Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Emily Brontë (* 30. Juli 1818 in Thornton, Yorkshire; † 19. Dezember 1848 in Haworth, Yorkshire) – 200. Geburtstag Stark steh ich hier, hab wohl erlitten Wut, Haß und Hohn — ein bittres Weh Stark steh ich, lache, wenn ich seh Wie alle Welt… Continue Reading „Stark steh ich hier, hab wohl erlitten“
Simon Dach (* 29. Juli 1605 in Memel, Herzogtum Preußen, Königreich Polen; † 15. April 1659 in Königsberg, Herzogtum Preußen) Horto recreamur amoeno Der habe Lust zu Würfeln und zu Karten, Der zu dem Tanz und der zum kühlen Wein, Ich liebe nichts, als… Continue Reading „Zur Frühlingszeit braust der Hochzeitsgott“
Franziska zu Reventlow (* 18. Mai 1871 in Husum; † 26. Juli 1918 in Locarno, Schweiz – 100. Todestag) Treulos bin ich gewesen und hab dich einst doch geliebt, Kannst du mir vergeben, wenn ich dein Leben getrübt? Treu hatt‘ ich dir geschworen, Liebe… Continue Reading „Treulos bin ich gewesen“
Felix Philipp Ingold Fortschritt (1) Als Betonkeiler schießt an jedem Ende ein „Wir sind!“ empor, mit tollem Pathos und in blödem Einerlei nimmt das vereinte „Wir!“, bevor „Ich bin!“ zum letztenmal das Sagen hat, feist überhand und ist schon da und hält die Luft… Continue Reading „Sonett“
Ángeles Mora Heb deine Manneskünste auf für andere Entfernungen, subtilere. Hier in der Offenheit zwischen uns beiden bevorzuge ich die Abwesenheit von Rhetorik. Aus: Poetik. Drei Gedichte. Aus dem Spanischen von Maria Meinel. In: die horen 270 (2018), S. 156 Ángeles Mora, geb. 1952… Continue Reading „Epigramm“
Lyrikwettbewerb um den Leonce-und-Lena-Preis und die Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise am 29. und 30. März 2019 in der Centralstation Darmstadt Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 15.09.2018 „Mein Leben gähnt mich an wie ein großer weißer Bogen Papier, den ich vollschreiben soll, aber ich bringe keinen Buchstaben heraus.“ Dieses… Continue Reading „Leonce-und-Lena-Preis 2019“
Die Blume der Blumen Philipp Otto Runge (* 23. Juli 1777 in Wolgast; † 2. Dezember 1810 in Hamburg) Es blüht eine schöne Blume in einem weiten Land; Die ist so selig geschaffen und Wenigen bekannt, Ihr Duft erfüllet die Thale, ihr Glanz erleuchtet… Continue Reading „Die Blume der Blumen“
Angelika Janz Version zwei Meine Gedanken vernetzt, nicht geerdet, notverschlossen, ausgesteuert, gegeneinander getrieben von Werbepanzern. Diese Gedanken Noch einmal gegeneinander geschossen, noch kindheitsbeatmet, noch atemlos noch unkaputtbar, weil reißfestes Gedächtnis. Vernimm im Hörschatten unartikuliert Rufe nach einer Sprache, die tanzt. Stattdessen Schreisalven. Blickgesten in… Continue Reading „Sprache, die tanzt“
Rudolf Ditzen (Hans Fallada) Mordzimmer Wie seltne Blumen blüht an falben Wänden Verspritzten Blutes klebriges Gerinnsel, Am Tisch ein Abdruck noch von roten Händen In einer Ecke hockt gemordetes Gewinsel. In bunten Teppich angstgezähnt verbissen, Liegt stumm am Boden eines Weibes Leiche, Von blauem… Continue Reading „Mordzimmer“
Christine Busta (* 23. April 1915 in Wien; † 3. Dezember 1987 ebenda) Cordelia Ich weiß nicht, ob es gut war, daß ich schwieg: wen Ekel stumm macht, wer’s verschmäht hat, sich zu wehren, ist schuldig, wenn sie Schritt für Schritt das Recht verkehren;… Continue Reading „Cordelia“
Ricarda Huch (* 18. Juli 1864 in Braunschweig; † 17. November 1947 in Schönberg im Taunus) Wo hast du all die Schönheit hergenommen, Du Liebesangesicht, du Wohlgestalt! Um dich ist alle Welt zu kurz gekommen. Weil du die Jugend hast, wird alles alt, Weil… Continue Reading „Wo hast du all die Schönheit hergenommen“
Tone Avenstroup Aus: tone avenstroup: i tallenes tid. in zeiten der zahlen. Übersetzung aus dem Norwegischen in Zusammenarbeit mit Bert Papenfuß. Ostheim/Rhön: Peter Engstler, 2010
Tone Avenstroup Aus: tone avenstroup: i tallenes tid. in zeiten der zahlen. Übersetzung aus dem Norwegischen in Zusammenarbeit mit Bert Papenfuß. Ostheim/Rhön: Peter Engstler, 2010
„Ein dem Alkaios, vielleicht auch der Sappho zugeschriebenes Fragment“, Übersetzung H. Fränkel: … Vögeln vom See zu dieser Stadt … … von Gipfeln her, von denen wohlriechende … … neben blaugrüner Weinrebe grünes Ried … … frühlingshaft … … weithin sichtbar … zit. bei… Continue Reading „Fragment“
HERTHA KRÄFTNER (* 26. April 1928 in Wien; † 13. November 1951 ebenda) Die grausamen Morgen Die Morgen sind wie Schwertstreiche durch die schwarzen und grünen Pflanzen der Nacht. Wenn ihre vollen Schäfte rauschend niederbrechen, verrinnen die süßen Düfte und die bitteren Säfte, und… Continue Reading „Die grausamen Morgen“
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