Kategorie: Europa

Lyrik-Performance zu Paul Celan

Auf der Bühne im Central-Theater sind an einem mannshohen Gestänge Gongs und Klanghölzer aufgehängt, große Pauken und Saiteninstrumente, die Monochorde, haben Besitz vom Raum ergriffen. Ganz vorn steht winzig ein halb volles Glas mit Wasser, so spröde und leise wie die Lyrik Paul Celans… Continue Reading „Lyrik-Performance zu Paul Celan“

Rausch und Lyrik

In der „Welt“ bittet Franzobel die Venezianer, den Karneval nicht abzuschaffen, und definiert Rausch und Lyrik zugleich: Der Rausch ist eine wunderbare Sache, das Desaster des Daseins zu vergessen, sich selber zu entfremden, sich erst zu erkennen, Lyrik. Der Rausch, dessen Zustand in manchen… Continue Reading „Rausch und Lyrik“

Nachrichten aus dem Jenseits

Unter dem Gedichttitel „Zweites Vermächtnis“ fordert ein Vers: „Lasst die Lebenden in Frieden damit die Toten lebendig werden: ich will mich im Jenseits amüsieren“. Seit 1981 an jenen unbekannten Ort verzogen, hat sich der italienische Dichter und Nobelpreisträger Eugenio Montale zu Lebzeiten einiges einfallen… Continue Reading „Nachrichten aus dem Jenseits“

Le Figaro feiert

la POÉSIE AMÉRICAINE : L’épopée d’Ezra Pound La réédition de ses fameux „Cantos“ est un événement. A l’heure où se construit l’Europe, on plonge dans une œuvre monumentale, un classique du XXe siècle./ Le Figaro 8.2.02 LES CANTOS d’Ezra Pound. Traduit de l’anglais (Etats-Unis)… Continue Reading „Le Figaro feiert“

Banater Alphabet

Johann Lippet hat sich vom legendären «alphabet» seiner dänischen Kollegin Inger Christensen inspirieren lassen. Dass beim Vagabundieren in Wörterbüchern enorme poetische Sprachenergien freigesetzt werden können, demonstriert nun sein «Banater Alphabet». Der zentrale Schauplatz dieser poetischen Sehnsuchtsreise ist das ungarische Grenzstädtchen Hegyeshalom, ein Ort, der… Continue Reading „Banater Alphabet“

Slowly/Swiftly

Not first sight, often enough, but a second look – it is a mysterious thing with poetry that it finds its own moment. The poets that have meant most to me – Lowell, Bishop, Schuyler – all, as it were, were rudely kept waiting… Continue Reading „Slowly/Swiftly“

Trakl-Preis an Andreas Okopenko

Es sah einmal so aus, als schriebe Andreas Okopenko seine Lyrik für eine kleine Minderheit. Als 1980 im Verlag Jugend & Volk Okopenkos Gesammelte Lyrik erschien, war das ein Unterfangen, das erhebliche Widerstände überwinden musste. Nie hatte sich Okopenko in den Vordergrund gedrängt, nie… Continue Reading „Trakl-Preis an Andreas Okopenko“

Borchardt im Dienste Dantes

Zwanzig Jahre hatte er an einer deutschen Version der «Divina Comedia» (immer unterschied er an der ungewohnten, aber historisch korrekten Schreibung des Wortes mit einem m den Kundigen vom Ahnungslosen) gearbeitet, mit der er nicht etwa Dante ins Deutsche hatte übersetzen, sondern die literarhistorische… Continue Reading „Borchardt im Dienste Dantes“

William Blake

Die Wiederentdeckung eines lange verschollenen Kunstschatzes erregt in England Aufsehen. Eine Sammlung von neunzehn Aquarellen des frühromantischen Dichtermalers William Blake (1757 bis 1827), die dieser 1804 als Illustrationen für eine Neuausgabe des Versessays „The Grave“ des schottischen Geistlichen und Lyrikers Robert Blair (1699 bis… Continue Reading „William Blake“

Thomas Kling über Petrarca

…er verlangt seinen Briefpartnern (Gelehrten, Dichtern, Adeligen) oft genug das Äußerste an Geduld ab. Typisch in der keine Widerrede duldenden Entschiedenheit ist diese Stelle, aus einem in Vaucluse verfassten Schreiben an den Florentiner Theologen Francesco Nelli vom August 1352 : „Ich will, dass mein… Continue Reading „Thomas Kling über Petrarca“

„two nightingales dueling“

I wish I’d been on the street in Madrid on that night in 1934 when Pablo Neruda, who was then Chile’s consul to Spain, told Miguel Hernández that he had never heard a nightingale. It is too cold for nightingales to survive in Chile. Hernández grew… Continue Reading „„two nightingales dueling““

two nightingales dueling

I wish I’d been on the street in Madrid on that night in 1934 when Pablo Neruda, who was then Chile’s consul to Spain, told Miguel Hernández that he had never heard a nightingale. It is too cold for nightingales to survive in Chile.… Continue Reading „two nightingales dueling“

Neither rhyme nor reason

Harsches Urteil aus Großbritannen: Neither rhyme nor reason sagt der Kritiker Robert Potts zur Gewinnerin des Eliotpreises, der Kanadierin Anne Carson (“ a poetic injustice „, nach seiner Meinung). Er hat den furchtbaren Verdacht, daß die Autorin aus purem Unvermögen auf Metrik verzichtet –… Continue Reading „Neither rhyme nor reason“

Jacobs‘ Gedichte

In Steffen Jacobs Gedichte-Kolumne diesmal ein Gedicht von Robert Gernhardt, dessen erste Zeile lautet: Das ist der Nebel, aus dem Zombies steigen. / Die Welt 2.2.02

Bernd Wagner für Skepsis gegen literarisches Vereinswesen

In der „Welt“ plädiert Bernd Wagner für Skepsis gegen literarisches Vereinswesen, indem er auch an seine DDR-Lehrjahre erinnert: Was habe ich nicht für Wege zurückgelegt, um Gespräche führen zu können, die über das stets etwas Konspirative des kleinen Kreises hinausgingen. Verbände und Vereine sind… Continue Reading „Bernd Wagner für Skepsis gegen literarisches Vereinswesen“