Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Er war so etwas wie der Heimatdichter der Obdachlosen: Günter Bruno Fuchs. Vollzeitpoet und um die Häuser ziehender Ganztagstrinker, ein dicker Mann aus Berlin-Kreuzberg, wo er 1977 mit nur achtundvierzig Jahren an den Folgen seines bacchantischen Lebenswandels starb. Seine Arbeit, seine ganze Kunst war… Continue Reading „Dichter im Kneipentritt“
Die Parchimer Zeitung (1.11.02) meldet den Tod des 100jährigen Heimatdichters August Wolff aus Groß Godems, Meckl. – Freies Wort (1.11.02) berichtet über eine Ausstellung, die den unangepaßten Künstler und Autor Kurt W. Streubel würdigt (er schuf u.a. Bild-Texte).
Hinweis auf eine kleine Lyrikreihe der parasitenpresse Köln: NEU IM HERBST 012 René Hamann: katalan. Gedichte, 14 S. 011 Ron Winkler: vielleicht ins Denkmal gesetzt. Gedichte, 14 S. WEITERE TITEL 010 Enno Stahl: (kan)arische enklavn. Gedichte, 14 S. 009 Stefan Heuer: das gute geschäft.… Continue Reading „parasitenpresse“
Der Rezensent der Süddeutschen führt zum Lob des neuen Hartungbandes ein Sonett an: Er wäre gerne böse gewesen Ihr Vater (Konrad) war wie Adenauer Molly die Mutter ja! wie Molly Bloom Er (Charlie) träumte schon vom kleinen Ruhm als er sie küßte auf der… Continue Reading „Hartung“
Verena Auffermann preist die schönen Bände der Friedenauer Presse an wie warme Semmeln. Einzige Einschränkung: Wer nicht so klug war oder zu jung ist, die bis 1995 im Bleisatzverfahren gesetzten Drucke zu abonnieren, muss leider wissen, dass die meisten Hefte, von Günter Bruno Fuchs,… Continue Reading „Friedenauer Presse“
„Bergkette in der Ferne“ Begegnungen mit japanischen Autoren und Texten Edition Peperkorn, Thurnum 2002, ISBN 3929181460 Kartoniert, 208 Seiten, 14,00 EUR FAZ 29.10.02 – – – NZZ 21.9.02
Die FAZ gedenkt Siegfried Unselds unter anderem mit einem Celanbrief zum Tod Peter Suhrkamps, 28.10.02 (Gerade erschienen: Als offenbar letzter Band der „Tübinger Ausgabe“ mit Vorstufen und Genese: Von Schwelle zu Schwelle) – – – Volker Braun, Unseld gedenkend, SZ 29.10.02 („Es war ein… Continue Reading „Siegfried Unseld“
Als Wolfgang Hilbig 1965 bei einem Zirkel schreibender Arbeiter mitmachte und bei Lyrikseminaren der DDR-Arbeiterfestspiele, war ziemlich klar, dass es bald zu Unstimmigkeiten kommen würde. „Einmal habe ich die DDR-Nationalhymne parodiert, das hieß dann bei mir: ,Auferstanden aus Urinen und dem Wohlstand zugewandt.‘ Da… Continue Reading „Literaturarbeiter – Büchnerpreis für Hilbig“
In der vierten Folge der SZ-Serie „Deutsche Landschaften“ präsentiert Thomas Kling den Niederrhein / SZ 26.10.02 – – – In der Stuttgarter Zeitung schreibt Nico Bleutge über José Olivers neuem Lyrikband „nachtrandspuren“ (26.10.). – – – Die Kieler Nachrichten schreiben über den 1930 in… Continue Reading „poetry news“
Lokal aus München: Quadratisch, gut Neue Literaturzeitschrift „ Münchner Hefte“ Endlich eine gute Nachricht für Studenten. Außer Wohnungsknappheit und überfüllte Hörsäle hat ihnen der Semesterbeginn eine neue Literaturzeitschrift gebracht. Sie heißt „Münchner Hefte“ und liegt kostenlos vor allem in und um die Uni herum… Continue Reading „Quadratisch, gut“
Selbst- und schreibvergnügt spasste der Autor der «Fröhlichen Wissenschaft» in seinem «Vorspiel in deutschen Reimen»: «Die Feder kritzelt: Hölle das! Bin ich verdammt zum Kritzeln-Müssen? – So greif‘ ich kühn zum Tintenfass Und schreib‘ mit dicken Tintenflüssen. Wie läuft das hin, so voll, so… Continue Reading „Vorspiel in deutschen Reimen“
Rezensent Heinrich Detering nennt Harald Hartungs Gedichtband „ein wunderbar abgründiges Buch“ und fordert, den Autor endlich zu den „derzeit wichtigsten Lyrikern im Lande“ zu zählen. / FAZ 26.10.02 Hartung, Harald „Langsamer träumen“ Gedichte Carl Hanser Verlag, München 2002, ISBN 3446202374 Gebunden, 96 Seiten, 13,90… Continue Reading „Langsamer träumen“
„Volker Braun is brash and strident“, schrieb der Kritiker der TLS dereinst (also hastig, schrill, unüberlegt, scharf, dreist, durchdringend, grell, unverschämt…) Wieviel mehr das alles für Brasch, Thomas, Brasch is brash? Über ihn schrieb Michael Braun für die Baz: «So lief ich durch das… Continue Reading „Brasch“
Knapp vierzig Jahre später sind nun bei intermedium records Jandls Debütarbeiten für das Radio erstmals auf CD erschienen, die „13 radiophonen texte“, die Jandl 1966 im Auftrag der BBC London produziert hatte. Die Sprechgedichte, wie sie Jandl titulierte, ergänzt das auf Schallplatte lange vergriffene… Continue Reading „Jandl, Sprechen, Sprache“
in Wien. Nick Cave mit düsteren Balladen, die junge Autorin Ayu Utami aus Jakarta mit provokanten Attacken, der österreichische Schrammel-Musiker Roland Neuwirth mit deftigen Dialektversen – vielstimmig und vielsprachig, jung und traditionell, gereimt und ungereimt erklingt ein internationales Ständchen. Schüler und Meister des gesprochenen,… Continue Reading „Der Herbst gehört den Poeten…“
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