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Bald war Hardekopf mit bekannten Größen wie René Schickele, Herwarth Walden, Erich Mühsam, Ludwig Rubiner und Franz Pfemfert befreundet. In deren Sog verfasste er u. a. auch unter dem Pseudonym „Stefan Wronski“ eigene Gedichte und Prosafragmente, deren Stil und Ausdrucksstärke sich teilweise an Charles… Continue Reading „Hardekopf“
In der Frankfurter Anthologie stellt Walter Helmut Fritz ein Gedicht von Wolfgang Bächler vor – „Die Erde bebt noch von den Stiefeltritten“. /FAZ 20.4.02
findet Steffen Jacobs in seiner Welt-Kolumne ein Gedicht des Schauspielers und Brecht-Schwiegersohns Ekkehard Schall / Die Welt 20.4.02
Aus eben dieser lebhaften Textbewegung zwischen dem Blick in den Hotelzimmerspiegel ins eigene, junge, noch kaum gezeichnete Gesicht und jenem auf eine politisch vielfach stigmatisierte Landschaft entstanden auch Beyers «Erdkunde»-Gedichte. Sie ereignen sich genau auf der intermittierenden Grenze zwischen dem Ich und dem, was… Continue Reading „Beyers Erdkunde“
Dass jetzt auch der Briefwechsel mit Astrid Claes vorliegt, herausgegeben als Band sechs der Benn -Briefe im Verlag Klett-Cotta, gibt Benn-Lesern endlich die Freiheit, sich selbst ein Bild von den Qualen und Freuden des alten Dichters zu machen, dessen intellektuelle Klarsicht und Schärfe keineswegs… Continue Reading „Benn-Briefe“
Rilke-Lesung in der Sonderaustellung Worpswede im Pommerschen Landesmuseum Greifswald Rainer Maria Rilke besucht im Spätsommer 1900 Worpswede auf Einladung Vogelers, den er in Italien kennengelernte hatte. Er ist gerade aus Rußland zurück, muß Abstand wahren zu Lou Salomé, seiner mütterlichen Geliebten, und begegnet den… Continue Reading „Rilke-Lesung“
Michael Braun befragt Raoul Schrott – u.a. über Texttreue bei Nachdichtungen: Den griechischen Hexameter, der etwas Getragenes hat, kann ich nicht aus den Strukturen des Altgriechischen umstandslos ins Deutsche hinüberretten. Die Musikalität der einen Sprache kann ich nicht in die andere bringen, ohne sie… Continue Reading „Texttreue bei Nachdichtungen“
Die Ostthüringer Zeitung druckt einen Dankbrief (mit Gedicht) des Lyrikers Reiner Kunze an einen Arzt in Schleiz, der ihm seit den Zeiten der Verfolgung in der DDR freundschaftlich verbunden blieb. / OTZ (Schleiz) 16.4.02
Vom „Gedicht, geschrieben / Gegen die Vergeblichkeit“ redet Czechowski bescheiden an einer Stelle. Da ist kein Weg ins laute Gepolter der Weltveränderung, keiner in die kühl-lächelnde Ironie, keiner in die Senk-, Spreiz- und Knickübungen der Versfüße und Silben. Aber in der Bescheidenheit wurzeln früh… Continue Reading „Heinz Czechowski“
„Die Glücklichen“ hat derweil seine 26. Auflage erreicht. Als der Roman 1979 zum ersten Mal erschien, war es ein Skandal. Peter-Paul Zahl hatte ihn im Knast geschrieben, in Köln Ossendorf, Bochum und Werl. Hatte damit jenen früheren Weggefährten eine Nase gedreht, die sich um… Continue Reading „Peter-Paul Zahl“
Aber Däublers Haupt- und Lebensstück, das lyrische Großepos „Das Nordlicht“, ist so gründlich verschollen, dass es selbst im „Zentralen Verzeichnis Antiquarischer Bücher“ kaum Spuren hinterlassen hat. Sehr zu Unrecht, denn dieses ebenso großartige wie törichte Gedicht ist eines der größten deutschen Sprachexperimente, „halb Pyramide… Continue Reading „Nordlicht aus Dresden“
Richard Wagner (nicht der tote Komponist, sondern der lebende, seit gut (?) 15 Jahren in Deutschland lebende Lyriker und Erzähler aus dem Banat, wird 50. Hannes Krauss gratuliert im “ Freitag “ 15/2002. – In der „Lyrikedition 2000“ erschien vor 2 Jahren der Band… Continue Reading „Richard Wagner 50“
Bei den Abiturienten im Villingen ist die reine Lyrik nicht gefragt, erfahren wir heute (10.4.02) im Südkurier . Anders in Ostfildern, wo die Landesgartenschau fest auf Lyrik setzt, mit Open-Air-Lyrikbibliothek, Hörgedichten etc.: Ein Garten als öffentlicher Leseort mag nahe liegend sein. Doch warum ausgerechnet… Continue Reading „»Lyriksommers« auf der Landesgartenschau“
Überhaupt die Provinz. In Minden droht die Abschaffung des Stadtschreiberstipendiums. Dazu das Mindener Tageblatt vom 10.4.02 unter der Überschrift „Linientreue Lyrik“: In einer solchen Situation kann die Beschäftigung mit einem [solch linientreuen DDR-Autor wie] Johannes Bobrowski oder eine Flucht in die Theologie keine Antwort… Continue Reading „Linientreue Lyrik“
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