Wer vom Rand einer Kultur in ihr Zentrum zieht, sieht sich von Paradoxien umgeben. Normalität wird ihm nicht gewährt.
Richard Wagner wurde 1952 im rumänischen Banat geboren. Nach Repressalien unter dem Ceausescu-Regime kam er zusammen mit seiner damaligen Ehefrau Herta Müller 1987 in die Bundesrepublik. Er lebt als Schriftsteller und Publizist in Berlin.
Auf die Sprache ist man angewiesen, und zugleich ist man der Sprachregelung ausgesetzt: «Rumäniendeutsch». «Deutschrumäne». «Rumäne». Niemand in meiner Familie hat sich jemals als Rumäniendeutscher bezeichnet. Meine Grosseltern waren in ihrer Jugend noch Staatsbürger der Doppelmonarchie, «Ungarndeutsche». 1919 machten die Pariser Vorortverträge sie zu rumänischen Staatsangehörigen, also «Rumäniendeutschen», ohne dass sie ihr Heimatdorf verlassen hätten. Sie selbst verstanden sich stets als Banater Schwaben, als Deutsche. Rumänisch blieb für sie, wie davor das Ungarische, eine Fremdsprache.
…
Die Frage nach den deutschen Minderheiten, nach Vertreibung und Aussiedlung führt unmittelbar zur Frage nach dem Deutschen selbst. Nie war das Wissen der Deutschen über sich so gering wie in den letzten Jahrzehnten. Ein guter Deutscher legt bis heute Wert darauf, nicht zu wissen, was deutsch ist. Im Ergebnis kommen oberflächliche Begriffe zum Zug. So auch die Formeln «deutschsprachig» und «deutschsprachige Literatur». Als sei Sprache nichts weiter als eine Summe von in Buchstaben gegossenen Lauten. Als verberge sich in ihren Wendungen nicht ein kulturelles Muster.
Der verkannte Rand ist von der Mitte fasziniert, einer Mitte, die ihre Unwissenheit über diesen Rand geradezu brüskierend zur Schau stellt. Sie brauche das Periphere nicht, sagt sie, aber sie sagt es auffallend deutlich. Die Mitte ist nicht nur meinungsführend, sie ist auch bei Kasse.
Der grosse Traum des Minderheitenschriftstellers bleibt die Anerkennung durch das Zentrum. Er will als deutscher Schriftsteller gelten. Die meistgestellten Fragen, mit denen man als rumäniendeutscher Autor konfrontiert ist, lauten: Wann haben Sie Deutsch gelernt? Schreiben Sie auch Rumänisch? Sind Sie zweisprachig aufgewachsen? Hat sich Ihre Sprache durch die Auswanderung verändert? Und, nach einer kleinen Pause: Fahren Sie noch hin? – Kaum einer, der sich nach dem Unterschied zwischen dem Schreiben im Kommunismus und jenem in der westlichen Gesellschaft erkundigt. Nach den Paradoxien, mit denen ein Autor konfrontiert wird, der ausgewandert ist, ohne in einem Exil zu leben, und der durch seine Entscheidung gleichermassen der Provinz, dem Kommunismus und dem rumänischen Nationalismus eine Absage erteilt hat. / NZZ 4.11.
Der Ethnologe und Anthropologe Claude Lévi-Strauss ist tot. Er starb in der Nacht von Sonnabend zu Sonntag im Alter von 100 Jahren, meldet Le Monde. Am 28. November wäre er 101 geworden. Er war einer der großen Intellektuellen seines Jahrhunderts, seine Wirkung reicht in viele Fächer hinein. Ich benutze regelmäßig seine in den 60er Jahren gemeinsam mit dem ebenfalls verehrten Russen Roman Jakobson verfaßte Untersuchung zu Baudelaires Sonett „Les chats“ (Die Katzen), um Studenten zu quälen. Neinnein, sie haben ja die Wahl, sich anregen zu lassen. Als der Text im wunderbaren schrecklichen Jahr 1968* in der Zeitschrift alternative veröffentlicht wurde, entspann sich eine kritische Auseinandersetzung, in der allen Ernstes eingewandt wurde, die Analyse gehe auf Textmerkmale ein, die nicht einmal Fachleuten auffielen. Na umso schlimmer für die Fachleute! Lévi-Strauss war ein universaler Mensch, der zugleich Philosoph, Dichter, Logiker, Ästhet und noch manches andere war: ein Weiser halt. Es gab einen Weisen, er lebt nicht mehr.
*) Ich saß im Osten, ich meinte Prag. Frühling und Herbst. Und Paris, da war Revolution, dachte der Schüler, der ich war.
Eben dadurch aber, dass er Gedichte mit dem Wörterbuch schrieb und sich seine eigene dichterische Sprache erst erfinden musste, gewann er mehr noch, als wenn er die italienische Hochsprache verwendet hätte, an dichterischer Autonomie – und zugleich band er sich unauflösbar an die Mutter, verbündete sich mit ihr und ihrer alten bäuerlichen Welt gegen den mit dem Vater assoziierten autoritären Faschismus, dem, in seinem Anschlussversuch ans Römische Imperium, die „niederen“ Dialekte und regionalen Kulturen alles andere als erwünscht waren.
1944 gründete Pasolini, da war er 22 Jahre alt, sogar eine Akademie der friulanischen Sprache. Er entwickelte eine neue Umschrift und gab eine Zeitschrift, Stroligut, heraus – war also bemüht, seine Dichtung zu institutionalisieren, indem er sie auf ein breiteres – linguistisches, publizistisches – Fundament stellte.
Dass Pasolini ein Jahr später über Giovanni Pascoli promovierte, den Lyriker, der für die Entwicklung der modernen italienischen Sprache so überaus wichtig war, da er viele Wörter dialektalen Ursprungs zum ersten Mal verwendete und somit im allgemeinen Sprachgebrauch verankerte, erscheint da nur folgerichtig.
War er doch dabei, eine selbstständige friulanische Literatur zu begründen, die sich vom Rein-Volkstümlichen abwandte und Anschluss an die moderne italienische und europäische Literatur suchte, ohne ihren Volkston abzulegen.
In diesem Widerspruch bewegt sich Pasolini Zeit seines Lebens. Er will den Ursprung, die Unschuld – aber er will sie bewusst. Und das bedeutet, sie sind, wenn er sich schreibend über sie beugt, immer schon verloren, und machen das Schreiben zu etwas Schmerzhaftem, da es das, von dem es erzählt, das es zu bewahren versucht, im und durch das Schreiben zerstört. …
Die beiden Fassungen der „gioventù“ sind nun in einer zweisprachigen und alle Varianten berücksichtigenden Ausgabe erschienen, und zwar in einem Pasolini ganz und gar angemessenen knallroten und preisverdächtig schön gesetzten Band.
Jeweils auf einer Doppelseite sind beide Fassungen einander gegenübergestellt, klein das friulanisch-italienische Original, groß die Übersetzung von Christian Filips. Und diese Übersetzungen, für die ja im Deutschen auch erst eine Sprache erfunden werden musste, sind atemberaubend. / Bettina Hartz, Freitag 44
Dunckler Enthusiasmo – Friulanische Gedichte Pier Paolo Pasolini. Übersetzt von Christian Filips. Urs Engeler Editor Basel / Weil am Rhein 2009, 322 S., 28 E
Brenda Starr makes way for Rumi, Neruda, and Merwin.
By Mary Schmich
Poetry Media Service
I write a news column at the Chicago Tribune, and at the beginning of baseball season this year one of my editors phoned with a tough assignment, something, he said, that called for special skills.
Was I being asked to investigate a doping scandal? conduct an exclusive interview? throw out the first pitch?
“Can you write us a poem about opening day?” he asked.
He and I both knew that by “poem” he meant doggerel—silly verse written with a wink—and I obliged:
Yes, baseball’s back, at last, at last
To bat away the blues
The games arrive like sunshine
In the bleepin‘ gloomy news.
Blagojevich indicted!
The economy’s a mess!
Plus parking, potholes, crooks and crimes!
We need some anti-stress!
—From An Ode to Opening Day
It ran on the front page, embroidered with old-fashioned bunting that signaled that rhyming verse, like baseball itself, was a relic of a quainter time.
I’ve always felt slightly sheepish about the pleasure I get from my occasional forays into doggerel. The enjoyment some columnists get from their political fulminations, I get from rhyming “spinach” and “Kucinich.”
I feel only slightly less sheepish about how often I exploit the poems of real poets to make a serious point. Poetry and journalism are like peanut butter and baloney: coupling them is not to everyone’s taste.
But I can’t help myself. Poetry isn’t just a way of writing, it’s a way of thinking, and I’ve been thinking that way since at least sixth grade.
At Alexander School IV in Macon, Georgia, Miss Lois Birch, who seemed as old as God, made us memorize poems. The two I remember spring to mind as often as the faces of old friends. I keep them in my head the way you might keep worry beads in your pocket, reaching reflexively in times of stress for their meaning, rhythm, sound.
One is by John Masefield: “I must go down to the seas again, to the lonely sea and the sky, / And all I ask is a tall ship and a star to steer her by.” The other is by William Wordsworth:
I wandered lonely as a cloud
That floats on high o’er vales and hills,
When all at once I saw a crowd,
A host, of golden daffodils.
Whenever I can, I sneak poems into my newspaper column.
After terrorists flew airplanes into the World Trade Center, I instinctively flipped through my most dog-eared book of poems, Wislawa Szymborska’s View with a Grain of Sand, and plucked a few verses from “Hatred”:
See how efficient it still is,
how it keeps itself in shape—
our century’s hatred.
How easily it vaults the tallest obstacles.
How rapidly it pounces, tracks us down.
Her poem gave my prose a power it wouldn’t otherwise have had.
When W.S. Merwin won the 2009 Pulitzer Prize for poetry, I used the occasion as an excuse to quote from “Rain Light,” about a mother’s death. I put a link to the entire poem in my column, and hundreds of readers sought it out.
I’ve bolstered my own summer musings with Mary Oliver’s “The Summer Day,” whose last line electrocutes me every time I read it: “Tell me, what is it you plan to do / with your one wild and precious life?”
In autumn, I’ve quoted from Pablo Neruda’s “October Fullness,” though it’s about October as a time of life more than a time of year:
Little by little, and also in great leaps,
life happened to me,
and how insignificant this business is.
The response to the columns in which I quote good poems is always strong, which is another reason to feel sheepish: even with full attribution, I’m reaping credit for someone else’s genius.
Poetry also creeps into Brenda Starr, the soap-opera comic strip I’ve written for 24 years. Our heroine, Brenda, quotes poetry and muses on it. Heroes and villains alike use it to woo her.
Recently, a mysterious, dashing man named Ringo, from the fictitious country of Kazookistan, dazzled her with verse:

Ringo didn’t conquer Brenda, but he did seduce many comics readers who were grateful to discover Rumi and Hafiz.
Newspaper columns, comic strips, and poems may not seem like related literary forms, but they’re less different than they look. In their own ways, each of them seeks the same thing: to make meaning in a space whose power lies in always being just a little too short.
Mary Schmich is a columnist for the Chicago Tribune and writes the Brenda Starr comic strip. This essay first appeared in the September 2009 issue of Poetry magazine and is available at http://www.poetryfoundation.org. Distributed by the Poetry Foundation.
© 2009 by Mary Schmich. All rights reserved.
Michael Donhauser, der am 4. November mit dem Georg-Trakl-Preis für Lyrik in Salzburg ausgezeichnet werden wird, wurde am 27. Oktober 1956 als österreichischer Staatsbürger im Liechtensteiner Vaduz geboren und lebt heute in Wien. …
„Michael Donhausers Gedichte ruhen als archaischer Fels in der Poesielandschaft, (…). Sein reiches poetisches Universum entfaltet sich paradoxerweise aus einem Minimum an Sprache, seine Verse leben von auf den Kern reduzierten und präzis-sparsam eingesetzten Worten“, heißt es in der Begründung zum Georg-Trakl-Preis 2009.
Einladungen zu Lyrik-Lesungen empfinde ich grundsätzlich als ein eher zweifelhaftes Vergnügen. Wie oft habe ich es erlebt, dass Worte – in der Regel potenzlos – im Raum verhallten, weil das Publikum nicht stark genug war, das verdichtet Gesagte zu ertragen oder der Lyriker nicht hinter dem eigenen Text zu stehen kam. Mit entsprechender Skepsis, einen kleinen Fluchtweg freihaltend, lasse ich mich zwischen etwa fünfzig geladenen, gespannten Gästen nieder.
Alfred Böttger begrüßt. Donhauser lässt sich Zeit. Die Stille wirkt. Mit Bedacht werden die ersten Worte gewählt, turnen sich halsbrecherisch durch den Raum. Kein Wort darf verloren gehen. Die Wortvoyeure halten den Atem an. Kein Wort wird verloren gehen, dessen darf ich mir sicher sein. Als ob er dem Umstand der Lyrikbesessenheit der Gäste nicht traut, blickt er fast argwöhnisch in die Runde, beginnt ratlos-zurückhaltend zu lesen und endet ungern.
Vielleicht an einem Abend, an/ einem Abend spät vielleicht/ Ein Glas gefüllt mit Anis und/ eine Stimme, die weint/ Vielleicht, daß eine Stimme/ weint/ Ein Glas an einem Abend spät/ vielleicht/ Ich gehe nicht, nicht mehr/ sehr weit/ Zu sehr, zu sehr, nicht mehr/ zu weit (aus: Sarganserland)
Die Sprachlosigkeit bricht Michael Donhauser durch Bewegung auf. Kein Stillstand. Kein Zeitvakuum. Gerade dem Dichter wird gerne Weltverfremdung und ewige Selbstreflexion vorgeworfen. Donhausers Lyrik scheint über die Jahre zunächst wenig verändert, ist es doch auf den ersten Blick die immer gleich hermetische Naturlyrik. Donhauser kann auf den ersten Blick das Verharren in irgendeiner Landschaft dieser oder jener Art unterstellt werden, nähere Betrachtung fordert jedoch Erstaunen über die Vielfältigkeit der Bewegung. Hermetisch und mit doppeltem Boden. / Julia-Rebecca Riedel, Kultur in Bonn
Michael Donhauser in der Buchhandlung & Galerie Böttger: Gedichte und seine soeben bei Urs Engeler erschienene Poetik „Nahe der Neige“.
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE
I love poems in which the central metaphors are fresh and original, and here’s a marvelous, coiny description of autumn by Elizabeth Klise von Zerneck, who lives in Illinois.
Like Coins, November
We drove past late fall fields as flat and cold
as sheets of tin and, in the distance, trees
were tossed like coins against the sky. Stunned gold
and bronze, oaks, maples stood in twos and threes:
some copper bright, a few dull brown and, now
and then, the shock of one so steeled with frost
it glittered like a dime. The autumn boughs
and blackened branches wore a somber gloss
that whispered tails to me, not heads. I read
memorial columns in their trunks; their leaves
spelled UNUM, cent; and yours, the only head . . .
in penny profile, Lincoln-like (one sleeve,
one eye) but even it was turning tails
as russet leaves lay spent across the trails.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2008 by Elizabeth Klise von Zerneck. Reprinted from The Spoon River Poetry Review, Vol. XXXIII, no. 1, 2008, by permission of Elizabeth Klise von Zerneck and the publisher. Introduction copyright © 2009 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
„Mehr als 533 Gedichte sind zu diesem Zeitpunkt eine zufriedenstellende Zahl”, sagt Kift. „Damit wir wirklich 2010 Gedichte zusammenbekommen, müsste sich die Einsendungszahl aber noch erhöhen.” Besonders von Schülern und Lehrern erhofft sich Kift zukünftig mehr Gedichtvorschläge. Natürlich seien weiterhin auch alle anderen Castrop-Rauxeler Bürger zur Teilnahme aufgerufen. „Auch weitere selbstgeschriebene Gedichte sind auf jeden Fall erwünscht”, so Kift. „Es müssen nicht immer klassische Gedichte sein, auch moderne Lyrik, etwa Rap oder Hip Hop, kann eingesendet werden.”
Nicht nur die Europastädter beteiligen sich fleißig am Projekt: „Viele Gedichte kommen mittlerweile auch aus ganz Deutschland, einige Einsendungen sogar von den Kanaren, aus Österreich und dem anderen europäischen Ausland”, weiß Kift. …
Jeder Lyriker oder Poesie-Interessierte kann sich unter „www.gedichte2010.de” am Projekt beteiligen: „Und mit einer Gedichteinreichung kann man auch Freunden oder Bekannten eine Freude machen, indem man ihnen das Gedicht widmet”, weiß Roy Kift. / DerWesten.de
Mittwoch, 4. November 2009, 20 Uhr, Eintritt: 5,- Euro
Junge Lyriker aus Lateinamerika:
Maria Medrano (Argentinien), Hernan Bravo (Mexiko) und Raúl Hernández (Chile)
Zweisprachige Lesung (spanisch/deutsch)
In Zusammenarbeit mit dem lateinamerikanischen Poesiefestival Latinale
Auch in diesem Jahr lädt die Lettrétage im Rahmen der Latinale wieder drei Dichter in ihren Salon ein: Maria Medrano (Argentinien), Hernan Bravo (Mexiko) und Raúl Hernández (Chile) werden eigene und fremde Texte lesen und über ihre Arbeit sprechen. Die deutschen Übersetzungen liest der Schauspieler Denis Abrahams. Die Moderation übernimmt Katharina Deloglu.
María Medrano, 1971 in Buenos Aires geboren, ist Lyrikerin, Herausgeberin, Verlegerin und kulturelle Aktivistin. Sie veröffentlichte die Bände Despeinada (1997) und U.3 (1998) und gab eine Anthologie von Lyrik inhaftierter Frauen unter dem Titel Yo no fui heraus (2005). Sie leitet den unabhängigen Verlag Voy a salir y si me hiere un rayo, der in Multimedia- und Audioformaten Stimmen und Texte lateinamerikanischer Dichter versammelt: http://www.simehiereunrayo.com.ar. Medrano ist Leiterin der Organisation YO NO FUI (www.proyectoyonofui.blogspot.com), die künstlerische Projekte in den Frauengefängnissen von Buenos Aires durchführt.
Hernán Bravo Varela, 1979 in Mexiko-Stadt geboren, ist Lyriker, Essayist und Übersetzer. Er übersetzte Oscar Wildes La balada de la cárcel de Reading (2000) und gemeinsam mit Marco Antonio Campos das Werk El hombre redidivo des Quebecer Dichters Gaston Miron (2001). Hernán Bravo Varela veröffentlichte die Gedichtbände Oficios de ciega pertenencia (1999) und Comunión (2002) sowie den Essay-Band Los orillados (2008) und gab zusammen mit Ernesto Lumbreras die kommentierte Gedichtsammlung El manantial latente. Poesía mexicana desde el ahora (2002) heraus. Sein dritter Gedichtband Sobrenaturaleza erscheint demnächst bei Pre-Textos (Spanien). Einige seiner Gedichte sind ins Englische, Französische und Deutsche übersetzt. Hernán Bravo Varela ist außerdem Textschreiber des Soundtracks zum Oscar gekrönten Film Frida (2002).
Auszeichnungen: Mexikanischer Nationalpreis für Junge Poesie, Stipendium Jóvenes Creadores del Fondo National para la Cultura y las Artes (2004-2005, 2008-2009), Stipendium der Fundación para las Letras Mexicanas (2005-2007).
Raúl Hernández, 1980 in Santiago de Chile geboren, ist Lyriker und gelernter Bibliothekar. Er veröffentlichte Poemas Cesantes (2005) und Paraderos Iniciales (2009) im Verlag La Calabaza del Diablo. Ein Großteil seines dichterischen Werkes ist in diversen Anthologien und im Internet erschienen. Im Jahr 2005 wurde er zum lateinamerikanischen Poesiefestival „Salida al Mar“ (Buenos Aires, Argentinien) eingeladen. Als gelernter Bibliothekar hat er für die spanische Stiftung Germán Sánchez Ruipérez in Salamanca gearbeitet und ist derzeit für die Bibliothek von Santiago de Chile tätig.
Auszeichnungen: Preis Biblioteca Nacional / Fundación Mustakis (2003) und erster Preis im 2. Nationalwettbewerb für Poesie „Chilectra“ (2004); Stipendien der Stiftung Neruda (2002) und des Nationalen Lese- und Bücherrates (2004 und 2007).
Freitag, 6. November 2009, 20 Uhr, Eintritt: 5,- Euro
Lautréamont: Die Gesänge des Maldoror
Schauspielerlesung mit Denis Abrahams
In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Ludwig Wilde
Im Rahmen der Berlin-Brandenburgischen Buchwochen
Die Gesänge des Maldoror (Les Chants de Maldoror) sind das einzige Werk des französischen Dichters Lautréamont (Pseudonym für Isidore Lucien Ducasse), das auf die Literatur der Moderne und namentlich auf den Surrealismus großen Einfluss ausübte. Es erschien 1874 und gilt als eines der radikalsten Werke der abendländischen Literatur. André Breton bezeichnete das Werk 1940 als „Apokalypse“: „Alles noch so Kühne, das man in den kommenden Jahrhunderten denken und unternehmen wird, es ist hier in seinem magischen Gesetz im voraus formuliert worden.“ und André Gide sah in Ducasse den „Schleusenmeister der Literatur von morgen“.
Maldoror, Held und Ich-Figur, ist die Inkarnation des Bösen schlechthin. Er ist „ein schwarzer, zerschmetterter Erzengel von unsagbarer Schönheit“, wie Maurice Maeterlinck geschrieben hat, eine „Sonne des Bösen“ (Aurore du Mal = Maldoror) und findet sich auf unserem Planeten wieder, gestrandet unter der ihm verhassten Menschheit, der er ihre eigene Schlechtigkeit vor Augen führen will.
Bei seinem Namen erzittern die himmlischen Heerscharen; und mehr als einer erzählt, dass Satan selbst, Satan die Inkarnation des Bösen, nicht so schrecklich sei.
(6. Gesang, 8. Strophe)
Maldoror führt in verschiedenen Masken und Metamorphosen eine Schlacht gegen die menschliche Kreatur und Gott, seinen Erzfeind. Sein erklärtes Ziel ist es, Gott und die Menschen in ihrer Schlechtigkeit zu übertreffen. Seine Mittel hierzu lauten: Ängste, Wirrnisse, Entwürdigungen, Grimasse, Herrschaft der Ausnahme und des Absonderlichen, Dunkelheit, wühlende Phantasie, das Finstere und Düstere, Zerreißen in äußerste Gegensätze, Hang zum Nichts, infernalische Grausamkeit. Er hat das Gelübde abgelegt, den Schöpfer zu überwinden, Böses zu tun, um das Böse zu vernichten, Verbrechen zu begehen, um das Verbrechen aufzuheben.
Meine Poesie wird aus einem einzigen Angriff bestehen, geführt mit allen Mitteln gegen den Menschen, diese reißende Bestie, wie auch gegen den Schöpfer, der solch ein Ungeziefer niemals hätte erschaffen dürfen. Bände auf Bände werden sich türmen bis ans Ende meines Lebens, und doch wird man darin immer nur diesen einzigen meinem Bewusstsein dauernd gegenwärtigen Gedanken finden.
(2. Gesang, 4. Strophe)
(Entnommen aus: Wikipedia)
Denis Abrahams geboren 1974 in Wiesbaden, studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Bereits während des Studiums spielte er am Staatstheater Mainz. Weitere Stationen waren u.a. das Staatstheater Wiesbaden, die Oper Frankfurt, Stuttgart und das Theater der Stadt Koblenz. Seit Mitte der Neunziger Jahre tritt Denis Abrahams als Rezitator und Vorleser auf und hat sich seither ein breites Repertoire erarbeitet. Seit 2004 lebt und arbeitet Denis Abrahams als freier Sprecher und DJ in Berlin und hat bereits in zahlreichen Hörspielen mitgewirkt.
Der Comte de Lautréamont, eigentlich Isidore Lucien Ducasse, wurde 1846 in Montevideo (Uruguay) geboren. Über sein Leben ist fast nichts bekannt – erst 1977 wurde eine Fotografie von ihm aufgefunden. Seine Eltern verstarben früh, und als Kind erlebte er wohl die Grausamkeiten der Belagerung Montevideos im Argentinisch-Uruguayischen Krieg mit. Das Fehlen biographischer Details ist möglicherweise seiner poetischen Selbstinszenierung geschuldet. In seinen Poésies schreibt er: „Ich werde keine biographischen Erinnerungen hinterlassen.“ Lautréamont erlebte das Erscheinen seines einzigen Werkes, der Chants de Maldoror, nicht mehr – er starb erst 24jährig im November 1870 in Paris.
Samstag, 7. November 2009, 20 Uhr, Eintritt: 5,- Euro
Der Poetenladen
Verlagspräsentation mit den Autorinnen Katharina Bendixen, Johanna Hemkentokrax, Sandra Trojan
Gespräch mit Verleger Andreas Heidtmann
In Zusammenarbeit mit der Lichtenrader Bücherstube
Im Rahmen der Berlin-Brandenburgischen Buchwochen
Sandra Trojan (Lyrik)
Ein unbeschriebenes Blatt ist Sandra Trojan in der Lyrik schon lange nicht mehr. Die 1980 im westfälischen Winterberg geborene Dichterin studierte Amerikanistik und Journalistik in Leipzig und später am Deutschen Literaturinstitut. Ihre Gedichte erschienen in Zeitschriften und Anthologien, u.a. in der Bella Triste und dem Jahrbuch der Lyrik. 2009 erschien ihr viel beachtetes Lyrikdebüt „Um uns arm zu machen“ im Leipziger Verlag Poetenladen. Sandra Trojan lebt und arbeitet in als Autorin und Übersetzerin in Leipzig.
Katharina Bendixen (Prosa)
Es ist die Umtriebigkeit, die Katharina Bendixen (Jahrgang 1981) auszeichnet. Seit Jahren ist die Leipzigerin, die ein Studium der Buchwissenschaft und Hispanistik absolviert hat, im Literaturbetrieb als Autorin, Kritikerin, Journalistin und Herausgeberin u.a. für den Poetenladen und das Stadtmagazin Kreuzer tätig. Für ihre Erzählungen, die in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften erschienen, wurde sie mit mehreren Preisen und Stipendien, z.B. von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Würth-Preis ausgezeichnet. 2009 erschien ihr Prosadebüt Der Whiskeyflaschenbaum im Poetenladen.
Johanna Hemkentokrax (Prosa)
Von Johanna Hemkentokrax gibt es noch kein Debüt – sie arbeitet aber daran. 1982 in Bielefeld geboren, studierte sie bis 2008 am Deutschen Literaturinstitut die Fächer Prosa und Dramatik/ Neue Medien. Ihre Erzählungen wurden in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. 2006 wurde sie mit dem Limburger Förderpreis für literarische Prosa ausgezeichnet. Neben ihrer Arbeit als Autorin ist sie als Journalistin und Allround-Talent für diverse Leipziger Programmkinos tätig.
Der Poetenladen
Den „derzeit umtriebigsten und innovativsten Lyrik-Verlag Deutschlands“ nannte der Literaturkritiker Michael Braun den Poetenladen in der Wochenzeitung DER FREITAG. Das hört sich gut an, trifft aber nur bedingt zu, denn das Programm des jungen Leipziger Literaturlabels umfasst neben Lyrik auch die Sparten Prosa, Essay und Kritik. Gegründet vom Herausgeber Andreas Heidtmann als Online- Plattform für junge Poeten hat sich der Poetenladen mit der halbjährig erscheinenden Zeitschrift Poetmag und den erfrischend sorgfältig herausgegebenen Büchern mittlerweile auch über Leipzigs Grenzen hinaus in der Verlagslandschaft etabliert.
Die italienische Lyrikerin Alda Merini starb in Mailand im Alter von 78 Jahren. Pier Paolo Pasolini nannte sie „die Göre aus Mailand“. Sie veröffentlichte zahlreiche Gedichtbände, in denen sie unter anderem die Erfahrung von Wahnsinn und Leben in der Anstalt wiedergab. 1993 erhielt sie den bedeutendsten italienischen Preis für Lyrik, den Librex Montale. Der Nobelpreisträger Dario Fo deutete an, er habe der Nobel-Jury vorgeschlagen, sie an seiner Statt auszuzeichnen, denn sie sei eine außerordentliche Lyrikerin. / France info 1.11.
Der Literaturwissenschaftler und Lyriker Harald Hartung hat am Samstag in Darmstadt den mit 12.500 Euro dotierten Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay erhalten. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung würdigte Hartung im Rahmen ihrer Herbsttagung als „einen kundigen und sensiblen Dolmetscher der Poesie“. Der Johann-Heinrich-Merck-Preis ist einer der bedeutendsten Auszeichnungen für Literaturkritiker und wird vom Pharma- und Chemieunternehmen Merck seit 1964 finanziert.
In seiner Laudatio bezeichnete der Literaturwissenschaftler Professor Heinrich Detering den Preisträger als eine „Personalunion von Lyriker und Essayist“. Hartung zähle zu den wichtigsten Lyrikern in der gegenwärtigen deutschen Literatur. „Und dieser Lyriker ist einer der gelehrtesten Kenner, der scharfsinnigsten Analytiker und sicher der souveränste Vermittler lyrischer Weltliteratur, die wir haben“, sagte Detering bei der Preisverleihung im Darmstädter Staatstheater. Die Jury der Deutschen Akademie hob hervor, dass Hartungs Essays meisterhaft zeigten, „wie sich über schwierigste Probleme der Lyrik so schreiben lässt, dass allen Lesern hörbar wird, was eines seiner Bücher im Titel führt: ,Ein Unterton von Glück‘“. / Frankfurt live 2.11.
Mehr: Die Welt 2.11.
Vernissage
Werkstatt für Kunstprojekte, Karl Heine Straße 46, Leipzig
Mittwoch 4.11. 20.00 Uhr
Artefakte einer langjährigen Kollaboration, begonnen zu DDR-Untergrund-Zeiten, fortgeführt in den Nischen des Jetzt. Bert Papenfuß, dichtende Leuchtgestalt der Prenzlauer Berg-Connection, und Ronald Lippok, Maler und Musiker (von Rosa Extra über Ornament&Verbrechen bis zu Tarwater und To Rococo Rot) stellen Zeichnungen, Lithografien und Siebdrucke zu Lyrik-Grafik- Editionen, Büchern oder Zeitschriften aus, flankiert von Einzelarbeiten, gekrönt von der Installation „Kuhlmann- Altar“ und klanglich gerahmt von musikalischen Kooperationen.
Bert Papenfuß liest & spricht, Ronald Lippok (Tarwater / To Rococo Rot) musiziert und legt mit Alexander Pehlemann (Herausgeber des Zonic Magazin) dunkle Klassiker des Gegenpop auf. Ausstellung bis 23.11. 2009
Am gleichen Ort eröffnet gleichfalls:
„Ehrliche Fälschungen“
Begegnungen mit Carlfriedrich Claus
Ende 1979 übersiedelt Valeri Scherstjanoi aus der UdSSR ins Erzgebirge. Dort begegnet er bald Carlfriedrich Claus. In jahrelanger Auseinandersetzung mit dessen Sprachblättern und mit dem russischen Futurismus entwickelt er nach und nach sein eigenes Zeichensystem, die „Ars Scribendi“, einerseits scribentische Notation, andererseits auch Poesia Sonora. Die Ausstellung zeigt diesen Prozess unter Einbezug einiger Originale von Carlfriedrich Claus.
Was líuto filu in flíze, in managemo ágaleize sie thaz in scríp gicleiptin, thaz sie iro námon breittin; |
Es haben schon viele Leute Fleiß und manches Bemühen ernst und heiß auf allerlei Aufzeichnungen gewandt, damit ihr Name werde bekannt. |
| wörtlich etwa so: Was viele Leute mit Fleiße, mit mancher beharrlichen Bemühung in Schrift(form) brachten (klebten), auf daß sie ihr Namen ausbreiteten |
So beginnt das Werk des ersten Dichters in deutscher (bzw. fränkischer) Sprache, dessen Namen wir kennen. Otfrid von Weißenburg lebte etwa von 800 bis 870. Er war ein Mönch im Kloster Weißenburg (Elsaß). Seine Prophezeiung hat sich erfüllt. Aber ist das a) Lyrik? Jedenfalls beginnt die Nummer 13/14 der (hervorragenden!) Schweizer Lyrikzeitschrift „Zwischen den Zeilen “ (September 1999) mit eben diesen Zeilen Otfrids. Der Schweizer Dichter Anton Bruhin stellte sie seinen eigenen Gedichten als eine Art Motto voran. Otfrid lebt (nicht nur in germanistischen Seminaren).
An dieser Stelle steht er nicht nur als erster deutscher Dichter. Zwei weitere Neuerungen, Erfindungen knüpfen sich an diesen Text. Otfrids „Evangelienbuch“, zwischen 863 und 871 vollendet, ist der nachweislich erste Text deutscher Sprache, der den Endreim an die Stelle des bis dahin verwendeten Stabreim-(Lang-)Verses setzt. Und eine weitere Neuerung. Otfrid tut es nicht nur, sondern spricht auch darüber. (Schließlich muß er die neue Form rechtfertigen). Das „Evangelienbuch“ enthält auch die ältesten deutschen Notate zur Poetik. Ein bedeutender Erfinder.
Die Textprobe ist kurz genug zum Auswendiglernen. Ein Zeugnis der Frühjahre, Seltenzeit. Althochdeutsch klingt gut!
Man stelle sich das vor: der erste Mensch, der den Reim „Herz/ Schmerz“ hört. Es muß gewaltig gewesen sein:
thaz min líaba herza, bi thiu rúarit mih thiu smérza.
etwa: [sie haben es mir genommen] dies mein liebes Herz, darum rühret mich der Schmerz.
Arno Holz:
Wozu noch der Reim? Der Erste, der – vor Jahrhunderten*! – auf Sonne Wonne reimte, auf Herz Schmerz und auf Brust Lust, war ein Genie; der Tausendste, vorausgesetzt, daß ihn diese Folge nicht bereits genierte, ein Kretin. Brauche ich den selben Reim, den vor mir schon ein Anderer gebraucht hat, so streife ich in neun Fällen von zehn denselben Gedanken. Oder, um dies bescheidener auszudrücken, doch wenigstens einen ähnlichen. Und man soll mir die Reime nennen, die in unsrer Sprache noch nicht gebraucht sind! Grade die unentbehrlichsten sind es in einer Weise, daß die Bezeichnung «abgegriffen» auf sie wie auf die kostbarsten Seltenheiten klänge. Es gehört wirklich kaum «Übung» dazu: hört man heute ein erstes Reimwort, so weiß man in den weitaus meisten Fällen mit tödlicher Sicherheit auch bereits das zweite. Wir vom Publikum haben dann schon immer antizipiert, womit, um mit Liliencron zu reden, der «Tichter» nun erst hinterdreinhinkt. Wir hören Witzen zu, wissen leider aber immer schon die Pointen! Das wäre drollig und schade, daß es aussterbe, wenn es auf die Dauer nicht so langweilig wäre. So arm ist unsre Sprache an gleichauslautenden Worten, so wenig liegt dies «Mittel,> in ihr ursprünglich, daß man sicher nicht allzu sehr übertreibt, wenn man blind behauptet, fünfundsiebzig Prozent ihrer sämtlichen Vokabeln waren für diese Technik von vorn herein unverwendbar, existirten für sie gar nicht.
Aus: Arno Holz, Revolution der Lyrik, Berlin 1899
*) Stücker 11. Hier haben Sie seinen Namen: Otfrid. (In Weißenburg/ Elsaß ist eine Schule nach ihm benannt)
© (Für Auswahl und Kommentar) Michael Gratz 2000.
Meine Anthologie: Poetologisch
der 5. tEXTRAbatt steigt am 10. november 2009, wie immer um 19 uhr. das tEXTRAbatt-team hat diesmal den theologen und dichter peter michael pietsch sowie die photokünstlerin und dichterin carine thieme eingeladen. in ihrer performance werden die beiden autorInnen wort und bild zu novemberstimmigen texten verdichten. so stellen wir uns das zumindest vor, nachdem wir mit den beiden gesprochen haben. sie gehören zu den dichterInnen, die auch anderen dichterInnen gerne und aufmerksam zuhören, zum beispiel an den tEXTRAbatt-Abenden. So entstehen „dichterInnengemeinden“ …. wir freuen uns auf peter michael und carine, und auf alle anderen befreundeten lyrikeInnen und lyrikfreunde, die hoffentlich am 10. november zu uns kommen werden, in den speicher am katharinenberg in stralsund.
und hier schon ein kleiner ausblick auf den 6. tEXTRAbatt am 08. dezember 2009. dann ist lesenühnenaustausch angesagt. schmalz und marmelade aus schwerin wird/werden zu gast sein und uns und die zuhörerInnen erfreuen. wir versichern euch, es wird nicht allzu schmalzig werden )
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