Kategorie: Deutschland

50. Letzter Brief

Hadayatullah Hübsch, der am 4. Januar in Frankfurt starb, war ein zum Ahmadiyya-Islam konvertierter Dichter und Schriftsteller. Immer wieder hat er sich in Briefen an diese Zeitung zur muslimischen Religion geäußert. Schreibt die FAZ und veröffentlicht seinen letzten Brief an „diese Zeitung“, ohne mitzuteilen,… Continue Reading „50. Letzter Brief“

47. Das Maß allen Lebens ist die Axt, sagt der Baum

Rezension eines Gedichtbands von Martin Bernhardt Von Michael Gratz Die Axt, die das Leben der Bäume beendet, ist eine seiner Bildfindungen, die er in mehreren Texten verwendet. Das Gedicht „Abseits der Grenzen“ entstand im Oktober 1983, da war er 22 Jahre alt: Abseits der… Continue Reading „47. Das Maß allen Lebens ist die Axt, sagt der Baum“

44. Meine Anthologie (Abräumer 2): Ausdrücken

Johanna Schwedes Warschauer Straße warm ist die Luft wie von der Heizung genommen Stechmücken Würstchenbuden der Kamikaze mit entsichertem Haar tanzt auf dem Fenstersims einen Walzer ein Vogel der fällt bis in den Straßengraben zwischen Hundetapsen Zigaretten da bricht die Eihaut der Augen wie… Continue Reading „44. Meine Anthologie (Abräumer 2): Ausdrücken“

40. Anzeigen

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39. Meine Anthologie – Abräumer

Erklärtes Prinzip meiner Anthologie ist Willkür. Falsch. Willkür ist nur der Anschein, ich sollte sagen Zu-Fall, unwillkürliche Widerfahrung. Was mich bei der täglichen Lektüre anspringt, überrascht, aufhorchen läßt und je nachdem beredt oder sprachlos macht. Und alles das minus die vielen verlorenen Gedichte, weil… Continue Reading „39. Meine Anthologie – Abräumer“

36. Heinz Kahlau dichtet also noch

„Macht macht dumm“ – diese Zeile ist ihm jetzt eingefallen. Er hat sie in sein Notizbuch geschrieben. Vielleicht wird irgendwann ein Gedicht daraus. Heinz Kahlau dichtet also noch. „Solange der Kopf arbeitet, lässt er sich am Dichten nicht hindern“, sagt er und bläst genüsslich… Continue Reading „36. Heinz Kahlau dichtet also noch“

35. Beisetzung

Die verstorbene Schriftstellerin Eva Strittmatter wird heute auf dem Friedhof im brandenburgischen Schulzenhof beigesetzt. Sie wird an der Seite ihres 1994 verstorbenen Ehemanns Erwin Strittmatter beerdigt. … Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck würdigte sie als „unverwechselbare Stimme“ der deutschen Literatur. „Unser Land Brandenburg kann sich… Continue Reading „35. Beisetzung“

34. „O diese acht Zeilen“

Die Lyrik ist das Mauerblümchen des literarischen Lebens. Als aber vor hundert Jahren, am 11. Januar 1911, in der Zeitschrift „Der Demokrat“ zum ersten Mal das Gedicht „Weltende“ von Jakob van Hoddis erschien, wurde es sogleich zu einer Sensation. Es muss gleich gezündet haben, viele… Continue Reading „34. „O diese acht Zeilen““

29. Unverdrossen

Dennoch wird unverdrossen Lyrisches produziert. Große Publikumsverlage wie Suhrkamp, Hanser, C.H. Beck oder auch Luchterhand pflegen ihre Lyriker ebenso wie die zahllosen Kleinverlage, die vor allem jungen Autoren oder „schwierigen“ Texten eine Plattform bieten – beispielhaft genannt seien hier nur kookbooks (Motto: „Poesie als… Continue Reading „29. Unverdrossen“

27. Visuelle Poesie in Bad Elster

Der Erfinder der Konkreten Poesie, Eugen Gomringer, stellt in Bad Elster aus. Die Schau spannt einen internationalen Rahmen, zeigt Varianten der Kunstform aus Österreich, Frankreich oder Korea – Lyrik von den Anfängen in den 1950er-Jahren bis zur Gegenwart.  Mit ihm sprach Nicole Jähn. Die… Continue Reading „27. Visuelle Poesie in Bad Elster“

23. DreckSack / Prenzlauer Berg Konnektör

Angezeigt wird eine Doppelzeitschrift, von der noch nicht klar ist, ob sie monatlich oder nur alle 2 Monate erscheint: DreckSack – Lesbare Zeitschrift für Literatur (Hrsg. Florian Günther) / Prenzlauer Berg Konnektör (Hrsg. Bert Papenfuß), mit den Beiträgen folgender Autoren: Heft 1, November 2010: Kersten Flenter, Reinhard Henning,… Continue Reading „23. DreckSack / Prenzlauer Berg Konnektör“

22. Sonne, Mond und ISS

Sonne und Mond spielen in der Dichtung seit mindestens 4.000 Jahren eine Rolle. Das muß man nicht belegen. Peter Rühmkorf hat über den Mondwahnsinn in der deutschen Literatur geschrieben. Hier ein paar nur sehr grob chronologisch sortierte Beispiele für die Sonne: Du erscheinst vollkommen… Continue Reading „22. Sonne, Mond und ISS“

21. Lichtwolf

Für die einen holte Hübsch den Beatnik-Stil in die deutsche Sprache, für die anderen stand er schlicht in der Tradition des Expressionismus. Unter dem Pflaster lag der Strand, Marokko war der Nabel der Welt und LSD war im falschen Leben immer noch die bessere… Continue Reading „21. Lichtwolf“

20. Sjón im Huchelhaus

Freunde der isländischen Pop-Sirene Björk sollten sich den Abend des 12. Januar vormerken. Der Lyriker Sjón – eigentlich Sigurjón Birgir Sigurðsson – kommt zu einer Lesung ins Wilhelmshorster Peter-Huchel-Haus. Für Björk hat der Schriftsteller einige Liedtexte geschrieben, außerdem machte er sich einen Namen, als… Continue Reading „20. Sjón im Huchelhaus“

17. Hadayatullah Hübsch

Am Morgen des 4. Januar 2011 starb Hadayatullah Hübsch im Alter von 64 Jahren. Hübsch war Aktivist der 68er-Bewegung. Neben seiner schriftstellerischen Arbeit war er später Imam in einer Frankfurter Moschee. Zu seinen zahlreichen Büchern gehören die Gedichtbände „Macht den Weg frei“ (Horlemann-Verlag, 2002) und „Vorkriegsgedichte“ (Corvinus-Presse, 2003). Während alle über den Tod… Continue Reading „17. Hadayatullah Hübsch“