Kategorie: Europa
Veröffentlicht am 16. Februar 2026
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
142 Wörter, 1 Minute Lesezeit. Asmus Trautsch Geschenkter SinnKaum zu glauben, aber müde wie ich bin sagt sich noch ein Lebenswort ab von der schorfigen Rinde, die mich umspannt, gleitet aufs Papier und harrt seinesgleichen.Kommt Silben, kommt.Ich weiß nicht, wer von euch an meinem… Continue Reading „Geschenkter Sinn“
Veröffentlicht am 15. Februar 2026
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Mit jedem Jahre schmäler wird die Decke
Darunter ich die alten Glieder strecke
Bald ist das ganze Kapital an Zeit
Das so unendlich schien
Vertan, verlebt, verbrannt, dahin
Kategorie: Deutsch, Deutschland, NiederlandeSchlagworte: Annelore Schlösser, Das Jahr ist um, Die Blumen werden in Rauch aufgehn, Gedicht Bilanz Metapher, Georg von der Vring, jüdische Lyrik Exil, Joachim Maass, Karl Schloß, Karl Schloß Gedicht, Ludwig Strauß, Lyrik 1943, Martin von Katte, Neuromantik Deutschland, Opfer der Schoa, vergessene Dichter 20. Jahrhundert, Wulf Kirsten, Wulf Kirsten Anthologie
Veröffentlicht am 14. Februar 2026
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
verwechsele kunst nicht mit wut hieß es.
gut. was war hingegen mit schärfe.
was war mit den klingen die ich
auf dem rücken balancierte –
sporadisch sie zu ziehen
zum stich ins gespräch.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Generation, gewinnwarnung Analyse, Katharina Schultens, Katharina Schultens Gedicht, Kunst und Wut, politische Lyrik Gegenwart, Sprachkritik Lyrik, Systemkritik Gedicht, trashpool, Wut
Veröffentlicht am 13. Februar 2026
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
132 Wörter, 1 Minute Lesezeit. Lalla Romano Ein tiefer Klang ist im BlutIch wußte es seit deine Hände die meinen zum ersten Mal streiftenVon jenem Tag an hörten wir es wie einen Wind aufsteigen mit dem Brausen einer Orgel bis uns, endlich gezähmt, beugte… Continue Reading „Ein tiefer Klang ist im Blut“
Kategorie: Italien, ItalienischSchlagworte: Ein tiefer Klang ist im Blut, erotische Gedichte Italien, Gino Chiellino, Gino Chiellino Übersetzung, italienische Liebeslyrik, italienische Lyrik 20. Jahrhundert, Lalla Romano, Lalla Romano Gedicht, Liebesgedicht Italienisch Deutsch, Un suono profondo è nel sangue
Veröffentlicht am 12. Februar 2026
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
wenn es klopft öffne
nicht
es könnten die anderen sein
verschließe die fenster
sieh in den spiegel
sieh diese blässe diese
müdigkeit in den augen
Kategorie: DDR, Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Ausstellung Cottbus, Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst, Buchkunst Ostdeutschland, DDR Lyrik, Franziska Groszer, Franziska Groszer Gedicht, Grafiklyrik, Künstlerbuch DDR, Lyrik späte DDR
Veröffentlicht am 10. Februar 2026
von lyrikzeitung
1 Kommentar
Überall hört man jetzt: Endlich! Der Tod besiegt!
Alters-Gen sequenziert. Forscher im Freudenrausch. –
Trotzdem hol‘ ich das Putzzeug,
Denn ich habe noch viel zu tun.
Veröffentlicht am 9. Februar 2026
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
sing leise Orpheus
versteck die Leier
damit sie dich nicht digital konservieren
und einen Bauernmarkt mit dir beschallen
Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Annemarie Moser, Annemarie Moser Gedicht, österreichische Lyrik, digitale Verwertung Kunst, Eurydike, Konsumkritik Gedicht, moderne Mythos-Lyrik, Mythos und Gegenwart, Orpheus, Orpheus im Supermarkt
Veröffentlicht am 8. Februar 2026
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Neulich deutschten auf Deutsch vier deutsche Deutschlinge deutschend,
Sich überdeutschend am Deutsch, welcher der Deutscheste sey.
Vier deutschnamig benannt: Deutsch, Deutscherig, Deutscherling, Deutschdich;
Selbst so hatten zu deutsch sie sich die Namen gedeutscht.
Veröffentlicht am 7. Februar 2026
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Poesie ist eine Tat
der Bestätigung. Ich bestätige,
dass ich lebe, dass ich nicht allein lebe.
Kategorie: Niederlande, NiederländischSchlagworte: Nachkriegslyrik, Niederländische Lyrik, Poëzie is een daad, Poesie ist eine Tat, Remco Campert, Remco Campert Gedicht, Trimaran, Trimaran Lyrik, W H Auden poetry makes nothing happen, W.H. Auden
Veröffentlicht am 6. Februar 2026
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
81 Wörter, 1 Minute Lesezeit. Sigitas Geda (* 4. Februar 1943 in Paterai, Landkreis Lazdijai; † 12. Dezember 2008 in Vilnius) Wanderung der SeelejedenFrühling zieht meineSeele sich an und geht wegso viele Male habe ich versucht sie zu fragensie weiß nicht wohin weiß nicht wohin Deutsch von Heinz Czechowski. Aus: Europäische Anthologie.… Continue Reading „Weiß nicht wohin“
Veröffentlicht am 3. Februar 2026
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Es gibt Blumen, die
des Abends aufblühn,
sie sind blau und seltsam –
Veröffentlicht am 1. Februar 2026
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Einst stranzelte ein Knirch
verkropfelt und gelipsert:
Er hatte bulgewirch
ein Haslapf eingeschnipsert.
Kategorie: Deutsch, Deutschland, MalaysiaSchlagworte: deutsche Gegenwartslyrik, Dziuk Gedicht, Einst stranzelte ein Knirch, experimentelle Lyrik, Jürgen Dziuk, Kunstwort Lyrik, Nonsenslyrik, Sprachspiel Gedicht, Vergessene Dichter
Veröffentlicht am 31. Januar 2026
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Ich ging in Wäldern, in Wäldern
Nämlich
In Wäldern. Nämlich.
Da kam ein guter Mensch.
Nämlich
Im Walde erhub er seinen Finger.
Nämlich
Ich war in den Wald gegangen, um mich dort in einigen Zweigen zu
verwildern.
Kategorie: Österreich, Deutsch, TschechoslowakeiSchlagworte: deutschsprachiger Expressionismus, Expressionismus Lyrik, Gedicht 1915, jüdische Autoren Österreich, Kehr wieder Gedicht, Lyrikzeitung, Paul Adler, Prager Moderne, Vergessene Dichter
Veröffentlicht am 30. Januar 2026
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
Keiner weiß, wo wir allein sind,
überall ein Alp.
Formhaft genormtes Leben
im normhaft geformten Land.
Kategorie: DDR, Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Cottbus, DDR Gedichte, Die Tage waren gezählt, Greifswald Lyrik, Künstlerbuch DDR, KEINER WEISS Gedicht, Landesmuseum für moderne Kunst in Cottbus, Lyrikzeitung, Martin Bernhardt, Ostdeutsche Lyrik, Planet Lyrik, Vergessene Dichter
Veröffentlicht am 29. Januar 2026
von lyrikzeitung
Kommentar verfassen
teurer Augenblick ich sehe dich
in dem weichenden Nebelvorhang
wo ich nicht mehr die langen treibenden Schwellen zu betreten brauche
und leben werde solange eine Tür
sich öffnet und wieder schließt
Kategorie: Frankreich, Französisch, IrlandSchlagworte: Beckett Gedicht, Beckett Gedichte, Beckett Lyrik, Elmar Tophoven, Elmar Tophoven Übersetzung, Existenzialismus Lyrik, französische Lyrik, Leben und Augenblick, Samuel Beckett, Zeit und Vergänglichkeit
Neueste Kommentare