44. gorgos portfolio

Die aktuelle Leonce-und-Lena-Preisträgerin packt in ihren neuen Gedichtband ziemlich listige Texte, die eigentlich sehr leicht zu lesen sind, hinter denen aber viel mehr steckt. Zum einen schafft sie es als einzige deutschsprachige Dichterin hinter die Fassaden unserer hauptsächlich durch die Finanzwirtschaft hervorgerufenen Krisen zu schauen, zum anderen präsentiert sie damit ein Netz aus Mythen und surrealen Zusammenhängen. Selbst da, wo ihre Bildkombinationen noch so schrill sind, bringt sie das mit einer fast unheimlichen Selbstverständlichkeit rüber und stellt damit eine glaubwürdige, hochfiktive Realität her. Aber schliesslich produziert die Beobachtung der Beobachtung selbst nur subjektive Realitäten, denen oft der ontologische Verweis verloren geht, so dass sich dieses Konstrukt in reiner Fiktion auflöst. Da aber ein Beobachter auch immer ein Ausgeschlossener bleibt, hängt man als Leser, also als Beobachter dritter Ordnung, oft ein bisschen in der Luft und bleibt theoretisch nur an der Oberfläche des Textes. Obwohl das mitnichten wenig ist, fallen die Texte tendenziell wieder in die Autoreferenzialität und die Dekonstruktion zurück. Doch das ist jetzt ein Problem der praktischen Theorie. Vergesst sie und geniesst das Buch*! / Walter Fabian Schmid, Signaturen

Katharina Schultens: gorgos portfolio. Gedichte. Berlin (kookbooks) 2014. 63 S., 19,90 Euro.

*) Vielleicht also den Rest der Rezension erst hinterher lesen? 😉

43. Multikulturalität als Vorteil

Timofiy Havryliv: Die Ukraine ist ziemlich bunt. Alleine dieser Umstand, dass die Ukraine aus verschiedenen kulturellen Traditionen besteht, widerlegt diese Sichtweise einer Grauzone. Ich glaube, wenn man die Welt ohne Menschen sieht, nur als ein Schachbrett, dann kann die Ukraine manchmal auch als eine Grauzone vorkommen. Aber es ist ein junges, modernes, dynamisches Land, das nach einem Modell für sich sucht und schon weiß, was es möchte. Die ersten, glaube ich, Reformen werden dann bald schon endlich kommen. Die Ukraine ist ziemlich bunt und das ist ein großer Vorteil, aber die politischen Eliten haben in der Vergangenheit, auch bis heute – der letzte, der das zu krass ausgenutzt hat, war Janukowitsch – diese Vorteile immer wieder versucht, in Nachteile zu verwandeln, indem sie die Menschen in einem Teil der Ukraine gegen die Menschen in einem anderen Teil der Ukraine einzustimmen versuchten, was eigentlich nicht gelungen ist. Wir haben auch im Laufe der letzten Ereignisse gesehen, dass auf dem europäischen Maidan in Kiew die Vertreter aller Ethnien, Religionsbekenntnisse, Kulturlandschaften, die es in der Ukraine heutzutage gibt, gestanden haben, und wie gesagt: sie haben diesen einen gemeinsamen Nenner: Ihre Heimat, die Ukraine, die sie umgestalten wollen, und sie und wir – ich bin auch Ukrainer -, wir haben ein gutes Recht dazu, aus der Ukraine ein modernes Land zu machen. In der Ukraine ist eine politische Nation im Entstehen und diese Multikulturalität ist ein ziemlicher Vorteil. Das finde ich ziemlich toll. Ich glaube, das, was die Ukraine braucht, ist mehr Befugnisse für die Städte, für die Kommunen, für die lokale Ebene sozusagen. Das hat alles das Regime von Janukowitsch vernichtet. Das müssen wir zum Teil zurückhaben und zum Teil neu einführen, dass die Menschen wo sie leben auch viel mehr mit entscheiden können. Da sehe ich einen Ausweg.

Michael Köhler: Multikulturalität als Vorteil in der Ukraine – der Schriftsteller und Übersetzer Timofiy Havryliv war das.

/ DLF

42. Arsch auseinander?

Der Zeitung Die Welt verdanken wir eine interessante Wendung der Lewitscharoff-Debatte. Nämlich fünf Erkenntnisse des Lesers von Welt:

1. Alfred Andersch war ein lyrischer Volksverhetzer.

2. Die Zeit ist (oder war bis mindestens 1980) ein linkes Kampfblatt, das sich nicht entblödete, Anderschs Hetze nachzudrucken.

3. Lewitscharoff ist eine der klügeren Autoren.

4. Ihre Dresdner Rede war ein Fall politischen Engagements, das nunmehr

5. endgültig ad absurdum geführt ist.

Gedicht statt Kommentar, ein engagiertes, eingreifendes und reales Gedicht aus Volksmund:

Salamander,
Arsch auseinander,
Arsch wieder zu
und raus bist du

41. American Life in Poetry: Column 461

BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE

So much of what we learn about life comes from exchanging stories, and this poem by a Californian, Peter Everwine, portrays that kind of teaching. I love the moment where he says he doesn’t know if the story is true but it ought to be.

A Story Can Change Your Life

On the morning she became a young widow,
my grandmother, startled by a sudden shadow,
looked up from her work to see a hawk turn
her prized rooster into a cloud of feathers.
That same moment, halfway around the world
in a Minnesota mine, her husband died,
buried under a ton of rockfall.
She told me this story sixty years ago.
I don’t know if it’s true but it ought to be.
She was a hard old woman, and though she knelt
on Sundays when the acolyte’s silver bell
announced the moment of Christ’s miracle,
it was the darker mysteries she lived by:
shiver-cry of an owl, black dog by the roadside,
a tapping at the door and nobody there.
The moral of the story was plain enough:
miracles become a burden and require a priest
to explain them. With signs, you only need
to keep your wits about you and place your trust
in a shadow world that lets you know hard luck
and grief are coming your way. And for that
—so the story goes—any day will do.

American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2012 by Peter Everwine, whose most recent book of poems is Listening Long and Late, University of Pittsburg Press, 2013. Poem reprinted from Ploughshares, Winter 2012-13, Vol. 38, No. 4, by permission of Peter Everwine and the publisher. Introduction copyright © 2014 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.

40. In Umeå

Neulich diskutierte die Lyrikerin Sabine Scho öffentlich mit dem zukünftigen Berliner Zoodirektor Andreas Knieriem über die Zoos in unserer Gesellschaft. Nun wird sie am 15. März Deutschland beim Poesie-Festival in Umeå vertreten, der Europäischen Kulturhauptstadt 2014. Anlass ist ihr jüngstes Buch “Tiere in Architektur”, mit dem sie zum Exportschlager avancierte. / Humanistischer Pressedienst

Simone Guski bespricht

Sabine Scho: “Tiere in Architektur. Texte und Fotos”, KOOKBOOKS, Berlin 2013, 126 S. 19,90 Euro

39. Lesung

Von Jürgen Landt

es war ohnehin schon ein lauer abend. die kneipe lau. unsere stimmung lau.

„dann laß uns zu der lyrikerin gehen. die ist ziemlich bekannt. sie liest heute abend. ich glaub zwar nicht, daß das besser wird als hier, aber vielleicht ein bißchen anders. eigentlich wollte ich zu keiner lyriklesung mehr gehen, ich hab’s mir bei der letzen schon geschworen, der lyriker hat mich fertig gemacht, der war so was von eingenommen von seinen zeilen, das spottet jeder beschreibung, immer wieder dasselbe, ich meine diese leute, die lyriker, die sind eine spezies für sich, wie sie sich geben und überzeugt davon sind, etwas ganz einzigartiges zu sein, ist ja auch jeder mensch, aber die stellen in den raum, daß alle anderen auch so sehen und empfinden müssen, sehen sich so unglaublich einzigartig in ihrem schmieden von gefühlsworten, ist ja auch nichts schlechtes, aber warum nur sind sie so krankhaft überzeugt von ihrem tun als wär’s das non plus ultra im vorhandensein, das nervt, da wird mir immer ganz krampfig und schlecht im bauch und es ist für mich kaum aushaltbar, ach, scheiß drauf, laß uns gehen.“

„zahlen.“ sagte daniel.

„ich zahle.“ sagte ich.

„ist das weit?“ fragte er mich.

„fünf minuten. und wenn das wieder nichts ist, sie sich auch so gibt, wie all die anderen lyriker, dann gehen wir nach fünf minuten wieder.“ / Mehr bei Facebook

38. Hugo-Ball-Preis

Der Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann erhält den Hugo-Ball-Preis 2014 der Stadt Pirmasens. Die Auszeichnung ist mit 10 000 € verbunden und wurde am 9. März 2014 in Pirmasens verliehen.

Die zeitgenössische deutschsprachige Literatur wäre ärmer ohne die Eleganz und Zivilisiertheit seiner Stimme“, so die Begründung der Vorschlagskommission. Ihr gehören die FAZ-Literaturredakteurin Felicitas von Lovenberg, der Schriftsteller und Büchnerpreisträger Martin Mosebach sowie der Essayist und Schriftsteller Michael Rutschky an.  

Daneben wird ein Förderpreis von  5 000 € an den Schriftsteller, Verleger und Musiker Marc Degens vergeben. Er setze, dem Urteil der Jury folgend, „die ehrwürdige literarisch-performative Tradition, die das Züricher Cabaret Voltaire begründete, höchst lebendig“ fort. / mehr

37. Dana Ranga

Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis 2014

Dana Ranga, 1964 in Bukarest (Rumänien) geboren, kam 1987 nach Deutschland. Sie lebt als freie Schriftstellerin, Übersetzerin und Filmemacherin in Berlin. 2012/2013 war Dana Ranga Stadtschreiberin in Graz. Ausgezeichnet wird sie für ihren Gedichtband Wasserbuch (2011), in dem sie einen poetischen Streifzug durch entrückte und dennoch allem Menschlichen nicht fremde Tiefseelandschaften unternimmt. In rasch wechselnden Perspektiven begegnen sich Fisch und Mensch in einem lyrischen Spiel unendlicher Verwandlungen. mehr (mit Viedeo)

 

36. Poetopie

die Sonnenstrahlen, die dich an diesem Sonntag bescheinen, werden – samt deinem Abbild – erst in fünfzigtausend Jahren die Milchstraße verlassen

Hansjürgen Bulkowski

35. Taras Schewtschenko

Taras Schewtschenko ist im Moment unglaublich präsent auf dem Maidan. Mit Text und Bild: Die Aufständischen haben ihr zentrales Quartier im Rathaus aufgeschlagen und auf dem Gebäude prangt ein überdimensionales Foto von ihm. Er ist ihre Identifikationsfigur. Seine Gedichte werden auf dem Maidan rezitiert, seine Lieder gesungen: Er ist der Prophet des Maidan.

Was hat ihn zur Identifikationsfigur gemacht?

Ein ganz wesentlicher Grund ist, dass Taras Schewtschenko ein zentraler Begründer der ukrainischen Sprache ist. Er hatte die Wahl zwischen dem existierenden Russischen und einem sich erst entwickelnden Ukrainischen. Und er hat sich für den schwierigeren Weg, für das Ukrainische entschieden – aus nationalen, patriotischen Gründen. (…)

Am Sonntag jährt sich sein Geburtstag zum 200. Mal. Gibt es jetzt einen Streit darum, wer ihn für sich beanspruchen darf?

Es gibt keinen Streit, denn man hat diesen Geburtstag fast zehn Jahre lang vorbereitet. Die Festvorbereitungen haben mit Juschtschenko begonnen, wurden mit Janukowitsch weiter getrieben und enden jetzt mit Jatzenuk – und alle drei gehören anderen Parteien mit ganz unterschiedlichen Richtungen an. Taras Schewtschenko ist für viele immer noch «Unser Schewtschenko» und wird das auch bleiben. / srf

34. Chamisso-Preis

Adelbert-von-Chamisso-Preis

Am 6. März hat die Robert Bosch Stiftung in München zum 30. Mal den Adelbert-von-Chamisso-Preis vergeben. In diesem Jahr ging der Literaturpreis an Ann Cotten, die beiden Förderpreise erhielten Dana Ranga und Nellja Veremj.

Zum 30-jährigen Jubiläum wurde in Anwesenheit von fast allen ehemaligen Preisträgern auch die Entwicklung des Preises und der „Chamisso-Literatur“ dargestellt: Von den Anfängen der Gastarbeiterliteratur bis in die Gegenwart, in der die Chamisso-Autoren zu den besten Vertretern der zeitgenössischen deutschen Literatur zählen.

Aus der Laudatio von José F.A. Oliver

3

„Dichtung ist nicht Veterinärmedizin“ (Ann Cotten)13 „ – wie, frage ich mich, bringt man um alle Welt den Eifer auf, wirklich gut zu schreiben? Und wie verwandelt man ihn in die Praxis?“14 Cotten „organisiert“ neue Begegnungen der Wörter. Nicht Eingebung: Gebung wie in „gegeben“ oder „fortgegeben, freigegeben“.

Mit jedem W:ort Veränderung. Streaming could be. Is. Das heißt – die Handlung geht auch ohne die Erzählerin weiter. In eine Geschichte einbrechen, fortbrechen, wie man in eine Straßenbahn steigen könnte, wahrnimmt, wieder aussteigt. Ausschnitt-Figuren, Schnitt-Figuren. „Lieber also, als die volle Enttäuschung zu leben, ein Labyrinth schreiben.“15 Das macht heutige Geschichten ins Heutige und Häutende lebendig.

5

„Schönheit = Möglichkeit“16 oder 1 und 1 ist 1.

6

Frei nach Ann Cotten: Wie gut ist es, sich zu ärgern.17 

7

Bilingualität in Ann Cottens Texten könnte als ein weiterer Schattenwurf gedeutet werden, den es den Hügel hinunterzurollen gilt, dem eigenen Schatten  hinterherschattend. Nur eines der Beispiele, um den Humor der Mindestens-Zwei-Sprachigkeit nicht harmlos abzufedern. Ein Sprachball, Sprachschneeball, eine Sprachlawine wider den, wider jeglichen Exotismus.

_______________

13 Cotten, Ann. Florida Räume. Textsammlung. Suhrkamp, 2010. S. 155

14 Cotten, Ann. Der schaudernde Fächer. Erzählungen. Suhrkamp 2013. S. 9

15 Ebda. S. 114

16 Ebda. S. 115

17 Ebda. S.136

33. Stammeln

Ihre Gedichte sind schwer verständlich. Wortfetzen reihen sich aneinander, konstruieren Bilder, die wieder verschwinden. Petrulian bezeichnet es als Stammeln. „Der Dichter und der Mystiker haben dieselbe Art zu stammeln“, sagt sie. „Sie sagen etwas, was sie nicht klar benennen können, was aber eine Dringlichkeit hat.“ / Augsburger Allgemeine

Raluca Petrulian: Blieb das Salz. Balaena-Verlag, 125 S., 17,90

32. American Life in Poetry: Column 460

BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE

My parents didn’t live long enough to be confronted with the notion of paying for a bottle of water. They’d be horrified. Pay for water? Who ever heard of such a thing? Well . . . Here’s a good poem by Kim Dower, who lives in Los Angeles, about what we go through to quench our thirst today.

Bottled Water

I go to the corner liquor store
for a bottle of water, middle
of a hectic day, must get out
of the office, stop making decisions,
quit obsessing does my blue skirt clash
with my hot pink flats; should I get
my mother a caregiver or just put her
in a home, and I pull open the glass
refrigerator door, am confronted
by brands—Arrowhead, Glitter Geyser,
Deer Park, spring, summer, winter water,
and clearly the bosses of bottled water:
Real Water and Smart Water—how different
will they taste? If I drink Smart Water
will I raise my IQ but be less authentic?
If I choose Real Water will I no longer
deny the truth, but will I attract confused,
needy people who’ll take advantage
of my realness by dumping their problems
on me, and will I be too stupid to help them
sort through their murky dilemmas?
I take no chances, buy them both,
sparkling smart, purified real, drain both bottles,
look around to see is anyone watching?
I’m now brilliantly hydrated.

American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2012 by Kim Dower, whose most recent book of poems is Slice of Moon, Red Hen Press, 2013. Poem reprinted from Barrow Street, Winter 2012/13, by permission of Kim Dower and the publisher. Introduction copyright © 2014 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.

31. Sound-Rel

Dar „Dadasoph“ Raoul Hausmann schrieb ab 1918 eine Reihe Lautgedichte (poèmes phonétiques) (Diskographie). Die Typoskripte sind auch graphisch interessant. Auf Facebook fand ich eine Version, bei der Anat Pick Hausmanns Blatt mit ihren Notizen versah. Ich rücke es mit ihrer Erlaubnis hier ein:

1496039_1432662326963954_2081610237_o

Sound-Rel, 1919; recorded on 13 May 1959 (4:18) [listen on FilesTube]

Hier eine andere Kopie mit Widmung Hausmanns für Carlfriedrich Claus

Links

30. Gestorben

Der umstrittene spanische Dichter Leopoldo María Panero, Mitglied einer bedeutenden Poeten-Dynastie, ist tot. Wie sein Verlag Huerga y Fierro am Donnerstag mitteilte, war der Autor am Vorabend im Alter von 65 Jahren in einer psychiatrischen Klinik auf Gran Canaria gestorben.

Der Schriftsteller, der wegen Depressionen und hohen Alkohol- und Drogenkonsums einen beträchtlichen Teil seines Lebens in psychiatrischen Anstalten verbracht hat, schuf er ein umfangreiches Werk von poetischen Sammlungen und Prosatexten. (…) Seit den 70er Jahren verbrachte Panero längere Etappen in psychiatrischen Einrichtungen. Der Zeitung „El País“ sagte er einmal: „Nicht ich bin verrückt, Spanien ist verrückt.“ / Tiroler Tageszeitung