Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Ein Artikel der Süddeutschen präsentiert den 20jährigen Kanonier Rudolf Augstein als Lyriker und Verschwörer (8.11.02): „O Gott, ich habe das Große gewollt, / Ich wollte den Himmel offenbaren…“ Kein gemeiner Soldat, sondern ein Dichter wollte er werden, und Expressionismus lag damals in der Luft.… Continue Reading „Rudolf Augstein“
In der Zeit beschreibt der amerikanische Lyriker C.K. Williams die Deutschen als (durch die Judenvernichtung des „dritten Reiches“ dazu gewordenes) symbolisches Volk – wie die Juden. / Zeit 46/2002
„Du bist wie eine Blume“ wurde ausreichend oft in Musik gesetzt – rund 400 mal, sagt die Liedvertonungsbilanz. Man kann es immer wieder neu versuchen, sagte sich der Komponist Wilhelm Killmayer Mitte der Neunziger. Und verwandelte gleich drei Dutzend Heine- Gedichte erneut in Klavier-Tenor-Miniaturen.… Continue Reading „Heinrich Heines Gedicht“
Der Urgrund dieser Poesie ist magisch, und er ist mündlich. Die blutrote Schrift ist nur ihre behelfsweise Notation; um wirksam zu sein, müssen die Fluch- und Segensformeln gesprochen und gesungen werden. Wie in seinem letzten Gedichtband hat Kling also auch jetzt, zeitgemäß modifiziert und… Continue Reading „Fluch- und Segensformeln“
Weniger Behagliches widerfährt dagegen Franz Josef Czernin im Gespräch mit dem Germanisten Sebastian Kiefer, zumal der Poetik-Unterredung Kiefers semantische Analyse und Interpretation von Czernins «elemente, sonette» vorangestellt sind. Der Lyriker gerät als Folge davon in die paradoxe Situation, die Reflexion seines Schaffens auf den… Continue Reading „Babylonisch“
Der Weimarer Lyriker und Erzähler Wulf Kirsten erhält den Schiller-Ring 2002. Kirsten werde für seine Verdienste um die deutsche Sprache und Literatur geehrt, teilte die Deutsche Schillerstiftung in Weimar mit. Die mit 30 000 Euro dotierte Auszeichnung wird am Donnerstag in der Bayerischen Akademie… Continue Reading „Schiller-Ring geht an Wulf Kirsten“
Im neuen Titel -Magazin bespricht Klaus Hübner rapähnliche Westerngedichte: Franz Dobler: Der Tag an dem ich allen Glück wünschte. Kunstmann Verlag. 2002. CD. ISBN 3-88897-317-1. Außerdem Gedichte von Florian Vetsch. / 3.11.02
Er war so etwas wie der Heimatdichter der Obdachlosen: Günter Bruno Fuchs . Vollzeitpoet und um die Häuser ziehender Ganztagstrinker, ein dicker Mann aus Berlin-Kreuzberg, wo er 1977 mit nur achtundvierzig Jahren an den Folgen seines bacchantischen Lebenswandels starb. Seine Arbeit, seine ganze Kunst… Continue Reading „Dichter im Kneipentritt“
Für die FR besucht Norbert Hummelt das Grab Friedrichs II., der als deutscher Kaiser in Palermo die italienische volkssprachliche Dichtung begründete: Da ist es bezeichnend, dass der modern denkende Staufer Friedrich, sizilianischer Thronerbe und seit 1220 Kaiser des deutschen Reichs, an seinem berühmten Hof… Continue Reading „Grab Friedrichs II.“
Er war so etwas wie der Heimatdichter der Obdachlosen: Günter Bruno Fuchs. Vollzeitpoet und um die Häuser ziehender Ganztagstrinker, ein dicker Mann aus Berlin-Kreuzberg, wo er 1977 mit nur achtundvierzig Jahren an den Folgen seines bacchantischen Lebenswandels starb. Seine Arbeit, seine ganze Kunst war… Continue Reading „Dichter im Kneipentritt“
Die Parchimer Zeitung (1.11.02) meldet den Tod des 100jährigen Heimatdichters August Wolff aus Groß Godems, Meckl. – Freies Wort (1.11.02) berichtet über eine Ausstellung, die den unangepaßten Künstler und Autor Kurt W. Streubel würdigt (er schuf u.a. Bild-Texte).
Hinweis auf eine kleine Lyrikreihe der parasitenpresse Köln: NEU IM HERBST 012 René Hamann: katalan. Gedichte, 14 S. 011 Ron Winkler: vielleicht ins Denkmal gesetzt. Gedichte, 14 S. WEITERE TITEL 010 Enno Stahl: (kan)arische enklavn. Gedichte, 14 S. 009 Stefan Heuer: das gute geschäft.… Continue Reading „parasitenpresse“
Der Rezensent der Süddeutschen führt zum Lob des neuen Hartungbandes ein Sonett an: Er wäre gerne böse gewesen Ihr Vater (Konrad) war wie Adenauer Molly die Mutter ja! wie Molly Bloom Er (Charlie) träumte schon vom kleinen Ruhm als er sie küßte auf der… Continue Reading „Hartung“
Verena Auffermann preist die schönen Bände der Friedenauer Presse an wie warme Semmeln. Einzige Einschränkung: Wer nicht so klug war oder zu jung ist, die bis 1995 im Bleisatzverfahren gesetzten Drucke zu abonnieren, muss leider wissen, dass die meisten Hefte, von Günter Bruno Fuchs,… Continue Reading „Friedenauer Presse“
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