Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Es lesen Augusta Laar, Sabina Lorenz, Gabriele Trinckler, Ruth Wiebusch, Armin Steigenberger, Frank Schmitter, Jürgen Bulla und Markus Breidenich. Moderation: Karin Fellner und Andrea Heuser (München) Dienstag, 3. August 2010, 19.00 Uhr Alter Hof, Außenfläche, 80331 München (bei Regen: Infopoint Museen & Schlösser in… Continue Reading „1. Reimfrei-Sommerfest der Lyrikoase“
Der russische Dichter Innokentij Annenskij (1855-1909) treibt seine lyrischen Ich-Figuren ruhelos meditierend durchs Gestrüpp eines paradiesischen Gartens. Der seit der Kindheit herzkranke Grübler und Träumer, der 14 Fremdsprachen beherrschte und als Altphilologe sämtliche Tragödien des Euripides übersetzte, bewegt sich – wie ein Gedichttitel lautet… Continue Reading „131. Märtyrer der Schlaflosigkeit“
Selten gelingt mit einem Debüt ein großer Wurf, der sich ins Gedächtnis der Leser einschreibt. „Alle Lichter“ der 1981 in Berlin geborenen Nadja Küchenmeister hat das Zeug dazu. Die ewigen Themen Leben und Sterben, Willkommen und Abschied, Vergänglichkeit und Einsamkeit laufen als Echos und… Continue Reading „130. Wind, Luft, Schatten und Licht strömen anders“
Nach wie vor ist die Kunde vom bedeutendsten tschechischen romantischen Dichter nicht über die Grenze gedrungen. Karel Hynek Mácha (1810–1836) ist ausserhalb seiner Heimat kaum bekannt. Dabei bildet sein Werk einen Angelpunkt tschechischer Identität, der auch politisch immer wieder wirksam wurde. … Denn Karel… Continue Reading „126. Karel Hynek Mácha“
Aus einem Bericht der FAZ über die Aufnahme des Spötters Heinrich Heine in die bayrische Walhalla: Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, empfing die [Düsseldorfer] Abordnung mit den Worten: Man freue sich in Bayern ja stets über Besuch, aber in einer solchen Stärke, da sei… Continue Reading „123. Walhalla-Splitter“
Jedes Wort des Librettos stammt von Nietzsche, aber der Text ist von Wolfgang Rihm, und bei ihm hat Nietzsche auch Wittgenstein gelesen. Einer älteren Äußerung nach hielt Rihm Nietzsches Texte einst für unvertonbar, aber die Bedenken haben sich erledigt. Seine Musik beweist eher, dass… Continue Reading „122. Nietzsche hat Wittgenstein gelesen“
Bücher lesen? Nö, lieber kicken gehen. Rechtschreibung? Geh mir fort! Der Deutsch-Türke Cumali Zengin, 18, hatte ganz andere Interessen, als sich Gedanken über Sprache zu machen. Doch dann schrieb er Liebeslyrik und ist heute ein preisgekrönter Dichter – mit einer miserablen Deutschnote. / Spiegel… Continue Reading „121. Cumali Zengin, Dichter“
Der Bernstein-Verlag bereitet die Eröffnung einer trilingualen Weltpoesie-Reihe unter dem Titel »Stimmen der Völker in Liedern/Voices of the World in Song« vor, in der jeweils national-literarische Kostbarkeiten versammelt werden. In der Originalsprache und einer englischen sowie deutschen Übersetzung, nach Möglichkeit auch mit einer Audio-CD der in… Continue Reading „120. Stimmen der Völker in Liedern/Voices of the World in Song“
Sarah Kirsch war schon in ihren frühen Jahren eine berühmte, jedenfalls in der DDR anerkannte Dichterin: Sie wurde 1935 im Harz geboren, sie ging 1977 in die Bundesrepublik. Sie lebte einsam in Schleswig-Holstein und wurde dann, im Westen, offensichtlich unterschätzt. Die Poesie der jungen… Continue Reading „118. Die Poesie der jungen Sarah Kirsch“
Besser gelang der Auftritt des Lyrikers Hendrik Rost, der sich gar nicht erst auf das angebotene Lesestühlchen setzte, sondern stehend seine kurzweiligen Gedichte vortrug. Ja, Gedichte über das Millerntor, über MySpace, das geht. Überhaupt versteht es Rost, profanen Alltag listig in Szene zu setzen:… Continue Reading „117. Gelungen“
Lob von höchster Stelle ist er gewohnt. Literaturnobelpreisträger Günter Grass gefiel die „ungewöhnliche Art“ seiner Gedichte, der Kölner Autor Hans Bender schrieb ihm: „Ich bewundere Ihre Intelligenz, die Leichtigkeit, Klarheit Ihrer Formen, Ihrer Sprache.“ Doch in Hürth, wo er seit fast 40 Jahren lebt,… Continue Reading „116. „Weitgehend unbekannt““
Mit ihrem Debüt „Wie kommt das Salz ins Meer“ hatte sie 1977 einen Gipfel erklommen, von dem aus es nur noch bergab ging: Jetzt wurde die österreichische Schriftstellerin Brigitte Schwaiger tot in der Donau gefunden. / Faz.net 27.7.
Nur dann wird der Arme wahrgenommen, wenn man glaubt, ihm auch sein Allerletztes aus der Tasche holen zu können. Denen, die so denken und handeln, sollte „sächsisch geholfen“ werden: „Mer wallen ich halfen!“, das heißt: „Wir wollen es euch schon zeigen!“ Satirische Gedichte sind… Continue Reading „114. Sächsisch geholfen“
Den Einzelheiten trauen, die letzten Wörter Wagen ins Gedächtnis sich hinaus. Ein junger Tag erwartet, was wir anzubieten haben, jetzt. HG Adler, aus: Einsamkeit, Gedicht, 1985 Gefunden in einer Besprechung von Katja Schickel zu Hans G. Adler: Die Dichtung der Prager Schule. Arco Verlag, Wuppertal… Continue Reading „113. HG Adler“
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