Kategorie: Deutschland

70. Brot wende in Leid

Wir lieben den Tod Rot winde den Leib, Brot wende in Leid, ende Not, Beil wird Leben. Wir, dein Tod, weben dein Lot dir in Erde. Wildboten, wir lieben den Tod Anagramm von Unica Zürn. Bilder und Texte hier

69. Neue Gedichte von Said

Der aus dem Iran stammende Schriftsteller Said lebt seit mehr als vierzig Jahren in Deutschland und schreibt Märchen, Hörspiele sowie – als Exilant, der sowohl dem Persien des Schahs wie dem Gottesstaat der Mullahs den Rücken kehrte – auch politische Texte. Vor allem jedoch… Continue Reading „69. Neue Gedichte von Said“

68. Auswahl

Wie für Siegfried Pitschmann, so war auch für Harald Gerlach die erste prägende Erfahrung der Verlust der Heimat. Mit seiner Familie flüchtete der 1940 in Bunzlau (Niederschlesien) geborene Gerlach 1945 nach Thüringen. Diese Landschaft war eines seiner großen Themen. Das spiegelt sich natürlich auch… Continue Reading „68. Auswahl“

67. Gesamtausgabe

Schon in seiner Kindheit träumte er vom weiten Erdenrund und davon, sich darauf zu bewegen, aber nicht hoch in den Lüften, sondern hautnah, authentisch, den Elementen ausgesetzt, den Aufregungen und Wellengängen des Menschenlebens. Am liebsten zur See: „Nachts / beim Lampenschein las ich den… Continue Reading „67. Gesamtausgabe“

66. „ich häftlingin du“

Gut gelaunt und heiter führt „effendi im effektenfieber“ das artistische Arsenal vor, über das die Dichterin auch bei ernsten, gar todtraurigen Versanlässen gebietet, etwa beim lyrischen Nachruf auf den an Lungenkrebs gestorbenen Dichterkollegen Thomas Kling: „bronchiale stunts“ lautet der aus Verzweiflung herbe Titel. Fast… Continue Reading „66. „ich häftlingin du““

64. Nachbarschaft

„Nachbarschaft“ war Bobrowskis Lebensthema, es ging ihm um den mythischen Raum „Sarmatien“, die nordosteuropäische, sich weit nach Russland hineinstreckende Landschaft aus Wäldern, Senken, Seen und Flüssen und das Völkergemisch, das dort vor der Eroberung durch die Nazis zusammenlebte. … Bobrowski passte Anfang der 60er… Continue Reading „64. Nachbarschaft“

63. Urteil

„Seine Theaterstücke und Gedichte sind nichts wert.“ Heinrich Böll über Marcel Reich-Ranicki, Die Welt 16.7. Vgl. Ernst Jandl: Urteil („Die Gedichte dieses Mannes sind unbrauchbar“, 1956. In. E.J.: dingfest. gedichte)

62. Der junge Hacks

Jetzt läßt sich folgendes über die Edition der frühen Werke sagen: Wir werden einen sehr dicken Gedichtband kriegen, sind derzeit bei mehr als 400 Gedichten, und es werden noch mehr – etwa durch die, die in Briefe eingestreut sind. Wir haben es weiterhin mit… Continue Reading „62. Der junge Hacks“

61. Auszeichnung für Gerhard Falkner

Der Schriftsteller Gerhard Falkner wird mit dem Preis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Nürnberg 2010 ausgezeichnet. Dies beschloss der Stadtrat auf Empfehlung des Kulturausschusses gestern in nichtöffentlicher Sitzung. … Der 1951 in Schwabach geborene Gerhard Falkner lebt in Berlin und Franken. Der Autor,… Continue Reading „61. Auszeichnung für Gerhard Falkner“

58. Projektionsfläche Ostsee

Die überdies schön gestaltete Sammlung von über 100 zeitgenössischen Ostseegedichten liest sich bei aller Vielfalt – so unterschiedliche lyrische Temperamente wie Jan Wagner und Claudia Gabler, Nico Bleutge und Ulrike Draesner, Volker Braun und Kathrin Schmidt sind vertreten – als stimmiges Ganzes. Das mag… Continue Reading „58. Projektionsfläche Ostsee“

57. Polnisches in Schleswig-Holstein

Viel Polnisches im Schleswig-Holstein Musikfestival und im Literatursommer 2010 in Kiel und um Kiel herum. Bereits heute, Dienstag, 13. Juli, startet mit der Präsentation der dreisprachigen Literaturzeitschrift RADAR in der Kunsthalle zu Kiel die Veranstaltungsreihe zum Literatursommer 2010. Tadeusz Dąbrowski lädt mit seinem Übersetzer Andre… Continue Reading „57. Polnisches in Schleswig-Holstein“

55. George als Gesamtkunstwerk

Die George-Konjunktur hält an. Nach Thomas Karlaufs grosser Biografie (2007) und Ulrich Raulffs preisgekrönter Studie zur Wirkungsgeschichte des Kreises (2009) ist nun das dritte George-Buch erschienen, das sich an ein breiteres Publikum wendet. Der Berliner Germanist Ernst Osterkamp bezieht sich eingangs auch gleich auf… Continue Reading „55. George als Gesamtkunstwerk“

50. Hebel der Alemanne

Bei lalsace.fr schreibt Jean-Christophe Meyer über eine neu erschienene zweisprachige Ausgabe der Alemannischen Gedichte von Johann Peter Hebel (Alemannisch-Französisch). In dreijähriger Arbeit hat der Straßburger Professor Raymond Matzen die Gedichte übersetzt. Alemannisch wird im Dreiländereck Baden, Schweiz und Elsaß gesprochen. LIRE Alemannische Gedichte. Für Freunde ländlicher… Continue Reading „50. Hebel der Alemanne“

49. Walkman

Hier eine Aufnahme der Uraufführung von „Walkman“ von Mathias Monrad Møller nach einem Text von Bertram Reinecke am 5.7.  an der Musikhochschule Frankfurt Text des Gedichts mit einer Anmerkung beim Poetenladen (Vgl. L&Poe 2010 Jul #12. Musikalische Poetik)

47. Morphome des Wissens

Kölner Kongress gibt Einblick in neue Erkenntnisse über antike Weltkarten, Stadtpläne und topografisches Urwissen Ob alte Wandmalereien der türkischen Siedlung Çatal Hüyük, Hinweise in namibischer Dichtung oder die präzise Beschreibung der Schiffsflotten bei der Eroberung Trojas in Homers „Ilias“ – vielerlei Funde verraten etwas… Continue Reading „47. Morphome des Wissens“