Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Luise Hensel (* 30. März 1798 in Linum, Mark Brandenburg; † 18. Dezember 1876 in Paderborn) Unbegreiflich Sie rechnen viel und zählen, Und Eins ist doch nur noth. Sie sorgen stets und quälen Sich nur um’s Erdenbrod. Sie schaffen, tauschen, wählen, Und bald doch… Continue Reading „Heut roth und morgen todt“
Jo Mihaly (eigentlich: Elfriede Steckel, Geburtsname: Elfriede Alice Kuhr; * 25. April 1902 in Schneidemühl; † 29. März 1989 in Seeshaupt, Bayern), Tänzerin, Schauspielerin, Schriftstellerin Bettelsong Ach quatsch mich nicht an, Mensch Mit deinem Sermon lehr du mich die Welt verstehn! Wat weisst denn… Continue Reading „Bettelsong“
Sophie Mereau-Brentano (* 27.03.1770, † 31.10.1806) An einen Baum am Spalier Armer Baum! – an deiner kalten Mauer festgebunden, stehst du traurig da, fühlest kaum den Zephyr, der mit süßem Schauer in den Blättern freier Bäume weilt und bey deinen leicht vorübereilt. O! dein… Continue Reading „An einen Baum am Spalier“
Richard Leising (* 24. März 1934 in Chemnitz; † 20. Mai 1997 in Berlin) Homo sapiens Der Mensch lebt nicht vom Brot allein Er will auch sein Rettich und Eisbein. Unsertäglichbrot genügt ihm nich Er schreit nach seinem Brotaufstrich. Von der Wiege bis zum… Continue Reading „Homo sapiens“
Yoko Tawada Die japanisch-deutsche Schriftstellerin wurde am 23. März 1960 geboren. 4 Seiten aus: Yōko Tawada: Abenteuer der deutschen Grammatik. Gedichte. Tübingen: konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, 2010
Hans Arnfrid Astel L’ORIGINE DU MONDE (November 1996) für Courbet & Lacan Die Innenlippen blinzeln aus den äußern. Im Lebenswasser spiegelt sich das Land, lachendes Ufer aller Landungswünsche. Hier springt die Welt zur Welt bei der Geburt, nachdem zuvor die Welt zur Welt gedrungen.
Hans Arnfrid Astel Hilde Domins Frage „Wozu Lyrik heute?“ erinnert mich an einen Witz, wo der Leutnant den Rekruten fragt, „Weshalb soll der Soldat sein Gewehr nicht fallen lassen?“ worauf dieser antwortet, „Ja, warum soll er eigentlich nicht?“ Aus: Neues (& Altes) vom Rechtsstaat… Continue Reading „Wozu Lyrik heute?“
Hans Arnfrid Astel (eigtl. Arnfrid Astel, Pseud. Hanns Ramus, * 9. Juli 1933 in München; † 12. März 2018 in Trier), deutscher Lyriker Aus Leibeskräften brüllt er ins leere Weltall. Man hört ihn nicht weit. Aus: Sternbilder. West-östliche Konstellationen. Heidelberg: Wunderhorn Verlag, 1999
Zeit: 14.-15. Mai 2018 Veranstaltungsort: Maxim Gorki-Institut für Weltliteratur der Russischen Akademie der Wissenschaften, Moskau Zum Andenken an Prof. Vladimir Sedelnik Am 14.-15. Mai 2018 veranstalten die Abteilung für neuere Literaturen Europas und Amerikas und die Abteilung für neuere russische Literatur und Literatur des… Continue Reading „Russland — Deutschland: literarische Begegnungen nach 1945“
Inge Müller (geb. Inge(borg) Meyer, * 13. März 1925 in Berlin; † 1. Juni 1966 ebenda) M.B.* Im Wein ist Wahrheit, sagst du Bier macht ehrlich Und Schnaps löst mir die Zunge. Im Rausch erst bin ich was ich bin: Narr, Weiser, Revolutionär und Dulder… Continue Reading „Noch ein Bier!“
Heinrich Heine Lied der Marketenderin (Aus dem Dreißigjährigen Krieg) Und die Husaren lieb ich sehr, Ich liebe sehr dieselben; Ich liebe sie ohne Unterschied, Die blauen und die gelben. Und die Musketiere lieb ich sehr, Ich liebe die Musketiere, Sowohl Rekrut als Veteran, Gemeine… Continue Reading „Ich liebe sie alle, die Braven“
Zum 100. Todestag Frank Wedekinds (* 24. Juli 1864 in Hannover; † 9. März 1918 in München) heute ein Gedicht und die erste Strophe eines zweiten. Schluß Ich wußte ehmals nichts davon, Bin unschuldsvoll gewesen, Bis daß ich Wielands Oberon Und Heines Gedichte gelesen.… Continue Reading „Dichters Klage“
Menschen ohne Todesdatum. Vermutlich Anfang März 1943 starb in Auschwitz Gertrud Kolmar (Pseudonym für Gertrud Käthe Chodziesner, * 10. Dezember 1894 in Berlin). Hier ein Gedicht aus dem Nachlaß. Gertrud Kolmar ANNO DOMINI 1933 Er hielt an einer Straßenecke. Bald wuchs um ihn die… Continue Reading „ANNO DOMINI 1933“
Weiter mit Heine. Aus seinem unerschöpflichen Reservoir galliger Deutschland- und Zeitgedichte heute dies. Heinrich Heine Die Wanderratten Es gibt zwei Sorten Ratten: Die hungrigen und satten. Die satten bleiben vergnügt zu Haus, Die hungrigen aber wandern aus. Sie wandern viel tausend Meilen, Ganz ohne… Continue Reading „Die Wanderratten“
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