Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
In seinem Vortrag „Zwischen Haiku und Artikel 3.3 – zur Lyrik Alfred Anderschs“ untersuchte [Joachim] Jacob dabei am Beispiel des Gedichtes „Artikel 3(3)“ das politische Engagement des Schriftstellers in seinen lyrischen Arbeiten. Die Ausgangsüberlegung: Lyrik scheine in ihrer knappen Form zunächst für Engagement wenig… Continue Reading „69. Zwischen Haiku und Artikel 3.3“
Auch die Schaufenster des ehemaligen Geschäfts bleiben nicht lange ungenutzt, sondern beherbergen heute eine kleine Dauerausstellung über den Schriftsteller Günter Eich: eine Günter-Eich-Dokumentation, die mit Unterstützung der Marktgemeinde Geisenhausen erstellt wurde. Eich lebte von 1945 bis 1954 in Geisenhausen, im Hause der Familie Schmid,… Continue Reading „68. Eich im Schaufenster“
Judith Zander gelingt mit manual numerale demnach dreierlei: Die Erweiterung ihres lyrischen Wortschatzes um ein neues, hybrides Pop-Vokabular, das ausgelassene Spiel mit den Formen und der Griff zu einem anspruchsvollen ästhetischen Konzept. Ein Mashup-Album für Beatles-Fans und Barock-Exegeten gleichermaßen, oder, um im Musikjournalismus zu… Continue Reading „67. Mashup-Album für Beatles-Fans und Barock-Exegeten“
Wann ist ein Gedicht gut, und wann ist es bloss gut gemeint? Gesetze für Verse gibt es nicht, Kriterien und Massstäbe aber schon: Die Lyrikerin Kerstin Hensel kennt sie. / Tages-Anzeiger
Die Lyriker Kurt Aebli, Sylvia Geist und Jürg Halter haben neue Gedichtbände veröffentlicht. Sie erkunden darin die Gegenständlichkeit des Alltags. Besprechung von Martin Zingg Mehr Paradoxien werden kaum mehr ins Surreale verlängert und so ins sprachliche Bild eingeschmolzen, sondern sie bestimmen den Duktus, sie brechen… Continue Reading „65. Neue Gedichtbände“
«Über den weissen Weiher / Sind die wilden Vögel fortgezogen. / Am Abend weht von unseren Sternen ein eisiger Wind.» Vom eisigen Wind, der am Abend von den Sternen weht, zu den herbstlichen Wäldern, die am Abend von tödlichen Waffen tönen, ist es im… Continue Reading „64. Wasserleichen und spaßige Vögel“
In der Besprechung des gesamten Gedichtbandes von Karl Mickel heißt es vom gleichen Professor unter der Überschrift „Hilfloses lyrisches Ich“ dann endgültig: Widerwärtig häuft sich Fäkal- und Sexualvokabular, wo Kraft und Saft nicht ideeller Substanz entspringen. (…) All die be- und verklemmten Gefühle können… Continue Reading „62. „Hilfloses lyrisches Ich““
Ihren Ruhm begründeten die drei Lyrikbände „Die Bettlerschale“, „Spindel im Mond“ und „Der Pfauenschrei“ mit Gedichten von berührender Intensität, existenzieller Zerrissenheit und großer Sprachkraft – das „elementare Zeugnis eines von allen guten Geistern mißbrauchten Menschen“ (so Thomas Bernhard). Dass neben Themen wie Gotteshader, Einsamkeit… Continue Reading „61. Christine Lavant“
Sitzung einer Lyrikpreisjury. Die siebenköpfige Jury steht vor der Aufgabe, aus über 20 Büchern – jeder der Juroren nominierte etwa 5 Bücher – an zwei Tagen das eine auszusuchen, das den Preis kriegt. Wie vorgehen? Erst mal reduzieren. Jeder Titel der nicht wenigstens 2… Continue Reading „60. Literaturkunde“
Abseits von Highlights wie Mozart oder Sound of Music sollen Interessierte jetzt per QR-Code auf eine Homepage, dann weiter zu Videos und Büchern des Dichters und nicht zuletzt zu Gedenkstätten in der Stadt gelotst werden. Finanziert wird die Trakl-Hompage kulturerleben.salzburgresearch.at/trakl mit Geld der EU, die im… Continue Reading „58. In Salzburg“
Heimatliebe wird hier ohne Heimattümelei zu Papier gebracht. Haderlap kann kitschfrei einen Sommertag über dem Jaunfeld besingen, beschäftigt sich in einem kleinen Zyklus mit der Geschichte von „karantanien“, ist aber ebenso in Piran, Triest und Venedig zu Hause. Grenzen werden von den Mächtigen gezogen:… Continue Reading „55. Maja Haderlap“
Julius Rodenberg war etablierter Dichter und Schriftsteller, Miterfinder des Stadtfeuilletons, Mitbegründer der Goethe-Gesellschaft sowie Gründer und 40 Jahre lang Herausgeber der bedeutendsten deutschen Kulturzeitschrift, der »Deutschen Rundschau«. Viele heute bekanntere Autoren, wie eben Fontane oder Storm, verdanken der »Rundschau« wichtige Erstveröffentlichungen. Dass Rodenberg, eine… Continue Reading „54. Julius Rodenberg (1831-1914)“
Rainer Kirsch spricht höchst lebendig im Gespräch mit der Zeitung, die früher der Partei gehörte, die ihn einst rauswarf, über seine Grabstelle samt Grabspruch: Haben Sie denn eine Grabstelle dafür? Inzwischen ja. Wenn man den Haupteingang reingeht, ist rechts die Bürobaracke, dann geht man… Continue Reading „53. Grabgedicht“
Es ist kein Gedicht Johann Wolfgang von Goethes über den Fußball überliefert; auch der „Faust“ hat nichts mit Manuel Neuer zu tun. / Zollern-Alb-Kurier
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