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Veröffentlicht am 7. Oktober 2019 von lyrikzeitung
Else Lasker-Schüler
(geboren am 11. Februar 1869 in Elberfeld, heute Stadtteil von Wuppertal; gestorben am 22. Januar 1945 in Jerusalem)
AN MICH
Meine Dichtungen, deklamiert, verstimmen die Klaviatür meines Herzens. Wenn es noch Kinder wären, die auf meinen Reimen tastend meinetwegen klimperten. (Bitte nicht weitersagen!) Ich sitze noch heute sitzengeblieben auf der untersten Bank der Schulklasse, wie einst … Doch mit spätem versunkenem Herzen: 1000 und 2-jährig, dem Märchen über den Kopf gewachsen.
Ich schweife umher! Mein Kopf fliegt fort wie ein Vogel, liebe Mutter. Meine Freiheit soll mir niemand rauben,– sterb ich am Wegrand wo, liebe Mutter, kommst du und trägst mich hinauf zum blauen Himmel. Ich weiß, dich rührte mein einsames Schweben und das spielende Ticktack meines und meines teuren Kindes Herzen.
Aus: Else Lasker-Schüler, Sämtliche Gedichte. München: Kösel, 1984 (3. Aufl.) S. 215
Kategorie: Deutsch, Deutschland, IsraelSchlagworte: Else Lasker-Schüler
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Ich lese sehr gern in ihren Werken.
Liebe Grüße
Edith
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