Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Das ehrgeizige Projekt des ehemaligen ungarischen Staatssekretärs für Kultur Géza Szőcs, als Vorsitzender des ungarischen P.E.N.-Clubs “eine Art Nobelpreis für Lyrik” zu schaffen (mno/mti), hat jetzt mit einem Fiasko begonnen. Géza Szőcs, Schriftsteller und Mai 2010-Juni 2012 Staatssekretär für “Kultur und nationales Kulturerbe” der Orbán-Regierung, wurde im Dezember 2011… Continue Reading „57. Abgelehnt“
In meinem Reader gibts eine Liste spezieller Lyrikbuchhandlungen in New York. Aber die Zeit in der Stadt war zu knapp, um sie mit Einkauf zu verbringen. Am dritten Tag fuhren wir weiter durch den ländlichen Staat New York und durch Pennsylvania. Indian Summer in… Continue Reading „55. Bücherkauf in den Staaten“
Warum kaufst du das Buch, wenn du schon die Pdf hast, fragt mich der Verleger. Ist doch ganz einfach. Die Pdf hab ich gelesen, das Buch stell ich ins Regal. Wenn es nämlich ein schönes ist. Zur Not kann mans mal verschenken. Vorm nächsten… Continue Reading „43. Flexibel“
Das erste Lesen war mir ein Rausch. Niemals zuvor war ich in einer so kurzen Zeit durch einen solchen Berg von Gedichten geritten. Atemlos, erschüttert, befreit. Ja, dachte ich immer wieder, so muss man das machen. Region der Unähnlichkeit. Region of Unlikeness. Allein das… Continue Reading „28. Region der Unähnlichkeit“
Mein aktueller Lieblingstext im Buch, und ich sage aktuell, weil dieses Buch mich fortan begleiten und dabei auch der Lieblingstext wechseln wird, ist eine Art fiktives Gespräch, das der Autor mit Erik Satie führt. Cage reagiert darin auf Äußerungen Saties und solchen, die ihm… Continue Reading „27. Buch für Entdecker“
Der vietnamesische Dichter-Dissident Nguyen Chi Thien starb am Dienstag in Kalifornien im Alter von 73 Jahren. Sein Übersetzer Nguyen Ngoc Bich erklärte, Thien sei der berühmteste vietnamesische Dichter seiner Generation. „Es ist wie das Hinsterben eines großen Symbols des sogenannten freien Vietnam, Leute, die… Continue Reading „24. Vietnamesischer Lyriker gestorben“
„Language seems to me intrinsically comic — noises of the tongue, lips, larynx, and palate rendered in ink on paper with the deepest and airiest thoughts in mind and the harshest and tenderest feelings at heart.“ / Roy Blount Jr., geboren 1941 in Indianapolis, Indiana, aufgewachsen… Continue Reading „16. Sprache“
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE Much of the poetry that has endured the longest is about the relentless movement of time, and in ways all art is about just that. Here’s a landscape in which time is at work, by Geraldine Connolly, who… Continue Reading „15. American Life in Poetry: Column 393“
Die amerikanische Lyrikerin Jorie Graham gewann den mit £10,000 dotierten Forward Prize for Poetry für ihren Band P L A C E (Carcanet). Das wurde am Montag in London bekanntgegeben. Sam Riviere erhielt den Preis für den besten Debütband und Denise Riley mit „A… Continue Reading „11. Forwardpreise“
Eine ältere Frau mit hellen, verständigen, etwas müden Augen steht auf der Bühne des Literaturhaus Wien. Ihre Haare trägt sie grün gefärbt und kurz, auch ihre Fingernägel sind grün lackiert. Neben ihr sitzt ein Mann, der auf einem hohlen Baumstamm trommelt. Sie deklamiert ein… Continue Reading „10. Ruth Weiss“
„Amerika bereitet sich mit Gelassenheit und Wohlwollen auf seine Besucher, die sich angemeldet haben, vor.“ / Walt Whitman, Vorwort zur Erstausgabe der “Grashalme” 1855. In: Walt Whitman: Grashalme. Nachdichtung von Erich Arendt. Leipzig: Reclam 1981, S. 23. Die sich angemeldet haben, wie wahr. Sorgfältig… Continue Reading „8. Hier irrte Whitman“
BY TED KOOSER, U.S. POET LAUREATE Kay Ryan was our nation’s Poet Laureate at The Library of Congress for the 2008-2010 terms. Her poetry is celebrated for its compression; she can get a great deal into a few words. Here’s an example of a… Continue Reading „3. American Life in Poetry: Column 391“
Nichts will ich zwischen uns haben, auch den prächtigsten Vorhang nicht. Was ich sage, bedeutet genau das, was es wirklich ist. Mag, wer will, begeistern, verblüffen, bezaubern oder schmeicheln, meine Ziele wollen die gleichen sein wie die von Gesundheit, Hitze oder Schnee, und wie… Continue Reading „1. Wie Gesundheit, Hitze oder Schnee“
Tom Marshall To Whom It May Concern This book-panelled room is moving at a great speed throughout the universe (and this is the kind of statement my panelled reviewers loathe). I am not on any drug, even alcohol. I am not hallucinating. (I… Continue Reading „120. To Whom It May Concern“
von T.S. Eliot (* 26.9. 1888 St. Louis, Missouri) erzählt der Writer’s Almanac Garrison Keillors diese Anekdote. Jemand sagte zu Eliot: „Die meisten Verleger sind verhinderte Schriftsteller.“ Eliot antwortete: „Die meisten Schriftsteller auch.“ – Der Almanach bringt ein Gedicht des Tages (heute von Richard… Continue Reading „110. Zum heutigen Geburtstag“
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