1. Boppard

Seine Leser werden diese Sprache inzwischen aus vorherigen Gedichtbänden kennen und schätzen.

In „endlich boppard“ wirkt sie allerdings noch ein wenig ausgereifter und vermittelt bei „kafkacasting oder verkaufsoffenem jandl“ „jenes „kraftfahrende kunstheimweh“, das „ein eigenes gefühl von wärme, schutz und geborgenheit“ aufkommen lässt. / Karl Feldkamp, Neue Rheinische Zeitung

Manfred Enzensperger: „endlich boppard“
Horlemann Verlag

2 Comments on “1. Boppard

  1. im rheintal

    in den kirschen wimmeln maden &
    durchs rheintal zieht ein lueftchen
    die etueden der zikaden fuehlern
    in den mueden huegeln. boppard

    stumpfer dutzdutztekkno woppert
    ueberm flusz ein kormoran, hals
    voran. monster stolpern durch
    konsolen, losgeschickt zum kippen

    holen. containerschiffgeknatter. als
    ueberraschungsgast: frankensteins
    galvanischer sohn schweren tritts
    auf dem langen weg zu sich selbst

    den eigenen fuszstapfen folgend
    mehr als zehnmal angeschossen
    schlingernd die weinberge hinauf
    wo die guten rieslingreben stehn

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