Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Im Grunde waren wir ein Selbstverständigungsorgan: Wir haben geschrieben und gedruckt, was wir wollten. Wir fragten nicht danach, wen das wie stark interessierte. Wir druckten sogar Lyrik, in manchen Ausgaben auf zwei Seiten. Wollte das jemand lesen? Sicherlich nur sehr wenige. Aber wir haben… Continue Reading „32. 2 bis 3 Seiten Lyrik“
Der Band «quellen» des Österreichers Ferdinand Schmatz bringt hundertsiebzig Seiten Gedichte in vielfältigen, freien Formen, darunter kürzere, meistens aber längere, einige gar sehr lang. Auf den ersten Blick (mit dem Auge) sind die in konsequenter Kleinschreibung gesetzten «Gesänge» kaum voneinander zu unterscheiden. Sie fügen… Continue Reading „31. Worttanz“
Autoren im Alter von 15 bis 27 Jahren, die in Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) leben, haben noch bis zum 15. August 2010 Zeit selbst verfasste Texte einzureichen. / mittelsachsen-tv
Nicht nur zur Wirklichkeit hat der Dichter ein allergisches Verhältnis, auch den überlieferten Schatz von Weltweisheit, vom Kindervers bis zur absoluten Poesie, wehrt er fuchtelnd ab wie einen Mückenschwarm. In einem ‚Psalm‘ heißt es ‚Vater, schließ den Weltraum / Turnsaal zu, abends wenn ich… Continue Reading „29. Hinter tausend Hefeweizen“
Die Eigenkompositionen der vier erstklassigen Musiker kreisen um die weltverbindende Lyrik des „schwäbischen Türken“ Kürsat Celik. Dieser spielt auch die Saz, die langhalsige türkische Laute, welche den Barden aus Anatolien und am Kaukasus als Begleitinstrument diente. / Augsburger Allgemeine
Wirklich belegt ist die inzestuöse Beziehung zwischen den beiden Geschwistern nicht; aber die Schauspieler sind sich einig: Die Gedichte legen den Verdacht zumindest sehr nahe, und darauf baut die Geschichte auf. „Ich glaube, es war so“, meint Baumeister. „Schon weil die Mutter alle Briefe… Continue Reading „22. Traklfilm“
Ein „Fest für Ernst Jandl“ hatte Jutta Skokan, die Intendantin der Festwochen Gmunden, versprochen, und ein Fest ist es geworden. Vier Tage währten die „Feierlichkeiten“, klug und abwechslungsreich zusammengesetzt aus Vorträgen, Lesungen, Gesprächen, Performances, Ton- und Bilddokumenten. … In der Nacht zum 1. August… Continue Reading „20. Fest für Jandl“
«Um zu bleiben / braucht man hier / (. . .) / zwei schatten / für eine sonne.» Solche Doppelungen und Spaltungen gehören zur Grundbefindlichkeit des Exilierten, und das Gedicht, dem die Zeilen entnommen sind, wirft denn auch selbst sozusagen einen doppelten Schatten: Es… Continue Reading „19. Zwei Schatten“
„Im sonnigen Glanz, bei des Mondlichtes Schein / Die Stadt ist ein lebend Gedicht / Auf dunkler Flut fahren Schiffe darein; / Venedig ist schöner nicht“, schwärmte der Dichter und Journalist Albert Wiek 1915 über Danzig. Auch Joseph von Eichendorff beschwor schon 1842 den… Continue Reading „18. Venedig ist schöner nicht“
Nietzsche ist eine der beiden Portalfiguren, die der Dichter Wulf Kirsten an den Beginn seiner großen Anthologie zur deutschen Lyrik zwischen 1880 und 1945 gestellt hat. Und ohne Zweifel wird hier ein neuer Ton angeschlagen. Aber das Instrument ist die in der klassischen Literatur… Continue Reading „16. Nietzsche und Liliencron“
In ihrem ersten Gedichtband teilt Nadja Küchenmeister viel mit, aber plaudert nicht. Die Intensität, mit der sie der Stille, der Dunkelheit oder einer nur sekundenlang anhaltenden Bewegung nachspürt, erfordert bedächtiges Lesen. Den vollständigen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/1237192/ Carola Wiemers… Continue Reading „13. Intensität“
„Any explanations poets may give about what they do primarily serve the preservation of a secret. Vague as this secret may be, all poets, in their own individual ways, will hold on to it and barricade themselves behind it.“ —Durs Grünbein, The Poem and Its… Continue Reading „11. Preservation of a secret“
Michael Angele sorgt sich um die Lyrik (und bespricht die Anthologie der „Ostseegedichte“) im Freitag. Zu einem Bericht im pomlit-Blog schreibt ein Leser: Passt gut zu Herrn Angele, der den ehemals reichen Kulturteil des Freitag mittlerweile fast lyrikfrei gemacht hat. Oder täuscht mich mein… Continue Reading „10. Sorgen und Ortsnamen“
Argentinien wird Gastland der Frankfurter Buchmesse.Die FAZ berichtet über die Literaturlandschaft des Landes, das neben Spanien führendes Buchland der spanischsprachigen Welt ist: Es sind meist Einzelkämpfer oder kleine Gruppen von Gleichgesinnten, die die erstaunlichsten editorischen Leistungen vollbringen. In Rosario, der drittgrößten Stadt Argentiniens, hat… Continue Reading „8. Buchland Argentinien“
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