bei Lyrikwiki, u.a. Arno Holz und Thien Tran. Zahlreiche weitere in der Warteschleife.
Übrigens gibt es zum gestrigen Preisrätsel noch keine ausreichende Antwort. 2 Einsender fanden eine Quelle (von 3).
„This word, so darkly on my eyelids, would have signified less; my friend“ – allein, der verdatterte Lyriker mißverstand die Zeichen.
Der erste, der 3 oder mindestens 2 der hier verwobenen Intertextstellen herausfindet und mir flugs per Mail schickt, erhält ein wertvolles Buchgeschenk:
Moses Rosenkranz: Visionen. Gedichte. Aachen: Rimbaud 2007.
(Es gewinnt der erste, der 3 oder falls das keiner schafft 2 Stellen angeben kann. Google hilft nur bedingt, schätze ich.)
In dieser deprimierenden Lage hat nun ausgerechnet Samoa ein Licht der Hoffnung angezündet. Auf den ersten Blick schien der Entschluss der Regierung des Pazifikstaats, die Uhren schon zwei Tage vor Silvester um 24 Stunden vorzustellen und über die Datumsgrenze zu springen, zwar auch noch den letzten mentalen Haltegriff mit in den Abgrund zu reißen: den Kalender, das Kontinuum Zeit. Mit unschönen Kollateralschäden: Ein kompletter Tag landete auf dem Müllhaufen der Geschichte. Und alle am Freitag, den 30. Dezember auf Samoa Geborenen wurden lebenslang ihres Geburtstags beraubt. Doch wann war je ein zeithistorischer Quantensprung poetischer besungen worden? „Wir springen durch die schwindenden Schatten der Nacht über die Zeit, um einen neuen Tag einzuläuten, Samstag, den 31. Dezember“, hatte Regierungschef Tuilaepa Sailele Malielegaoi in der Hauptstadt Apia feierlich verkündet. Bislang lag Samoa in der östlichen Hemisphäre der Welt, nun liegt es in der westlichen, zeittechnisch auf Augenhöhe mit Australien und Neuseeland, seinen lebenswichtigen Handelspartnern. Der Kalte Krieg hätte nie so lange gedauert, hätte man sich früher auf diese Art virtuelle Geschichtspolitik besonnen. Und gegen Samoas beherzten Schritt in eine bessere Zukunft wirkt Mao Zedongs „Großer Sprung“ in China Ende der fünfziger Jahre wie ein autistischer Kinderstreich. / Ingo Arend, taz
Mehr als ein, mehr als zwölf gute Dutzend: die von Theo Breuer initiierte Liste der Lyrikbände 2011 wächst weiter fast täglich und liegt momentan bei 267. Vollständigkeit anzustreben wär töricht: aber ich mache noch etwas weiter und rufe auch die Leser zur Mitarbeit auf. Es gibt ja so Zahlenspiele, Theo Breuer hat sie verschiedentlich gespielt. Liegt die Zahl der Lyrikbände pro Jahr nahe 20, 200 oder eher 2000? Zwischen 20 und 30 Bücher werden, wie aus unterrichteten Kreisen verlautet, von den Juroren jährlich für die Auszeichnung als bester Lyrikband des Jahres nominiert. Wieviele Bände FAZ, Süddeutsche oder Zeit im Jahr besprechen, ließe sich ermitteln. In unserer Liste fehlen nicht nur zahlreiche, ach was die meisten Klein- und Kleinstverlage, sondern auch noch viele sogenannte Große (wir wissen, im Bereich Lyrik sind viele Kleine größer als die Großen) sind kaum oder unvollständig erfaßt. Und was ist mit österreichischen oder Schweizer Verlagen, welche deutschen Bände erschienen in Rumänien oder anderen Ländern? Nach meiner jetzigen Schätzung käme man auf 1000 oder mehr. (Ich will das nicht erreichen, aber die Schätzung präzisieren).
Auch die Debütantentafeln 2010 und 2011 werd ich bei guter Stunde vervollständigen – eine Fortsetzung 2012 wirds eher nicht geben. Auch da gings ja um Verifizierung anhängender Mutmaßungen.
Sie finden alle bibliografischen Einträge schnell, wenn Sie in der Schlagwortwolke auf „Theo Breuer“ klicken.
Das Jahr fängt gut an. Der erste Fund im 12. L&Poe-Jahr stammt von Facebook sowie heute:
BONANZA REPARATUR oder DAS LASSO DER POESIE. DIE WAHRHEIT ÜBER COWBOYLYRIK – DER FILM
mit:
(Yoko Tawada kandidierte mit traditionell-originellen Buchstabensuppenrezepten bisher vergeblich für die Rolle des Kochs Hop-Sing. Stelle n.n. besetzt!).
In Special-Guest-Rollen:
In einem prägnanten Kurzauftritt wird Raoul Schrott zu sehen sein. Er reitet den Wallach Wiglaf und führt einen Trek dt-öst. Siedler an, die, da Utah schon von den Mormonen besetzt war sowie von den Amischen auch aus New-Heslach vertrieben, mit Gil-games die Hauptstadt von Missionouri gründen, wobei sie ständig den Fluss übersetzten.
In einer Episode kommt Herta Müller zum Zuge, die auf den Spuren Nikolaus Lenaus die Stätten ihres nächsten Buches „Wellenschaukel hin und zurück“ besucht. Sie reist zusammen mit Richard Wagner-Lowrin, einem Botanisierer und Völkerkundler, den eine obgleich jeglicher Anwandlung von Eifersucht abhold sich zunehmend sorgende T. Adorna verfolgt … handelt es sich doch bei letztgenanntem um den unabdingbaren Mitherausgeber ihrer schon für die Bestenliste reservierten Untersuchung: „Teil 2: Die Seele deutscher Aussiedler“.
In einer anderen Szene wird ein weiterer dt. Nobelpreisträger zu sehen sein, der sich für den Erhalt der Prärie einsetzt, da diese die Lebensgrundlage des Wappentiers seines nächsten Romanprojektes „Das Bison“ ist.
Die Produzenten forderten unbedingt ein Kritiker-Revolverduell, entweder zwischen Felix Philipp Ingold und Klaus Nüchtern oder zwischen Wild Iris Radisch und Reverend Michael Braun, wobei jedes Mal André Vladimir Heiz als Marshall Mc Luhan für die neudefinierte Ordnung im Poets Corral sorgen sollte. Die angefragten Herrschaften erklärten sich jedoch allesamt für überzeugte Pazifisten und Schützenfestverweigerer, die nie ein Schießeisen in die Hand nehmen würden, nicht mal einen Spielzeugcolt oder Wasserpistole, und viel besser mit Messer und Gabel umgehen zu wissen … so dass dieses nun als Computerspiel auf den Markt kommen soll, ergänzt durch spawning Varianten wie „Literature-houses of the rising sun / Friede den Bretterhütten Euterpes“.
Mike Krüger, der Impressario der erfolgreichen Carl Hanser Rating-Agentur, bestand zusammen mit dem Honorarkonsul von New Mexiko, Joachim Sartorius, auf einer Rolle für Durs Grünbein, andernfalls jegliches Sponsoring entfällt, woraufhin es zu einer schwarzweiß Sequenz kommt, in der er als Ostküsten Johnny Depp immer tiefer in den wilden Westen hineingezogen wird, nach lateinischen Quellen in der Dichtung der Navajo Indianer suchend … aus welchen Jagdgründen ihn freilich alsbald Raoul Schrott vertreibt.
* Gerhard Falkner, als Regieassistent von Roland Emmerich vorgesehen, zog die Obliegenheiten eines Casting-controllers und Front-Stuntmans vor.
Ideen, Recherche, Mitarbeit – Klaus Thaler
1. FOLGE
Jetzt & hier aber sind die Seminaristen und Magister gefragt!
Seit gut 200 Jahren gibt es Cowboy Poetry: Gedichte, in denen Cowboys aus ihrem Leben erzählen. Cowboy Poetry ist die eigenständige Gattung der amerikanischen Literaturgeschichte, in Europa weitgehend unbekannt.
1. Januar 2012, 9:05 Uhr
Feature, Radio Bremen
Lesetip:
Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.
Hier ist eine Zusammenfassung:
Etwa 8.500.000 Menschen besuchen jedes Jahr das Louvre Museum in Paris. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 240.000 mal besucht. Wenn dieses Blog eine Ausstellung im Louvre wäre, würde es etwa 10 Jahre brauchen um auf die gleiche Anzahl von Besuchern zu kommen.
Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.
[Nachricht von wordpress.com]
Bis 2010 hat der Rutesheimer Architekt Volker Kittelberger Christian Wagner für einen harmlosen Blumendichter gehalten. Das hat sich inzwischen geändert: Er hat eine ganze Anzahl von Wagner-Gedichten vertont und eigene Lieder über ihn geschrieben, in denen er in bestem Schwäbisch Wagners Situation als schlecht gelittenen „Tagdieb im Flecken“ reflektiert. / Stuttgarter Zeitung/ Leonberger Kreiszeitung
Der Lyrikmonat Dezember geht zu Ende, ab morgen wird uns Google mit täglichen Lyriknachrichten verschonen derart (Auswahl aus den letzten 3 Tagen):
Bei der besinnlichen, aber auch fröhlichen Feier der Chorgemeinschaft Lahr in der Dammenmühle standen Lieder, Gedichte und Musikstücke…
… trugen ein Gedicht über eine schöne Bescherung, … über die Weihnacht vor. … las eine kurze Weihnachtsgeschichte. Im Rahmen der Weihnachtsfeier wurden auch langjährige Mitglieder geehrt.
… ließ die Zeit Theodor Storms wieder lebendig werden mit der Geschichte unter dem Tannenbaum, aus der das bekannte Gedicht „Von drauß vom Walde komm ich her“ stammt.
… gab später noch einmal ein Gedicht zum Besten
Der Nikolaus … hatte für jedes Kind etwas dabei, viele konnten dazu gar ein Gedicht vortragen. Natürlich hatte er auch für alle Erwachsenen etwas mitgebracht.
… las das Gedicht „Die Botschaft“, bevor ein weiteres weihnachtliches Musikstück angestimmt wurde. Das Gedicht „Ich hol dir die Sterne vom Himmel“ wurde …vorgetragen. Ein weiterer Programmpunkt war das Lied „Alle Jahre wieder“.
Jedes Kind sang ein Lied oder sagte ein Gedicht auf. Zur Belohnung gab es Obst oder Schokolade aus dem Eselskarren.
„Gesegnet sei die heilige Nacht, die uns das Licht der Welt gebracht“, rezitierte Bürgermeister … das Mörike-Gedicht „Die Heilige Nacht“. Um die Mittagszeit des Heiligabends hatten sich 200 Besucher auf dem Platz vor dem Rathaus versammelt…
So seit Ende November tagein tagaus. Ab morgen (oder in Bayern ab 7.1.) ist damit Schluß und das Wort „Lyrik“ für 11 Monate wieder dem politischen Gegner oder dem eigenen Unklartext vorbehalten.
Muhammad Ali: „Wann wird es schon je wieder einen Boxer geben, der Gedichte schreibt, Runden voraussagt, jeden besiegt, Menschen zum Lachen bringt, Leute zum Weinen bringt und der groß und ganz besonders hübsch ist wie ich es bin? In der Geschichte der Welt, seit Anbeginn der Zeit hat es niemals einen Boxer wie mich gegeben.“ / BILD
Ein Gedicht ist ein Stück konkreter Welt. Kein Lyriker hat dies so sehr zum Programm gemacht wie Seamus Heaney. Dass die Welt weder rund noch in der Totalen zu überschauen ist, hat der 1939 im nordirischen County Derry in eine Großfamilie katholischer Bauern und Torfstecher Hineingeborene früh mitbekommen – und der Erfahrung kolonialenglischer Bevormundung, lokaler Begrenztheit und latenten Terrors etwas Rundes abringen können: Jeder seiner Verse fügt sich – ausgehend von einer Kindheitserinnerung, der Küste bei Connamarra, dem Hochmoor oder der Londoner U-Bahnlinie „District & Circle“ – zum Daseinsentwurf. / Jan Röhnert, Tagesspiegel
Seamus Heaney: Die Amsel von Glanmore. Gedichte 1965-2006. Zweisprachige Ausgabe. Hg. von Michael Krüger. Fischer Taschenbuch, Frankfurt a. M. 2011. 428 Seiten, 16,99 €.
Am vergangenen 19. Dezember, einen Tag vor dem 100. Todestag des Dichters Joan Maragall (1860–1911), wurde mit einem feierlichen Akt im Palau de la Generalitat (dem Sitz der katalanischen Regierung) in Barcelona der offizielle Abschluss des Maragall-Doppeljahrs begangen. Eine große Zahl von Veranstaltungen und Publikationen hatten das Jubiläum des neuzeitlichen Klassikers der katalanischen Literatur begleitet (vgl. die eigens eingerichtete Website, bei der die englische und spanische Version allerdings leider nicht online sind). Nicht ganz so gewaltig endet hierzulande das Jahr, nämlich mit dieser Notiz. Auch sonst war in deutschsprachigen Feuilletons, so weit ich es überblicke, wenig bis gar nichts zu lesen (für widerlegende Hinweise bin ich dankbar), auch Wikipedia gibt sich knapp und irrt im Datum. Aber das muss nichts heißen, soll doch »der offizielle Abschluss kein Schließen bedeuten, sondern das Gegenteil«, wie es in der Presseerklärung der Institució de les Lletres Catalanes heißt, »damit sich nicht alles in Rauch auflöst«, so der Urenkel Pau Maragall in seiner Rede. In diesem Sinne. / àxel sanjosé
The Samoan has many different kinds of poetical compositions. Metre is altogether unknown, but the best kinds of poetry are in rhyme. They are mostly responsive, each verse being commenced by a few persons, and this is called the usu; the remaining half being taken up in chorus, and with strict attention to time, by all present; it is called the tau.
Popular songs on passing events are, as in other lands, very common. They are sung to the stroke of the paddles when on a journey, or when engaged on any work requiring united exertion.
At the time when religion was beginning to take root, the lovers of darkness thus expressed their regrets at the prospective loss of their pleasures:
Tini, tinio, tinio!
Maumau o mea faamalama,
A tia’i e le malo.
Quelle:
Title: A Grammar and Dictionary of the Samoan Language, with English and Samoan vocabulary
Author: Rev. George Pratt
Publication details: R. McMillan, 1984, Papakura
Part of: Tidal Pools: Digitized Texts from Oceania for Samoan and Pacific Studies
License: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 New Zealand Licence
Neueste Kommentare