60. Mörike-Preis für Jan Wagner, Förderpreis für Andre Rudolph

Fellbach – Der in Berlin lebende Schriftsteller Jan Wagner wird mit dem Mörike-Preis 2015 der Stadt Fellbach ausgezeichnet. Der Lyriker und Essayist bekomme den mit 15 000 Euro dotierten Preis am 22. April 2015 verliehen, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Seine Gedichte «leben ebenso sehr vom freien Spiel mit der Sprache wie von der Lust an der strengen Form», begründete Literaturkritiker Lothar Müller die Preisvergabe an den 1971 in Hamburg geborenen Wagner. «Sie öffnen die Augen für die Natur wie für die Rätsel der Dinge, scheuen weder den unreinen Reim noch die barocke Gelehrsamkeit.» / Die  Welt

Die Stadt Fellbach über den Preis:

Seit 1991 vergibt die Stadt Fellbach im Andenken an den Dichter Eduard Mörike, der 1873 einige Zeit in Fellbach gelebt hat, den Mörike-Literaturpreis. In der deutschen Literaturszene hat sich der Fellbacher Mörike-Preis seither fest etabliert. 2015 wird der in Berlin lebende Lyriker und Essayist Jan Wagner mit der renommierten Auszeichnung geehrt. Den Förderpreis hat Jan Wagner dem Leipziger Lyriker und Übersetzer Andre Rudolph zuerkannt.

Konstitutiver Bestandteil der Preisverleihung ist die Mörike-Rede des Preisträgers. Die Geehrten legen darin ihre persönliche Sicht auf den Namensgeber des Preises dar. Die Verleihung des Mörike-Preises ist stets mit den Fellbacher Literaturtagen verknüpft. Sie dienen der Beschäftigung mit dem Werk des Preisträgers, beleuchten aber auch Mörike selbst immer wieder neu.

Die Vergaberichtlinien

Der Mörike-Preis der Stadt Fellbach wird seit 1991 in dreijährigem Turnus verliehen. Er ist mit 12 000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden deutschsprachige Dichter und Schriftsteller, die durch die Qualität ihres Schaffens würdig erscheinen, im Namen von Eduard Mörike geehrt zu werden. Mit dem Mörike-Preis ist ein Förderpreis verbunden, der auch an fremdsprachige Autoren vergeben werden kann. Er ist mit 3000 Euro dotiert.

Über die Zuerkennung des Mörike-Preises entscheidet eine Vertrauensperson in alleiniger Verantwortung. Die Vertrauensperson wird vom Oberbürgermeister der Stadt Fellbach auf Vorschlag einer Jury benannt. Die Jury besteht aus einem Vertreter des Literaturarchivs Marbach und einem ordentlichen Professor für Literatur an einer deutschsprachigen Universität. Der Förderpreis wird vom Preisträger vergeben. (Mehr)

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