39. Lorca-Schriften aufgetaucht

In Spanien sind bislang unbekannte Schriften des Dichters Federico García Lorca (1898-1936) entdeckt worden. Dazu gehört auch der möglicherweise letzte Liebesbrief, den der Autor vor seinem Tod geschrieben hatte. Wie die Zeitung «El País» am Samstag berichtete, wurden die Schriften im Nachlass des Kunstsammlers und -kritikers Juan Ramírez de Lucas (1917-2010) gefunden, der als junger Student mit dem Poeten eine Liebesbeziehung unterhalten hatte. …

Der irische Hispanist und Lorca-Biograf Ian Gibson plädierte dafür, die jetzt entdeckten Schriften möglichst bald zu veröffentlichen. Der dreiseitige, handgeschriebene Liebesbrief beginnt nach Angaben der Zeitung mit der Anrede: «Mein geliebter Juanito.» Er endet mit den Worten: «Mit Liebe von dieser Pausbacke, die Dich so sehr mag.» / Spaniens Allgemeine Zeitung

Die Identität des Liebhabers, dem Federico García Lorca in den letzten Jahren seines Lebens leidenschaftliche Gedichte schrieb, war bisher geheim. Jetzt wurde bekannt, daß der Kunstkritiker Juan Ramírez de Lucas in einer Schachtel Zeugnisse ihrer jahrelangen leidenschaftlichen Beziehung aufbewahrte, darunter ein bisher unbekanntes Gedicht und ein Tagebuch. Er gab die Schachtel seiner Schwester kurz vor seinem Tod 2010.

Aus den Dokumenten geht hervor, daß Lorca und der 19jährige Ramírez de Lucas gemeinsam nach Mexiko gehen wollten. Aber die Eltern des Studenten verweigerten die Zustimmung und drohten Lorca mit der Polizei.

Deshalb ging er nach Albacete, um mit ihnen zu reden, und Lorca ging nach Granada, wo einige Tage später Francos Truppen einmarschierten. Im August 1936 wurde er erschossen.

Unter den Dokumenten ist ein Brief Lorcas, in dem er den Freund zu Geduld mahnt und ihn auffordert, nicht mit seiner Familie zu brechen, sondern „politisch“ zu sein. Der Brief ist in der spanischen Zeitung El País abgedruckt.

Das handschriftliche Gedicht beschreibt die hoffnungslose Anziehung zum „blonden jungen Mann aus Albacete“. / Giles Tremlett in Madrid , Guardian 10.5.

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