Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Ein bißchen Heine als Antidot. – Im 24. Caput seines „Deutschland. Ein Wintermärchen“ sagt ihm die Göttin Hammonia, die sich wundert, daß der in Paris lebende Dichter in den Norden reist, daß früher Klopstock (begraben in Hamburg) ihr Lieblingsdichter war. Heute ist es –… Continue Reading „Heinrich Heine, deutscher Dichter“
Heinrich Heine Jetzt wohin? Jetzt wohin? Der dumme Fuß Will mich gern nach Deutschland tragen; Doch es schüttelt klug das Haupt Mein Verstand und scheint zu sagen: Zwar beendigt ist der Krieg, Doch die Kriegsgerichte blieben, Und es heißt, du habest einst Viel Erschießliches… Continue Reading „Jetzt wohin?“
Mechthild von Magdeburg [Got gelichet die selen fúnf dingen] O du schoene rose in dem dorne, o du vliegendes bini in dem honge, o du reinú tube an dinem wesende, o du schoenú sunne an dinem schine, o du voller mane an dinem stande!… Continue Reading „Schöne Rose im Dickicht“
Johann Balthasar Schupp (auch Schuppius, Pseudonyme: Antenor, Ambrosius Mellilambius, * 1. März 1610 in Gießen; † 26. Oktober 1661 in Hamburg) Braut-Lied : Gerichtet auff der Frantzosen Sprich-Wort: Contentement passe richesse, Dem … Herrn Heinrich Mäven Handels-Mann in Hamburg … Als er … sich… Continue Reading „Braut-Lied“
Sophie Tieck, auch Sophie Bernhardi oder Sophie von Knorring (* 28. Februar 1775 in Berlin; † 1. Oktober 1833 in Reval) “Sie hat gewiß herrliche Geistesanlagen; aber Leidenschaftlichkeit und Ehrgeiz haben, wie es mir scheint, ihre Seele sehr zerrüttet.” (Darüber sind die Dichter erhaben.)… Continue Reading „Schwester des Dichters“
Elisabeth Borchers (* 27. Februar 1926 in Homberg, Niederrhein; † 25. September 2013 in Frankfurt am Main) 1961 löste dieses schön surrealistische Gedicht bei den Lesern der FAZ Proteste aus: eia wasser regnet schlaf eia abend schwimmt ins gras wer zum wasser geht wird… Continue Reading „eia wasser regnet schlaf“
Mechthild von Magdeburg / Monika Rinck XVIII. Gott gleicht die Seele fünfer Dinge O du schöne Rose im Dornicht, o du fliegende Biene im Honig, o du reine Taube in deinem Sein, o du schöne Sonne in deinem Schein, o du voller Mond in… Continue Reading „Wer vergleicht wen womit?“
Da steckt mehr drin! Hier einige durch Reduktion und Kombination aus Quirinus Kuhlmanns 41. Liebeskuß gewonnene Gedichte. Unten noch einmal das Ganze (zur besseren Übersicht mit Leerzeilen zwischen den Langversen (die im Original auf einer Doppelseite gedruckt wurden, siehe Faksimile im vorigen Beitrag) Eine… Continue Reading „Poetische Kombinatorik“
Quirinus Kuhlmann (* 25. Februar 1651 in Breslau; † 4. Oktober 1689 in Moskau, hingerichtet), deutscher Schriftsteller und Mystiker. Der XLI. Libes-Kuß Ihro Röm. Kaiser= und Königs=Majestät des Allerglorwürdigsten LEOPOLDUS Hochansehnlichen Rath / H. George von Schöbel und Rosenfeld / Thumherrn zu Magdeburg bei… Continue Reading „Nim einen Libes=kuß“
Sibylla Schwarz (* 14. Februar jul., 24. Februar greg. 1621 in Greifswald; † 31. Juli jul., 10. August greg. 1638 ebenda) In Pommern galt damals noch der julianische Kalender, weil die meisten protestantischen Länder die Kalenderreform des Papstes boykottiert hatten. Nach dem heutigen Kalender war ihr… Continue Reading „DEr Früling hatte schon den Feldern abgenommen“
Elisabeth Langgässer (* 23. Februar 1899 in Alzey; † 25. Juli 1950 in Karlsruhe) Licht im Februar Wahrheit ohne Scheinen, Alles ist noch klar, Strömend von dem reinen Licht im Februar. Fülle der Figuren, Kronen und Geäst, Ferne die Lemuren, Leer ist noch das… Continue Reading „Licht im Februar“
Hedwig Lachmann, verehelichte Landauer, (* 29. August 1865 in Stolp, Provinz Pommern; † 21. Februar 1918 in Krumbach, Bayern) Winterbild In meinem Zimmer ein paar frische Blumen, Die allen Wintermißmut mir vertreiben. Ein Vöglein pickt vor meinem Fenster Krumen Und guckt dabei zutraulich durch… Continue Reading „Winterbild“
Goethe Will ich die Blumen des frühen, die Früchte des späteren Jahres, Will ich was reizt und entzückt, will ich was sättigt und nährt, Will ich den Himmel die Erde mit Einem Namen begreifen; Nenn ich Sakontala dich und so ist alles… Continue Reading „Sakontala“
Lioba Happel (* 7. Februar 1957 in Aschaffenburg) «Ist mein Fräulein traurig soll sie sich zum Teufel scheren» zwei mal zwei ist sieben fünf acht drei mal drei alle viere jedenfalls war ich heut nacht im park jedenfalls gibt’s da wilde tiere der erste… Continue Reading „jedenfalls war ich heut nacht im park“
Marie Luise Kaschnitz (1901-1974) Zuweilen Zuweilen schläft auch der Dichter Der alte Verderber der Feste Ausgezählt hat er sich selber Gesunken ins Sterntalergras. Schnellwachsender Traum überspinnt ihm Die spähenden Augen Auf seiner Schreibhand Begatten sich Schmetterlinge Seine Sturmvögel plappern wie Spatzen Das liebliche Immer-schon-da.… Continue Reading „Zuweilen schläft auch der Dichter“
Neueste Kommentare