Vor 100 Jahren starb der nikaraguanische Dichter Rubén Darío

„Lieb deinen Rhythmus lass rhythmisch werden dein Handeln
folg seinem Gesetz wie auch deinem Dichten.
Ein Universum von Universen trägst du in dir
und deine Seele ist ein Quell des Gesangs.“

Mit solchen Versen machte ein junger nicaraguanischer Dichter 1888 auf sich aufmerksam: Rubén Darío. Er war rund zwanzig Jahre zuvor als Félix Rubén García Sarmiento in der Kleinstadt Metapa geboren, die heute seinen Namen trägt: Ciudad Darío. Schon früh galt er als dichterisches Wunderkind und hat später mit seiner Poesie die spanisch-sprachige Literatur verändert: ihr den Anstoß zu der überfälligen Modernisierung gegeben, die sie von den Fesseln akademischer Normen und den Stereotypen schlichter Milieuschilderungen befreite. In dem schmalen Band „Azul“ (Blau) von 1888 kümmerte er sich schon nicht mehr um die vorherrschenden Ideale des Wahren, Guten und Schönen und der damit verbundenen Pflicht der Belehrung. Juan Valera, ein zeitgenössischer spanischer Schriftsteller, formulierte den neuen literarischen Anspruch in einer Rezension des Bandes so:

„Wenn man mich fragen sollte, was Ihr Buch lehrt und wovon es handelt, würde ich ohne zu zögern antworten: Es lehrt nichts und handelt von nichts und von allem.“

Zwei Jahre später prägte Rubén Darío in einer erweiterten Neuauflage von „Azul“ den Begriff des „Modernismo“ für die literarische Strömung, die rasch um sich greifen sollte. Die Presse bejubelte „… den neuen Geist, der heute eine kleine, aber triumphierende und großartige Gruppe von Schriftstellern und Dichtern des spanischen Amerikas beseelt.“ / Peter B. Schumann, DLF

Aus der Da-Da-Er

Dada ist nicht nur Kunst und Lyrik, Dada steckt auch im Lied und in der Clownerie. Der beste Beweis: Hans-Eckhardt Wenzel, der als Liedermacher und Clown den DDR-Alltag dadaistisch aufs Korn nahm. Mit Dadaismus würden Künstler in politisch schwierigen Zeiten „die Karten neu mischen“, sagt Wenzel.

Am Anfang war er einer von vielen. Aber ein Mitmacher war Hans-Eckardt Wenzel nie. Zu DDR-Zeiten steuert der Liedermacher, Komponist und Autor beim Liedtheater „Karls Enkel“ die künstlerischen Prozesse. Später, bis 1999, war  er einer von zweien im Clown-Duo Wenzel & Mensching. Seither ist er solo als Liedermacher unterwegs.

„Wenzel & Mensching“ hat  – ganz zeitgemäß – die alltägliche Absurdität (= Dadaismus) der DDR in den Mittelpunkt gerückt: eine Art Possenspiel mit der Zeit. / DLR

Preis der Leipziger Buchmesse

Und nachdem im Vorjahr mit Jan Wagner erstmals ein Lyriker gewann, ist auch 2016 wieder ein Gedichtband dabei: »Geliehene Landschaften« von Marion Poschmann. Die Autorin ist die einzige Frau unter den Top fünf.
»Wir hatten tatsächlich Schwierigkeiten, eine Autorin für die Liste zu finden, da wir unabhängig vom Quotendenken urteilen wollten«, sagte Maidt-Zinke. Poschmanns Lyrikband sei von außerordentlicher Qualität – »diesmal die einzige literarische Leistung aus weiblicher Feder, die der gesamten Jury preiswürdig erschien.«
Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg, ist von der Vorlage der Leipziger Jury angetan. »Sehr überraschend« sei die Liste, sagte er. »Und es ist ein Favoritensterben. Karen Duve, Juli Zeh, Peter Stamm – all jene, die man hätte erwarten können, fehlen komplett. Die Jury hat sich nicht beeindrucken lassen von irgendwelchen Erwartungen und Marketing-Geklimper.« Es sei positiv, dass mit den Werken von Vesper und Stockmann Bücher dabei sind, die nicht jedem sofort zugänglich seien. / Main-Echo

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Gestorben

Am 27. Januar starb der katalanische Dichter Carles Hac Mor. Als »Infrapoet« (mit dieser Bezeichnung beugte er der zunehmenden Trivialisierung des Begriffs »Antipoet« vor) und Anarchist verweigerte er sich konsequent allen Konventionen und akademisch-bürgerlichen Vorstellungen. In über vierzig Bänden setze er auf das politisch subversive Potential der Sprache und unterwanderte zugleich die Sprachmechanismen als Abbild verfestigter Herrschaftsstrukturen.

Nonsense, Experiment, Verwendung von Umgangssprache und Jargons, von dialektalen und aus dem Gebrauch gekommenen Vokabeln und Redewendungen sowie zahlreiche Neologismen sind Charakteristika seiner Texte, die sich den gängigen Klassifizierungen weitgehend entziehen. Berühmt wurden die von ihm erfundenen Genres wie etwa das Eskalaborn, die Paraparemie und das Hyposeptimin.

Der 1940 in Lleida als Carles Hernández i Mor (seinen ersten Nachnamen ersetzte er durch »Hac«, die katalanische Bezeichnung für den Buchstaben »H«) geborene Dichter, Performance- und Konzeptkünstler hatte großen Einfluss auf die »parapoetische« Strömung der jüngeren katalanischen Literatur.

Er trug immer rote Socken.

Hier je ein Artikel der Tageszeitungen Ara und der digitalen Zeitschrift Núvol.

Textbeispiel folgt.

/ à.s.

Sammlung Dada (1)

Ich las irgendwo, daß Original-Dada-Werke rar sind. Das Zubehör der Dada-Performances galt lange als nicht aufbewahrungswert (und wäre ja schwerer zu lagern als Bücher oder Bilder). Ich hab, als ich mein Arbeitszimmer im Institut räumte, einen Hirtenstab entsorgt, der vor etwa 25 Jahren bei einer Aufführung des bruitistischen Krippenspiels von Hugo Ball mit Studenten in der Greifswalder Jakobikirche verwendet wurde (der Hirt war ein Student aus Litauen, glaube ich). Danke an den damaligen Pfarrer, der es uns erlaubte!

Ich hab mal in meiner Bibliothek gekramt. Zuerst 2 Greifswald-Funde – eine alte Folie mit Teilen eines Simultangedichts, und die DVD einer Dada-Performance in Greifswald (90er). Damals veranstalteten wir Performance/Aktion zu Jubiläen von zwei mit Greifswald verbundenen Dadaisten. Richard Huelsenbeck studierte, bevor er Dadaist wurde, ein Semester in Greifswald (ich glaube, der Zusammenhang ist noch nicht erforscht). Der andere, Walter Serner, promovierte in Greifswald (wie zu hören war, mit einer plagiierten Arbeit). Falladada war geboren (es gibt noch Falladada-Hefte aus der Zeit). „Letzte Lockerung“ war eine wunderbare Performance mit Jan Holten im Falladahaus.

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100 Jahre Dada (4)

DADA ist ein Schatz, der immer neu und nicht so leicht zu heben ist. Eines seiner Freude- und Sinn-Potentiale wurzelt in der Kindlichkeit, die für den DADA-Erfinder Hugo Ball Quelle und Versprechen ist:

„Alle Träume der Kindheit sind selbstlos und gelten der Wohlfahrt und Befreiung der Menschheit. Geboren werden die Menschen allesamt als Erlöser und Könige. Aber die wenigsten vermögen sich zu behaupten, oder, wenn sie sich schon verlieren, sich wiederzufinden. Wer das Leben befreien will, muß die Träume befreien.

In der Kindheit erträumen die Menschen sich ein so selbstverständliches Ideal ihrer selbst und der Welt, daß die Erfahrung sie nachher immer enttäuschen muß. Die Berichtigung tritt unversehens ein und der Schock davon ist meistens derart, daß eine gewisse Empfindlichkeit in diesem Punkte niemals erlischt. Wer den Traumschatz der Menschen zu heben vermag, der kann ein Erlöser werden.
Zwischen Traum und Erfahrung liegen die Wunden, an denen die Menschen sterben. Hier liegen die Gräber, aus denen sie auferweckt werden.“

Da DADA diesen Traumschatz anzapfen kann, verliert DADA nie seine Zauberkraft.

Hugo Ball hat sie am eigenen Leib erfahren: In seiner berühmten Rolle als magischer Bischof verkleidet, erlebt er beim Vortrag seiner Lautgedichte die Wiederkehr seiner Kindheit: „Einen Moment lang schien mir, als tauche in meiner kubistischen Maske ein bleiches, verstörtes Jungensgesicht auf, jenes halb erschrockene, halb neugierige Gesicht eines zehnjährigen Knaben…“

Auch wenn die Auftritte der Dadaisten im Cabaret Voltaire in Bild und Ton so gut wie nicht dokumentiert sind, hat sich von diesem Auftritt Hugo Balls als magischer Bischof auf seltsame Weise das unvergessliche Foto erhalten, das heute als Ikone des Dadaismus gehandelt wird.

Hinter diesem Bild, der Ikone, verschwand allerdings für die Öffentlichkeit auch derDADA-Erfinder und die Person Hugo Balls.

Bis heute ist er einer der großen unbekannten Größen der Geistesgeschichte. Zwar liegen inzwischen sieben Bände einer beim Wallstein Verlag erscheinende Ausgabe „Sämtlicher Werke und Briefe Hugo Balls in 10 Bänden“ vor, aber bis heute gibt es keine umfassende Biografie von Hugo Ball, vergleichbar der von Bärbel Reetz vorgelegten Biografie seiner Frau „Emmy Hennings – Leben im Vielleicht.“

Erst mit der Doppelbiografie „Das Paradies war für uns. Hugo Ball und Emmy Ball-Hennings.“, die  vor kurzem vorgelegt hat, ist dieses Manko ein wenig behoben. Ihre detailierte Darstellung vor allem der Geschichte der Paarbeziehung lässt deutlich werden, dass DADA nur eine Episode im Leben der Beiden war, aber eben auch mehr als „nichts“.

Zur DADA-Faszination zählt auch, dass DADA scheinbar mehr als andere Kunstfiguren zum Phantasieren, Spinntisieren, Erfinden und Verfälschen einlädt und auch seriöse Wissenschaftler dabei gerne mitspielen…

Ohne Zweifel trägt dieses Gebrummel, Gesumme und Gemurmel um DADA zu seiner Mystifikation bei – so wird es auch bleiben und auch nach den vergangenen 100 Jahren weitergehen…

Aber wer sich mehr als DADA-Klischees servieren lassen will, sollte selber lesen.

/ Karl Piberhofer, aus 100 JAHRE DADA. Ein faszinierender Schatz. Faustkultur

100 Jahre Dada (3)

An jenem Wintertag in der kriegsneutralen Schweiz traf man sich in einer zuvor ungenutzten Bierkneipe in der Züricher Innenstadt, im Cabaret Voltaire, Spiegelgasse 1. Es war dunkel, das Licht schummrig, die Wände obendrein schwarz gestrichen: womöglich auch eine leicht verspätete Spur der Fin-de-Siècle-Stimmung in europäischen Kunstkreisen – so oder so: Dieser Treffpunkt selbst war schon Teil des Kunstschaffens.

Denn Dada, die Kunstbewegung, war auch eine Manifestation gegen das Kunstschöne, das Naturale der repräsentativen Kunstreligion: ein Aufbruch der Zerstörung des Konventionellen. (…)

Dada – das war der vehement vorgetragene Anspruch noch nicht arrivierter Künstler, in der nervösen Welt des frühen 20. Jahrhunderts Gehör und Beachtung zu finden. Was die Performances im Cabaret Voltaire auszeichnete, waren Vorstellungen in Vielsprachigkeit, in Sprachlichkeit überhaupt, die sich den üblichen Normen entzogen. Man mischte Silben und Buchstaben, tauschte Bedeutungsmöglichkeiten – und unterlief sie damit. Man stand auf der Bühne und schrie und grölte, trug Gedichte nach lautmalerischen Kriterien vor, nicht nach denen der wörterbuchgestützten Erkennbarkeit.

Dada, das war die Zertrümmerung traditioneller Verständnisse von dem, was und worüber die Welt dechiffriert wird. Und es war auch die Ermutigung schlechthin an die Adresse von Dilettierenden, sich einfach mal auszuprobieren – und das mit handwerklich-bastlerischem Geschick. Dada – das war auch die Erfindung der Performance als Kunstform schlechthin.

(…) Um eine gleichzeitig glühende Bewegung zu nennen, die sozusagen Anti-Dada war: Stefan Georges raunender Lyrikkreis, das „Geheime Deutschland“ wollte in Worten neue, tiefere bis gottgleichtiefe Bedeutungen finden. Dada wollte dagegen neue Worte, eine neue Welt überhaupt. Wer politisch kein Reaktionär war, musste sich auf den Größenwahn der Dadaist*innen einlassen. / Jan Feddersen, taz

100 Jahre Dada (2)

Bei Jerome Rothenberg:

Four Dada Poems with Music, in Celebration of the 100th Anniversary of Dada & the Fabled Past

Hugo Ball’s “gadji beri bimba” performed by the Talking Heads, Tristan Tzara’s “Chanson Dada” performed by Matthew Rothenberg’s Noise 292, Ethel Waters’ 1922 blues sounding of “That Dada Strain,” and the performance of a still different kind of Dada Strain by Bert Turetzky & Jerome Rothenberg

Gegendarstellung

So nennt Su Tiqqun ihren Verriß des „Schwarzbuchs der Lyrik“ in der Zeitung junge Welt. Auszug:

Wünschen sich die Herausgeber des »Schwarzbuchs« einen öffentlichen Dreifrontenkrieg zwischen Realverdichtern, hochdotierten Natur-und Konsensdichtern und marktgefällig kalauernden Surf-und Slampoeten? Dann sollte man die Konfrontation mit Umsicht vorbereiten und Aktionismus unterlassen, damit die Anerkennung einer literarischen Transformation forciert werden kann und sich nicht ad hoc demontiert um den Preis der Verballhornung einer ästhetischen Analyse, die »das Alltagsbewusstsein zurechtrückt mittels Irritation«, so Mitherausgeber Kai Pohl. Letztere ist dem Leser sicher: Irritation und dadaistisches »Pnüngse örken« von Ralf S. Werder, »Mörtel im Ohrstecker für Männer in Ausbildung« von Bert Papenfuß, »…hecklig kocht mit stihl brigitte diät…« aus der Feder des Antikommunisten Hermann Jan Ooster, »im halben gespräch kotzt deine / ganze scham ins seichte fahrwasser / der alltagsangst« von Lilly Jäckl oder »… Salamandra, Sorriso, Sackamatz …« von Ann Cotten. Es gibt Reinwaschungen der Beliebigkeit mit den Mitteln der Kapitalismuskritik, Hermetisches, dezentes und avanciertes Sprechen, das »im Einklang mit der Absicht, die Stimmen der Vergangenheit zu brechen« (Katja Horn) oft dem Duktus der Achtziger folgt: Turbobloßstellungen gegen den Turbokapitalismus von Clemens Schittko, aufmüpfig Seismographisches von Jannis Poptrandov, erhaben simple Cut-ups von Kai Pohl und viel kreativer Wahnsinn könnten den angepeilten Leser, unter anderem den Mob, der zwar zum Kotzen ist, aber ein Recht hat, Gedichte zu verstehen, wie Florian Günther sagt, der aber nicht vorkommt, wieder verprellen oder oder in abwinkende Ratlosigkeit stürzen.

Ihr Fazit, das sie voranstellt:

Ein jeder planscht in seinem Teich: Die Konfektionisten der eher monokulturellen Auslese des »Jahrbuchs der Lyrik 2015« paddeln im Kreisverkehr lyrischer Indifferenz. Die Herausgeber der gegenliteraischen Inventur schwimmen ihnen trotzend entgegen. Das jüngst erschienene »Schwarzbuch der Lyrik 2016« demonstriert, dass die subventionierte Biopoesiecompany keine Betriebsstörungen von seiten aufsässiger Lyrikproduzenten befürchten muss. Weder im guten noch im schlechten.

Epidemie der Künste (Hg.): Fünfzigtausend Anschläge. Schwarzbuch der Lyrik 2016. Distillery, Berlin 2016, 131 S., 16 Euro

Goethes Hymnen vertont

Höhepunkt des Abends war Wolfgang Rihms Vertonung der „Harzreise im Winter“, einer beinahe schon expressionistischen Dichtung, in der das Klavier der ausdrucksvollen, freien Gesangslinie dialogisch eine zweite Stimme entgegensetzt. Gerhaher und Huber gestalteten dies mit einer stupenden Verzahnung von Klavier- und Bariton-Stimme, die beide seismografisch aufeinander reagierten.

Bleibt nur zu hoffen, dass nach „Wandrers Sturmlied“, das Richard Strauss 1885 für sechsstimmigen gemischten Chor und Orchester vertonte, auch die letzte noch nicht vertonte der großen Hymnen Goethes, „Der Wandrer“, noch einen mutigen Komponisten findet. Dann wären alle sieben komplett. / Klaus Kalchschmid, Süddeutsche Zeitung 27.1.

Referenzfläche 5#

Heute in der Post: Referenzfläche 5* von Mara Genschel. Auf Seite 1 Zeile 12 mußte Rez. zum ersten mal laut lachen.

Konkretes Institutionslob im rechtschaffenen, süddeutschen Design (Elefantenhautoptik)!
Konkretes Institutionslob im rechtschaffenen, süddeutschen Design (Elefantenhautoptik)!

http://referenzflaeche.com/

Bertram Reinecke [Hg.] „Mara Genschel Material“, Auseinandersetzungen mit dem Werk der Dichterin von Luise Boege, Ann Cotten, Michael Gratz, Martin Schüttler und Meinolf Reul. Dazu enthält der Band  einen Dokumentationsteil mit teilweise unveröffentlichten Arbeitsproben von Mara Genschel
100 Seiten
24 X 18cm
12 Euro (D)
Bestellen unter info[at]reinecke-voss.de
ISBN 978-3-942901-14-7

PEN Award for Poetry in Translation

The shortlist has been announced for the 2016 $3,000 PEN Award for Poetry in Translation! Judge Urayoán Noel will announce the winner on March 1, 2016. We can’t wait. For now, here are the recognized book-length translations of poetry from any language into English published during the current calendar year:

The School of Solitude: Collected Poems by Luis Hernández
Translated from the Spanish by Anthony Geist
Swan Isle Press

The Late Poems of Wang An-shih
Translated from the Chinese by David Hinton
New Directions

Rilke Shake by Angélica Freitas
Translated from the Portuguese by Hilary Kaplan
Phoneme Media

I Burned at the Feast: Selected Poems of Arseny Tarkovsky

Translated from the Russian by Philip Metres and Dimitri Psurtsev
Cleveland State University Poetry Center

The Collected Poems of Chika Sagawa
Translated from the Japanese by Sawako Nakayasu
Canarium Books

Find details on the books, the original longlist, and more, at PEN.

/ Poetry foundation

Post-Dada

In der ePost die Nachricht, daß bei KuNo Post eingegangen ist:

Um den Widerstand gegen die gepolsterte Gegenwartslyrik ein wenig anzufachen schickte uns Wolfgang Schlott dieses kleine post-dadaistisches Manifest.

100 Jahre DADA (1)

Kappel feiert 100 Jahre Dadaismus, also jene Kunst- und Literaturrichtung, die für die Freiheit der Kunst eintrat und in der Kunst das Irrationale betonte. Am 5. Februar 1916 standen im Cabaret Voltaire in Zürich Männer auf der Bühne und sprachen eigenartige Gedichte. Hugo Ball war einer der Gründerväter der literarischen Bewegung, die auf die Kunst insgesamt stark wirkte. In dieser Zeit begann man in der Bildenden Kunst mit Collagen zu arbeiten. Von Hugo Ball stammen aus dieser Zeit sogenannte Lautgedichte. / Badische Zeitung