Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
JOHN CLARE (* 13. Juli 1793 in Helpston, Northamptonshire; † 19. Mai 1864) I am—yet what I am none cares or knows; My friends forsake me like a memory lost: I am the self-consumer of my woes— They rise and vanish in… Continue Reading „I Am!“
„Die Baroness – eine Sprengkraft der frühen Avantgarde“ Yoko Ono „Kunst ist Religion, daher bin ich eine Priesterin.“ Elsa von Freytag-Loringhoven Elsa von Freytag-Loringhoven, geb. Elsa Hildegard Plötz (* 12. Juli 1874 in Swinemünde; † 15. Dezember 1927 in Paris) Hier ein Gedicht aus… Continue Reading „Sprengkraft“
Richard Beer-Hofmann (* 11. Juli 1866 in Wien; † 26. September 1945 in New York) Aus: Richard Beer-Hofmann: Schlaflied für Mirjam: Lyrik, Prosa, Pantomime (Große Richard-Beer-Hofmann-Ausgabe, Bd. 1). Hrsg. Michael M. Schardt. Igel Verlag, 2011, S. 56
Walter Hasenclever (* 8. Juli 1890 in Aachen; † 21. Juni 1940 in Les Milles bei Aix-en-Provence) Sterbender Unteroffizier im galizischen Lazarett. Kleine Schwester Irene, Bei den Cholerakranken; Lila Blumen sanken Auf Abendkähne. Särge wachsen. Sturm. Antreten. Trommel. Tod. Offizier an Grabes Turm Schnarrt… Continue Reading „Lazarett“
Katerina Chandrinou (Geb. 1979, lebt in Athen) Puritanismus Irgendwo im Zentrum meines Bettes ist ein schwarzes Loch, das führt ins Mittelalter. Fällst du hinein, triffst du greise Rechtsgelehrte mit schwarzen Talaren, die Nacht und Tag arbeiten in hohen Büchersälen. Neben einer Kerze bemühen sie… Continue Reading „Puritanismus“
Clementina Arderiu (* 6. Juli 1889 in Barcelona; † 17. Februar 1976 ebenda) EL MEU CANT De no cantar jo m’entristia: per mi és el cant tal com el pa de cada dia. És un parany, una ferida. Cada cançó s’emporta un tany de… Continue Reading „Mein Gesang“
Maria Mercè Marçal († 5. Juli 1998) Jo que he escanyat la filla obedient de Tu i l’he enterrat, convulsa encara, sota el glaç no sé ofegar la fosca ranera que es marida dòcilment a la teva enllà del mur. I ençà. Ella parla… Continue Reading „Jene, die – ich weiß es nicht – ich bin“
Christine Lavant (* 4. Juli 1915) Bernsteingelb ist das Geblüt der Erde, Mohnsud tropft aus allen Freudenarten in der Zeit, dem immergrünen Garten, wächst der Apfel, den ich pflücken werde. Muß zuvor aus überglasten Stunden Weh- und Wermut in dein Herz verpflanzen, während Sterne… Continue Reading „Tod und Apfel“
Joan Vinyoli (* 3. Juli 1914) En bona companyia Molts jardins amb peònies, lilàs i pèsols d’olor, són lloc de bon estar, quan ja la llum abaixa la veu i, sense fer remor, pels engorjats del vespre s’allunya la tartana del desesper. El dia… Continue Reading „Zünd den Wein an“
Crauss. männer sind also wie eine pfütze: die nähe zur gosse lässt sie erst glänzen. das öl macht aus verachtung achat. Aus: A. Kasnitz / C. Wenzel (Hrsg.): Westfalen, sonst nichts? Eine Anthologie. Köln: [SIC] Literaturverlag + parasitenpresse, 2013, S. 41 Das Gedicht erschien… Continue Reading „O. T.“
Niki Chalkiadaki Familienuntergang Verben sind verloren gegangen in diesem Haus, seltene Verben, die küssten uns einst auf die Stirn, und brachten uns ins Bett. Sie sind nicht mehr hinter dem Sofa, in den Schubladen, im Kleiderschrank; sieh, wenn Mama sie findet beim Auflesen der… Continue Reading „Familienuntergang“
RENATE RASP (Renate Rasp-Budzinski; * 3. Januar 1935 in Berlin; † 21. Juli 2015 in München) Suffragetten rissen uns ein neues Fenster auf, und ein frischer Wind wehte mit den Blättern in die guten Stuben, wirbelte den Staub von Büchern, Sonne schien in Ecken,… Continue Reading „Suffragetten“
Mit Gedichten kann man viel machen – das ist das Gute daran. Man kann sie zum Beispiel lieben, hassen, bekämpfen oder ignorieren. Verstehen und mißverstehen sowieso / sowieso nicht. Das Gedicht Schatten Rosen Schatten von Ingeborg Bachmann, das ich gestern hier gepostet habe, es… Continue Reading „So lallt sie noch immer“
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