Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
1960 bereits hatte Adorno in einem Kölner Vortrag Helms’ Lautexperimente und Klangverfremdungen als authentisch zeitgenössisch beglaubigt, da sie, in konsequenter Weiterführung Joycescher Permutationstechniken, kraft ihres hermetischen Gestus sich dem glatten Einverständnis mit der ideologisch beschädigten Sprache verweigerten. / STEFAN DORNUF, Süddeutsche 8.6.02 HANS G.… Continue Reading „Hans G Helms 70“
Die Welt v. 8.6.02 druckt die Laudatio Rachel Salamanders auf Enzensberger zum Börnepreis. Darin zitiert ein Gedicht: Es ist übertitelt mit „Arbeitsteilung“ und ist seinem letzten Gedichtband „Leichter als Luft. Moralische Gedichte“, entnommen. „Dass die allermeisten/vom allermeisten / so gut wie gar nichts verstehen… Continue Reading „Börne für Enzensberger“
Überhaupt werden sich Germanisten schwer tun, Uwe Kolbe zu fassen. Er entzieht sich gängigen Kategorisierungs-Versuchen. Früher war er ein deutscher Autor, mit deutschen Themen. Er war ein Teil der Geschichte, der Stellung bezog zu deutschen Verhältnissen. Jetzt ist Kolbe schwieriger zu verorten. Er ist… Continue Reading „Gegengift“
Alles was Sie wissen müssen, um mitzureden. Heute: Sonnyboy Supermarkt heißkalt Lyrik goes Drama: Karin Beiers Urinszenierung von Albert Ostermaiers „99 Grad“ in den Münchner Kammerspielen Dass man versucht wäre, den Mann fast mal zu verteidigen, wer hätte das gedacht? Der Sonnyboy der Lyrik… Continue Reading „Hätten Sie´s gewußt?“
Männer mögen’s darin schwer. Männer haben Träume. Männer borgen sich einen, zur Not. Männer bebildern wortschwallig ihr Innerstes im Äußeren ab. Durs Grünbein ist einer von ihnen. schreibt Klaus Hübner im Titel -Magazin ( Juni 2002) und empfiehlt daher, den einundneunziger Grünbein zu lesen:… Continue Reading „Männer mögen Gedichte.“
Bislang sind von ihm [Oswald Egger ] zehn Bücher erschienen, zuletzt „Nichts, das ist“ in der Edition Suhrkamp. In diesem Titel ist für ihn der Sinn von Gedichten im Allgemeinen und der seiner im Besonderen ausgedrückt. „Ich glaube das nicht, wenn die Leute sagen,… Continue Reading „Alles verstanden“
Vom 31.5. – 11.6.02 24 Stunden Radio aus Greifswald (vom Internationalen Studentenfestival GrIStuF) Im Raum Greifswald auf UKW 98,1 MHz Oder als Livestream auf: http://www.kunstcontainer.de/ Jede Nacht ab 23 Uhr Wortsendungen mit diesen Themen: 31.05. O – Ton Pathos- Rex Joswig 01.06. Beat. Eine… Continue Reading „GrIStuF 98,1 Festivalradio (viel Musik & gar nicht wenig Lyrik)“
Hölderlin liebte in Kassel Susette Gontard – Gottfried Benn goss Astrid Claes Tee ein Die Redewendung „Ab nach Kassel!“ galt bislang nicht als Chiffre für ein geheimes Stelldichein. Man wird in dieser Hinsicht vielleicht umdenken müssen. Schuld daran sind die diskreten Amouren zweier Dichter.… Continue Reading „Für die Dichtung folgenreich war beides:“
Lyrik in HörenSagen jeden Sonntag • 11:15 DLR Lesezeit • „…las im Deutschlandfunk“ (Teil 6): Helmut Heißenbüttel Mi 5.6.02 20.30 DLF Di 18.6.02 9.30 – BR alpha – Rückblende: Vor 70 Jahren vorgestellt – Die „Ursonate“ von Kurt Schwitters Crashing Aeroplanes. A: Andreas… Continue Reading „Radio- bzw. Fernsehtips“
SWR-Bestenliste Juni 2002 Persönliche Empfehlung von Hubert Winkels MARCEL BEYER: Erdkunde Gedichte. DuMont Verlag, 16,90 Euro
Denn, so Dyck: „Lyriker haben in lateinamerikanischen Ländern eine andere Herangehensweise, sie verstehen sich eher als Performer, sind nicht akademisch und wollen verstanden werden.“ Vergangenes Jahr erst waren Behl und Dyck auf Gegenbesuch in Indonesien und haben dort erlebt, wie Lyriker vor bis zu… Continue Reading „Poetry on the road“
dpa Prag – Drei Jahre nach dem Tod des Autors Jürgen Fuchs hat der tschechische Rockmusiker Mikolas Chadima eine CD mit Texten des 1977 von den DDR-Behörden nach West-Berlin abgeschobenen Schriftstellers veröffentlicht. Das Album sei nach dem 1979 veröffentlichen Buch «Tagesnotizen» benannt und vereinige… Continue Reading „Gedichte von Jürgen Fuchs vertont“
Schwer tun wird man sich vielleicht zunächst mit Holzbergs Beharren auf dem durchgehend ironischen Ton und der durchwegs komischen Intention des Autors. Dies besonders in Gedichten, die gemeinhin als Ausdruck echten Gefühls gelesen werden, etwa in der Allius-Elegie (c. 68) oder im Selbstgespräch des… Continue Reading „Catull in den Kanon“
zeichnet sich durch Vielfalt an Themen und lyrischen Formen aus. Drawert beherrscht sie alle, versteht sie in Zwiesprache mit Vorbildern ( Walther von der Vogelweide, Hölderlin) zu setzen. Dass dabei nicht jede Zeile von gleicher Intensität ist, nicht dieselbe Beharrungskraft spürbar werden lässt, muss… Continue Reading „«Frühjahrskollektion»“
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