Kategorie: Deutsch

Becherhymne

Wie Adorno Eislers Vertonung der Becherhymne als ästhetischen Widerstand las, zeigt D. Razumovsky in der SZ vom 20.8.03

Archiv unterdrückter Literatur in der DDR

Die Autoren Ines Geipel und Joachim Walther haben jetzt bekannt gegeben, daß sie an einem „Archiv unterdrückter Literatur in der DDR“ arbeiten. Für Literaturwissenschaftler könnte sich hier ein Fundgrube auftun, etwa in den Gedichten von Edeltraut Eckert, deren Schwester ein Schreibheft mit 101 Gefängnis-Gedichten… Continue Reading „Archiv unterdrückter Literatur in der DDR“

Reiner Kunze 70

Zum 70. Geburtstag von Reiner Kunze: Ostthüringer Zeitung 21.8.03 / Berliner Morgenpost 16.8.03 / Berliner Zeitung 16.8.03

«gedichtbegleitende massnahme»

Indem er sprachliche Mechanismen freilegt und genussvoll ausweidet, verwickelt er sich auch leicht in kleine Diskurse, hält wie beiläufig, absichtsvoll absichtslos, vertrackte Fragen hin, winzige Theoreme: «‹ich bin ein gedicht› – sicher einer der verzwacktesten sätze deutschsprachiger lyrik. ein / widerborst. der ist wovon… Continue Reading „«gedichtbegleitende massnahme»“

Shakespeare-Sonette

Von der Romantik als Liebeslyrik wieder- und als Erlebnislyrik neu entdeckt, sind Shakespeares 154 Sonette vielleicht immer noch weniger bekannt als seine Dramen, aber deswegen nicht weniger häufig übersetzt. Unter den zahlreichen in den letzten Jahren erschienenen Publikationen zu Shakespeare finden sich auch neue… Continue Reading „Shakespeare-Sonette“

Sonett – Rilke und zurück

Man möchte dieser Leserschaft raten, sich in den beiden Bänden frei zu bewegen: Warum nicht bei Rilke anfangen, zu Louise Labé zurück- und weiter zu Ronsard gehen, im deutschen Barock blättern und sich zum deutschen 20. Jahrhundert ein wenig selektiver verhalten als Kemp, umso… Continue Reading „Sonett – Rilke und zurück“

Eingesandt

Ansonsten finde ich in ihrer 29. Lyrikpost die Übersetzungen von Malkowski ziemlich gräßlich, wenn ich ehrlich bin. Dieser Furor in der semantischen Genauigkeit zuungunsten des „Restes“ ist mir befremdlich. Das mag für den A-Kurs Mittelhochdeutsch eine gute Sache sein, aber sonst? Bertram Reinecke (Leipzig)… Continue Reading „Eingesandt“

Jakob van Hoddis

Rolf Schneiders Berliner Anthologie, Morgenpost vom 27.7.03: Jakob van Hoddis: Morgens

Der Feuersturm brüllt

Der Spiegel spricht mit Wolf Biermann über seine Erinnerungen an den Hamburger Feuersturm vor 60 Jahren: Meine Mutter freute sich über die Bombenangriffe, weil auch sie Kommunistin war – und weil nicht allein mein Vater, sondern unsere gesamte jüdische Familie ermordet worden war. Die… Continue Reading „Der Feuersturm brüllt“

Worpswede

Für die NZZ vom 26.7.03 bespricht Hans-Albrecht Koch eine Bremer Ausstellung (samt Buch) über Rilkes Worpswede-Monographie. Bis 24. August. Publikation: Rilke. Worpswede. Eine Ausstellung als Phantasie über ein Buch. 2003. 383 S., Fr. 42

„Wieder steht ein Realismus rum“

Natürlich ist diese neue Generation nicht so naiv, sich gänzlich dem Traditionszertrümmerer Brinkmann hinzugeben. Was sich da mit sehr eigenen Wahrnehmungsweisen und Abweichwinkeln in dieser Anthologie tummelt, bewegt sich durch die unterschiedlichsten lyrischen Galaxien: von Mandelstam bis Brinkmann, von Rilke bis Rühmkorf, von Leonard… Continue Reading „„Wieder steht ein Realismus rum““

„Leselust“

Das Aachener Festival „Leselust“ kündigen die Aachener Nachrichten vom 24.7.03 an: Orientalische Akzente setzt schon die Eröffnung am 4. August mit den Autoren Christoph Leisten und Reinhard Kiefer. Leisten mit seinem neuen neuer Gedichtband „in diesem licht“ und Kiefer mit dem Erzählwerk „Café Moka“… Continue Reading „„Leselust““

Nachdichtung des „Armen Heinrich“

Überaus lobend bespricht Alexander von Bormann die Nachdichtung des „Armen Heinrich“ von Hartmann von Aue durch Rainer Malkowski, FR 23.7.03: Heinrich wird uns als das Musterbild eines Ritters dargestellt. Malkowskis Verse geraten selbst ins Schwärmen: „Nie blühte Jugend schöner,/ er war ein Spiegel/ für… Continue Reading „Nachdichtung des „Armen Heinrich““

Gisela Kraft

„Die Lyrikerin, Übersetzerin und Islamkundlerin Gisela Kraft, Jahrgang 1934, arbeitet mit im Writers-for-Peace-Committee des Internationalen P.E.N.“ Neues Deutschland interviewt die Autorin, die 1984 von West- nach Ostberlin übersiedelte. (Aber wenn meine Informationen stimmen, haben die Genossen sie zwei Jahre älter gemacht). Ihrem Ost-Debüt „Katze… Continue Reading „Gisela Kraft“

Eine Welt von einem Namenlosen

Der Warmbronner Verleger Ulrich Keicher, der die Edition im Auftrag der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung besorgt hat, versammelt hier einige Briefwechsel [Christian] Wagners, Fotografien und die wichtigsten Aufsätze zu dem Dichter, von Hermann Hesse und Peter Handke etwa, die frühere Lesebücher der… Continue Reading „Eine Welt von einem Namenlosen“