Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Nach ihrer Scheidung 1955 schrieb Forugh Farrochsad Gedichte, um ihre Lebenskrise zu verarbeiten. Die damals erst 20-Jährige hatte mit der Scheidung nach iranischem Recht das Sorgerecht für ihren kleinen Sohn verloren. Gefangen in der Ausweglosigkeit widmete sie sich der Lyrik. Im Kunstraum lasen die… Continue Reading „105. Persische Dichterin“
Mit ihren ausdrucksvollen Sopran- und Alt-Stimmen und gewinnender Ausstrahlung sangen sie im ersten Teil Lieder der 20er Jahre aus Kabarettkreisen von Berlin und Wien wie Tucholskys schillerndes „Tamerlan“ oder revuehaft flotte Schlager und amüsant-ironische Lieder wie „Was machst du mit dem Knie lieber Hans“,… Continue Reading „104. VokaLiesen erinnern an Schopfheimer Juden“
Der indische Dichter A Ayyappan starb im Alter von 61 Jahren in Thiruvananthapuram. Er war ein bekannter modernistischer Malayalamdichter. Sein Bohèmeleben und seine anarchische Lyrik gewann ihm viele Bewunderer. / Times of India Die kroatische Schriftstellerin Vesna Parun ist am Montag im Alter von… Continue Reading „103. Gestorben“
In Urs Engelers roughblog heute die Gegenrichtung, Anja Utler und Jan Wagner (gestern übrigens gabs eine Notiz für Jan W. und Anja U.) – Bruno Steiger) Heute diesen Veranstaltungshinweis: Heute Abend ist die Dichterin Elke Erb auf Berlins Bühnen zu erleben. 19.30 Uhr, O-TONART-Theater, Schöneberg: http://www.o-tonart.de/berlin/programm.php?date=2010-10-26
Für 20 junge Autoren entscheiden beim open mike 15 Minuten über den Erfolg. Ausgewählt aus 700 Einsendungen, ist für sie beim Finale am 13. und 14. November in der Wabe in Berlin 15 Minuten das Mikro geöffnet, 15 Minuten, um mit ihren Texten die… Continue Reading „99. Das Mikro ist offen: 15 Minuten beim open mike“
Die Preisverleihung im Überlinger Kursaal war eine glanzvolle Hommage an die gesprochene Literatur. Erstmals bekam in dem Schweizer Christian Uetz ein Vertreter der „Spoken Word Poetry“ die seit 1954 zum 38. Mal verliehene, renommierte Auszeichnung. Ja, müssen wir das denn überhaupt ernst nehmen und… Continue Reading „98. Bodensee-Literaturpreis für „orale Kunst““
Die jüdische Lyrikerin Gertud Kolmar gab in ihren Gedichten den Rosen phantasievolle Namen: „Liebe“, „Traumsee“, „Marzipanrose“ oder „Rose in Trauer“. Sechzehn Rosenstöcken widmete die Künstlerin in ihrem Zyklus „Bild der Rose“ ein Gedicht. Der Rosengarten setzt der Falkenseer Dichterin und ihrem künstlerischen Schaffen ein… Continue Reading „97. Rosengarten für Gertrud Kolmar“
Manila, Philippinen. Am 30. Oktober wäre der tragische Dichter und Dramatiker Miguel Hernández 100 geworden. Ihm zu Ehren organisiert das Instituto Cervantes in Manila die erste Non-Stop-Lesung des Landes. Die Lesung beginnt am 28. Oktober um 11:00 in der Miguel-Hernández-Bibliothek des Instituts. Unter dem… Continue Reading „96. Kettenlesung für Miguel Hernández“
Durs Grünbein befreit sich in Rom vom Panzer des Bildungsdichters, schreibt Andreas Nentwich, Die Zeit 42: Grünbein schätzt an den lateinischen Klassikern, dass sie die „Persona“ erfanden, den Vorläufer des lyrischen Ich, das nicht mit dem ganzen Menschen verwechselt werden darf. Und er war, während… Continue Reading „95. Grünbeins Rom“
Hindert aber das Lesen nicht am Schreiben? Der richtig gute Leser verhält sich passiv. Jene, die selbst schreiben, sind dagegen meistens Diebe. Und wo stiehlt der Dichter am liebsten? Eine Zeitlang etwa bei Rilke. Da hat man einen Rilke-Tick, den man ganz toll… Continue Reading „94. Dichter sind Diebe“
Hopkins ist schwer übersetzbar. Ursula Clemen und Friedhelm Kemp haben sich daran versucht (1954 bei Kösel, 1973 bei Reclam), Wolfgang Kaussen (1993 im Verlag SPQ) sowie Stefan Döring, Gerhard Falkner, Henryk Gericke und Andreas Koziol (1995 bei Galrev). Nun also die in Finnland lebende… Continue Reading „93. „Gefetz, Gelitz von Grünerei““
„Urs Engelers Erben“ bringen „a poem a day„, Samstags auch mal zwei: heute brachte die Post ein Gedicht von Jan Wagner und ein oder zwei von Anja Utler nach Jan Wagner mit der Ankündigung: Dieses Gedicht gehört zur Deutsch-Deutschen Übersetzungswerkstatt, die bald als roughbook 007… Continue Reading „91. Deutsch-deutsch im roughblog“
1988 begegneten sie sich das erste Mal: Ralph Grüneberger aus Leipzig, der zu einer Lesung als „Arbeiterdichter“ nach Osnabrück reisen durfte, und Wolfgang Rischer, damals noch Lehrer. Er lebt in Süpplingen bei Helmstedt. Nahe am einstigen Grenzübergangspunkt. … Später – da war der Schampus vom… Continue Reading „90. Deutsch-deutsch in Leipzig“
Gleich mehrere Jubiläen verschmolzen in einer Feierstunde, zu der der Arbeitskreis Marie Luise Kaschnitz ins Bildungshaus Kloster St. Ulrich eingeladen hatte. Am 36. Todestag der Dichterin, der jedes Jahr gefeiert wird, präsentierte Dieter Schnebel, jüngst 80 alt geworden, seine Vertonungen von Gedichten seiner Schwiegermutter… Continue Reading „89. Kaschnitz + Hebel + Schnebel“
Noch vor drei Jahren hatte die Zeitschrift „BELLA triste“ ein kühnes Heft vorgelegt, das mit akribischen Textanalysen und angriffslustigen Essays den verkümmerten Lyrik-Diskurs wieder in Bewegung brachte. Diese Ansätze sind mittlerweile wieder versickert. Leider hat sich „BELLA triste“ wieder auf den bewährten Weg der… Continue Reading „88. Zeitschriftenlese“
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