Ein – ja – politisches Gedicht von Simone Kornappel drängt in meine Anthologie. Die Rubrik heißt „Mea [Meine Anthologie] Garstig“, Zitat aus dem „Faust“: „Ein garstig Lied, pfui, ein politisch Lied“ (was nicht, wie manchmal behauptet, Goethe sagt, sondern ein Leipziger Suffbruder in Auerbachs Keller – ebenso wie das von Leipzigern noch lieber zitierte Wort vom „Klein-Paris“).
Ich danke der Autorin für die Überlassung (und hoffe, das und mehr einmal in einem luxbook nachlesen zu können).
Bei Ullstein erscheinen jetzt die Gedichte des aus Palästina stammenden dänischen Dichters Yahya Hassan auf Deutsch. Der Klappentext:
Stell dir vor, du bist 18, und alle halten dich für einen Fremden. Für einen Versager, für einen Kriminellen. Dein Vater predigt von Gott und verprügelt dich regelmäßig. Du lebst in einem Land, das Demokratie verspricht und dich von vornherein aussortiert. Das dich in ein Ghetto steckt. Das nichts mit dir zu tun haben will. Aber du bist ein Mensch. Du bist stolz. Du bist wütend.
Yahya Hassans Gedichte sind eine Abrechnung. Seine Sprache ist klar und radikal, sein Ton mal zornig und mit intensivem Beat, dann wieder weich und poetisch, seine Bilder sind eindrucksvoll. Yahya Hassan hat in Dänemark eine Debatte über Migration angestoßen, weil er die gängigen Klischees zerschlägt und uns an die Würde des Menschen erinnert.
Bei Perlentaucher ein Link zu einer Leseprobe.
Yahya Hassan liest am Donnerstag auf der Buchmesse (Uhrzeit noch nicht bekannt)
Mörder und Narren spekulieren schon viel zu lange mit der Vaterlandsliebe. Wieder haben sie uns zu Geiseln gemacht: Ukrainer und Russen. Und wieder werden wir zusammen darunter leiden – zwei Brudervölker. Doch auch für die Zukunft müssen wir gemeinsam kämpfen.
Das Mädchen auf der Manege vor dem Kreml wurde verhaftet. Die Polizisten haben ihm das Plakat entrissen, drehten ihm die Arme auf den Rücken und führten es ab.
Nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen in der Tschechoslowakei schrieb der russische Dichter Aleksandr Galitsch: «Bürger! Unser Vaterland ist in Gefahr! Unsere Panzer rollen in ein fremdes Land!» – Das rothaarige Mädchen ist eine Patriotin. Aber diejenigen, die es verhaftet haben, die im Parlament einäugig für den Krieg gestimmt haben, die verbrecherische Befehle erteilen und ausführen – sie mit all ihren Schlagstöcken und Panzern sind die Verräter.
Michail Schischkin, NZZ
(Auszug aus einem Essay von Alban Nikolai Herbst)
Zum andren kann sich das WOrt nun alliieren; etwas, das vordem allenfalls um sehr teuer Bibliophiles zu haben war, und auch da nie in einer anzustrebenden Einheit mit wieder dem Klang. Nicht von ungefähr hat gerade die Lyrik nicht nur enormen Zulauf im Netz, sondern sie entsteht dort auch, und zwar in kaum vorstellbarer Menge. Sie braucht keine vorhergenommene Kanonisierung mehr, die für ein kaufmännisches Unternehmen, wie jeder Verlag es ist und sein muss, das Risiko rechtfertigt, solch Schwerverkäufliches auf den Markt zu bringen. Die Zugriffe auf Gedichte auf nur meiner eigenen Webpräsenz gehen bisweilen an die 5000; man vergleiche, daß auf dem deutschen Markt bereits ein Lyrikband von 800 verkauften Exemplaren als extrem erfolgreich gilt. Literaturpreise, freilich, werden nur für die vergeben. Wer nämlich sitzt in den Jurys?
Auch das die Schlacht um Deutungshoheit, die eine Schlacht um Einkünfte ist. Man will ja seine Leasingraten zahlen. Ihr nehmt uns unser Land weg: Darum alleine geht es. Was eine Pflanze sei, was Wiese und was Acker, also cultura, Kultur, spielt die geringste Rolle. Doch das steht auf den Fahnen.
Allerdings ist die Szene derart vielgestaltig, lebhaft und wahrhaftig unüberschaubar, dass die gegenwärtige Tageskritik auch deshalb von ihr keine Kenntnis nimmt, und das, obwohl sich die Form der zeitgenössischen Lyrik im Netz nicht annähernd so ändert und wohl auch nicht ändern kann, wie die eines Romanes, der in sein unendliches Fortschreiben vordringt und dabei obendrein eine direkte Mitschrift seiner jeweiligen Zeit ist, d.h. immer auch das Dokument seiner eigenen Entstehung und der Welt um sie herum – womit endlich eine der großen, bislang unrealisiert gebliebenen Forderungen der jungen literarischen und insgesamt ästhetischen Moderne eingelöst werden kann. Eine im Netz realisierte kunstphilosophische Utopie. Dagegen ist der traditionell im Buchdruck erscheinende Romane immer, notgedrungenermaßen, schon bei seiner Drucklegung historisch – so wie, mit Karl Kraus gesprochen, die Zeitung von heute immer gestern ist. Die sich im Roman gestaltende abgeschlossene Erzählung wird zur Binnenerzählung in einem Strom. Damit macht sich diese Gattung, wenn sie in bewusster Formung entsteht, erneut zum adäquaten Kunstmedium der Gegenwart, einerseits, indem es um vieles näher wieder am WOrt ist als jedes durch seinen Fetisch-, modern gesprochen Warencharakter verstellte Buch, andererseits, indem er sich den zunehmend die Entwicklung bestimmenden technischen Bildern öffnet oder, siehe das Spätwerk Godards, sie ihm. Das wäre ohne das Netz nicht möglich gewesen, weil nämlich nicht rezipierbar. Was nun die technischen Bilder selbst anbelangt, möge ein Verweis auf Vilém Flusser genügen.
Erste Schweizer Lesebank an Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung geschenkt
Ein besonderes Geburtstagsgeschenk hat der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung heute von der Schweiz bekommen: eine rote Schweizer Lesebank, mit der sich die Schweiz bei den Leipziger Bürgerinnen und Bürgern für eine in Jahrzehnten gewachsene literarische Freundschaft bedankt. Von Beginn der Leipziger Buchmesse an werden 40 Bänke in der Leipziger Innenstadt, in Buchhandlungen und in verschiedenen kulturellen Institutionen zu finden sein. Nach der Messe bleiben die Bänke in Leipzig und schaffen im Clara-Zetkin-Park, unweit der Waldbühne, in einem “Schweizer Lesepark”, Anregungen für Begegnungen, gute Gespräche und Lektüren.
Martin Buhl-Wagner, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Messe, unterstrich: “In diesem Jahr werden Messe und Stadt zu einer riesigen Bühne für den “Auftritt Schweiz”. Das spannende Programm ist der unbestrittene Höhepunkt des diesjährigen Leipziger Bücherfrühlings: Der “Auftritt Schweiz” ist zudem ein Höhepunkt, weil die Veranstalter die Verbindung von Stadt und Messe wahrgenommen und aufgegriffen haben, wie noch kein anderer Partner zuvor.”
Dani Landolf, Geschäftsführer des SBVV, sagte: “Es war eine Freude, mit den Leipzigern diesen “Auftritt Schweiz” vorzubereiten. Bänke und Bücher sind da, die Bühnen bereit, es kann losgehen.”
Die Standorte der Schweizer Lesebank in Leipzig:
Der «Auftritt Schweiz» bei der Leipziger Buchmesse (13. – 16.3.2014) wird veranstaltet vom Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband SBVV, mit freundlicher Unterstützung von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Präsenz Schweiz, Schweiz Tourismus und Keystone sowie der Leipziger Buchmesse.
Seither zählt er zu den profunden Kennern ihrer Werke, hat mit Zeitzeugen persönlich gesprochen und wurde jetzt auch zum neuen Obmann der Christine-Lavant-Gesellschaft gewählt. Seine Visionen sind klar: „Die Werke dieser großen Dichterin, die weit mehr als eine Heimatdichterin war, sollen in den Köpfen der Menschen erhalten bleiben. Sie zählt zweifelsohne zu den bekanntesten Lyrikern im deutschen Sprachraum und darüber hinaus im 20. Jahrhundert.“ Aus diesem Grund möchte er mit Deutschlehrern an verschiedenen Schulen Kontakt aufnehmen, damit auch sie das Schaffen der Dichterin stärker vermitteln.
(…)
Den Anfang soll im Mai die Präsentation des ersten Bandes einer neuen vierbändigen Werkausgabe machen. „Im Lavanttal wurde diesbezüglich einfach zu wenig getan, das wollen wir ändern. Deshalb habe ich alle Mitglieder um aktive Mitarbeit gebeten“, sagt der Lavanttaler, „denn vielen Menschen ist nicht bewusst, welch große Künstlerin hier am Werk war.“ / Martina Schmerleib, Kleine Zeitung
Heute gilt Kunert, der sich mit seiner leisen, zerbrechlichen Stimme immer wieder auch zum aktuellen Tagesgeschehen zu Wort meldet, als einer der bedeutendsten Autoren der deutschen Sprache, als Aufklärer und Moralist. Den Weggefährten von einst, die im Stalinismus verharrten, widmete er in seinem Gedichtband Nachtvorstellung ein sprödes »Nach-Wort«: »Erstickt, Genosse, ist DEINE Stimme/an einer längst verrotteten Sprache./Gedenke Majakowskis/ in der Gummizelle der Utopie./Das gekränkte Ich rebelliert/gegen seine Niederlage/als Sieger der Geschichte.« / Wolf Scheller, Jüdische Allgemeine
„Eines Tages, nach dem Krieg, lieh ich mir eine Schreibmaschine, um einen Brief zu schreiben. Da fiel mein Blick auf die große Kastanie im Hof, und ich stellte mir vor, dass die Äste bedrohlich wachsen und in die Zimmer ringsum eindringen. Plötzlich fing ich an, Zeile für Zeile untereinander zu schreiben, wie in Trance. Die Worte verführten mich! Von da an schrieb ich fast täglich“, erinnert sich Günter Kunert an seine schriftstellerischen Anfänge zurück. / Peter Mohr, Mannheimer Morgen
Neu: Fortgesetztes Vermächtnis. Hanser, 176 S., 14,90 Euro (neue Gedichte)
Der kreuzfidele Pessimystiker. Feature von Michael Augustin und Walter Weber hier
Eine Ihrer Erzählerinnen in „Der schaudernde Fächer“ beklagt die „scheußliche Vokabelarmut“ im Deutschen. Beklagen Sie das auch?
Im Englischen oder Russischen gibt es viel mehr Vokabeln. Was aber nicht nur ein Vorteil ist. Englische Lyrik kann geradezu ertrinken darin. So viele Hauptwörter, man schwelgt darin, aber es passiert nichts. Anders, wenn man eine so spröde und komplizierte Grammatik hat wie im Deutschen. Die Vorsilben zum Beispiel bringen einen Ausländer völlig auf die Palme. Der ästhetische Vorteil kann jedoch sein, dass die Sprache weniger farbengesättigt ist und dafür grafischer wird, dynamischer. Für Lyrik ist das ein Vorteil, finde ich, bis man dann partout ein statisches Gedicht schreiben will, zum Beispiel bei Übersetzungen aus dem Englischen. Dann ist es wieder problematisch, dass die Verben dreimal so lang sind und aus zwei Teilen bestehen, und die ganze schöne Schlichtheit ist am Arsch. Man sagt aber trotzdem, das Deutsche sei eine gute Übersetzungssprache, weil man andere Idiome relativ gut nachmachen könne. Ins Englische übersetzt klingen Texte meistens nur gestelzt.
(…)
In Japan geht es um ein Projekt, bei dem ich versuchen werde, ein Langgedicht zu schreiben, das sich mit japanischen Kanji-Schriftzeichen beschäftigt. Es gibt zahlreiche Kanji-Schulen für erwachsene Ausländer, viele benutzen Eselsbrücken für die Zeichen und haben das für andere auch schriftlich niedergelegt. Das kombiniere ich mit der kursierenden These über „unsere“ griechischen Ursprünge, dass poetische Techniken wie Reim und Metrum sich als Memorierhilfen für lange orale Texte entwickelten.
/ Gespräch mit Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau
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Ein Jahr Lyrikzeitung
Zuletzt etwas Statistik
Günter Kunert auf die Frage, was er von dem Gedicht „Was gesagt werden muß“ halte:
Das ist bei Grass doch nur Hackfleisch aus Worten. Es fehlt dem Text von Grass alles, was ein Gedicht ausmacht. Es ist ein Pamphlet, das in zerbrochenen Zeilen daherkommt.
Nordwestzeitung 23.4. 2012
Weil ich gesagt habe:
Hier stinkt’s
wurden über meinem Kopf
einige Nachttöpfe entleert
als Gegenbeweis.
Günter Kunert (1977)
Lyrikzeitung gratuliert dem Autor Günter Kunert zum 85. Geburtstag!
Aber Gedichte eines Politikers?
Theodor Heuss hat einst seiner Frau Elly zum 70. Geburtstag im Jahr 1951 ein rührendes Gedicht gewidmet. Wolfgang Reinhart, der frühere baden-württembergische Statthalter im Bund und heutige Landtagsabgeordnete, ist für seine fröhlichen Verse rund um den Wein bekannt. Der baden-württembergische Landtagspräsident Guido Wolf ist für seine humorvollen Verse berühmt. Doch Roderich Kiesewetter gibt mehr von sich preis. Es sind sehr persönliche Gedichte über Gefühle, über den Wechsel, über die Vergänglichkeit.
„Leises Licht enthüllt
Den Tag ganz zart
Hart klingt der
Groll der Nacht
Weichend droht sie
Noch mit Wiederkehr
Des steten Wechsels unbedacht.“
Roderich Kiesewetter: Auszeit. Gedichte mit Illustrationen von Susanne Scholz, 2013, Verlag: Roderich Kiesewetter. 29,95 Euro
Die deutsche Charles-Bukowski-Gesellschaft hält viele Texte, die nach dem Tod des Autors veröffentlicht wurden, für stark verfälscht. Das sagte der Vorsitzende der Gesellschaft, der sich Roni nennt, dem Evangelischen Pressedienst. Es handele sich dabei nicht um kleinere Korrekturen, sondern um wesentliche Änderungen in Stil, Wortwahl und Inhalt, sagte er. Roni verdächtigt einen früheren Verleger Bukowskis, die Änderungen vorgenommen zu haben. Der Verleger habe einen Roman von Bukowski stark verändert, was der Autor in Briefen als respektlos bezeichnete. / DLR
Der „New Yorker“, die amerikanische Zeitschrift für den kulturellen Feingeist, wunderte sich. Da gäbe es lyrische Preisträger wie Howard Nemerov oder Amy Clampitt. Und man könne von Glück sagen, wenn man in einem Buchladen das eine oder andere ihrer Werke fände. Völlig anders dagegen die Situation mit dem Großen Unaussprechlichen, dem Gossenpoeten, dessen Name in keiner gediegenen Anthologie amerikanischer Gegenwartslyrik auftauche. Ganze Regale brächen geradezu nieder unter der Last seiner unzähligen Lyrik-Bände mit den ausladenden Titeln und den ausgefallenen Titel-Illustrationen. Von wem konnte hier wohl die Rede sein? Natürlich einzig von Charles Bukowski. (…)
Pound verließ Amerika, um in Italien ein glühender Verehrer Mussolinis zu werden. Nach dem Krieg durfte er dafür volle zwölf Jahre in der US-Hauptstadt Washington D.C. bei der Psychiatrie einsitzen. (…)
Emily Dickinson, die bedeutendste Lyrikerin des 19. Jahrhunderts, verbrachte praktisch ihr ganzes Leben in ihrem Schlafzimmer, mit der Arbeit an ihrem „Nachruhm“ befasst. Auf einem Schreibtischlein von der Größe eines Serviertabletts schrieb sie auf kleinen Zettelchen rätselhafte Texte, durchsetzt mit Gedankenstrichen. Als sie starb, entging ihr Nachlass nur durch Zufall dem Verbrennungstod. Im 20. Jahrhundert machte Sylvia Plath noch eine Ton-Aufnahme ihres letzten Gedichts („Daddy“, auf YouTube zu hören) bevor sie, etwas über 30 Jahre alt, den Kopf in den heimischen Gasherd legte.
Verglichen damit war Charles Bukowski eher eine harmlose Dumpfbacke. Er zog sich Pferderennen, Bier, Mahler-Symphonien und bereitwillige Frauen mittleren Alters rein. Dann tippte er seine Gedichte in die Schreibmaschine, bis zu 15 Stück an einem Abend. / Tom Appleton, Wiener Zeitung
Mit Links wie diesen:
Mehr als 100 Gedichte zum Selberlesen. Vorsicht, die Kommentare sind alle ablehnender Art.
Zufällig wieder gefunden, eine faszinierende Filmaufnahme aus dem Jahr 1970. Ein 50jähriger Bukowski liest 60 Minuten lang seine Gedichte vor jungem College Publikum, das auf seine Texte verstört und versunsichert aber auch mit Interesse und Gelassenheit reagiert, gelegentlich sogar mit amüsiertem Gelächter. Eine Sternstunde in Bukowskis Karriere, die fast 20 Jahre lang in einem Archiv ruhte.
Eine typische Bukowski-Lesung aus dem Jahr 1972, nur audio, für Kopfhörer.
Lebhafter Beitrag des ORF über Carl Weissner und Charles Bukowski. Die Sprecherin liest „Muffdriver“ für „Muffdiver“, ein Slang-Ausdruck für „Lesbe“, den sie nicht kennt.
All poetry is driven by sex, whether or not it acknowledges the impulse.
(…) Penetration in poetry, as in actual speech, is usually a metaphor.
Versification is as sexual a phenomenon as birdsong; it is typically male display, elaborated more to dishearten and drive off competition by other males than to seduce the oblivious female, whether she be an illiterate human or a foraging hen bird. The male display is sexual but it is not about having or doing sex; it seeks to elaborate a fundamentally banal and momentary interaction by artifice and invention. Once penetration has been achieved, silence falls – for bird and poet.
Poems that enact or depict sexual behaviour seldom have actual sexual congress as their true subject. The golden age of sex poetry in English is the 17th century, when rapacious paraphilias and perversities were made to stand for creeping absolutism and its discontents. All kinds of disgusting behaviours were attributed to courtiers, peers, politicians and monarchs, and described in often puke-making detail. / Germaine Greer, New Statesman
So in einer sehr kritischen Besprechung der Anthologie
The Poetry of Sex
Edited by Sophie Hannah
Viking, 220pp, £14.99
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