt

* Alef, der Anfangsbuchstabe des arabischen Alphabets, wird häufig von den Dichtern des Morgenlandes gebraucht, um den schlanken Wuchs eines Mädchens zu bezeichnen.
** Schwarze Flecke gelten als eine Hauptzierde der Frauen im Orient. Diejenigen, welche von der Natur nicht mit dieser Zierde bedacht sind, suchen auf künstliche Weise solche Schönheitsflecke zu erzeugen, indem sie Stirn, Wangen, Kinn, Hals und Brust mit Nadeln durchstechen, und dann eine dunkle Tinktur hineintröpfeln.
*** Bekanntlich beten die Kurden, welche großentheils zu den Yesiden oder Teufelsverehrern gehören, gar nicht zu Gott, nach dem Grundsatze, der gute Geist werde ihnen ohnehin nichts zu Leide thun.

Aus: Jolowicz, Heimann [Hrsg.]: Der poetische Orient enthaltend die vorzüglichsten Dichtungen der Afghanen, Araber, Armenier, Chinesen, Hebräer (Althebräer, Agadisten, Neuhebräer), Javanesen, Inder, Kalmücken, Kurden, Madagassen, Malayen, Mongolen, Perser, Syrer, Tartaren, Tscherkessen, Türken, Yeziden etc. In metrischen Übersetzungen deutscher Dichter mit Einleitungen und Anmerkungen von Dr. H(eimann) Jolowicz. 2. veränd. Aufl. Leipzig: Otto Wigand, 1856, S. 627

Nenn Es Tisch

Gertrude Stein

(* 3. Februar 1874 in Allegheny, heute Pittsburgh, Pennsylvania; † 27. Juli 1946 in Neuilly-sur-Seine)

Call It A Table

Do not dispute me.
Oh no.
Do you call it a table.

sog a disch

sog ned i hob ned recht.
owa na.
soxt oiso des is a disch.

Ernst Jandl

Nenn Es Tisch

Streit mit mir nicht.
Oh nein.
Nennst es Tisch.

Erica & Raymond Federman

Ist eın Tisch

Nix da.
Du verstehn!
Sagst du Tisch dazu.

Jennifer Poehler

Rufname Tisch

Widersprich mir nicht.
Gib keine Widerworte.
Sag einfach Tisch
zu dieser Sahnetorte.

Norbert Hummelt

Aus: Gertrude Stein: Spinnwebzeit. Bee Time Vine und andere Gedichte. Zürich: Arche, 1993, S. 36-38

Nachdichtung und wörtliche Übersetzung

72

Ich meinte, alles meistre mein Verstand,
er löse glatt des letzten Rätsels Band.
Doch nun im harten Licht der Wirklichkeit
erkenne klar ich, daß ich nichts erkannt!

Aus: ‚Omar Chajjām und seine Vierzeiler nach den ältesten Handschriften aus dem Persischen verdeutscht von Christian Herrnhold Rempis. Tübingen: Verlag der deutschen Chajjam-Gesellschaft, 1935, S. 70

Ich sprach: Mein Herz ward nicht vom Wissen ausgeschlossen,
wenige der Rätsel blieben, die nicht begriffen wurden.
Trotzdem, wenn ich’s mit Verstand betrachte, (seh ich):
mein Leben schwand und nichts ward mir bekannt.

Ebd. S. 120

Ich sprach: mein Herz soll Wissenschaft verstehen;
Und wenig war, was ich nicht eingesehen:
Doch wenn ich’s schaue reiferen Gesicht’s:
Das Leben ist vorbei – und ich weiss nichts.

Joseph von Hammer-Purgstall, aus: Der poetische Orient. Leipzig 1856, S. 500

Aus Thomson’s Hymne

Kein großer Dichter? Mag sein. Wer nur Abgesichert-Kanonisches liest, kann inzwischen hier mit Goethe und Schiller weitermachen. So, jetzt sind sie weg und ich kann fortfahren: Wer von Schubert vertont und von Burschenschaftlern auf der Wartburg verbrannt wurde (also seine Bücher), wer Runge und Friedrich beeinflußt und Adam Smith übersetzt hat, von dem kann man schon mal was lesen.

Ludwig Gotthard Kosegarten

(auch Gotthart Ludwig Kosegarten, Ludwig Theobul Kosegarten, * 1. Februar 1758 in Grevesmühlen; † 26. Oktober 1818 in Greifswald)

Thomson’s Hymne.

So rollt in nimmermüdem Reihentanz,
So ändert sich das Jahr, und mannigfach
Verklärt sein Wechsel, großer Vater, dich.

Im holden Frühling webet überall
Dein zarter Liebesodem. Weit und breit
Ergrünen die Gefilde. Wohlgeruch
Durchweht die Luft. Der Berge falbes Moos
Wird jung. Das Waldthal lächelt. Freude strömt
Und Leben sprüht in jedes offne Herz.

Doch voller noch, und noch gewaltiger
Verklärt, o Gott, sich deine Glorie
In schwüler Pracht des Sommers. Mächtig reift
Der Sonne kochend Feuer Obst und Korn.
Oft hören wir in lautem Donner dich,
In sanftem Lispeln oft, um Mitternacht,
Wann sinkt des Abends und der Frühe Thau.

Der Herbst erscheint. Nun öffnet mildiglich
Sich deine Hand und spendet Segen aus.
All Auge harret dein. All Leben speist
Und sättigt sich an deinem reichen Tisch.

Im Winter, Ewger, wie so feyerlich,
Wie furchtbar ist dein Kommen! Sturmesnacht
Und Wolkendunkel hüllen deinen Thron.
Auf Wetter rasselt Wetter. Hagel rauscht
Vor Wirbelwinden her. Gewaltig fährst
Du auf der Winde Wagen. Bange knieet
Die Welt, und schaut dir stumm und schweigend nach.

[…]

Aus: Ludwig Gotthard Kosegarten: Poesieen. Bd. 1. Leipzig, 1798. S. 44f

James Thomson

Hymn on Seasons

Based on J. Logie Robertson’s 1908 Oxford text.

A HYMN ON THE SEASONS.

These, as they change, Almighty Father! these
Are but the varied God. The rolling year
Is full of Thee. Forth in the pleasing Spring
Thy beauty walks, Thy tenderness and love.
Wide flush the fields; the softening air is balm;
Echo the mountains round; the forest smiles;
And ev’ry sense, and ev’ry heart, is joy.
Then comes Thy glory in the summer-months,
With light and heat refulgent. Then Thy sun
Shoots full perfection through the swelling year;
And oft Thy voice in dreadful thunder speaks,
And oft, at dawn, deep noon, or falling eve,
By brooks and groves, in hollow-whispering gales.
Thy bounty shines in Autumn unconfin’d,
And spreads a common feast for all that lives.
In Winter awful Thou! with clouds and storms
Around Thee thrown, tempest o’er tempest roll’d,
Majestic darkness! On the whirlwind’s wing
Riding sublime, Thou bidd’st the world adore,
And humblest nature with thy northern blast.
[…]

Mehr Thomson hier:

Wolfgang Schlüter: Die Jahreszeiten. The Seasons. James Thomson. Weil am Rhein, Basel: Urs Engeler Editor, 2003

Sterbehaus in Greifswald, Domstraße 9 (Begraben ist er in Altenkirchen auf Rügen. Auf dem Alten Friedhof in Greifswald liegt der Sohn Gottfried Kosegarten, der Orientalist in Greifswald war. Foto M.G.)

Ich vergesse so viel

Marie Luise Kaschnitz

(* 31. Januar 1901 Karlsruhe, † 10. Oktober 1974 Rom)

Ich vergesse so viel

Ich vergesse so viel
Das meiste
Nur einiges nicht

Nicht die englische Tänzerin
Mit den roten Schuhen
Nicht den brennenden Bergahorn
Vor der Eigernordwand

Auch nicht die Toten
Mit Kalk übergossen
Wie sie glänzten im Mondlicht

Zeit schöner Engel
Mit dem Kranz im Haar
Und der Pistole im Gürtel

Im Briefkasten liegt ein Zettel
Verlaß das Haus
Und ein anderer
Jesus war bei dir

Jesus wer soll das sein?
Ein Galiläer
Ein armer Mann
Aufsässig

Eine Großmacht
Und eine Ohnmacht
Immer
Heute noch.

Aus: Marie Luise Kaschnitz: Notizen der Hoffnung. Ausgewählte Gedichte. Auswahl Heinz Czechowski. Berlin u. Weimar: Aufbau, 1984, S. 158f

An Fouque

Adelbert von Chamisso

(* 30. Januar 1781 auf Schloss Boncourt bei Ante, Châlons-en-Champagne, Frankreich; † 21. August 1838 in Berlin)

An Fouque

Kann nicht reden, kann nicht schreiben,
Kann nicht sagen, wie mir ist!
Mir ist wohl und bang im Herzen,
Kann nicht ernst sein, kann nicht scherzen,
Kann nicht wissen, wie mir ist.

Mit der Arbeit will’s nicht vorwärts.
Wie so leer es um mich ist.
Wie so voll ist’s mir im Herzen!
Kann nicht ernst sein, kann nicht scherzen,
Kann nicht wissen, wie mir ist.

Kann nur fühlen, kann nicht wissen,
Kann nicht sagen, was es ist,
Könnt ich singen, liebes Leben,
Würden Töne Kunde geben,
Wie es mir im Herzen ist.

An einem seltsamen Ort

Μελέτης Αποστολίδης (Meletis Apostolides)

AN EINEM SELTSAMEN ORT, SEPTEMBER ’74
und ich steckte immer noch in Uniform
und Armeestiefeln.
Du fürchtetest, dass ich gekommen wäre,
um deinen Frieden zu stören.

„Es tut mir leid, ich habe kein Bett,
das ich dir anbieten könnte“, sagtest du.

Vor Monaten hatte ich zum letzten Mal in einem Haus geschlafen.
„Der Boden ist okay“, flüsterte ich.

„Ich habe auch keinen Boden“, fuhrst du fort
und ließt mich in der Luft hängen,
– entrückt
starrte ich auf meine Schritte.

Übersetzung aus dem Englischen: Achim Wagner

Meletis Apostolides ist Architekt, Maler und Dichter. Er wurde 1950 in Lapta geboren und lebt in Nikosia.

Elijah Levita

Heute statt eines Gedichts eine Probe als Spurenaufnahme. Elija Levita ist ein Gelehrter und Dichter aus Deutschland. Levitas Mameloschn, Muttersprache war Jiddisch. (Standard-)Deutsch mußte er erst lernen, es war gerade in der Mache, er lernte Hebräisch und Latein, schrieb gelehrte Bücher auf Hebräisch und Ritterdichtungen auf Jiddisch. Er kam nach Padua, Venedig, Rom (dort lernte er Martin Luther kennen, der bei ihm Hebräisch lernte), Isny im Allgäu und Konstanz, eine Berufung an die Pariser Sorbonne schlug er aus.

Elijah Levita, auch Elias Levita, Elia(s) Levi, Élie Lévita, Elia Levita Ashkenazi, Eliahu Levita, Eliyahu haBahur, jiddisch Elye Bokher, hebräisch אליהו בן אשר הלוי אשכנזי), wurde am 13. Februar 1469 in Ipsheim oder Neustadt an der Aisch geboren; er starb am 5. Januar/28. Januar 1549 in Venedig. Zu seinen Werken gehört auch ein Jiddisch-Hebräisch-Lateinisch-Deutsches Wörterbuch (siehe Abbildung).

Eine Strophe aus einem Versroman in jiddischer Sprache: Paris un Wiene.

Ich fürcht mich, ich red zu fil;
drum wil ich sein seforim legen nider,
un fun töusch ding ich reden wil.
doch mus ich kumen ouf in wider:
wer wert iz machen purim-spil,
wer spruch, wer cale-lider?
wer wert ganze bücher reimen un schreiben,
das ir mit lachen wert di zeit vertreiben?

2: sein = meine, seforim hebräisch = Bücher. Er will also die gelehrten, d.h. hebräischen, Bücher niederlegen und töusch, deutsch reden; natürlich das Deutsch seiner Herkunft, Jiddisch.
5: iz =itz, jetzt; Purimspiele, also Gedichte zur Feier des Purimfestes
6 Sprüche, also wohl nicht gesungene kleine Gedichte; cale-lider: hebr.-jidd. Brautlieder
7 wert: wird

Wer dem Klang des Originals nachspüren will, hier nur der Hinweis, dass „ch“ immer wie in ach ausgesprochen wird, also auch in ich, mich, bücher; und die Vokale immer kurz sind: red, fil, wil, legen. Und das S kann in hebräischer Schrift wie im Deutschen auch ein Sch sein: Schpil = Spiel.

Aus: Paris un Wiene: Ein jiddischer Stanzenroman des 16. Jahrhunderts von (oder aus dem Umkreis von) Elia Levita. Hrsg. Erika Timm. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2015

Ein deutscher Dichter. Kommt er in der deutschen Literaturgeschichte vor? Von einer weiß ich; sie ist in den USA erschienen und heißt „Eine neue Geschichte der deutschen Literatur“, herausgegeben von David Wellbery und anderen. Wird er irgendwann einmal ins Deutsche übersetzt? Vielleicht zum 600. Geburtstag im Jahr 2069?

In stärkerem Maße

Bernd Jentzsch

(* 27. Januar 1940 in Plauen)

Erstdruck: Akzente 13 (1966) S. 138

Dichterschule

Achim von Arnim

(* 26.1.1781 in Berlin; † 21.1.1831 in Wiepersdorf)

Pendellied

Der zweyte Gesang der Dichterschule

Stunden fliehen,
Ziehen Tage,
Jagen Jahre;
Bahre, Trauer,
Trauerjahre
Fahren über;
Trüber schwebet;
Bebet winkend,
Sinket Liebe.

Der erste Gesang der Dichterschule

Liebegluthen
Fluthen immer,
Immer strebe,
Bebe nimmer;
Immer wendet,
Endet Wähnen
Thränen Schmerzen,
Herzenssehnen.

Aus: Ariel’s Offenbarungen. Roman, Bd. 1 (1804)

I Murder Hate

Robert Burns

(* 25. Januar 1759 in Alloway, Ayrshire; † 21. Juli 1796 in Dumfries, Dumfriesshire)

I MURDER hate by field or flood,
Tho’ glory’s name may screen us;
In wars at home I’ll spend my blood,
Life-giving wars of Venus:
The deities that I adore
Are social Peace and Plenty;
I’m better pleased to make one more,
Than be the death of twenty.

Mord hass ich, ob in Feld, in Flut,
Mag uns die Ehr‘ auch fordern;
Ich geb im Liebeskampf mein Blut
Im Venus-Zeugungs-Orden.
Ich bete andre Götter an,
Glück, Frieden, Wohlbehagen,
Mach‘ lieber Einen neuen Mann*
Als Zwanzig zu erschlagen.

(Deutsch M.G.)

*) Oder natürlich eine lassie: „Die alte Natur … machte mit dem Mann ihr Gesellen-, mit den lasses, O! ihr Meisterstück“ (Green Grow the Rashes, O!).

Hier das Gedicht vorgetragen von der 2011-16 amtierenden Scots Makar (Nationaldichterin oder poet laureate) Liz Lochhead:

Résumé

Dorothy Parker (* 22. August 1893 in Long Branch, New Jersey, USA; † 7. Juni 1967 in New York)

Résumé

Razors pain you;
Rivers are damp;
Acids stain you;
And drugs cause cramp.
Guns aren’t lawful;
Nooses give;
Gas smells awful;
You might as well live.

Résumé

Klingen ritzen;
Flüsse sind nass;
Säuren ätzen;
Gift macht blass;
Colts sind strafbar;
Strick könnte nachgeben;
Gas stinkt furchtbar;
Da kannst du auch leben.

Deutsch von Ulrich Blumenbach

Aus: Dorothy Parker: Denn mein Herz ist frisch gebrochen. Gedichte Englisch-Deutsch. Ins Deutsche übertragen von Ulrich Blumenbach und mit einem Nachwort von Maria Humnnmitzsch. Zürich: Dörlemann, 2017, S. 90f