Kategorie: Österreich

50. Kramer-Nachlaß

„Immer werd ich schreiben, süß und herb, / immer werd ich schreiben, bis ich sterb.“ Diese Verse stammen von einem der bedeutendsten österreichischen Exillyriker, nämlich von Theodor Kramer. Und er schrieb tatsächlich mit einer Leidenschaft und Intensität, die seinesgleichen sucht. Nach 61 Lebensjahren waren… Continue Reading „50. Kramer-Nachlaß“

45. „Poesie zum Pflücken“ vom Zetteldichter

Kaum ein Wiener hat nicht schon einmal einen Zettel mit seinen Zeilen in den Händen gehalten: Für die einen ist Helmut Seethaler, der Zetteldichter, ein Genie – für andere ein Störenfried. Auf seiner alten Schreibmaschine verfasst er „Poesie zum Pflücken“ angeheftet an Brückengeländern, Bäumen… Continue Reading „45. „Poesie zum Pflücken“ vom Zetteldichter“

20. Kolbe über Bachmann

Ich meinerseits wollte nicht Intimitäten aufdecken zwischen Ingeborg Bachmann und ihrem ersten literarischen Förderer und Liebhaber Hans Weigel meinetwegen, zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan, denen es offenbar das ein und andere Mal ziemlich gut ging miteinander (man stelle sich den 27jährigen Paul Antschel-Celan… Continue Reading „20. Kolbe über Bachmann“

19. Klüger über Bachmann

Ruth Klüger eröffnete Mittwochabend mit einer Rede über „Bachmanns Wahrheit & Dichtung“ die Tage der deutschsprachigen Literatur. Die Kleine Zeitung veröffentlicht Auszüge: Sprache sollte Vermittlerin der Wirklichkeit, ihre Verwandlung in Wahrheit sein. Doch Ingeborg Bachmann ist die Dichterin der Gleichnisse, die nicht aufgehen. Wir… Continue Reading „19. Klüger über Bachmann“

18. 1-Wort-Skulpturen

Das ORF-Landesstudio Kärnten, wo Mittwochabend die 36. Tage der deutschsprachigen Literatur eröffnet werden, präsentiert sich erstmals als Galerie. Ein Künstler-Duo fertigt 1-Wort-skulpturen. Und: Smartes Lesevergnügen lockt.Video von Marko Petelin. … Fast gleichzeitig mit den Lesungen zum Ingeborg-Bachmann-Preis startete ein Netzkulturprojekt, das die ganze Stadt… Continue Reading „18. 1-Wort-Skulpturen“

87. Einbruch des Surrealen

Der Einbruch des Surrealen in den Alltag bricht die Welt des Vertrauten, des Logischen und des Selbstverständlichen auf und verweist auf etwas darüber Hinausgehendes, Unfassbares und Transzendentes. Dunkel war’s, der Mond schien helle, Als ein Wagen blitzeschnelle Langsam um die Ecke fuhr; Drinnen saßen… Continue Reading „87. Einbruch des Surrealen“

81. Musiker sind die besseren Dichter geworden

1980 erscheint eine erste Sammlung englischer Punk-Songtexte mit deutschen Übersetzungen, I Hate The Universe, herausgegeben von Sylvia James *3), darunter Killing An Arab von Cure, eine Aufarbeitung von Albert Camus’ Der Fremde. Camus, so scheint es, liegt mit seinen Sätzen von der zärtlichen Gleichgültigkeit der Welt hochaktuell in den jungen… Continue Reading „81. Musiker sind die besseren Dichter geworden“

80. M-Z (Theo Breuer über Friederike Mayröcker)

… Me­moiren, Men­schen, Metamor­pho­sen, Mnemosyne, Mo­nolo­gen (und hätte ich dieses mein Schrei­ben nicht), Morphemen, Musik (also aus allem beziehe ich meine Spra­che, Material aus verschiedenen Quel­len, Bild, Ge­spräche, Musik, über­haupt die Musik, überhaupt habe ich der Mu­sik immer unrecht ge­tan, sie immer ins Un­recht gesetzt oder wie soll… Continue Reading „80. M-Z (Theo Breuer über Friederike Mayröcker)“

71. Dem Libanon

Georg Kulka | Dem Libanon   Dem Libanon, dem jüngst im Flügelkleide schwärmenden, Wuchs heut der Regen bleicher aus der Stirne. Knatternd, als man die Seide zerbrach. O du hellhöriger höllhärener Morgen! Der Tag blieb dir im Munde stecken. Aber die Wolken poltern sich… Continue Reading „71. Dem Libanon“

65. tohuwabohu

Es ist wieder soweit: „jazz me, if you can!“ das tohuwabohu 2012 im Schloss Lüntenbeck! vom 22. bis zum 24. Juni 2012 treffen sich die Generationen der Jandl-Musik in Wuppertal. Ernst Jandl würde sagen: Ein tohuwabohu kann etwas Schlechtes sein, ein tohuwabohu kann auch etwas… Continue Reading „65. tohuwabohu“

33. Walter Buchebner

Sichtbar wird: Walter Buchebner war ein originärer Autor in der österreichischen Literaturlandschaft der 1950er-Jahre – international orientiert (seine Inspirationen kamen von Beat-Poeten wie Allen Ginsberg und Jack Kerouac ebenso wie von Wladimir Majakowski), suchte er nach eigenen Formen einer Lyrik, die auch zu gesellschaftlichen… Continue Reading „33. Walter Buchebner“

28. Ins Staunen

manche kommen aus dem Staunen nicht heraus / manche nie hinein Elfriede Gerstl Mehr  „Profile“, Band 19, Christa Gürtler, Martin Wedl (Hrsg.): Elfriede Gerstl – „wer ist denn schon zu hause bei sich“. Mit Beiträgen von u. a. Doron Rabinovici, Elfriede Jelinek, Gisela von… Continue Reading „28. Ins Staunen“

17. Mieze Medusa

An ihren allerersten Auftritt bei einem Poetry-Slam erinnert sich Mieze Medusa, eigentlich Doris Mitterbacher, nicht gerne. Es war vor langer, langer Zeit in Innsbruck, ihr Text ein typischer „ein Mädchen möchte Lyrik machen“-Vortrag. „Es war nicht gut. Ich glaube, es gibt irgendwo ein Video… Continue Reading „17. Mieze Medusa“

16. Heimrad-Bäcker-Preise 2012 an Urs Allemann und Christian Filips (Förderpreis)

Verleihung der Heimrad-Bäcker-Preise 2012 im Adalbert-Stifter-Haus, Linz Montag, 25. Juni 2012 19.30 Uhr Nach Entscheidung der Jury (Franz Josef Czernin, Thomas Eder und der letztjährige Preisträger Ulf Stolterfoht) werden die diesjährigen Preise verliehen an: Urs Allemann (Heimrad-Bäcker-Preis) Christian Filips (Förderpreis zum Heimrad-Bäcker-Preis) Begründung der… Continue Reading „16. Heimrad-Bäcker-Preise 2012 an Urs Allemann und Christian Filips (Förderpreis)“

13. Wie verrückt

„wie verrückt arbeiten alle an romanen und / wie verrückt an neuen theaterstücken und wie / verrückt an neuen gedichten“: So beginnt Ernst Jandls Gedicht wie verrückt aus dem Jahr 1983. Darin bringt der im Jahr 2000 verstorbene Dichter einiges von dem zur Sprache,… Continue Reading „13. Wie verrückt“