Kategorie: Europa

Gedichte von Jürgen Fuchs vertont

dpa Prag – Drei Jahre nach dem Tod des Autors Jürgen Fuchs hat der tschechische Rockmusiker Mikolas Chadima eine CD mit Texten des 1977 von den DDR-Behörden nach West-Berlin abgeschobenen Schriftstellers veröffentlicht. Das Album sei nach dem 1979 veröffentlichen Buch «Tagesnotizen» benannt und vereinige… Continue Reading „Gedichte von Jürgen Fuchs vertont“

Hugo-Feiern

Über die Pariser Hugo-Feiern schreibt die FAZ am 29.5.02: Zum Jubiläum des hundertsten Geburtstags des Dichters wurde auf der Höhe der Dritten Republik 1902 auf der Pariser Place Victor Hugo jene monumentale Bronzestatue aufgestellt, die, von den vier Musen „Lyrik“, „Dramatik“, „Epik“ und „Satire“… Continue Reading „Hugo-Feiern“

Childe Stauffenberg

Elsewhere, the figure of Stefan George inspires a less Shakespearean rhetoric: Contempt is in order: one would give much to see those Frankish rites nobly concluded. Almost, for Childe Stauffenberg, it fell so; but this was tragedy botched, unimagined, within that circle. Medallion-profile of… Continue Reading „Childe Stauffenberg“

Catull in den Kanon

Schwer tun wird man sich vielleicht zunächst mit Holzbergs Beharren auf dem durchgehend ironischen Ton und der durchwegs komischen Intention des Autors. Dies besonders in Gedichten, die gemeinhin als Ausdruck echten Gefühls gelesen werden, etwa in der Allius-Elegie (c. 68) oder im Selbstgespräch des… Continue Reading „Catull in den Kanon“

Krassheiten Catulls

Ich kann mich nicht erinnern, nur irgendeine Zeile forciert zu haben nur um eines derb-obszönen Effekts willen. Dazu habe ich erstens viel zu viel Respekt vor Catull, und das erschiene mir zweitens als viel zu grob. Es ist aber Faktum, dass Catull ein Dichter… Continue Reading „Krassheiten Catulls“

«Frühjahrskollektion»

zeichnet sich durch Vielfalt an Themen und lyrischen Formen aus. Drawert beherrscht sie alle, versteht sie in Zwiesprache mit Vorbildern ( Walther von der Vogelweide, Hölderlin) zu setzen. Dass dabei nicht jede Zeile von gleicher Intensität ist, nicht dieselbe Beharrungskraft spürbar werden lässt, muss… Continue Reading „«Frühjahrskollektion»“

Fußball-Haikus

Ursprünglich wollte [Gottfried] Blumenstein kleine Theaterszenen über die Bundesligaspiele schreiben. Die Idee zerschlug sich. In der ersten Saison beglückte Blumenstein deshalb den Aufsteiger mit Haikus. In drei Zeilen à fünf, sieben, fünf Silben kommentierte Blumenstein die Lage der Liga. Aus einer 2:3-Heimniederlage gegen 1860… Continue Reading „Fußball-Haikus“

Adieu, lyrisches Ich,

von dem die gesamte zählebige Sparte der Befindlichkeitslyriker zehrte. Vielleicht ist ja der Dichter nichts weiter als eine Aäolsharfe, durch die der Wind streicht? So beendet Dorothea von Törne ( Die Welt 25.5.02) eine Besprechung von Brigitte Oleschinski : Reizstrom in Aspik. DuMont, Köln.… Continue Reading „Adieu, lyrisches Ich,“

Märkischer Konstantin

In der Frankfurter Anthologie stellt Hans Christoph Buch das Gedicht „Märkischer Konstantin“ von Günter Kunert vor. / FAZ 25.5.02

Universaler Witzpoet

Universal zu sein, war das Mass eines Gesamtkünstlers, der die Poesie des Gedruckten für das Bild entdeckte und die grafische Form für die Poesie. Aus den am Rande der Ausstellung präsentierten Texten des Schriftstellers Kurt Schwitters leuchtet die Einbildungskraft zwingender Banalität, ein Adel der… Continue Reading „Universaler Witzpoet“

Dichtung und Philosophie

Über eine Begegnung zwischen Dichtung (Grünbein ) und Philosophie (Honneth) in Essen berichtet die FR vom 24.5.02: Denn Grünbein will kein Unterhalter sein, kein bloßer Experte für verbale Dekorationen. Ihm genügt nicht, dass er – wie sein jüngster Gedichtband Erklärte Nacht abermals belegt –… Continue Reading „Dichtung und Philosophie“

Wochenendgespräche

Die Presse aus Wien (24.5.02) informiert über eine illustre Begegnung in Innsbruck: Bedeutende Autorinnen und Autoren aller Generationen und (fast) aller Stilrichtungen aus dem ganzen deutschen Sprachraum haben die Wochenendgespräche seit einem Vierteljahrhundert nach Innsbruck geholt, darüber hinaus Lars Gustafsson, Margriet de Moor, Tuvia… Continue Reading „Wochenendgespräche“

Inger Christensen

Beim 9. Inselfestival in Hombroich las auch die dänische Lyrikerin Inger Christensen : In Hombroich las Inger Christensen einige ihrer Gedichte akzentfrei in Deutsch, anschließend in Dänisch. Endlos erschienen die Wortreigen. Sie trug sie nahezu ohne Betonung vor. Es gab keine Sätze mehr, keine… Continue Reading „Inger Christensen“

Marble, Stone and Steel vomits

Gernhardt: … Meine deutschen Lieblingsschlager sind: „Marmor, Stein und Eisen bricht“ von Drafi Deutscher und „Hier ist ein Mensch“ von Peter Alexander. SZ: Was halten Sie denn eingedenk dieser großen Tradition davon, dass der deutsche Beitrag zum gesamteuropäischen Schlagerfestival auf Englisch gesungen wird? Gernhardt:… Continue Reading „Marble, Stone and Steel vomits“

Alfred Kolleritsch

Das längste Gedicht ist dem früh verstorbenen Grazer Dichterkollegen Gunter Falk , einer charismatischen Figur, gewidmet. Darin befinden sich die verzweifelten Verse, die die Grenzen der Dichtung markieren: „Etwas herbeizulügen und schöne Namen/ für seine Wunden, erklärt die Wunden nicht.“ Skepsis den schönen Namen… Continue Reading „Alfred Kolleritsch“