10. Horst Peisker

Ein Mann wie ein Baum. Groß, mehr noch kräftig als dick. Eine tiefe, auch laute Stimme. Das genaue Gegenbild dessen, was sich der empfindsame Zeitgenosse unter einem Dichter vorstellt. Dementsprechend hat er angefangen. „Maniac“ hieß eines seiner ersten Bücher, seinerzeit im März-Verlag von Jörg Schröder erschienen. Dieser Verleger attestierte ihm auch eine Nähe zu Bukowski, ohne jede Anleihe; und eine Härte, die R.D. Brinkmann übertreffe.

Die neuen „ausgewählten Gedichte“, viele zu Recht „Balladen“ genannt, spiegeln ein Lebenswerk, knappe fünfzig Jahre. Dazu: eine Entwicklung. Auf den hektischen Aktionismus seines Alter Ego, des jungen „Dillinger“, folgte immer deutlicher erkennbar eine geduldige, manchmal sogar beschauliche Betrachtung. / Martin Lüdke, FR 2.7.

Horst Peisker: Dillingers Blues. Die Balladen. Ausgewählte Gedichte. Verlag G. H. Hofmann, Gemünden am Main 2010, 175 Seiten, 14,80 Euro.

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