62. Poetopie

kennst du dich? fang an dich zu ahnen

Hansjürgen Bulkowski

61. Schreckensmann

Zu den „Schreckensmännern“, wie Arno Schmidt einst diejenigen Dichter bezeichnet hat, deren Phantasie feindlichsten Lebensumständen abgetrotzt wurde, zählt Hebbel mehr als jeder andere. „Schlag zu, mir tut’s nicht weh!“ – Hebbel wusste, wovon er sprach, und kam immer wieder darauf zurück, was Härte und beispielsweise väterlicher Hass für Kinder bedeutet, die nicht verstehen, was sie erleiden müssen. Für manche von ihnen: die Unfähigkeit, sich selbst leiden zu können. „Für meinen Nächsten würde oft wenig dabei herauskommen, wenn ich ihn liebte wie mich selbst.“

Kinder bevölkern die Gedichte und Reflexionen Hebbels. Kinder, die im Traum fliegen und sich, erwacht, aus dem Fenster werfen, weil es doch soeben noch ging mit dem Fliegen. Kinder, die ihren Eltern pädagogische Bücher mit der Aufforderung bringen, sie danach zu erziehen. Kinder, die von ihren Vätern mit ins Wirtshaus genommen werden, damit sie, die Kinder, ihnen ein gutes Beispiel geben. Hebbel war ein gequälter Mensch, der selbst erstaunt gewesen sein mag, wie sich der gute Wille durch die Härte der Umstände hindurch erhielt. „Mein Leben ist eine langsame Hinrichtung meines innern Menschen. Seis drum.“ / Jürgen Kaube, FAZ 14.12.

 

60. Referenzfläche 3

Ins Bild geworfen wie ein sich wiederholender, unscharf formulierter Slogan: 3# ist da!

DerAutor

59. Ostragehege

Dass es möglich ist, ganz un­polemische und text­bezogene Kritik an Hubert Winkels zu formu­lieren, hat nun in Heft 2/2013 der Zeitschrift „Ostragehege“ die Schrift­stel­lerin Martina Hefter demon­striert. In einem „of­fenen Brief“ an Hubert Winkels wendet sie sich gegen Argumen­tations­figur des Kritikers, der öffentlich sein Bedauern kund­getan hatte, dass Martina Hefter keine Romane mehr schreibe. Im Gegenzug erklärt nun die Autorin, dass ihre Abwen­dung vom Roman keines­wegs einem von außen auf­erlegten Zwang oder einer Schreib­krise geschuldet sei, sondern sich einer freien künstle­rischen Ent­scheidung verdanke – der Ent­scheidung für das Ge­dicht, für die Lyrik als derzeit für Martina Hefter auf­regendstem künst­le­ri­schen Feld.
Neben dem offenen Brief Martina Hefters finden sich noch weitere lesenswerte Beiträge im neuen „Ostragehege“. Da ist Kathrin Schmidts Porträt des antike-beses­senen Dresdner Dichters Gregor Kunz, von dem einige impo­nierende Gedicht-Exempel abgedruckt sind. Und da sind schöne Gedichte des kaum bekannten Myron Hurna, wunderbare Minia­turen von Jayne-Ann Igel und ein groß­artiges Ver­gäng­lich­keits­gedicht von Dieter Hofmann (…) / Michael Braun, Zeitschriftenschau im Poetenladen

Ostragehege 71 (2013)
c/o Axel Helbig, Birkenstraße 16, 01328 Dresden. 70 Seiten, 4,90 Euro.

58. Zürcher Kultur

Kein Unglücksdatum war Freitag, der 13. Dezember, für 23 Zürcher Kulturschaffende und zwei Kollektive: Stadtpräsidentin Corine Mauch hat an diesem Datum im Kaufleuten nämlich die kulturellen Auszeichnungen 2013 der Stadt Zürich in der Höhe von insgesamt 705 000 Franken übergeben.

(…) In der Abteilung Literatur erhielten Ralph Dutli, Roman Graf, Felix Philipp Ingold, Judith Kuckart, Jens Steiner, Thomas Strässle, Ulrike Ulrich und Urs Widmer Anerkennungsgaben (je 10 000 Franken). Halbe Werkjahre gingen an Tim Krohn und Doris Wirth (je 24 000 Franken), Werkjahre an Thilo Krause, Jonas Lüscher und Bruno Steiger (je 48 000 Franken). / NZZ

57. Nix Schiller, nix Drachen

Kein Punkt, in dem wir uns nicht mühelos einigen konnten – außer diesem einen: „Der Kampf mit dem Drachen“, so erklärte er mir ebenso schonungsvoll wie nachdrücklich, müsse unter allen Umständen aus der japanischen Version meines Buches eliminiert werden.

Wie, so war ich gespannt, würde er diesen (an und für sich hinnehmbaren) Eingriff argumentieren? Dass Schiller im Gegensatz zu Goethe für den japanischen Leser eine wenig bekannte Größe sei – das konnte doch nur eine Ausrede sein (…) Auf mein Drängen rückte der Übersetzer schließlich mit der Wahrheit heraus:Der böse Drache sei es, der dem in der japanischen Mythologie Verhafteten nicht zugemutet werden könne. Das hehre Symbol des Herrscherhauses, der Inbegriff von Wohltätigkeit und gottgleich verehrte Glücksbringer – ein blutrünstiges Ungeheuer? Undenkbar, ausgeschlossen. Und dann gar noch aus der Feder eines in der japanischen Lesewelt so mäßig verankerten Dichters wie Schiller? Nein, einen solchen Frevel würde man nicht einmal Goethe durchgehen lassen. / Dietmar Grieser, Die Presse

Was rennt das Volk, was wälzt sich dort
Die langen Gassen brausend fort?
Stürzt Rhodus unter Feuers Flammen?
Es rottet sich im Sturm zusammen,
Und einen Ritter, hoch zu Roß,
Gewahr ich aus dem Menschentroß,
Und hinter ihm, welch Abenteuer!
Bringt man geschleppt ein Ungeheuer,
Ein Drache scheint es von Gestalt,
Mit weitem Krokodilesrachen,
Und alles blickt verwundert bald
Den Ritter an und bald den Drachen.

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56. Horst Tomayer gestorben

Horst Tomayer ist tot. Der Schriftsteller ist heute im Alter von 75 Jahren in einem Hamburger Krankenhaus an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Tomayer hatte als Kolumnist von KONKRET („Tomayers ehrliches Tagebuch“), als Buchautor („German Poems“), als Vortragskünstler („Interessieren Sie sich für Sexualität“), im „Sehr gemischten Doppel“ (zusammen mit dem KONKRET-Herausgeber Hermann L. Gremliza) sowie als Darsteller in Fernsehserien („Ein Bayer auf Rügen“, „Tierarzt Dr. Engel“) und in den Otto-Filmen gearbeitet. / konkret

Horst Tomayer hätte es verdient, in einem Atemzug mit der Neuen Frankfurter Schule genannt zu werden, und wahrscheinlich würden das deren noch lebende Vertreter nicht bestreiten. Berühmt werden konnte Horst Tomayer aber schon deshalb nicht, weil er nicht korrumpierbar war. Er hat zwar Tausende von Komposita erfunden – etwa „Fahrraddiebhalsgerichtsordnung“ –, und viele davon sind nur in SMS-Nachrichten und auf Faxpapier erhalten geblieben, aber das Wort Karriereplanung kannte er nicht. / taz

55. außer.dem

Fünf ganz unterschiedliche Münchner Autoren lesen am kommenden Sonntag im Lesecafé in der Ligsalzstraße. Ein Überraschungsgast kommt auch vorbei.

Schwanthalerhöhe – Lust auf Lyrik? Passion für Prosa? Die Literaturzeitschrift außer.dem lädt am kommenden Sonntag, 15. Dezember, zu einer Lesung ins Kunst- und Textwerk ins Lesecafé in der Ligsalzstraße 13 ein.

Präsentiert wird fünf mal Poesie mit den Autoren Karin Fellner, Gerald Fiebig, Andrea Heuser, Jan Kuhlbrodt und einem Überraschungsgast.

Fünf ganz unterschiedliche Autoren – fünf ganz unterschiedliche Bücher: Karin Fellner aus München präsentiert Gedichte aus ihrem neuesten Manuskript sowie Gedichte aus ihrem yedermann-Band „hangab zur kehle“.

Der Augsburger Gerald Fiebig stellt Texte aus seinem Band „normalzeit“ vor.

Neue Dichtungen gibt es von der Münchnerin Andrea Heuser (zuletzt erschien ihr Gedichtband „vor dem verschwinden“).

Jan Kuhlbrodt aus Leipzig liest aus seinen neuen Werken „Stötzers Lied“ und dem Essayband „Geschichte“.

Last but not least kommt ein Überraschungsgast vorbei.

Wann? Sonntag, 15. Dezember, 20 Uhr.

Wo? Lesecafé im Kunst- und Textwerk, Ligsalzstr. 13.

54. Hasenhass

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Monika Rinck: „Hasenhass“ – Buchpremiere (mit Monika Rinck, Ann Cotten, Christian Filips, Stephan Kammer und Lukas Matthaei)

Sonntag, 15.12.,  19:30 Uhr
Ausland in Berlin

53. Lyrikpreis München

Die Jury wählte am 13. Dezember

  • Alexander Gumz, Berlin
  • Dirk Uwe Hansen, Greifswald
  • Anja Kampmann, Leipzig

ins Finale.

Damit stehen die Finalisten für den Lyrikpreis München am 22. Februar 2014 fest.
Es sind:

  • Dominic Angeloch, Berlin
  • Kerstin Becker, Dresden
  • Alexander Gumz, Berlin
  • Dirk Uwe Hansen, Greifswald
  • Anja Kampmann, Leipzig
  • Odile Kennel, Berlin
  • Birgit Kreipe, Berlin
  • Martin Piekar, Bad Soden

52. Im Kavafisjahr

Einblicke in die erste Reise Kavafis nach Griechenland bietet das gleichnamige im Verlag der Griechenland Zeitung erschienene Reisetagebuch, eine deutsche Erstausgabe. Darin finden sich auch einige Gedichte des Autors, die er selbst grob in philosophische, historische und erotische Gedichte unterteilt.

Die Bedeutsamkeit seiner Werke, vor allem seiner Gedichte für die Gegenwart spiegelt sich in der Zeitlosigkeit seiner Dichtkunst wieder. Es scheint, als ob die Gedichte Kavafis die Zeit überdauern würden. Die Aktualität der Lyrik schafft Identifikationsebenen. Die ausdrucksstarken Gedichte mit ihrer bildhaften Sprache, symbolisch und realitätsnah, laden den Leser ein, die Welt genauer zu betrachten. Kavafis setzt auf Tiefgründigkeit.

Die Welt Kavafis’ ist die der griechischen Antike und des byzantinischen Zeitalters. Er entführt uns in die hellenistische Vergangenheit des östlichen Mittelmeerraumes. Kavafis nahm, so die Journalistin und GZ-Mitarbeiterin Marianthi Milona im Berliner Tagesspiegel, „die Antike als Maske, zum Schutz seiner Träume, die ihn aus der engen Existenz eines homosexuellen Dichters in einer Amtsstube hinausführten“. (…)

Auch im öffentlichen Raum war der Auslandsgrieche dieses Jahr in Athen präsent: Auf Bussen, Zügen, Straßenbahnen und in den U-Bahn-Stationen waren Zitate aus seinen Gedichte zu lesen. Bis vor kurzem konnte man im Nationalgarten Athens darüber hinaus Kunstobjekte griechischer und internationaler Künstler betrachten, die sich mit Kafavis beschäftigten. / Griechenland Zeitung

51. Hauptwerke & verblödete Hierarchien

Etwas unter ging dabei ihr kleiner Lyrikband, der mit dem stolzen Titel »Hauptwerk: Softsoftporn« schon im Juni im Verlag Peter Engstler rauskam. Zu Unrecht, denn Ann Cottens Gedichte haben einen Drive, wie er der oftmals völlig verkopften deutsche Gegenwartsdichtung in der Regel völlig abgeht: »Halt mich so, daß er aufrecht steht / dein Wort in meiner Eingeweide / wie ein Licht halt mich jetzt hoch«. Inmitten aller Liebes-Angst-Unsicherheit wird sehr bewußt erzählt, gewollt leger, aber immer wieder atemberaubend. »Wir rauchten voller Verlegenheit / Konsens wie ein rosa Ballon / Konsens wie ein rosa Teich.« Was als eine Arthaus-Version von Sexy Sport Clips beginnt, wird immer mehr zu einer Expedition über grundlegende Fragen. Hoffnungsvolle Hingabe gibt es also genauso wie eine Schlüpfrigkeit, die elegant Distanz aufbaut.

Schreibt die junge Welt und stellt Fragen wie diese:

Betrachten Sie Ihren Lyrikband »Hauptwerk: Softsoftporn« tatsächlich als Ihr Hauptwerk?

Wie es bei Scherzen so ist, gibt es einen Aspekt, der wörtlich ganz so gemeint ist, und zugleich gute Gründe, es nicht ganz ernst zu meinen. Jeder Moment ist jeweils Hauptwerk, das wäre so quasi eine Aussage, die drinsteckte, und ein privates Aushebeln der Bewertung, der immer verblödeten Hierarchien des »Bedeutenden«.

/ Text/Interview: Joshua Groß

Ann Cotten: Hauptwerk: Softsoftporn. Verlag Peter Engstler, Ostheim/Rhön 2013, 72 S., 14 Euro

50. Kritische Ausgabe

Unter den übrigen lesens­werten Beiträgen in der „Kritischen Ausgabe“ möchte ich drei her­vor­heben: Da sind zum einen die formal wagemutigen Gedichte von Norbert Lange zu nennen, die in unter­schied­licher Weise eine Radi­kali­sierung lyrischer Rede an­streben. Die hier abge­druckte „siebende Dumm­kopf­elegie“ zielt auf eine kunst­volle Demon­tage des alten Dich­ter­priester­tums, wie es einst Rainer Maria Rilke in seinen Duineser Elegien verkör­perte. Ein weiterer Text heißt „Symme­trische Ver­wüs­tungen“ – ein schönes Paradoxon, das die Bewah­rung und gleich­zeitige Auf­lösung poe­tischer Ord­nung mar­kiert. Der aus Völ­klingen stam­mende und in Berlin lebende Konstan­tin Ames liefert einen erhel­lenden Kommen­tar zu den Gedichten von Norbert Lange und verweist auf dessen Gegen­position zu vor­gefun­denen Auto­ritä­ten und Ord­nungs­sys­temen. Die kon­zen­trier­teste Gedicht-Exegese in der „Kriti­schen Aus­gabe“ ver­danken wir Tobias Ams­linger, der sich mit den – wie es heißt – „poeti­schen Ent­gren­zungen“ der 1982 gebo­renen Mara Genschel aus­einander­setzt. Die Arbeiten von Mara Genschel stel­len den Pro­zess­cha­rakter des Schrei­bens in den Vor­der­grund. Viele Ge­dichte werden als „Roh­texte“ noch einmal graphe­misch bearbeitet, mit Strei­chungen und kleinen hand­schrift­lichen Ergän­zungen versehen. Seit 2012 präsen­tiert die Autorin zudem ihre Texte in kleinen Heften, die unter dem Titel „Referenz­fläche“ in Kleinst­auflagen von der Autorin selbst ver­trieben werden. In seiner brillanten Analyse verweist Tobias Amslinger auf die Buch­staben­ver­tau­schun­gen in Gen­schels Gedicht über den hei­ligen Sebas­tian: Dieses Gedicht funktioniere wie eine „Kipp­figur, in der Großes in Kleines übergeht“ und sich das Hei­lige unmerk­lich ins Profane ver­wandelt. In einer kleinen Inscriptio am Ende der Seite macht Genschel klar, dass der Text selbst zum ver­wun­deten heiligen Sebastian wird: „Er steht dort mit geklebten Haarn / am Wegestand und ohne Schrein // zu Füßen ein geschnitzter Reim/unleser­lich, ob Kreuz, ob Arm“.  / Michael Braun, Poetenladen

Kritische Ausgabe, No. 25
c/o Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft, Rheinische Friedrich-Wilhelm-Universität, Am Hof 1d, 53113 Bonn. 148 Seiten, 6 Euro.

49. Santa Llúcia

Oració a Santa Llúcia

Vós que veniu pel desembre
portant els ulls en un plat,
Santa Llúcia, conserveu-nos
la vista i la claretat.

Són tan bells els ulls al front
quan hi brilla la mirada,
fa tan bo de veure el món
per l’ànima enamorada
de clarors de tota mena
i el moure’s de tot quant viu;
que cada hivern que veniu
gloriosament serena,
prô portant misteriosa
els ulls al damunt d’un plat
(com si en la nit tenebrosa
altre llum vos fos donat),
nosaltres esfereïts
de tota mena de nits
i seguint arreu, arreu
tota estela lluminosa,
us cridem amb forta veu
i amb el pit tot agitat:
«Santa Llúcida gloriosa!
La vista i la claretat!»

Joan Maragall (1860–1911)


Gebet an die Heilige Luzia
 

Die Ihr im Dezember kommt,
auf dem Tablett Eure Augen,
Heil’ge Luzia, erhaltet uns
Augenlicht und Helligkeit.

Sind so schön die Augen vorn,
wenn der Blick darinnen leuchtet,
tut so gut, die Welt zu sehn,
wenn die Seele ganz verliebt ist
in das Helle aller Art,
in die Regung allen Lebens;
so dass, wenn Ihr winters kommt,
glorreich und mit heitrer Miene,
dabei jedoch rätselhaft
vor Euch Eure Augen tragend
(ganz als ob in finstrer Nacht
Euch ein andres Licht gegeben),
wir aus allertiefstem Schrecken
von den Nächten aller Art
– immer überallhin spähend,
jeder Spur folgend, die leuchtet –
Euch mit lauter Stimme rufen
und aus tiefbewegter Brust:
»Heil’ge, glorreiche Luzia,
Augenlicht und Helligkeit!«!

[aus dem Katalanischen: à.s.]

 

48. Jack Hirschman

In L. A. gehört zu seinen Studenten ein gewisser Jim Morrison, der später Sänger der Doors werden sollte.

Mit dem Vietnamkrieg kam das Ende der Universitätskarriere von Jack Hirschman. Wegen seiner Aufforderung an seine Studenten, dem Einberufungsbefehl zum Armeedienst nicht zu folgen, flog er raus. Während seiner Universitätszeit war sein erster Gedichtband (»A Correspondence of Americans«) veröffentlicht worden. Seither sind um die 100 Bücher von Jack Hirschman erschienen, neben Gedichtbänden auch Übersetzungen, u. a. von Majakowski, Pablo Neruda, Antonin Artaud, Roque Dalton oder René Depestre, sowie von ihm edierte Anthologien, wie etwa »Open Gate – An Anthology of Haitian Creole Poetry« (2002).

Hirschmans bislang wichtigster Gedichtband erschien 2006 im italienischen Salerno bei Multimedia Edizioni: »The Arcanes«. »Diese 1000-Seiten-Provokation« – so eine Kritikerin – »enthält Hirschmans in mehr als dreißig Jahren entstandene komplexeste und revolutionärste Gedichte« / Jürgen Schneider, junge Welt