Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Besondere Anschaulichkeit gewinnt Hieblers Arbeit durch eine dem Jahrbuch beigegebene CD-Ausgabe von Stimmenporträts bedeutender Schriftsteller aus Hofmannsthals Zeit, die aus den Historischen Beständen (1899-1950) des Wiener Phonogrammarchivs stammen. So sind unter anderen samt Transkriptionen die Stimmen von Raoul Auernheimer, Arthur Schnitzler, Max Burckhard, Hofmannsthal… Continue Reading „Stimmenporträts aus Hofmannsthals Zeit“
Der österreichische Expressionist Albert Ehrenstein z. B. erfand dazu einen neuen «-ismus»: den «Ahasverismus». Die archaische Figur wurde ihm zum Modell einer weltbürgerlichen jüdischen Moderne. Sowohl gegen «den Assimilanten, den Vollblutaffen mit Monokel und eisernem Kreuz», als auch gegen den «Zionismus», diese Idee eines… Continue Reading „Diaspora und jüdische Moderne“
Über Pläne, der Wiener Schule für Dichtung Akademiewürden zu geben, berichtet der Wiener Kurier vom 25.2.03.
Der Südtiroler Dichter und Schriftsteller Joseph Zoderer erhält in diesem Jahr den vom Burda-Verlag gestifteten Hermann-Lenz-Preis für deutschsprachige Lyrik. Zoderer habe mit seinen Romanen das schwierige Verhältnis zwischen Südtirolern und Italienern zum Thema gemacht und sich das einhellige Lob der Kritiker verdient, teilte der… Continue Reading „Hermann-Lenz-Preis für Zoderer“
Sogar die taz kommt uns heute lyrisch: Konsequenterweise ist so mancher Text auch ein Stück erotischer Lyrik: „wo dies so fruchtet; zungenfertig, uns dran säugend,/ wie leib- uns, nahrhaft fassen im anreichern, -schwellen,/ in eignen saft lauthals geraten uns, frisch erzeugend/ zur neige flößen… Continue Reading „elemente, sonette“
Jdl. Der erstmals vergebene Heimrad-Bäcker-Preis geht an den österreichischen Schriftsteller Franz Josef Czernin. Die mit 8000 Euro dotierte Auszeichnung wird für ein herausragendes Werk vergeben, dass in der Tradition der sprachexperimentellen Literatur steht. Die Jury würdigt in ihrer Begründung die «progressive Universalpoesie» Czernins und… Continue Reading „Preise für Czernin und Zauner“
mitte linie das andere tafel ebe ne stunde kopf sonde feile hammer messer.“ Dies ist kein Gedicht von Ernst Jandl, sondern ein Telegramm von Karl Kraus und zugleich eines der vielen unverhofft schönen Momente in diesem außerordentlichen Briefwechsel, den man wegen der vielen, meist… Continue Reading „„Meteor kosmos nach ziel licht“
Franz Josef Czernin zählt zu den Dichtern, die sich selbst deuten können. Er sucht das Wesen der Dinge in den Worten, die sie bezeichnen, gleichsam unter Laborbedingungen. Jede Konnotation soll eine Konsequenz haben. Dabei entsteht ein Klanggewitter, das den Zuhörer Zuflucht im Erstaunen nehmen… Continue Reading „Klanggewitter“
„ Buch.Preis 2002“ für Ferdinand Schmatz, dessen 1987 mit Franz Josef Czernin verfasster Lyrikband „Die Reise. In 80 Gedichten um die Welt“ für einen kleinen Skandal sorgte, weil er ihn in einem „Gegenband“ („In 80 flachen Hunden in die ganz tiefe Grube“) als bewusste… Continue Reading „Buch.Preis 2002“
Und Schindel machte noch schneller klar, dass die Bildfülle seiner Lyrik zur Bildüberfülle zu werden droht: Aus seiner neusten, noch nicht veröffentlichen Gedichtsammlung artikulierte Schindel einen Vers nach dem anderen derart nonchalant-rasant in die Köpfe der Zuhörerschaft hinein, dass diese wie gelähmt war. Gelähmt… Continue Reading „Schindel-Lesung“
Wie anders geht da Michael Donhauser, nun durch Rheinhessen. Er geht, wie er schreibt, durch eine Textlandschaft; und wir lesen mit ihm eine glücklich mit der Geliebten durchlebte Ortlosigkeit. Donhauser erwandert sich, was es gibt, enthält sich, anders als es beispielsweise Handke in früheren… Continue Reading „Sieben Himmel“
Wie anders geht da Michael Donhauser, nun durch Rheinhessen. Er geht, wie er schreibt, durch eine Textlandschaft; und wir lesen mit ihm eine glücklich mit der Geliebten durchlebte Ortlosigkeit. Donhauser erwandert sich, was es gibt, enthält sich, anders als es beispielsweise Handke in früheren… Continue Reading „Sieben Himmel“
Die Gedichte der Kaiserin dürfen daher als die einzige authentische Äußerung gelten, die die Nachwelt von ihr vernimmt. Die Poesien wurden erst vor anderthalb Jahrzehnten von Brigitte Hamann publiziert (Kaiserin Elisabeth: Das poetische Tagebuch, herausgegeben von Brigitte Hamann, Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften,… Continue Reading „Dichtende Sisi“
Begeistert besprochen in der FAZ, 16.11.02: Ernst Jandl: „13 radiophone Texte und Das Röcheln der Mona Lisa“ Von Texten, Stimmen und Apparaten. Hörspiel Intermedium records, München 2002, ISBN 3934847706 CD, 18,90 EUR
Die Leonberger Kreiszeitung (sic) druckt Auszüge aus einer Lobrede Michael Brauns auf Michael Donhauser (zur Verleihung des Christian-Wagner-Preises ): Denn es gibt etwas, was diese Lesart (der Naturmagie, d. Red.) stört, etwas, das nicht aufgeht in der unio mystica zwischen Dichter und Naturding. Es… Continue Reading „Christian-Wagner-Preis für Donhauser“
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