Kategorie: Deutsch

89. Kunstdruck im Kulturvollzug

Vorsicht ist geboten, wenn Lyrik dräut, sich über anderen Kunstformen zusammenbraut. Ist sie gar verankert im Expressionismus, gepaart mit weihevoller, naturreligiöser Geste und will sie sich vereinigen mit Jazz und Sphärenklängen, dann ist Kunstdruck programmiert. Bei „Pegelia Gold & Art Zentral“ saßen denn auch… Continue Reading „89. Kunstdruck im Kulturvollzug“

88. Was collagiere ich?

Jan Kuhlbrodt: Kommen wir also zu deinen Gedichten. Collage! Ich versuche gerade herauszufinden, was du collagierst. Steffen Popp: Ich habe immer, auch während meines Literaturstudiums versucht, eine richtig gute Unterscheidung zwischen Collage und Montage zu finden. Das ist mir nicht wirklich gelungen. Was collagiere… Continue Reading „88. Was collagiere ich?“

86. Aktion

„Lyrik hat etwas Befreiendes. Befreiend für den Leser und den Schreiber“, ist sich Oliver Tazl sicher. Und zwar so sicher, dass er gemeinsam mit Christopher Tafeit und Ina Plattner das Buch „Neue Zeitpunkte“ herausgegeben hat. Inhalt: 40 Gedichte. Verfasser: Jugendliche, die im Murtal leben… Continue Reading „86. Aktion“

84. Es gibt sie

Doch, es gibt sie: Autoren, die Sprache verdichten, Worte und Sinn beleuchten, befragen, reflektieren. Dichter, die ihre Texte nicht nur, aber auch für die berüchtigte Schublade produzieren, weil zeitgenössische Lyrik als schwer zugänglich gilt (es oft auch ist) und sich nur schwer verkaufen lässt;… Continue Reading „84. Es gibt sie“

82. Lyrik im Ausland

Zwei Veranstaltungen im Ausland – Lychener Strasse 60, 10437 Berlin: „Nach Akedia“ – Buchpremiere von Erik Lindners erstem deutschen Band mit ausgewählten Gedichten. In Lesung und Gespräch: Erik Lindner und Ulf Stolterfoht. Moderation: Monika Rinck. Donnerstag 26. September 20:00 Geöffnet ab 20:00 Uhr, Beginn… Continue Reading „82. Lyrik im Ausland“

81. Muse, die zehnte

call for poems Wir besitzen fast nichts mehr von ihrer Dichtung und wissen noch weniger von ihrem Leben. Und doch: Sappho lässt die Dichterinnen und Dichter, Leserinnen und Leser nicht los. Vielleicht, weil es so verführerisch ist, die Lücken, die die Überlieferung in ihr Werk… Continue Reading „81. Muse, die zehnte“

77. Poetopie

hoffnungsfroh, angstvoll stochern wir in der eigenen Zukunft herum Hansjürgen Bulkowski

76. Von der deutschen Poesie

Benjamin Neukirch: Vorrede ES giebet viel leute/ welche die deutſche poeſie ſo hoch erheben/ als ob ſie nach allen ſtücken vollkommen wäre; Hingegen hat es auch andere/ welche ſie gantz erniedrigen/ und nichts geſchmacktes daran finden/ als die reimen. Beyde ſind von ihren vorurtheilen ſehr eingenommen. Denn wie… Continue Reading „76. Von der deutschen Poesie“

75. Wortwolke

Das Deutsche Textarchiv bietet E-Ausgaben zahlreicher alter Bücher, so auch dieser berühmten Anthologie (hier der erste Band von 1695 – in den nächsten 30 Jahren erschienen 6 weitere Bände in z.T. mehreren Auflagen, der erste Verkaufserfolg einer Anthologie). Der Herausgeber Benjamin Neukirch sammelt hier… Continue Reading „75. Wortwolke“

74. Ich verstehe nichts vom Monsun

Erik Münnich: Im September dieses Jahres erscheint* im Greifswalder freiraum-verlag ein neues Buch von dir: „Ich verstehe nichts vom Monsun“. Auf den ersten Blick ein langes Gedicht, trotzdem hast Du es mit „Erzählung“ betitelt. Warum nicht mit „Lyrik“? Silke Peters: Ich weiß im Moment… Continue Reading „74. Ich verstehe nichts vom Monsun“

73. Weckworte

Die an Demenz erkrankten Bewohner der Hausgemeinschaft Vinzenz von Paul sitzen in einem großen Stuhlkreis und klatschen in die Hände. Der Poetry-Slammer Lars Ruppel ist mit seinem Alzheimer Poesie Projekt „Weckworte“ nach Leutkirch gekommen. Das Projekt hat das Ziel, dass an Alzheimer erkrankte Personen… Continue Reading „73. Weckworte“

72. Rückert

Rückerts Gedichte (und diese sind Legion) gehörten im 19. Jahrhundert zum bürgerlichen Kanon, trotzdem mokierte sich bereits so mancher Zeitgenosse. Mörike etwa ist hier zu nennen, der es ‚widerwärtig‘ fand, wie bei Rückert ‚ein spitzfindiger Witz … mit der Poesie‘ spiele. Im 20. Jahrhundert… Continue Reading „72. Rückert“

69. Eichendorff-Preis für Ulrich Schacht

Katarzyna Nowakowska und Robert Malecki sowie Monika Taubitz und Anne Wachter aus Meersburg wollen am 27. September ab 11.30 Uhr im Weberzunfthaus die deutsche Literatur in Polen „hautnah in Lesung und Gespräch“ erfahrbar werden lassen. Nachdem um 15.30 Uhr Klaus Völker (Berlin) den schlesischen… Continue Reading „69. Eichendorff-Preis für Ulrich Schacht“

68. Nachlassendes Interesse

Zur Frage, mit welchen Büchern oder Zitaten aus Büchern ein Mann eine Frau beeindruckt, meinte Michael Krüger: „Als ich jung war, habe ich unvergessliche surrealistische Gedichte geschrieben. Ich habe sie generös an die schönsten Frauen verteilt, in der Hoffnung, dass sie sich davon beeindrucken… Continue Reading „68. Nachlassendes Interesse“

67. Nachtgeräusche

Anthologie 87: Conrad Ferdinand Meyer, Nachtgeräusche Nachtgeräusche Melde mir die Nachtgeräusche, Muse, Die ans Ohr des Schlummerlosen fluten! Erst das traute Wachtgebell der Hunde, Dann der abgezählte Schlag der Stunde, Dann ein Fischer-Zwiegespräch am Ufer, Dann? Nichts weiter als der ungewisse Geisterlaut der ungebrochnen… Continue Reading „67. Nachtgeräusche“