Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Die Geyer die girren /
Die Reyher die irren /
Die Schlangen die spielen /
Die Kröten die wühlen /
Die Armen die heulen /
Die Teufel die Keulen.
die männer die ich esse
sind
alle zu klug für mich
ich
fühle mich so klein
dabei bin
ich so groß
#SandraKlose
Den meisten Passanten sind Gedichte völlig egal, Lehrern, Redakteuren und Buchhändlern sind sie noch egaler. Am egalsten sind sie den Verlegern.
#MichaelAugustin
Lies doch (Beispiel) ein Jahr lang
vorm Schlafengehn Gryphius, Rilke,
Trakl und Johannes Beer.
#WalterGröner
Der Schweigsame
Kein Wort gelingt, schreibt er,
kein Wort.
Und schreibt und schreibt.
#ElisabethBorchers
Rilke knipste das Radio an
hörte eine Feuilletonsendung
schrieb schließlich: «Oh Radio
treuer Gefährte langer Winterabende
an denen ich ein kaltes Eis am Stiel bin!»
#JürgenTheobaldy #otd
Ruth Wolf-Rehfeldt. Geboren am 8. Februar 1932 in Wurzen bei Leipzig; gestorben am 26. Februar 2024 in Berlin.
wenn
der schwanz
erlischt,
gehen schweigsame
soldaten
durch das museum
der wälder.
#kievstingl
ich sei an
einem wintermorgen mit einem
taxi zum krankenhaus gefahren
wo mir clowns im weißen kittel
die knochen zersägten und das
bein verdrehten ohne daß ich
schmerz verspüren konnte
Wir waren nicht schmutzig,
Denn wir wollten rein sein,
Rein sein und unschuldig.
Nicht schuldig, wie unsere Väter,
Verfault, wie unsere Mütter,
Heuchlerisch, wie unsere Priester
ein name klingt, name innig umarmt mit der trägerin
in die grube gebettet, bezeichne frühlingsgefärbte helle, blatt-
werk oder geruch nach anfang. blumen, die sich aufbäumen
Das fertige Opus donnert
vor den verschlossenen Augen
verzweifelter Kritiker
#KOGötz #otd
Wer von Holland liest, ist geistig dort. Die Erhabenheit Hollands rückt es in die Ferne.
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