Anmerkung des Herausgebers : Das Copyright auf die Bundeshymne verwaltet aus nicht naeher bekannten Gruenden der Verleger Ulrich Schulenburg. Die Familie Molden wollte via dem Sessler Verlag Tantiemen fuer das Absingen der Bundeshymne verlangen. Das waer was. Zum Beispiel 10 Cent pro Mann und Frau fuers Singen der 1.Strophe im Praterstadion bei einem Nationalspiel mit einem Fassungsvermoegen von 51.000 Personen braechte flotte 5100,- Euronen. 10 Cent fallen im Eintrittspreis nicht auf. Solche Form von Privatisierungs Ansinnen, und nicht nur dieses, tropft von aberwitziger Vermessenheit und Frechheit. Selbst langgediente Mitarbeiter des Sessler Verlages meinen, dass ihr ehemaliger Boss damit einen einsamen Hoehepunkt der Laecherlichkeit erreicht hat. Jeder vernuenftige Oesterreicher und kluge Oesterreicherin muesste kuenftig das Absingen der Hymne verweigern, da es nicht einzusehen ist, dass sie fuer etwas, das die Republik bereits reichlich belohnt hat, nochmals zahlen sollten.
Aus der Onlinepublikation von Franz Josef Czernin: Literatur, Struktur und Politisches. Land der Berge, Land am Strome. Ein bekannter Text im Geiste des Strukturalismus dargestellt. Die österreichische Bundeshymne (e.journal.at)
„..so reduziert die Ausstellung in der Auswahl ihrer Exponate auch ist, so stringent ist der Weg, den sie beleuchtet. Dennoch ist dem kuratorischen Konzept anzumerken, dass dasselbe auf den Endergebnissen eines Wettbewerbs basiert – an manchen Stellen hätte man sich einen kreativeren kuratorischen Blick gewünscht, der die Exponate nicht nur zum Illustrieren oder Visualisieren bestimmter Thematiken nutzt. Besser zu verstehen und komplexer wird die Ausstellung erst unter Bezugnahme auf den im verlag Verlag erschienen Lyrikband ‚glaubliche ungeschichten‘ von Tony Hemer, wo beispielsweise auch auf Kontexte der Thematik in der zeitgenössischen Literatur aufmerksam gemacht wird..“
Wir freuen uns sowieso.
Emmillie und Lise (Verlag verlag)
Sehen Sie auch den Aufruf zum Wettbewerb: Filzstiftpoesie in der Grafik (alle Sprachen erlaubt, Einsendeschluß 1.12.)
Ein neuer Band des berühmten Zitatkompendiums „Bartlett’s Familiar Quotations“ erschien jetzt in Großbritannien: „Bartlett’s Familiar Black Quotations“ mit dem Untertitel „5,000 Years of Literature, Lyrics, Poems, Passages, Phrases, and Proverbs from Voices Around the World.“ Er reicht vom ägyptischen Altertum und mündlicher Literatur bis Rap und Obama.
Five thousand quotes are culled from the time of Ancient Egypt through American slavery, Jim Crow, the Civil Rights Era, Apartheid, to the present day. With passages from authors, artists, scientists, philosophers, theologians, activists, politicians, and many others, BARTLETT’S FAMILIAR BLACK QUOTATIONS will appeal not only to quote aficionados and researchers, but also to history buffs. Aesop’s Fables and the Holy Bible are in the same company as Nelson Mandela and President Obama; Maya Angelou and Toni Morrison; Bob Marley and Jay-Z.
49 Schulen aus NRW wurden gestern in Gemünd durch Schulministerin Sylvia Löhrmann und Umwelt-Staatssekretär Horst Becker neu als „Nationalpark-Schule Eifel“ zertifiziert. (…)
Das Thema Nationalpark hatten die Schulen nicht nur mit dem nahe liegenden Schwerpunkt im Fach Biologie angepackt, sondern auch etwa im Kunstunterricht. Da gab es beispielsweise Arbeiten, die den Gegensatz von chaotischer Wildnis im Schutzgebiet und den in Reih’ und Glied aufgestellten Bäumen eines Nutzwaldes thematisierten. Im Fach Deutsch wurden zudem „wilde“ Gedichte geschrieben, Schulgärten wurden teilweise „verwildert“. / Kölner Stadtanzeiger
Léo Ferré On est pas sérieux quand on a dix sept ans, 1987 (poème de Arthur Rimbaud) – Au Théâtre Déjazet en 1988
Arthur Rimbaud
Roman
I
On n’est pas sérieux, quand on a dix-sept ans. – Un beau soir, foin des bocks et de la limonade, Des cafés tapageurs aux lustres éclatants ! – On va sous les tilleuls verts de la promenade.
Les tilleuls sentent bon dans les bons soirs de juin ! L’air est parfois si doux, qu’on ferme la paupière ; Le vent chargé de bruits – la ville n’est pas loin – A des parfums de vigne et des parfums de bière….
II
– Voilà qu’on aperçoit un tout petit chiffon D’azur sombre, encadré d’une petite branche, Piqué d’une mauvaise étoile, qui se fond Avec de doux frissons, petite et toute blanche…
Nuit de juin ! Dix-sept ans ! – On se laisse griser. La sève est du champagne et vous monte à la tête… On divague ; on se sent aux lèvres un baiser Qui palpite là, comme une petite bête….
III
Le coeur fou Robinsonne à travers les romans, Lorsque, dans la clarté d’un pâle réverbère, Passe une demoiselle aux petits airs charmants, Sous l’ombre du faux col effrayant de son père…
Et, comme elle vous trouve immensément naïf, Tout en faisant trotter ses petites bottines, Elle se tourne, alerte et d’un mouvement vif…. – Sur vos lèvres alors meurent les cavatines…
IV
Vous êtes amoureux. Loué jusqu’au mois d’août. Vous êtes amoureux. – Vos sonnets La font rire. Tous vos amis s’en vont, vous êtes mauvais goût. – Puis l’adorée, un soir, a daigné vous écrire…!
– Ce soir-là,… – vous rentrez aux cafés éclatants, Vous demandez des bocks ou de la limonade.. – On n’est pas sérieux, quand on a dix-sept ans Et qu’on a des tilleuls verts sur la promenade.
29 sept. 70 Arthur Rimbaud
Hier englische, hier deutsche Version (Eric Boerner)
„On n’est pas sérieux quand on a dix-sept ans.“ So beginnt das Gedicht von Rimbaud, das sie in „Jung & schön“ zitieren. Was lösen diese Verse in Ihnen aus?
Eine Art Nostalgie. Die Trunkenheit der Jugend. Ist das Gedicht in Deutschland so bekannt wie bei uns?
Nein.
In Frankreich ist Rimbaud das, was für Sie Heinrich Heine ist. Alle Kinder lernen diese Verse in der Schule. Sie sind eine Erinnerung an die Zeit, in der alles möglich ist. Die glückliche Seite des Jungseins.
»Friedrichshain2« findet an fünf Orten statt: Der Kulturspelunke Rumbalotte continua, der Kultur- und Schankwirtschaft BAIZ, dem Trunk- und Kunstséparée Lokal, der Staatsgalerie Prenzlauer Berg und dem Musikraumschiff Wabe. Nordöstlich dieses Rhizoms liegt Weißensee, südlich davon Friedrichshain: Ist Prenzlauer Berg umzingelt? Dieser Frage könnte die nächste Ausgabe der Künstlerzeitschrift Prolog – Heft für Zeichnung und Text nachgehen, die unlängst einen Aufruf zu ihrer nächsten Nummer veröffentlicht hat; deren Thema lautet: Berlin. Prolog wird diesen Sonntag von den Autoren und Künstlern Caca Savic, AndréJahn, Daniel Ludwig und Patrick WEH Weiland sowie Dorit Trebeljahr und dem Herausgeber Anton Schwarzbach präsentiert.
Berlin aus den Augen eines Kindes schildert Gerd Schönfeld in einem Buch mit dem sperrigen wie notwendigen Titel »SCHACKELSTERN flogen spät durch milde Lüfte, oder: Der Klassenfeind ist unter uns. Briefe an Onkel Karl 1960/61«. Nicht irgendein Berlin, sondern das der 1950er Jahren bis zum Berliner Mauerbau am 13. August 1961. Das Buch des Schachspielers und Beerdigungsmusikanten Schönfeld ist der erste Band der neuen Edition »Torpedokäfer« im neu formierten BasisDruck Verlag, der diesen Sommer vom Prenzlauer Berg in die Brotfabrik an die Weißenseer Spitze gezogen ist. Franz Jungs Gleichnis vom »Torpedokäfer« war in den neunziger Jahren Namensgeber einer bestens berüchtigten Lokalität in der Dunckerstraße; ihr Geist, so darf vermutet vermutet werden, schwebt über »Friedrichshain 2«.
Das Festival verabschiedet zwei Zeitschriften aus dem Paralleluniversum Prenzlauer Berg: Erstens die im Eigenverlag erscheinende floppy myriapoda, zweitens den bei BasisDruck beheimateten Gegner. Man sieht sich. »Friedrichshain 2« wird von einem umfangreichen Musikprogramm begleitet, auf das gesondert eingegangen werden muß. Zu singen wäre, elektrifiziert und aus vollem Halse, ein Motto Bert Papenfuß’ aus dem Jahre 1996: »willst du leibhaftiger sein / oder leibeigener, dem es schmeckt / daß er gesamtvollstreckt nahrhafte stiefel leckt«. / Robert Mießner
Wissen die, daß mit ihrem Superlativstil ihren Gegenstand verkleinern, weil sie glauben, ihn ohne Marktgeschrei nicht an den und die Esslinger bringen können. Dabei hätten sie was zu bieten.
Ich versuche mal die meisten Superstlative herauszunehmen – leicht wird es nicht, und viele Fragen bleiben offen. Hat die Garde Gardemaß? Preußisches? Oder gibts ein eigenes, Württembergisches? Wer rekrutiert, mißt, befehligt sie? Welches Dekor trug Herta Müller in Esslingen (oder wars eine Dekoration?)? Oder war sie nur höchst dekoriert? Was in genau welcher Reihenfolge geschah mittlerweile und mit Terézia Mora, wann wurde sie gefragt und welche Rolle spielte Esslingen dabei? Sind Egon Bahr und Ransmayer bekannt oder nur vielleicht die bekanntesten unter den Erwählten? Sind die anderen Kinderbuchautoren – vielleicht – weniger interessant und für wen? Und wenn sie schon die Garde befehligen und die Schriftsteller versammeln, konnten sie das nicht vorher klären? Schließlich: war für die Lyriker kein Superlativ mehr zuhanden? Abgesehen natürlich von Urgestein. Und wie lang wird der Abend, wenn über oder unter anderen die 4 Genannten lesen? Irgendwas vergessen? Okay, dann das Zitat:
Die Stadt versammelt die erste Garde der Literatur
Die württembergische Landesbühne ist am Mittwoch ausverkauft gewesen. Nicht nur, weil die Esslinger Literaturfreunde den Hamburger Autor Uwe Timm sehen wollten, sondern auch, weil sie am Eröffnungsabend der Lesart ein Teil eines der wichtigsten Literaturfestivals in Deutschland sein wollten.
Der Esslinger Oberbürgermeister Jürgen Zieger sprach zurecht von einer 18-jährigen Erfolgsgeschichte: Immer wieder waren höchst dekorierte Schriftsteller nach Esslingen gekommen, wie etwa die Nobelpreisträgerin Herta Müller, und auch dieses Jahr hatte das Festival die Zusage von Terézia Mora, lange bevor sie den Deutschen Buchpreis erhielt und mittlerweile zu einer der gefragtesten Schriftstellerinnen Deutschlands zählt.
Sprechen wird man auch von den weiteren Veranstaltungen. Die bekanntesten Teilnehmer sind vielleicht der SPD-Politiker Egon Bahr und der österreichische Schriftsteller Christoph Ransmayr, dem mit seinem Roman „Die letzte Welt“ von 1988 ein internationaler Erfolg gelang.
Von den Kinderbuchautoren ist vielleicht Daniela Kulot die Interessanteste.
Am 16. November wird um 19.30 Uhr die Villa Merkel zum „Klangraum Lyrik“. Es lesen unter anderem Nico Bleutge, Ann Cotten, Nora Bossong und das Horber Urgestein Walle Sayer.
Der Schriftsteller Peter Handke wird vom Rat der Kärntner Slowenen und dem Christlichen Kulturverband mit dem Einspieler-Preis 2013 ausgezeichnet. In einer Aussendung vom Mittwoch heißt es, man danke Handke damit „für seinen Einsatz für die slowenische Literatur in Kärnten“. Diese habe durch sein Wirken beträchtlich an Ansehen gewonnen. Außerdem wird mit dem Preis Handkes „schriftstellerisches Engagement“ für die Rechte der Volksgruppe gewürdigt. / Der Standard
Im Marbacher Literaturarchiv, dem ‚bombensicheren Liegeplatz‘, an den der ‚Vorlassgeber‘ schon vor dreißig Jahren seinen bis heute auf 684 Kästen angewachsenen Nachlass transferiert hatte, versammelten sich Literaturwissenschaftler, Lyriker und Musiker zu einer Tagung. Neben einem Jazztrio – Ulrich Jokiel am Piano, Peter Missler am Saxofon und Bernd Rauschenbach, Mitherausgeber von Rühmkorfs Werken, als im Bebop-Rhythmus rezitierende Stimme – gab die Lyrikerin und Stimmkünstlerin Nora Gomringer eine hinreißende Performance zu Texten Rühmkorfs, darunter eine fulminante Interpretation des Rotkäppchen-Stoffs aus der Sammlung ‚aufgeklärter Märchen‘. Wurden die Verse des in einem norddeutschen Pfarrhaus erzogenen Dichters in gebührender protestantischer Strenge zum Klingen gebracht, so kam Gomringers Performance im säkularsten katholischen Sinne lustvoll daher: Unterfüttert von des Autors Requisiten Schreibmaschine, Hornbrille, karierte Schirmmütze, näherte sich die an keiner Stelle gewaltsam wirkende Travestie einer Art Wiederbelebung des Vorgängers zum Revenant.
(…)
Bleibt die Politik des Artisten: die Abwendung von aller Flugblattlyrik rückte – Jan Bürger zufolge – den überzeugten Linken Rühmkorf gleichwohl näher an Benn als an Brecht. Auch Brechts nachgelassene Liebesgedichte lieferten ihm den weiteren Beweis für die Unversöhnlichkeit von Poesie und Politik. Peter Rühmkorf wäre jedoch nicht jener Meister in der ‚Zusammenführung aller nur denkbaren Gegensätze‘ gewesen, als welchen ihn Hartmut Steinecke porträtierte, hätte er nicht auch den Widerspruch der unversöhnlichen Reiche von Artistik und Politik einer möglichen Lösung zugeführt: Die Artistik, so lautete die von Jan Wagner in die Diskussion eingeworfene Formel, sei nicht der Gegenspieler der Politik; sie selbst sei das Politische – am Gedicht. ‚Ach, spricht das Gedicht / und schaut sich um.‘ / Volker Breidecker, Süddeutsche Zeitung 7.11.
Lyrik in der Tagesschau! Und dann gleich Dylan Thomas!!! So geht das:
Zum Nationalen Tag des Gedichts las der Prince of Wales vor ein paar Wochen seine Lieblingsverse des walisischen Dichters Dylan Thomas. Und man fühlte kurz wieder das Klischee vom poetischen Spinner, der mit Blumen spricht. /
Gabi Biesinger, ARD-Hörfunkstudio London
Nachbarin, euer Fläschchen! (Vorsicht, Dichtung!)
Zum Glück war es ja auch nur kurz, dann kann man sich wieder dem Eigentlichen zuwenden. Was war das noch, Wetter? Sport? Bambiverleihung? Miley Cyrus?
(Gibts deutsche Politpromis, die Dylan Thomas kennen? Oder Christine Lavant? Mir fällt nur Schröder ein, der Rilke kannte. Und Kohl, der in Hölderlin gut war.)
Geistige Gummibärchen ist eine Kolumne zur Poesie des Medienspeak
Heute las ich im Poetenladen einen Text, der zum Ziel hatte, Theo Breuer zu loben. Dieses Ansinnen kann ich verstehen, denn kaum ein anderer Autor und Leser widmet sich derart intensiv der Gegenwartslyrik und liest, was es zu lesen gibt. Allerdings ist dem Breuerlob folgender Absatz vorangestellt:
“Die virulente Lyriklandschaft im deutschsprachigen Raum krankt mitunter daran, dass sie Dichter hervorbringt, die sich für Universalgenies halten. Statt sich mit der Gewissheit zufriedenzugeben, eine Stimme lyrischen Sprechens zu repräsentieren, diese zu kultivieren, weiterzuentwickeln, sie zu pflegen und daran zu arbeiten, scheinen solche Dichter mit dem Irrglauben zu liebäugeln, ihrer persönlichen Poesie könne es gelingen, die Sprache neu zu erfinden. Haftete einem solchen Vorhaben schon in jeder Epoche eine gewisse Absurdität an, so erscheint diese in unseren Zeiten, in denen kaum noch jemand Lyrik liest, geradezu ins Kuriose gesteigert.”
Abgesehen davon, dass ich es für eine Dummheit halte, sich mit irgendeiner Gewissheit zufriedenzugeben, scheint mir die Mahnung, die darauf folgt doch ziemlich piefig: “eine Stimme lyrischen Sprechens zu repräsentieren, diese zu kultivieren, weiterzuentwickeln, sie zu pflegen und daran zu arbeiten”. Liebe Kollegen: tut das bloß nicht. Die lyrische Produktion mündet sonst in Verfassen gereimter Glückwunschkarten.
Aber worauf bezieht sich dieser Absatz eigentlich, oder genauer, auf wen? Ich meine, der Autor des Artikels (Cristoph Leisten) ist einer der Letzen, der sich noch am Bild des Universalgenies orientiert, und er will diese Plakette im Folgenden auch Theo Breuer verleihen. Solches Lob geht nach hinten los und entspringt einer perfiden militärischen Strategie, die das Feld zunächst einebnet, um dann ihr kleines Fähnchen darauf zu pflanzen, dass es großartig wirke. Das hat Breuer nicht verdient.
„Der Unterschied in der Verrücktheit von vierzehnjährigen Mädchen und beinahe achtzigjährigen Männern ist, dass die Mädchen an ihr leiden und die alten Männer sich an ihr vergnügen.“
BZ: Frau Gabler, das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche. Was sollten sie mitbringen an Talent ?
Claudia Gabler: Es geht in erster Linie um die Begeisterung, also um die Lust, mit Sprache zu experimentieren und sich mit ihrer Hilfe auszudrücken. Das Talent ist erstmal zweitrangig, wir erwarten keine Hölderlins. Wenn ein Teilnehmer bereits dichtet oder sonst literarisch schreibt, ist es gut – wenn nicht, auch. Hauptsache er hat Spaß an Literatur und Sprache.
BZ: Was wollen Sie bei den Kindern wecken? Und wie?
Gabler: Ich möchte den Kindern und Jugendlichen zeigen, dass Gedichte heute nichts mehr zu tun haben müssen mit dieser schrecklich deutschen Anbetung des Mondes. Und vor allem möchte ich gern die Freiheit und die Modernität des Genres aufzeigen: Gedichte müssen sich schon lang nicht mehr reinem, es darf inhaltlich wie formal Chaos und Verwirrung herrschen – so wie auch die Welt draußen oft rätselhaft ist. Diese Möglichkeiten will ich spielerisch aufzeigen, indem ich die jungen Leute etwa bitte, einen Text zu schreiben, der möglichst falsch klingt. Aber wir werden mit anderen Übungen auch in der Form bleiben und etwa Haiku, japanische Kurzgedichte, schreiben und lesen – auf deutsch freilich.
EE Cummings has a curate’s egg of a reputation. On the one hand, he earns namechecks in everything from sugary Hollywood flicks to bookish Woody Allen scenes (Hannah and Her Sisters) and Björk songs (Sonnets/Unrealities xi). On the other, he’s often seen as pretentious and obscure.
The inclusion of his poems in film and music is usually shorthand for “I am intelligent and sensual, honest.” But when you read the books, you find he’s not difficult or syrupy. In fact, he’s not like any other writer at all.
He’s fresh, funny and cheekily childlike, as well as the master of the tactile, puzzling love poem.
A new complete edition of Cummings’s poetry, edited by George James Firmage, brings together all the poems published or intended for publication in the poet’s lifetime. It charts early ventures in modernism through to his most avant-garde experiments with language. And it gives the impression that he might be the greatest poet of the last century. / Charlotte Runcie, Telegraph
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