An Chanukkah 1932, kurz vor der „Machtergreifung“ Hitlers, fotografierte Rahel, die Frau des Rabbiners Dr. Akiba Posner in Kiel, den Chanukkah-Leuchter der Familie vor dem Hintergrund des gegenüberliegenden Gebäudes, das mit Nazifahnen geschmückt war.
Auf die Rückseite des Fotos schrieb Rahel Posner einen deutschen Vierzeiler:
Chanukkah 5692 (1932)
„Juda verrecke“
Die Fahne spricht –
„Juda lebt ewig“
Erwidert das Licht.
Familie Posner verließ 1933 Deutschland, Foto und Leuchter befinden sich heute in Yad Vashem. Hier mehr über die Geschichte.
Regina Ullmann (14. Dezember 1884 St. Gallen, Schweiz – 6. Januar 1961 Ebersberg, Oberbayern)
Erwachen
Ich lag in dir noch unverzweigt,
Du tiefer Felsen einer Nacht;
So kalt wie Stein und trostesarm.
Da fühlt ich plötzlich, wie der Tag
Sich an dem Sein im Licht verfing
Und liebewarm und flammenhaft
Sich an die kleinsten Dinge hing.
Da war ich wach.
Doch war mir noch ein Silberklang,
Der sich an einem Zimbal schlug,
Erhörbar,
Und meines Engels Morgengang.
Aus: Regina Ullmann: Gedichte. Leipzig: Insel, 1919
Hier ein Faksimile einer wohl um 1950 entstandenen eigenhändigen Abschrift
Ausgabe: Gesammelte Werke. 2 Bände, zusammengestellt von Regina Ullmann und Ellen Delp. Einsiedeln/Zürich: Benziger, 1960. – Neu hrsg. v. Friedhelm Kemp: Erzählungen, Prosastücke, Gedichte. 2 Bände, zusammengestellt von Regina Ullmann und Ellen Delp. München: Kösel, 1978
Link: Peter von Matt: Zu Regina Ullmanns Gedicht „Alles ist sein…“ Planet Lyrik
Heinrich Heine (* 13. Dezember 1797 in Düsseldorf; † 17. Februar 1856 in Paris)
Lyrisches Intermezzo
LXV
Die alten bösen Lieder
Die Träume schlimm und arg,
Die laßt uns jetzt begraben,
Holt einen großen Sarg.
Hinein leg ich gar Manches,
Doch sag ich noch nicht was;
Der Sarg muß sein noch größer
Wies Heidelberger Faß.
Und holt eine Totenbahre,
Von Brettern fest und dick:
Auch muß sie sein noch länger
Als wie zu Mainz die Brück.
Und holt mir auch zwölf Riesen,
Die müssen noch stärker sein
Als wie der heilige Christoph
Im Dom zu Köln am Rhein.
Die sollen den Sarg forttragen
Und senken ins Meer hinab,
Denn solchem großen Sarge
Gebührt ein großes Grab.
Wißt ihr, warum der Sarg wohl
So groß und schwer mag sein?
Ich legt auch meine Liebe
und meinen Schmerz hinein.
Elvio Romero (1926-2004)
SPÄT
Jemand erzählt mir etwas
aus meinem Land, erinnert mich an seinen Regen,
seine unbegreifliche Verlassenheit, formt
Worte und Worte, Honig und Sprache, rein,
meines Landes.
Und dennoch, die Stunde ist vorgerückt.
Jemand spricht zu mir .
von einem glänzenden Vergehen, vom Vergehen der Sonne,
die ein Mädchen im Sand verbrennt,
im vollsten Licht, und sie selbst ist es, die
mir jetzt zulächelt, das Antlitz der Sonne zugewandt.
Und dennoch, die Stunde ist vorgerückt.
Und dennoch, die Stunde ist vorgerückt für mich.
Deutsch von Fritz Rudolf Fries
Aus: Poesiealbum 62. Elvío* Romero. Berlin: Neues Leben, 1972
Der paraguayische Dichter wurde am 12. Dezember 1926 in Yegros (Paraguay) geboren; er starb am 19. Mai 2004 in Buenos Aires. 1947 emigrierte er nach Argentinien. Nach dem Sturz des Diktators Alfredo Stroessner wurde er Mitglied der Academia Paraguaya de la Lengua Española und des paraguayischen PEN-Clubs und Diplomat in der paraguayischen Botschaft in Buenos Aires.
*) Der Name heißt korrekt Elvio (nicht Elvío), das ist ein Fehler in dem sonst überaus schätzenswerten Poesiealbum von 1972 (danke an die aufmerksamen Augen, die mich darauf aufmerksam machen!)
Gestorben im November 2017
Am 11. Dezember 1728 wurde Polyxena Christiane Auguste Dilthey (Christiana Büsching) in Köthen, Anhalt geboren. Sie war gebildet, spielte Klavier und dichtete. Hier die Titel von zweien ihrer Bücher:
Sie war durchaus erfolgreich.
Durch Förderung von Franz Dominikus Häberlin verlieh ihr die Universität Helmstedt1751 die Dichterkrone. Die Deutsche Gesellschaft zu Göttingen ernannte sie im selben Jahr zum Ehrenmitglied. Sie war das neunte weibliche Ehrenmitglied der Gesellschaft, die Frauen nicht als Mitglieder aufnahm. Empfohlen hatte sie der Theologe und Geograf Anton Friedrich Büsching, ein Jugendfreund ihres Bruders, mit dem sie seit 1750 verlobt war. Er schrieb am 9. April 1751 an Rudolf Wedekind, den Sekretär der Gesellschaft: „Vielleicht halten Sie die Jungfer Polyxena Christiane Auguste Dilthey in Stadhagen […] vor würdig, Sie unter die Mitglieder Ihrer Deutschen Gesellschaft aufzunehmen. Sie schreibt in ungebundener Rede wie ein gelehrter, und behauptet unter den gelehrten Frauenzimmer einen ansehnlichen Platz […].“ Außerdem war sie Mitglied der adligen Brunnengesellschaft in Karlsbad. (Wikipedia)
Eine Strophe aus einer Ode auf die Würde der weiblichen Geschäfte:
Ja, Schwestern, lernt! ja lernt nur denken,
Blos denkend könnt ihr glücklich seyn.
Müst ihr euch ganz der Wirthschaft schenken,
So geht den Schluß nur denkend ein:
Ja, folget freudig dem Geschicke,
Auf was vor Wegen es euch führt,
O wenn man nur an unserm Blicke
daß unsre Seele denkt, und edel denket, spührt.
In folgendem Gedicht relativiert sie ihr poetisches Genie, und es ist vielleicht nicht nur der Bescheidenheitstopos. Interessant ist es für uns, weil sie Bezugsgrößen weiblichen Schreibens aufmacht:
Gedanken bey Lesung der Verse der Jungfer Zieglerin
Dir feuerreiche Schöne
Dir laß ich deine Scherze,
Und deine Schrift von Liebe,
Und was du sagst vom Weine.
Du singest zwar sehr reizend,
Ich nur aus matten Thönen,
Doch sollen meine Lieder,
So schlecht ich sie auch singe,
Von solchen Dingen handeln,
Die ein gesetztes Wesen,
Das muntre Jahre zieret,
Das selbst die Schönen zieret,
In meiner Brust zu gründen
Mir Lust und Beystand reichen.
Ich bin zwar keine Langin,
und lange keine Walthern,
Und so wie diese dichten,
Die so erhaben dichten,
Werd ich auch niemals dichten:
Doch ihren starken Thönen
Die zugleich zärtlich rühren
Wil ich vergnügt zuhören,
Und darnach meine Seyten
Auch immer besser stimmen.
Ihr Gedicht nennt vielleicht Christiana Mariana von Ziegler (1695–1760), auf deren Texte Bach 9 Kantaten verfaßt hat; sie war die erste und einzige Frau in Gottscheds „Deutscher Gesellschaft“ in Leipzig und wurde 1733 zur „Poeta laureata“ von der Universität Wittenberg gekrönt. Wahrscheinlicher aber Johanna Charlotte Unzer geb. Ziegler (1724-1782), die wie Christiane Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft Göttingen war und 1753 zur Dichterin gekrönt.
Anna Dorothea Lange (-1764), Frau des Dichters Samuel Gotthold Lange, die selber zur Hallischen Schule gerechnet wurde.
Eleonora Walther (1723-1754), ebenfalls Ehrenmitglied der Göttinger und anderer Gesellschaften.
wir – was für Leute waren das nochmal?
Hansjürgen Bulkowski
Ulrich Koch
NEUNTER DEZEMBER
Das vollkommene Gedicht ist eine Landkarte
in einer menschenleeren Gegend.
Ich halte sie in Händen und blicke von oben
aus der Vogelperspektive
herab.
Dort, sehe ich, stehe ich
lesend.
Es ist ganz einfach.
Dann gehst auch du hinein
und wirst nie mehr hinausfinden.
Sándor Weöres
ENTWURF FÜR EINE NEUE DICHTUNG
Auf die Gedichte von Tamas Szentjóby, Dezsö Tandori, Imre Oravecz und anderer unserer jungen Dichter, herzlich
„Das Merkmal eines Verses ist der Sinn.”
Wozu, gestattet, dann noch ein Gedicht?
In Prosa packst du jeden Inhalt leichter,
Präzisern Ausdruck finden die Ideen.
Womöglich ist der Vers gemacht, daß Schüler
Die reimgeschmückte Lehre leichter pauken?
Ergreift er uns am lockren Westenknopf
Und tönt: Dieses alles gilt’s zu wissen!
Vor solcher Dichtung lauf ich fort
In Stille und Musik, ein Narr zu bleiben.
„Das Merkmal eines Verses ist die Form.”
Der reine Klang, das saubere Karee:
Zum Sterben öd: Bist du imstande, János
Kiss, Károly Szász zu lesen? Arany
Schrieb mit Fehlern, Petöfi desgleichen.
Doch jene: über Glaubenseifer, linde
Lüfte, saubere Moral und Vaterland,
Von Vogelsang umrahmt allüberall.
Am rechten Platze alles: Metrum, Reim,
Akzent; die reinste Form und ungenießbar.
Wenn Inhalt nicht, nicht Form, was dann?
Ein guter Vers ist Leben wie ein Apfel.
Beschau ich ihn, gibt er den Blick zurück,
Sagt anderes dem Hungrigen, dem Satten,
Ist anders hoch am Ast, im Korb, im Mund.
Beschloßner Inhalt, feste Formen sind
Ihm fremd. Er lebt nur und macht leben.
Noch tiefern Sinn erfuhr er nicht und will
Er gar nicht wissen. Ein Sinn und tausend
Sind in ihm, wenn wir ihn sehen, fühlen, essen.
Übertragen von Richard Pietraß
Aus: Poesiealbum 135. Sándor Weöres. Auswahl Paul Kárpáti. Berlin: Neues Leben, 1978
Seitdem die Kerm richtig groß begangen wird, gibt es den Kirchweih-Generaler. Das ist eine Kirchweihzeitung, in der alle „Ständerle“ – kurze Gedichte – bei den Wirtsleuten, der mit spitzer Feder verfasste Prolog und Geschichten aus dem Leben der Gärtner niedergeschrieben sind. Der erste Generaler wurde 1949 herausgebracht. Seit fast 70 Jahren druckt ihn die Kitzinger Druckerei Kummor. Inzwischen liefert Kummor-Seniorchef Siegfried Herrmann den Etwashäusern schon seit Jahrzehnten jährlich 1500 druckfrische Exemplare. Der Verkauf trägt seit Jahrzehnten zur Finanzierung des Umzugs bei. Den Prolog für die Premieren-Ausgabe schrieb Hannes Hirth. Emil Engelbrecht verlas ihn in seiner Eigenschaft als Polizeidiener mit Pickelhaube auf dem Kopf und servierte die Ständerle gleich dazu. / inFranken.de
Aus: Band 6 von Trübners deutsches Wörterbuch. Walter de Gruyter, 1955
Felix Philipp Ingold
Vorspruch
Macht die Nacht die Farben aus,
dann ist es wieder Zeit und sind die Farben eins.
(aus dem Notizbuch eines Malers, anonym, 1942)
Ein Ah! ist der Anfang von allem und heisst
soviel wie Schra… wie Schwarz. Soviel wie nichts. Drin
gehn die Farben unter wenn die Nacht sie dimmt
und … da! … schon sind sie enthalten. Schon bedeuten sie
die ganze Finsternis. Behaupten sich wabernd
in ihrer Sinnlosigkeit. Was übrigens auch für die Vokale
gilt. Für Eh! das nichts von dieser Schwärze
weiss. Für Iii! das s-si-sirenengleich die Morgenröte
auf die Spitze treibt. Für Uh! das ewig grünt und
Oh! das jedem Blau des Himmels gilt. Doch das Ende
von allem ist dann wie immer der morgige Tag
der nur einfach alles Heutige zum Gestrigen macht.
Aus: Felix Philipp Ingold: Niemals keine Nachtmusik. Gedichte. Klagenfurt und Gaz: Ritter, 2017, S. 7
Richard Anders
Wort Wo das abstrakte Wort grenzenlos in Duft- frische übergeht,endet auch die Macht dei- nes nach Asche süchtigen Zunders, dessen selbstverzehrende Glut fruchtlos ist. Mach dir nichts vor: Der Widerschein deines Au- todafés in Leserköpfen hindert diese nicht daran, im Heu, das noch nicht trocken ist, mit steifen Nasen und nassen Mündern übereinander herzufallen.
Aus: Richard Anders: Verscherzte Trümpfe. Prosa. Mit Zeichnungen von Horst Hussel. Berlin: Edition Galrev, 1993, S. 75
Die Anthologie, deren Beilagen ich gestern vorstellte, ist auch in sich sehr ergiebig:
Liederdichtung und Spruchweisheit der alten Hellenen. In Übertragungen von Oberstudienrat Lorenz Straub. Berlin u. Stuttgart: W. Spemann, o.J. [1908]
Ergiebig für die Suche nach ältesten Exemplaren aller möglicher Gattungen und Formen. Viel Material zum Beispiel für die Beschäftigung mit Monostichen.
Der erste Abschnitt bringt Homer und die Homeriden. Hesiod und die Lehrdichtung. Aus dem vorletzten Teilkapitel drei „Monostichen“ (ich setze es zunächst in Anführungsstriche, weil es vom modernen Herausgeber aus größeren Werken Herausgezogenes ist (a) oder von antiken Zeugen Zitiertes (b, c).
a)
Armut blödet den Geist, Reichtum gibt sichere Keckheit.
(Hesiod, Werke und Tage 319)
b)
Orpheus (?)
Mitläufer.
Thyrsosträger genug, und der Gottesbegeisterten wenig!
c)
Pigres
Ein Vielwisser.
Viel zwar wusste der Mann; doch wusst' er es alles nicht richtig.
Die Überschriften bei b und c sind natürlich editorische Zutat.
Kurze Kommentare zu Alter und Erfindungen.
Hesiod ist natürlich mit Homer der Erste und Erfinder von fast allem, was wir über die ältesten Griechen wissen. Man nimmt an, daß er um 700 v.u.Z. lebte, also gut 100 Jahre vor Sappho. Homers und Hesiods Form ist der Hexameter. Man muß wohl davon ausgehen, daß ihren Werken jahrhundertelange Übung vorausging.
Orpheus ist noch stärker als die beiden eine mythische Figur. Sein Vater ist der (ebenfalls mythische) thrakische König Oiagros, seine Mutter die Muse Kalliope. Ein Jahrhundert kann man da nicht angeben. Interessant ist aber, daß er bei Homer und Hesiod nicht erwähnt wird. Die älteste bekannte Erwähnung scheint von dem Dichter Ibykos zu stammen – er sagt nur in zwei Wörtern, daß sein Name berühmt ist. Von Pindar wissen wir die Namen der Eltern. (Es gibt jedoch auch andere Berichte, nach denen Apollo selber als Vater gilt). Die meisten antiken Quellen akzeptieren seine Existenz, wenige, darunter aber Aristoteles, bezweifeln, daß es ihn wirklich gab. Das Fragment b scheint den Dionysuskult oder zumindest seine Adepten zu kritisieren. Verständlich scheint es auch heute noch, unmittelbar und auch ohne mythische Bezüge.
Pigres ist schon eher historisch und auch deutlich später. Wir sind etwa 200 Jahre nach Hesiod. In der Zwischenzeit liegen Archilochos, Alkaios, Sappho, zu den heroischen Dichtungen in Hexametern sind individuellere, der Lebenswirklichkeit der Menschen nähere gekommen – das Distichon erlaubt es, dem hexametrischen Höhenflug etwas Skepsis beizugesellen, vieles kommt uns unmittelbar „modern“ vor. Noch näher am modernen, reflexiven, skeptischen Menschen ist der Jambus, mit dem man auch mal, wie bei Archilochos, den Heldenkult lächerlich machen oder über den Steuereintreiber schimpfen kann. Und dann die lyrischen Strophen bei Alkaios und Sappho…
Pigres hat das nicht erfunden. Aber offenbar hat er sich dieser Erfindungen der Vorfahren bedient. Er soll die Ilias „bearbeitet“ haben, indem er zwischen die Hexameter jeweils Pentameter einfügte, was elegische Verse ergibt. Schade, wenn wir das Ganze hätten, könnten wir besser beurteilen, inwiefern das elegische Versmaß den heroischen Mythos unterläuft. Vielleicht ist es kein Zufall, daß die älteren heroischen (staatstragenden) Dichtungen komplett überkommen sind, während die modernen, individuellen, skeptischen und alltagsnahen späteren nur in kleinen Fragmenten überliefert sind? Umberto Ecos Fiktion die Komödie betreffend könnte auch auf Sappho, Archilochos oder Pigres passen.
Pigres jedenfalls ist einer der Erfinder. Er war offenbar der erste, der den jambischen Trimeter einführte.
Antiquare leben von alten Büchern, die sie weiterverkaufen. Einmal traf ich einen, der verkaufte mir die Erstausgabe von Goethes Faust spottbillig. Ich hab ihn nicht gefragt warum, ich hab schnell bezahlt. Ich nehme an, er hat die Abnutzungsspuren stark preismindernd verrechnet. Es war schon fast abgeschrieben. Ich weiß nicht, ob er sein Geschäft noch hat.
Ich liebe alte Bücher. Was ich grad lese, ist von 1908, Vorbesitzer haben keine Namen hineingeschrieben, es gibt nur wenige sehr behutsame Bleistiftnotizen (Lebensdaten wenig bekannter griechischer Dichter), ein paar Lesezeichen und zwei beiliegende, gefaltete A4-Zettel. Einmal in Handschrift und einmal mit Schreibmaschine stehn darauf dieselben sieben Sapphofragmente „aus den Übertragungen von Ernst Morwitz“. Hier zwei von den drei Seiten in Fotokopie. Morwitz gehörte zum Freundeskreis Stefan Georges. 1936 konnten noch in Nazideutschland seine Sapphoübertragungen bei Bondi erscheinen. 1935 war er wegen seiner jüdischen Herkunft als Beamter entlassen worden. 1938 verließ er Deutschland und ging in die USA. Die Abschriften eine Art Konterbande.
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