Kategorie: Deutschland

130. Knaggisch, schaddisch, plaggisch

„Knaggisch, schaddisch, plaggisch, naggisch“. Was das ist? Eine Beschreibung, „wie die Bääm sichs Johr üwwer verännere“. Ein Gedicht von Gerd Dudenhöffer, dem Mann, der den meisten bekannt ist als Heinz Becker. / Susanne Müller, Wormser Zeitung

129. Auszeichnung

In den Tagen des arabischen Frühlings, der täglich Menschenopfer fordert, klingen diese frühen Zeilen natürlich vage und geradezu enthaltsam, weswegen Adonis’ Auszeichnung auch gelegentlich kritisiert wurde. Doch der Dichter kann auch anders. Um das zu zeigen, zitierte Sartorius einen Artikel, der vor drei Monaten… Continue Reading „129. Auszeichnung“

128. 47 Mesostics on Allen Ginsberg

Im zweiten Teil der Lesung trug U We Claus seine „47 Mesostics on Allen Ginsberg“ in englischer Sprache vor. Als der Autor im April 1997 vom Tod des Dichters der Beat-Generation in den USA erfuhr, schuf er als eine Art „persönlicher Trauerarbeit“ 47 Gedichte.… Continue Reading „128. 47 Mesostics on Allen Ginsberg“

127. Falb lesen

Wenn ich Falb lese, dann mache ich das in großen Zügen. Fünf, manchmal zehn Gedichte hintereinander. Manchmal den ganzen Band. Renne von einer Szene in die nächste, ohne Luft zu holen. Sehe ihrem Entstehen und Auflösen zu, beobachte mich beim denken. Und ich kann… Continue Reading „127. Falb lesen“

126. Herz & Hirn

Robert Gernhardt erzählte gern, er habe eine zutiefst traurige Kindheit hinter sich. Im Schwimmbad sei er kein Adonis gewesen, wenn besser gebaute Jungen mit den Mädchen flirteten, war er auf dem Handtuch mit einem Gedichtband nur Zaungast. Später schrieb er selbst Gedichte, in denen… Continue Reading „126. Herz & Hirn“

124. Preis für Elke Erb

Am 26. August 2011 wurde im Rahmen des 31. Erlanger Poetenfests der vierte Erlanger Literaturpreis für Poesie als Übersetzung verliehen. Aus der Laudatio auf Elke Erb von Ilma Rakusa: Elke Erb hat ein selten feines Ohr und ein Ethos, das beeindruckt. Ein Wortethos. Man… Continue Reading „124. Preis für Elke Erb“

121. Macho trifft Feministin

Eva Glawischnig: Ich habe manchmal den Eindruck, Feminismus wird wie eine Keule gegenüber Frauen verwendet, und es wird überhaupt nicht hinterfragt, was der Kern ist. Für mich ist Selbstbestimmung der Kern des FeministischSeins. Allerdings glaube ich auch, dass Männer sehr wohl bestimmten Geschlechterrollen unterliegen, auch… Continue Reading „121. Macho trifft Feministin“

120. Hilbig. Eine Erinnerung

Für das Portrait „Hilbig. Eine Erinnerung“ von Siegfried Ressel trafen sich Freunde und Weggefährten des Dichters in der leeren Schalterhalle des Bahnhofs Meuselwitz. Hier im thüringischen Industrieort Meuselwitz wurde Hilbig am 31. August 1941 geboren, hier wuchs er vaterlos auf, lernte Bohrwerkdreher. Hier in… Continue Reading „120. Hilbig. Eine Erinnerung“

119. In Hagen was los

Anfang September zeigen mehrere Filme das Leben und Werken des Bühnenpreisträgers [sic, gemeint ist wohl Büchner – der hat ja auch für die Bühne gearbeitet]. Den mit 13.000 Euro dotierten Ernst-Meister-Preis für Lyrik nimmt zum Jubiläum die Berlinerin Marion Poschmann entgegen. Die Meister-Ausstellung im… Continue Reading „119. In Hagen was los“

115. Herta Müller liest

An den Gedichten des Österreichers Theodor Kramer (1897-1958) lobt Müller die konventionelle Ruheform der Strophen und die melodische Rhythmik, hinter welcher sich der eigentliche traurige Inhalt verberge. In seinen Gedichten behandelt der jüdische Lyriker seine eigene Angst und Emigration in der Zeit des Dritten… Continue Reading „115. Herta Müller liest“

111. Spiegelungen 2 / 2011 erschienen

Im Heft 2/2011 der Vierteljahresschrift Spiegelungen, die im IKGS Verlag des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS) erscheint, werden Pläne der Kommunisten und anderer rumänischer Parteien 1945/46 dokumentiert, die „günstige“ Situation zu nutzen, um die Deutschen auszusiedeln. Für die… Continue Reading „111. Spiegelungen 2 / 2011 erschienen“

110. Lustmacher

Im Herbst erscheinen im Verlag Voland & Quist auch zwei Bücher der Autorin, die die schweizerische und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und ihre Kindheit in Wurlitz bei Rehau verbracht hat. Der neue Lyrikband fasst ihre vier ersten Bücher zusammen, die andere Publikation „Ich werde… Continue Reading „110. Lustmacher“

107. Krawehl, krawehl

„Mein Name ist Lohse. Ich möchte hier einkaufen.“ Heinrich Lohse macht den Albtraum jeder Ehefrau perfekt: Er geht in den Ruhestand. So wie Loriot einst in „Das schiefe Bild“ ein Zimmer verwüstete, zertrümmert er in „Pappa ante Portas“ das fein ausbalancierte Familienleben der Lohses.… Continue Reading „107. Krawehl, krawehl“

105. Mein Futurismus

Der Futurismus war für Scherstjanoi von Anfang an ein Lebensmittel und ein Mittel des Widerstands. Ein Klang, der die Geräusche der Straße in sich aufnahm und schon deshalb verknüpft ist mit einem Leben, das nicht trennen kann zwischen den Wonnen der Poesie und den… Continue Reading „105. Mein Futurismus“

103. Sistig, Westerwald und Bonn

Es gibt ja nicht nur Berlin und Leipzig. Es gibt auch Sistig, Westerwald und Bonn! Ja echt! Am 6. September lesen beim LCD im Salon: Francisca Rincinski, Theo Breuer und Andreas Noga. Literaturclub Düsseldorf: „aus dem Hinterland“ Dienstag, 6. September · 20:00 – 23:00… Continue Reading „103. Sistig, Westerwald und Bonn“