Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Veröffentlicht am 23. Januar 2026 von lyrikzeitung
Jedes Rühren, jedes Zucken, jedes Fliehen
verstärkt reihum den dumpfen Schmerz.
Von undurchschauten Kräften angetrieben,
sind’s Attacken auch, wenn sie sich lieben:
Jedes Nähern zielt geradewegs aufs andre Herz.
Und niemand wird von niemandem verziehen.
Veröffentlicht am 22. Januar 2026 von lyrikzeitung
was interessiert: traum. gestohlenes, witz. mustervermeidung, sex.
verletzung, druck, mechanismen. warum eins durchgeht, andres nicht.
Veröffentlicht am 21. Januar 2026 von lyrikzeitung
Das Stück mit dem Gurkenflieger und den Polen
Haben sie gar nicht verstanden
Aber gelobt haben sie den Nußbaumeder
Weil er ein bayerischer Dramatiker ist
Und Bayern so einen braucht
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: bayrische Provinz, bayrisches Drama, Christoph Nußbaumeder, Feuilleton Kritik, Franz Xaver Kroetz, Gedicht des Tages, Gegenwartslyrik, ironische Lyrik, Literaturbetrieb, Neubuch yedermann, Neue junge Lyrik, Nora Gomringer, Nora Gomringer Gedicht, Nußbaumederlob, Provinz
Veröffentlicht am 19. Januar 2026 von lyrikzeitung
44 Wörter, 1 Minute Lesezeit. Arne Rautenberg Wider den Furor der TageWider den Furor der Tage das Gefühl absoluter Ohnmacht schalte ich morgens nach dem Aufwachen mit der Fernbedienung den Regen an Aus: Krachkultur 5 (1995). Literaturmagazin. Bunte Raben Verlag Lintig-Meckelstedt. Hrsg. Fabian Reimann &… Continue Reading „Aus gegebenem Anlass“
Veröffentlicht am 18. Januar 2026 von lyrikzeitung
Freiheit ist kein Hafenbecken, erst recht keine Statue.
Freiheit ist kein Dieb, Freiheit ist ein Thüringer.
Freiheit ist Langeweile, Freiheit ist deine Fußgängerfurt.
Freiheit, schon angezählt, ist reine Kopfsache. Denk es o
Freiheit ist Kartoffelbrei auf Glas
Veröffentlicht am 17. Januar 2026 von lyrikzeitung
die reichen dürfen die sexualität erleben, ich armer tropf
darf nicht mal daran denken – der abt hats untersagt. so
bleiben mir most, schnupftabak und komplizierte lyrik –
von diesen dreien aber wirkt der most am stärksten!
Veröffentlicht am 14. Januar 2026 von lyrikzeitung
Welch ein Dampf einen wieder tritt! Sogar
der arme Tod stapft weinerlich weg, in ein
Wort mit weniger Licht.
Kategorie: Belgien, Deutsch, DeutschlandSchlagworte: An Anna Blume, Anagramm, Anagrammgedicht, Avantgarde Rezeption, Dein Name tropft wie weiches Rindertalg, Florian Kranz, Florian Kranz Gedicht, Gegenwartslyrik, Jahrbuch der Lyrik, Jahrbuch der Lyrik 2023, Junge Lyrik, Kurt Schwitters, Lyrikzeitung, Schöffling & Co., Sprachspiel
Veröffentlicht am 10. Januar 2026 von lyrikzeitung
85 Wörter, 1 Minute Lesezeit. Tom Nisse FREUND ICH STELLE FESTEs gibt Abende wo ich es vorzieheüber Revolutionen statt über Hunde zu sprechen man beschnuppert sich und eines Morgens stelle ich verdutzt fest die Nase die Nase Tristan Tzarasragt aus den Regalen und mein Wunsch… Continue Reading „Die Nase Tristan Tzaras“
Kategorie: Französisch, LuxemburgSchlagworte: Dadaismus, Freund ich stelle fest, Freundschaft Gedicht, Gedicht des Tages, Gedichte aus dem Französischen, Gegenwartslyrik, Jérôme Netgen, Luxemburgische Lyrik, parasitenpresse, parasitenpresse benelux, Surreale Lyrik, Tom Nisse, Tom Nisse Gedicht, Tristan Tzara
Veröffentlicht am 9. Januar 2026 von lyrikzeitung
immer dies gehen, dies sich festhaken an einem wort, das vielfüßig sich behauptet, im vers, dies buchstabieren von neuem …
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Aus Mangel an Beweisen, deutsche Lyrik 21. Jahrhundert, Gedicht des Tages, Gegenwartslyrik, Hans Thill, Jayne-Ann Igel, Jayne-Ann Igel Gedicht, Lyrikzeitung, Michael Braun, Prosa-Lyrik, Sprache und Bewegung, Sprachreflexion, Wortwidersinn, Wunderhorn Verlag
Veröffentlicht am 1. Januar 2026 von lyrikzeitung
Totgeschwiegene Zeilen
machen keine Karriere.
Sie flüstern nur in Hinterzimmern:
„Fuck the System.“
Und das reicht ihnen völlig.
Kategorie: Österreich, Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Anthologie 2026, Antilyrik, BoD Verlag, Boris Kerenski, Claus Eckermann, DISKRETE DICHTUNG, experimentelle Lyrik, Gabriele Hasmann, Gegenwartslyrik, Kai Pohl, Kulturbetrieb Kritik, literarischer Ungehorsam, Lyrikhasser, Marvin Chlada, Michael Augustin, Silke Vogten, Sophie Reyer, Stefan Heuer, Tanja 'Lulu' Play Nerd, Tom de Toys, totgeschwiegene Gedichte, Ulrich Jösting
Veröffentlicht am 31. Dezember 2025 von lyrikzeitung
Und es erschienen ihnen Zungen, die sich wie Feuer teilten.
Kategorie: Peru, Spanien, SpanischSchlagworte: Apostelgeschichte 2 3, Übersetzung Lyrik, biblische Metaphorik, Diego Valverde Villena, Edition Faust, Feuerzungen, Feuerzungen Gedichte, Gedichtrezension, Gegenwartslyrik, Harry Oberländer, katholische Lyrik, L&Poe Journal, L&Poe Journal 2025, lateinamerikanische Lyrik, lenguas de fuego, Michael Gratz, Mystik und Metapher, peruanische Lyrik, spanische Lyrik, Vulgata
Veröffentlicht am 29. Dezember 2025 von lyrikzeitung
Diesmal will ich nicht bei den Großen sein.
Diesmal will ich für alle Panther*innen sprechen.
Diesmal lass ich die Stäbe anders brechen
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Autorschaft nach dem Tod, Christian Filips, Deadbot Rilkeus, Diachrone Deadbots, digitale Trauer, experimentelle Lyrik, Gedicht des Tages, Gegenwartslyrik, Künstliche Intelligenz Literatur, KI und Lyrik, Lyrikzeitung, manuskripte 249, manuskripte Zeitschrift, Mondseer Lyrikpreis, Rainer Maria Rilke, Rilke Rezeption, Tod und Sprache
Veröffentlicht am 20. Dezember 2025 von lyrikzeitung
Thomas Glatz Riechen Sie es auch?Riechen Sie es auch?Jedes GedichtVerströmt einen Ihm eigenenCharakteristischenGeruchDieses hier Riecht nach Vanille und Essig.Nein, ich rieche nichts.Ich glaube da nicht so recht dran.Das ist doch nur eine weitere Lüge Der gedichteproduzierenden Industrie! Aus: Am Erker. Zeitschrift für Literatur Nr.… Continue Reading „Der gedichteproduzierenden Industrie“
Veröffentlicht am 15. Dezember 2025 von lyrikzeitung
das lange Gedicht fragt nach dem Weg,
gleichzeitig möchte es Wegbeschreibung sein
das lange Gedicht ist Container für Material und
verwertet, was im kurzen keinen Platz findet
Kategorie: Österreich, Deutsch, DeutschlandSchlagworte: AZUR Edition, Elke Erb, Frieda Paris, Frieda Paris Nachwasser, Friederike Mayröcker, Gedicht über das Schreiben, Gedicht des Tages, Gegenwartslyrik, langes Gedicht, Langgedicht, Nachlass Friederike Mayröcker, Nachwasser, nicht-lineare Lektüre, nummerierte Gedichtabschnitte, Poetologische Lyrik, Schreiben über das Schreiben, Voland & Quist, Walter Höllerer, zeitgenössische Lyrik
Veröffentlicht am 7. Dezember 2025 von lyrikzeitung
Es gab nichts zu bereuen und
nichts zu bedauern. Und wenn
die nächsten Scharmützel
auf den Vulkanen begännen –
ich wäre dabei.
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